Jeden Tag Fehlentscheidungen

21 Jul
21.07.2014

Im Kindesalter macht man Dinge so ganz ohne Ängste. Man stürzt sich mitten ins Getümmel, man macht Dinge ohne darüber nachzudenken, man entdeckt und man traut sich viel mehr, als man es mit wachsendem Alter tut. Man weiß halt noch nicht, wie weh es tut auf die Schnauze zu fliegen. Aber warum eigentlich diese Ängste? Weil wir von Kindheit an dazu erzogen werden keine Fehler zu machen, weil wir immer die Konsequenzen vor Augen getragen bekommen.
“Zieh keine Grimassen, das bleibt sonst so”; “Du darfst keine Fehler im Test machen, sonst gibt es eine schlechte Note und dann ein schlechtes Zeugnis, dann gibt es keinen Studienplatz oder Ausbildung und du landest auf der Straße!”; “Lass dich bloß nicht auf den falschen Typen ein, sonst…”; Vielleicht auch weil wir am eigenen Leib erfahren haben, wie es eben ist einen schwerwiegenden Fehler begangen zu haben. Aber im Grunde genommen ist es doch unmöglich immer das Richtige zu tun, oder? Und im Grunde genommen wächst man doch an seinen Fehlern, genauso wie man an seinen Erfolgen wächst? Niemand kann mir erzählen, dass sein Tag nicht mit kleinen Fehlerchen gespickt ist. Aber vielleicht schließe ich auch einfach nur zu viel von mir selbst auf andere. Die Fehlerchen fangen doch ganz klein schon an:

  • Ist die Ampel noch knappes dunkelgelb oder schon fast rot? Vollbremsung oder Gas? Vielleicht einen Auffahrunfall verursachen oder schnell noch über eine höchstverdächtig-rot-wirkende Ampel düsen?
  • Die Vorlesung schwänzen, obwohl man ganz genau weiß, dass man eigentlich hin müsste?
  • Hungrig einkaufen gehen, eine reife Melone kaufen und sie dann auf der Arbeitsplatte liegen lassen, um am nächsten Morgen zu sehen, dass sie implodiert ist?

Die ganz großen Entscheidungen, die wir in unserem Leben machen – ganz besonders da haben wir große Angst davor uns falsch zu entscheiden. Studium, Partnerschaft, Investitionen in Haus und Hof, Zukunftsweisende Entscheidungen eben. Im Moment habe ich irgendwie eine Schulterzuckenmentalität entwickelt. Klar – ich will keine Fehler machen. Aber wieso großartig den Kopf zerbrechen darüber, ob dass was man gerade tut richtig oder falsch ist? Es fühlt sich richtig an – ich muss keine Argumente dafür finden. Und wenn sich irgendwann mal herausstellen sollte, dass ich ordentlich fette Scheiße baue, weil ich vielleicht doch nicht das Richtige studiert habe o.Ä.: Shit happens und dann von vorne anfangen – die Welt steht einem offen :D Aber jetzt bin ich absolut zufrieden mit dem was ich habe =).
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Vielen dank für die Fotos an: Digital Passion.

Wenn du nur den Umriss sehen kannst

15 Jul
15.07.2014

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…dann hast du schlechte Augen. Und um der rationalen Aussage zu entfliehen und ein wenig ins Romantisch-Kitschige einzutauchen, bewegen wir uns nun auf der Ebene der Analogien. Wenn man nur die Ränder, wenn man nur den Umriss sehen kann, dann hat man eine Idee dessen, was vor einem ist. Man hat eine grobe Vorstellung wohin man möchte und vielleicht auch was man möchte. Das sind so die Träume, die man den ganzen Tag mit sich herumträgt oder die einen bei Nacht besuchen kommen. Wenn man irgendwann mal anfängt zu träumen ist alles unscharf und bei der Informationsvielfalt, die heutzutage auf einen einprügelt – wird es immer unschärfer. Das Kind will Feuerwehrfrau werden. Nein – Tierärztin. Nein Müllfrau. Oder vielleicht doch eine Pilotin? Nein – sie will Leben retten und dabei Fotos machen und gleichzeitig auch noch kleinen Kindern Lesen beibringen. Alles verschwimmt immer mehr – so wie die Sehstärke meiner Augen als ich aufgewachsen bin.
Mit dem letzten Besuch beim Augenarzt wurde mir dann doch wohl das Gegenteil bewiesen. Meine Augen sind besser geworden. Zum ersten mal in meinem Leben brauche ich eine neue Brille – nicht weil meine Augen wieder verschwommener sehen, – nein im Gegenteil. Vielleicht ist das einfach so – dass man mit wachsendem Alter wieder schärfer sehen kann. Vielleicht ist das im realen, aber auch im Übertragenem Sinne so, dass die Vorstellungen, die man im Kopf hat realer werden und man nicht nur noch Umrisse vor sich sieht, sondern sich so langsam klar erkennbare Ecken und Kanten bilden. Persönlich und Beruflich stehe ich noch lange nicht am Ende, aber eben auch nicht mehr ganz am Anfang. Irgendwie ist der Weg schon geebnet, irgendwie passt alles zusammen. Und wenn nicht, dann biegen wir uns den Weg zurecht und trampeln einfach neue Pfade.
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Fotos von Digital Passion

There is a special place in hell / heaven for…

10 Jul
10.07.2014

Morgens in der S-Bahn zu sitzen ist wirklich traumhaft schön…nicht. Nein, die 20 Minütige Fahrt morgens in der Bahn entscheidet in der Regel darüber, ob ein Tag gut anfängt oder ob man sich erst mal einen doppelten Espresso zum Aufwachen und Laune verbessern gönnen muss. Zusätzlich zu der Tatsache, dass Bahnfahren allgemein schon keinen Spaß macht, wenn man auf Menschen jeglicher Art trifft, die man im besten Fall einfach nicht riechen mag (ja – und das ist sowohl wörtlich, als auch im übertragenen Sinne gemeint), ist es besonders morgens, wenn man verschlafen ist und noch seine Ruhe haben möchte nicht förderlich für die eigene Laune. Trotzdessen finde ich, das gerade Bahnfahrten auch viele lustige oder ärgerliche Anekdoten (die hinterher doch lustig sind) mit sich bringen. Manche Geschichten zaubern die ein Lächeln ins Gesicht, andere Geschichten machen die Stirnfalte zwischen den Augen noch ein bisschen faltiger.

There is a special place in hell for…
  • Scumbag-Person, die im Vierersitz einen Platz für seinen Hintern benutzt, einen für sein Bein, einen für seinen Rucksack und einen anderen noch zusätzlich für seinen Arm, während alle anderen Menschen die quetschen und dann auch noch so schaut, als ob ich ihm ein Bein abhacken wollen würde, als ich ihm sage, er soll Platz machen.
  • Fremde Menschen, die sich direkt neben dich setzen, obwohl der ganze Zug noch voller freier Sitzplätze ist
  • Die Frau, die dich anmotzt, weil du morgens zur Rush Hour – eingequetscht – zwischen Pendlern – nicht schnell genug weggesprungen bist, damit sie ihr scheiß Fahrrad in die eh schon überfüllte S-Bahn stellen kann und damit 5 Sitzplätze blockiert.
  • Der Mann, der dich anmotzt, weil du ihm zu langsam aus der S-Bahn steigst und dich dabei auch noch mit dem Ellenbogen rammt
  • Die dämliche Olle, die mich mit ihrem Kinderwagen rammt und dann auch noch böse anglotzt, obwohl ich von meinem Sitzplatz aufstehe, um ihr Platz zu machen.
  • Garstige Frau, der mein Outfit nicht gefällt und die mir extra mit einem abschätzigen Blick hinterherläuft, um bei Blickkontakt dann den Kopf zu schütteln und kleinlaut zu werden, wenn man fragt “Haben Sie ein Problem?”
There is a special place in heaven for…
  • Das Mädchen, was dir – nachdem die garstige Frau feige abgedampft ist – sagt, dass du dir nichts daraus machen sollst
  • Eine Frau, die 5 Minuten in ihrer Tasche gekramt und gewühlt hat, nachdem ein anderer Mann mich nach einem Stift gefragt hat und ich leider keinen dabei hatte, und ihm dann über das ganze Gesicht strahlend einen Kugelschreiber vor’s Gesicht hält
  • Eine süße alte Dame, die dich fragt, ob du dich kurz bücken kannst, damit sie dir den Kopf tätscheln kann, nachdem du ihr ein Zugticket am Automat gezogen hast
  • Ein enthusiastischer Mann, der uns ein Medley aus “Ich liebe deutsche Bratwurst” und “I will never stop loving you” singt.
  • Die ganzen Menschen, die zurücklächeln und Nicken, wenn man ohne Grund lächelt

Und was nehmt ihr so aus dem Alltag der öffentlichen Verkehrsmittel mit?
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Vielen Dank an Digital Passion für das Foto. Gerne könnt ihr auch ein Like auf FB da lassen! :)

Karma is a bitch, when you are.

29 Jun
29.06.2014

Ich weiß – ich schieße mir damit gerade ins eigene Bein, weil Schadenfreude bestimmt auch nicht förderlich für das eigene Karma ist. Trotzdem muss ich bei dem Gedanken an letzte Woche doch lachen. Folgende Situation: Ich fahre – ganz normal – in einer 30er Zone durch einen Tunnel und hinter mir ist ein Kerl, der sich darüber aufregt, dass ich ihm wohl zu langsam fahre. Er drängelt und drängelt. Dann kommen wir an eine Kreuzung – es gibt eine Linksabbiegerspur (auf die fahre ich) und eine für’s geradeaus Fahren. Er zieht rechts an mir vorbei und beschimpft mich durch das offene Fenster. Ich bleibe stehen, weil rot. Er hat eigentlich auch rot. Er ist so sehr damit beschäftigt mich zu beschimpfen, dass er einen Auffallunfall verursacht.

Und da sprudelte der Ärger und die Schadenfreude aus mir raus. Hupend und breit grinsend fahre ich dann an ihm vorbei – weil jetzt hab ich ja grün. Zu Hause bin ich so dermaßen aufgeregt belustigt, dass ich für einen Moment nicht mehr der deutschen Sprache mächtig bin. Jetzt finde ich es immer noch witzig und denke mir “Geschieht dir recht!”. Aber jetzt tut mir die Person Leid, dessen Auto der Miesepeter gerammt hat. Zum Glück sind solche Unfälle dann ziemlich eindeutig und ich hoffe, dass der “Unschuldige” eine gute Summe von der Versicherung bekommt! Q_Q!
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Pink Blossoms

27 Jun
27.06.2014

Vor ein paar Tagen war ganz offiziell der Sommeranfang. Ich freue mich natürlich, weil ich am liebsten die Beine frei habe. Am liebsten eigentlich in Shorts, weil man darin die beste Bewegungsfreiheit hat, aber ab und zu schlüpfe ich auch mal in den Kleid und zuppel dann die ganze Zeit an mir rum, um zu checken, ob auch alles da sitzt, wo es sitzen soll. Da ich früher nie so der Kleidertyp war, fange ich jetzt so langsam erst an meine Kleidersammlung aufzustocken. Zuerst eher ganz zaghaft mit vielen hübschen, schwarzen Kleidchen und jetzt so langsam in Richtung fröhlich und mädchenhaft :) Solang das noch geht, wird das auch ausgenutzt :) Zuerst wollte ich dieses Kleid im maritimen Look mit blau-weißen Streifen von FashionID, aber zu dem Zeitpunkt war es leider ausverkauft (jetzt wieder in stock: hier)- deswegen habe ich dann die rosa Variante mit den Blüten gewählt. So langsam kommt auch das richtige Sommerfeeling durch – wir haben letztens gegrillt und danach Fußball geschaut. Die Temperaturen lassen sich auch ohne Jacke aushalten und wenn nicht, dann werfe ich mir nur einen ganz dünnen Trenchcoat über und die 200DEN Strumpfhose wird gegen nackte Beine eingetauscht. Die Vorfreude keimt in meinem Bauch auf – “der Sommer, der Sommer” jubelt die Stimme in meinem Kopf und ich kann es kaum noch erwarten. Da ich nicht mehr den Luxus von 6 Wochen Sommerferien habe und das Semester bis  Ende Juli geht, habe ich die letzten Wochen versucht effizient zu nutzen und meine ganzen Uni-Todos abzuhaken, anstatt einfach nur meine Zeit zu verplempern. Die letzte Hausarbeit ist geschrieben, die letzte Präsentation ist vorbereitet. Jetzt fehlen nur noch 2 Klausuren und dann habe ich erstmal einen Monat Ruhe. Den habe ich mental komplett verplant. Mit Urlaub, mit Projekten, mit “rausgehen und Dinge erleben”, mit “verschwitzt vom Rad steigen und in den Badesee springen und auf dem Rückweg Erdbeeren vom Feld pflücken und totmüde ins Bett fallen”. Alles aufgeschoben auf August. Was sind eure Sommernachtspläne?

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*In Zusammenarbeit mit FASHION ID*

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