Le Pouliguen

29 Aug
29.08.2014

Den letzten Urlaub mit meiner Familie habe ich vor JAHREN das letzte mal gehabt. Man will halt lieber Sturmfrei haben oder woanders hinreisen, aber irgendwann kommst du in ein Alter, in dem es nicht mehr uncool ist mit seiner Familie wegzufahren. Wir haben ein Ferienhaus in der Bretagne gemietet – 300m vom Strand entfernt und sind eine Woche ins Wififreie gedüst. Sack und Pack im Kofferraum und Hund vorne mit in der Fahrerkabine. Sich darüber aufregend, wie unmöglich die Franzosen Auto fahren und man mehrmals aufpassen muss nicht als Wutbürger durchzudrehen, sind wir trotzdem heile hin und zurück gekommen. Auch auf dem Beifahrerseitz habe ich jedes Mal einen Hals bekommen, wenn auf einer 4 Spurigen Autobahn, 4 Idioten meinen müssten ein 70-75-80-90 Km/H “Rennen” fahren zu müssen und keinen vorbeilassen, der gescheit Auto fahren kann. Oder wenn ein Auto überholen möchte und einfach so die Spur wechselt ohne zu blinken? Oder die x-mal, als wir an der Maut standen und wie wild Hupen mussten, weil der Volltrottel vor uns vergessen hat, dass sein blödes Auto rückwärts rollt, wenn der Gang draußen ist. Geil war auch der Franzose, der mit Anhänger UND Pferden drin meinte, einen anderen – mit fast gleicher Geschwindigkeit – bergauf – MIT HANDY AM OHR – überholen zu müssen. Holy Fuck, seid ihr alle lebensmüde? Wie dem auch sei – ein paar kleine Eindrücke – Danou ist das allererste mal am Strand gewesen und hatte am Anfang etwas Angst – als seine Pfoten sich dann im Sand wohl doch ganz gut angefühlt haben ist er vollkommen ausgerastet :) Leinen los und er ist wie ein Irrer hin und hergehechtet. Mit den Hunden meiner Tanten waren es 4 an der Zahle – getobt – Pfote ins Wasser – einmal rumgerollt – wieder zurückgerannt – wieder ins Wasser gerannt – wieder zu uns gerannt und schöööööööön in den Sand gelegt. Irgendein mieser Mensch hat dann eine Pizza am Strand liegen gelassen, die sich Danou geschnappt hat. Wir waren aber rechtzeitig vor Ort und mit bösem Blick und erhobenem Finger von Mutti, hat er das Stück dann doch fallen lassen und wir haben den Rest entsorgt. Ist aber auch n Unding seinen Dreck überall liegen zu lassen.
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Nach dem Rumgetobe sind die Hunde hundemüde gewesen *glucks* ;) Kurz im Bad mit Wasser abgebraust und danach  mit dem Handtuch abgeschrubbelt – danach hat er nichts mehr gemacht und wir haben ein bisschen Unsinn betrieben. Ihn in seine Kuscheldecke eingerollt, ihn wieder ausgerollt, ihm BH-Kopfhöhrer aufgezogen… und ihn dann doch in Ruhe gelassen. Unser Schlafritual lief ungefähr so ab, dass ich O-Beine gemacht habe und er sich dann dazwischen eingerollt hat und sich hat streicheln lassen. Nach einer halben Stunde ist er dann runter in sein Körbchen. Am letzten Abend hab ich mir gedacht: “Gut, der hopst gleich runter und dann geh ich nochmal kurz runter.” – Ne stattdessen bin ich eingeschlafen und bin nachts aufgewacht, weil er rumgezappelt hat, nachdem mein Bein auf ihm drauflag – wahlweise auf dem Körper oder dem Gesicht. Dann bin ich irgendwann nochmal aufgewacht, weil meine Waden gekitzelt haben – träumendes, schlabberndes Hundi. Und zu guter letzt gab’s noch einen Hechtsprung auf meinen Bauch gegen 5 Uhr morgens. Aber wegschicken? Neeeeeee…. weiterschnuffeln x]

Weniger ist mehr

23 Aug
23.08.2014

Wenn man Fotos machen will – sei es vor oder hinter der Kamera. Wenn man netzwerkt und mit fremden Menschen in Kontakt tritt, dann wird man zwangsweise mit anderen Ansichten konfrontiert. Aus der Perspektive einer Person, die einen Fotografen sucht, die einen ablichtet: Es kommen einem mehr als oft genug Menschen entgegen, die eine andere Vorstellung von sexy haben als man selbst. Möglichst viel Haut, Brüste, Arsch und irgendwie in einer komischen Pose – unter vielen talentierten Menschen, sind noch mehr untalentierte T*ttenknipser. Mit so jemandem will ich erst gar nicht zusammenarbeiten, weil ich kein Vertrauen zu jemandem aufbauen kann, der in seinem Portfolio Frauen zeigt, die nicht von ihrer besten Seite dargestellt werden. Als Person, die jemanden sucht, den sie ablichten könnte, sind mir auch schon Frauen begegnet, die zu der vorher genannten Spezies von “Fotograf” passen würden. Ein “Modell”, dass sich mit Oben-Ohne Bildern im Maisfeld bei mir “bewirbt”, weckt nicht unbedingt mein Interesse. Dann doch lieber das schüchterne Mädchen von Nebenan.

Klar – wir alle lieben Nacktheit –  ich liebe ultrakurze Shorts und kurze Röckchen. Schulterfrei, Rückenfrei, lange Beine – alles ganz toll anzusehen, aber nicht immer ist nackt auch sexy. Die Grenze von sexy zu billig ist schmal und ich bin noch nicht erfahren genug, um mich an Aktfotografie zu probieren. Ich glaube jemand, der es schafft Nacktheit wunderschön darzustellen und es schafft diese nicht billig aussehen zu lassen ist ein ganz Großer.

Aber vollständig bedeckt, kann auch ganz sexy aussehen, oder? Weniger Haut, mehr sexy. Für mehr subtil und weniger Atombusen-springt-dir-ins-Gesicht.
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Auf den Bildern seht ihr Summer.

That hasn’t happened for the longest time

20 Aug
20.08.2014

Das beste, wenn man Fotos macht, sind irgendwie dann doch die Outtakes. Die Zeit, die man miteinander verbringt. Na klar – das Ergebnis ist auch wichtig, aber die Erlebnisse während der Zeit, die man gemeinsam durch Spontanität herzaubert sind die Dinge, die sich in Erinnerungen verwandeln und die wir mit Bildern im Endeffekt verbinden. Die Geschichten, die wir uns erzählen oder die wir selbst kreieren, das Gelächter, dass man durch Unsinn verursacht und die Scheiße, die man baut, über die man sich hinterher kaputtlachen kann.

That hasn’t happened for the longest time


Ich hatte hier ja schon angedeutet, dass es mir ganz stark an etwas gefehlt hat – vor allem in den letzten Monaten. Kein Ausgleich, keine Zeit für Ausgleich – alles, was momentan passiert sauge ich in mir auf. Der Sommer ist die Zeit, die für mich schon immer Erlebnisse bedeutet haben. Festivals, der Sommer, den ich in Berlin gelebt habe, ein Weinchen mit Käse und Wurst am Mainufer genießen, Urlaube, Badesee, nachts durch die Straßen rennen und sich ins Gras schmeißen und bis zum Morgengrauen quatschen.
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Jetzt ist alles anders als früher – wir fangen nicht um 14 Uhr an zu chillen, nachdem die Hausaufgaben erledigt sind. Wir gehen nicht nach der Vorlesung noch einen heben. Nein – wir können erst Afterworken oder wir warten sehnsüchtig auf’s Wochenende, wir sparen unseren gesamten Enthusiasmus für’s Wochenende auf, um dann zu explodieren uns auf dem Boden rumzurollen und vor dem Regen davonzulaufen, uns unterzustellen und zu kreischen, wie kleine Mädchen, wenn der Blitz sich lautstark entläd. Dann – fuck it – wieso verstecken wir uns vor dem warmen Sommerregen und lassen nicht doch ein paar Tropfen die Haut entlangperlen. Am Wochenende kann man doch auch mal zerzaust aussehen – wen interessiert’s?
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Immer wieder danke für die Fotos an Digital Passion.

Sommerregen ist der beste Regen

16 Aug
16.08.2014

Nein – eigentlich hasse ich den Regen. Außer, wenn man bei 30 Grad in Vietnam Bock auf einen Tanz im Regen hat. Regen ist blöd – vor allem als Brillenträger, der dann Brillenscheibenwischer bräuchte. Wenn man es aber positiv sehen möchte oder einen anderen Blickwinkel einnehmen möchte, dann kann man hervorheben, dass Wasser reflektiert. Whoooopie – Wasser reflektiert. Während eine Schar von mindestens 6 Kameras [inkl. 2 Videokameras] sich unter einem Dach unterstellt, turnt Summer fröhlich im Nassen rum. WuhiWihu. Die Fotos werde ich nicht hier in Form einen Blogpostes zeigen. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch auf meiner Portfolioseite durchklickt oder mich auf Facebook besucht. ^_^ _MG_0590nachher

Weg vom Konsum

13 Aug
13.08.2014

Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass ich keine Lust mehr habe so zu bloggen, wie ich es bisher getan habe. Das hat sich sowohl in der Anzahl der Blogposts gezeigt, wie auch in der Tatsache, dass ich zunehmend das Gefühl habe keine Blogs mehr lesen zu wollen, die so stark produktbasiert sind. Solche Blogs sind wichtig und haben selbstverständlich ihre Daseinsberechtigung – Ich persönlich kann mich aber nicht für (z.B.) Kosmetik so stark begeistern, dass ich alle News über neue LE’s lesen möchte. Ich nutze Beautyblogs verstärkt als Nachschlagewerk – wenn ich was wissen will, gehe ich dort auf die Suche – aber auch nur bei den bereits etablierten, großen Beautyblogs. Außerdem habe ich festgestellt, dass mich z.B. Swatches oder die reine Vorstellung eines Produktes auch nicht wirklich interessiert. Viel mehr klicke ich solche Blogposts an, in denen es dann zur “Anwendung” geht. Ein schönes Schminktutorial, ein kreativer Look, ein Haartutorial. Bei Modeblogs lese ich mittlerweile auch nur noch solche Blogs, die auch etwas schönes zum Lesen bieten. Schöne Bilder schaue ich mir gerne und oft an, aber wie lange hält mich ein schönes Bild auf einem Blog? Vielleicht ein paar Sekunden – hängen bleibe ich dann auf Blogs mit Witz, Texten, ein wenig Alltag, aber nicht zuviel – schließlich interessiert es mich absolut nicht, ob jemand heute die Toilette geputzt hat oder einkaufen war. Aber so ein Juwel in der großen Blogwelt zu finden ist auch nicht einfach, wenn man zu faul ist zu suchen.
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Mich langweilt es, wenn man in der Erstellung eines Blogposts so abhängig davon ist, was für ein Produkt darin gezeigt wird. Ich kann mich nicht mehr hinsetzen und ellenlange Texte über irgendeinen Lidschatten oder ein Oberteil schreiben, weil es mich überhaupt nicht bockt. Entweder finde ich es gut oder ich finde es nicht gut. Aber was heißt schon “Weg vom Konsum” – es ist ja nicht so, als würde ich aufhören zu kaufen oder Blogs zu lesen, die ihre neuen Produkte zeigen – nur die Auswahl schränkt sich auf solche ein, die auch Dinge zu erzählen haben, die mehr aussagen, als nur die reine Produktbeschreibung. Die, die es schaffen einen an sich zu binden und einen mit ihren Texten begeistern können.
Und es macht ja auch Spaß zu schreiben – wenn die Gedanken im Kopf langsam Sätze formen und man aus der Grütze vielleicht doch etwas zu Papier bringt. Ich persönlich möchte mich von solch produktabhängigen Blogposts abwenden und Geschichten erzählen, Erlebnisse zeigen, vielleicht auch nur rumspinnen – nicht hochpoetisch, dass würde mich nur in eine schrecklich chaotische, undurchdachte Frustphase reinstürzen. Vielleicht eher so einen Mix aus Alltag, Meckereien, Schmunzelmomenten und glücklichen Hochgefühlen.

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