Mit dem Hund im Urlaub

22 Sep
22.09.2014

Was war das bloß für ein Chaos – aber ein gutes und lustiges Chaos. Mit dem flauschigen Vierbeiner nebendran. Normalerweise sehe ich Danou nur dann, wenn ich meine Eltern besuchen gehe. Etwa 1-2 mal die Woche. Da wir dieses mal aber zusammen im Urlaub waren, hatte ich die kleine Flauschekugel täglich zum schnuffeln da. Auf dem Hinweg war es schon so, dass er entweder mal bei uns mitgefahren ist oder bei meinen Eltern. Angekommen spielte er den ganzen Tag lang mit den anderen Hunden aus der Familie bis er abends – nach dem Spaziergang am Strand – so fertig war, dass dann Schmusestunde angesagt war. Grundsatz dabei ist, dass er immer zwischen den Beinen liegen möchte. Wie ein Donut – eingerollt zwischen O-Beinen. Wenn man noch ein wenig Lesen möchte ist das kein Problem – nur bekommt man bei dieser sexy Pose ( ;) ) irgendwann auch Krämpfe am Popo – da war ich ja dann froh drum, wenn er nach einer Stunde doch in sein Körbchen abgedampft ist. Außer in der letzten Nacht – da hab ich mir gedacht: Ok – warteste noch, bis er in seinen Korb kriecht. Dann bin ich aber weggedöst und er blieb auf dem Bett. Mal war mein Fuß in seinem Gesicht, mal war sein Arsch auf meinem Bauch, mal lag sein Bein auf ihm drauf und am Ende hat er meine Waden abgeschlabbert. *Flauschiger Freudenschrei* Also nicht, wegen dem Geschlabber, aber sonst ist er immer abgehauen und das war doof T-T
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Entwicklungsängste und Stillstand

19 Sep
19.09.2014
  • Du machst das echt gut! Dafür, dass du erst angefangen hast.
  • Das machst du wirklich prima! Dafür, dass [insert random...]
  • Deine Fotos find ich toll! Dafür, dass du zum ersten Mal aktiv Fotos gemacht hast._MG_1157

Ein Lob, ein Kompliment, aber irgendwie auch ein Dämpfer. Das ist wie “Du siehst toll aus – für dein Alter!” – Man traut dir als Anfänger halt noch nicht soviel zu wie dem Profi. Man mutet dir noch nicht soviel zu wie dem Profifotografen, aber du willst gleich alles, du willst gleich Anerkennung von oben für das was du tust. Aber momentan kannst du dich noch auf deinen Welpenschutzlorbeeren ausruhen und die “Ist halt das erste mal gewesen”-Karte spielen. Aber was, wenn die verspielt ist? Für den Anfang – alles prima! Aber, was, wenn man irgendwann nicht mehr am Anfang steht? Was, wenn man etwas dann schon zum 100.ten mal gemacht hat. Was, wenn alles stehen bleibt und du dich gar nicht mehr veränderst und kaum noch dazulernst? Die Lernkurve kann nicht ewig steil bleiben – nicht so wie am Anfang, wo du noch nichts weißt und soviel lernst und soviel aufnimmst und soviel umsetzt. Was, wenn du dich nur noch im Kreis drehst und gar nicht mehr weiterentwickelst? Was, wenn die Erwartungshaltung plötzlich eine ganz andere ist und du nicht mehr vom Welpenschutz profitieren kannst?

What if I stop improving?


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Ich freue mich unglaublich über Lob – egal ob beruflich oder bzglst. meiner Hobbies, aber ich habe – schon immer – irgendwie Schwierigkeiten damit genau das auch anzunehmen. Weil ich weiß – andere machen’s besser. Weil ich denke: “…dafür, dass du [insert random phrase from above]” oder “Die wollen doch nur nett sein!” oder “Ist doch selbstverständlich!” – Mir wurde gesagt, dass ich daran arbeiten müsse und das tue ich und ich glaube, dass das ein Arschtritt in die richtige Richtung ist. Ich predige jedem, der es hören will, dass er mit ein wenig Arroganz seine Fähigkeiten selbstbewusst realisieren und präsentieren soll, aber selbst muss ich mich dazu zwingen es zu tun. Aber je öfter ich mich dazu zwinge etwas zu tun, was ich nicht gut kann und worauf ich eigentlich gar nicht so wirklich Lust habe, desto besser werde ich. So hab ich Klavier spielen gelernt. So hab ich Freunde gefunden – weil ich irgendwen angequatscht hab, obwohl das manchmal Überwindung kostet. So hab ich meinen Standpunkt im Leben manifestiert. Bungee Jumping? Ich würde während dem Sprung noch vor Angst brechen, aber wie geil ist das denn, wenn du die Erfahrung mit auf deiner Liste aufnehmen konntest? Wie spannend es sein kann Dinge zu tun, die absolut nicht bequem sind? Es ist gemütlich nur zu Hause zu hocken und Serien zu schauen, aber wenn dann die Welt stehen bleibt, dann reiße ich lieber die Grenzen meiner Comfort Zone ein und dringe in Gewässer ein, die ich vorher nicht gekannt habe. In Welten, die mich voranbringen und die Zeilen meiner Lebensgeschichte schreiben. Kein Bock nur Sesselpupser zu sein, keine Lust nur meine Zeit abzusitzen und zwei mal im Jahr Urlaub vom Alltag zu haben. Die Wellen kommen und gehen und bewegen sich stetig. Selbst eine gefährliche, scharfe Glasscherbe wird durch die stetigen Bewegungen des Meeres irgendwann zu einer glänzenden Murmel.
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Ocearium du Croisic

15 Sep
15.09.2014

Heute gibt es mal wieder ein bisschen Tagebuch. Und Tiere. Alle lieben Tiere :) Ich war im Urlaub mit meiner Schwester und meinem Vater im Ocearium du Croisic. Ist irgendwie ganz lustig – ein Familienausflug – nur sind wir so an die 20 Jahre älter, als die Durchschnittsfamilie, die dort unterwegs ist. Es ist ganz lustig mit anzusehen, wie sich Kinder für Tiere begeistern können und wie man sich selbst dabei erwischt die riesige Schildkröte mit offenem Mund anzugaffen und man am liebsten stundenlang einfach dasitzen und sie beobachten möchte. Anstatt dies zu tun, haben wir unser Touri-Dasein so richtig ausgekostet und Fotos en masse geschossen. Natürlich ohne Blitz. So wie es sich gehört. Darüber habe ich mich in meinem Kopf aber auch ganz schön geärgert. Jedes mal, wenn irgendein Idiot meinte, mit seiner blöden Kamera gegen eine Scheiben blitzen zu müssten, habe ich geseufzt und die Augen verdreht. Zum einen, weil es einfach total rücksichtslos ist – schließlich sind die Tiere vermutlich schon gestresst genug (Hat denn keiner von denen Free Willy geguckt?) und zum anderen, weil es total sinnlos ist gegen Glas zu blitzen? Mal davon abgesehen, dass alles so gut ausgeleuchtet war, dass man selbst mit der Handykamera wunderbare Bilder machen konnte.
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Nun – ich war die ganze Zeit auf der Suche nach schönen Fotomotiven. Ist aber gar nicht mal so einfach – das Getier bewegt sich schließlich die ganze Zeit und während ich an meinen Kameraeinstellungen rumwurschtel ist das Getier auch schon weitergezogen. Und dann stimmen die Einstellung und die Beleuchtung verändert sich. Damn. So einige Schnappschüsse für’s Familienalbum gab es dann doch noch. Mit Nemo, mit Uhrzeitgeviechs, der bösen Muräne aus Ariel und plattgedrückten Schalentieren._MG_0806

Bei diesem Bild hier war ich zuerst ziemlich zufrieden, allerdings gefällt mir diese Farbspiegelung nicht so. Ich hab’s dann auch nicht nochmal versucht, weil eine Olle neben mir angefangen hat das Glas anzublitzen und ich entnervt geflüchtet bin. _MG_0831

Uh – bei diesen Fischen war ich ne ganz Weile – THEY ARE HUGE. _MG_0876 _MG_0884 _MG_0920

HUGE JAPANES SPIIIIIIIDERCRAB. Nope, Nope, Nope xD.

Die nachfolgenden Bilder hatten mir dann im Endeffekt am besten gefallen. Der / Die / Das Pulpo ist eigentlich ziemlich farblos gewesen, also habe ich dem ganzen ein bisschen Photoshopfarbe gegeben :’) Als wir vor dem Becken standen musste ich doch ein wenig lachen, weil ein Kind die ganze Zeit hat, wie ekelig es dieses Tier findet, aber es unbedingt anfassen wollte – was natürlich nicht ging xD. Das Rochenbild ist – wie man sieht – von unten nach oben fotografiert. Ich glaube, dass es sich um ein offenes Becken gehandelt hat und die Sonne somit von oben reingeleuchtet hat. Bei diesem Fotos muss ich irgendwie an einen Film denken, den ich vor Jahren gesehen hab. Es ging um Tiefseetaucher und Aliens im Meer, die aber freundlich sind und lila-weiß leuchten xD Ansonsten – der HAI! Whatthehell – ich habe eigentlich gedacht, dass Haie so 2 oder 3 Zahnreihen haben, aber ne is nich – sind direkt mal gefühlte 10 oder so. Bei diesem Ausflug muss ich sagen, dass ich am längsten bei der Schildkröte hängengeblieben bin. So riesig wie die war, muss die schon unheimlich alt gewesen sein o_o. Wie dem auch sei ist das vorletzte Foto mein Lieblingsbild von diesem Ausflug. Es war nicht so einfach ein paar Bilder von ihr zu machen – das Becken war recht dunkel und es waren noch Haie drin. Größter Störfaktor dürften die Kinder gewesen sein, die vor der Scheibe rumgeturnt sind, weswegen ich immer ewig warten musste, bis ich mal einen Moment abpassen konnte. Aber bei dem Fotos wusste ich Outofcam schon ganz genau, dass ich dieses auswählen will und kein anderes.

00002_Pulpo_MG_0746 00003_Rochen_MG_0746 00004_Hai_MG_0746 00005_Koralle_MG_0944 00006_Schildi_MG_0809 00007_Schildi_MG_0785

Bewusstes Erleben

12 Sep
12.09.2014

Ich habe in letzter Zeit eine ausgeprägte Aversion gegen Zeitverschwendung entwickelt. Besonders zu dem Zeitpunkt, als sich mein zweites  Mastersemester dem Ende zugeneigt hat. In dieser Phase habe ich unheimlich viel Zeit verschwendet – keine Motivation, kein Ausgleich, keine Energie. Die Gier nach dem Erleben versus dem schlechten Gewissen gegenüber der Pflicht ließen beide Seiten in sich zusammenstürzen, sodass ich im Endeffekt nichts Sinnvolles getan habe. Weder Hobby zu 100%, noch Pflicht zu 100%. Ich dümpelte bei unproduktiven 50% rum, denn die reichen ja zum Bestehen. Ich hatte mir felsenfest vorgenommen, dass ich, sobald die Pflicht getan war, Vollgas geben müsse, um all das Verpasste aufzuholen und in  mich aufzusaugen, um dann im nächsten Semester davon zu zehren. Meine Semesterferien  gehen genau 6 Wochen, davon habe ich 2 Wochen Urlaub von der Arbeit. In der Zeit möchte ich soviel erleben, wie es nur möglich ist. Mit “Erleben” meine ich auf Achse zu sein, aber auch mal bewusst zur Ruhe zu kommen. Ich muss nicht meine freie Zeit tot-terminieren, aber ich will ganz bewusst meine Zeit in Dinge investieren und die dann auch benennen können, anstatt schon wieder die Hälfte vergessen zu haben, weil ich meine Zeit verplempert habe. Natürlich kann man sich jetzt darüber streiten: “Was ist sinnvoll, was ist nicht sinnvoll?”

Aber das meine ich gar nicht damit, weil für jedermann jegliche Tätigkeit sinnvoll sein kann. Mir geht es darum, dass ich etwas ganz bewusst (mit ganzem Herzen) machen, genießen und später aktiv in Erinnerung rufen kann. Wenn wir in den Urlaub gehen, da saugen wir doch auch alles voller Begeisterung in uns auf, weil wir bestenfalls nur zwei Wochen dazu Zeit haben – wieso also auch nicht im Alltag?

  • Nicht halbherzig ein Suchti-Facebookspiel spielen, obwohl es gar nicht so toll ist und danach dann rumheulen, weil man dann nicht mehr genug Zeit für Pflichtkram hat. Dann lieber gleich ein cooles Computerspiel – damit sich die Zeit wenigstens lohnt.
  • Nicht einfach nur Reste zusammenschmeißen, um satt zu werden, sondern sich Zeit zum Kochen und zum Essen nehmen.
  • Nicht immer nur zwischendurch eine Folge HIMYM nebenbei beim Putzen gucken, sondern gleich coolen Film-/Serienmarathon abends mit Freunden machen. Wann hab ich das wohl das letzte mal gemacht?
  • Nicht aufwachen und sinnlos im Bett rumschimmeln, sondern entspannt frühstücken.
  • Nicht halbherzige Blogposts rausrotzen, nur weil die Kooperationsfrist eingehalten werden muss, sondern ganz viel Gedanken reinstecken.

Neben den ganzen Aktivitäten mit denen man sich die Zeit zu Hause vertreiben kann, gibt es natürlich noch die viel Spannenderen – die, die einen nach draußen treiben. Die einen zwingen Eindrücke zu sammeln und von denen ich so viel wie möglich mitnehmen will. Nachmittage mit Freunden, Projekte aus dem nichts spinnen, Spontanität.

Wenn man schon mal Zeit hat, dann sollte diese sich auch in Erinnerungen verwandeln können und nicht durch unnützes Prokrastinieren verschwendet werden. Nicht mehr nur halb, sondern lieber ganz. Und auch wenn die Uni wieder angefangen hat und die Freizeit nun geringer wird, will ich genau diese Lebensweise und Einstellung beibehalten. Dinge mit Sinn machen, Dinge bewusst tun und erleben. Meine jüngste Cousine ist volljährig, mein Cousin bekam sein zweites Kind. Die Zeit geht viel zu schnell vorbei – ich will es mir nicht leisten sie zu verschwenden, bevor es in den nächsten Abschnitt des “erwachsen seins” geht.

ddd

But, my God, it’s so beautiful when the boy smiles

09 Sep
09.09.2014

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Ich erwähne selten – eigentlich nie – meinen Freund. Nicht, weil wir nichts zusammen erleben, sondern mehr aus Selbstschutz und weil ich der Meinung bin, dass man nicht Dinge aus dem gemeinsamen Privatleben mit Fremden teilen muss, von denen nicht jeder einem Gutes wünscht. Es spricht aber nichts dagegen einfach mal ein paar allgemeine Worte loszuwerden. Vielleicht ein bisschen gefühlsduselig, weil so langsam die Herbstsaison anfängt, wir ein wenig frösteln und uns jemanden zum kuscheln suchen. Vielleicht auch, weil heute unser 7 Jähriges ist und ich schon ein Drittel meines Lebens mit ihm verbringe und sich seit dem Anfang so einiges verändert hat. Ich habe mich verändert, er hat sich verändert, wir haben uns verändert. And we’re still partners in crime.

Wenn du mit 17 mit jemandem zusammenkommst – da weißt du eigentlich nicht so wirklich, wie sich das entwickelt. Ob und wie lange ihr zusammenbleibt oder ob man irgendwann doch in andere Richtungen geht. Ich war und bin der Meinung, dass ich nur mit jemandem zusammenkomme und zusammen bin, wenn es richtig ist – wenn es passt. Nicht nur damit ich nicht alleine bin. Nicht nur, damit irgendwer an meiner Seite ist. Es hat sich einiges geändert, aber es hat immer die eine Konstante gegeben: Es ist richtig.

Unser Luxus ist unsere Freiheit – die Freiheit so zu sein, wie wir Bock drauf haben, die Dinge zu tun, auf die wir Lust haben, sei es gemeinsam oder allein. Die Selbstständigkeit sein eigenes Ding durchzuziehen und dabei auf Interesse und Unterstützung des anderen zählen zu können. Manchmal betrachte ich nur und es breitet sich in meinem Innersten ein flächendeckendes Gefühl aus und ich muss grinsen. So als ob ich meine Mundwinkel hinters Ohr getackert habe.

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