Warum ich den Begriff Girlboss scheiße finde.

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Auf Instagram, Blogs, in den Onlinemedien – da hört oder liest man immer mal wieder den Begriff Girlboss. Merchandise wird gekauft und in die Kamera gehalten, man richtet sich mit Kaffee und Laptop auf dem Ikeabett ein und lichtet sich dabei ab, wie man so richtig am worken ist. So, wie das sich halt für Instagram gehört, so wie fleißige, effektive und vor allem effiziente Menschen nunmal arbeiten (nicht wirklich). Entweder in einem kuscheligen Bett oder an einem clean desk, aus dem sich so rein gar nichts befindet außer vielleicht ein gesponsorter Block oder ein Ghostchair – keine Akten, Mappen oder Unterlagen. Da wird dann 12 Stunden am Tag geackert – aber so richtig!

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No-Poo Methode – Ohne Shampoo Haare waschen – Erfahrungsbericht

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Wieso ich die No Poo Methode ausprobieren wollte hat zwei verschiedene Gründe gehabt. Zum einen – und das war der Hauptgrund – habe ich ganz plötzlich richtig schuppige und juckende und teilweise blutende Kopfhaut bekommen. In den letzten 27 Jahren habe ich damit nie Probleme gehabt und habe herkömmliche Shampoos aus der Drogerie genutzt. Ein paar mal habe ich versucht meine Kopfhaut zu entwöhnen und nur noch alle 2-3 Tage zu waschen. Allerdings habe ich mich da richtig unwohl und dreckig gefühlt, wenn ich nicht täglich mein Haar gewaschen habe. Da ich derzeit ein Sabbatical mache und somit keine Kollegen treffe, dachte ich mir, dass es ein guter Zeitpunkt sei wieder damit anzufangen. Anstatt mich nun durch zig Produkte zu testen, die von jeder Seite als “das” perfekte Produkt beworben werden, las ich mich auf diversen Seiten über den No Poo Trend ein – ich habe auch folgendes Video von DariaDaria gesehen (link hier) und wollte es nun auch einmal ausprobieren. Ausserdem renovieren wir gerade unser Badezimmer und haben ohnehin keine Möglichkeit zu Hause zu duschen und müssen daher auf Duschen bei der Arbeit oder meinen Eltern ausweichen. Wenn die Haare dann mal ein bisschen fettig aussehen, dann hat man die Ausrede, dass man gerade das Bad renoviert :D.

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Just Married – Unsere standesamtliche Hochzeit

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Seit meiner Verlobung Anfang diesen Jahres habe ich mich gefragt ob und in welchem Umfang ich dieses Hochzeitsthema auf dem Blog und/oder Social Media anschneiden möchte – zum einen ist es einfach so, dass sich viele für das Thema Hochzeit und Persönliches interessieren und zum anderen macht es auch einfach Spaß diesen Prozess durchzuleben und zu teilen. Trotzdessen fragt man sich inwiefern man seine eigene Privatsphäre und die der Freunde & Familie öffentlich wiedergeben kann und will. Ganz offensichtlich hat sich das “ob” erledigt, denn ich habe schon einige Blogposts zum Thema Hochzeit geschrieben :). Auch habe ich zwei Testberichtkooperationen angenommen bei der ich eine Hochzeitswebseite ausprobiert habe und eine andere bei der ich mir einen Gutschein für Einladungen habe geben lassen. Das fühlte sich irgendwie nicht richtig an – ich möchte keine Bloggerin sein, die die gemeinsame Hochzeit kommerziell ausschlachtet. Ich habe keine Lust unter jedem dritten Wort oder jedem Foto einen Affiliatelink zu rotzen, um meine Umsätze zu erhöhen – zumindest, wenn es um die persönlichen Posts geht. Vielleicht mach ich das mal, wenn ich über Dekorationen oder sonst etwas Materialistisches schreibe. Vielleicht auch nicht. Ich habe keine Lust auf Kooperationen – nur um ein paar Euros für Schnickschnack zu sparen. Das Thema Hochzeit, Freundschaft, Junggesellenabschied und alles drumherum wird hier keine Inszenierung sein – wo auf Social Media generell schon zu viel inszeniert wird. Viel mehr orientiere ich mich an den zahlreichen bloggenden Bräuten, die einfach nur Mensch sind und ihre vielen glücklichen Momente mit anderen teilen. Ich hoffe, dass mir die Gratwanderung zwischen “Freudige Momente teilen” und “Privatsphäre bewahren” gut gelingt :).

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fraudich mit Laviva (Werbevideo)

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Das Bild von Gender und Gleichberechtigung, welches man durch die Medien vermittelt bekommt, konzentriert sich in meinem Empfinden häufig auf die Gleichberechtigung der Frau. Klar gibt es häufig die Betonung darauf, dass Gleichberechtigung nicht nur auf Frauen zugeschnitten ist, sondern für beide Geschlechter da sei. Trotz dessen empfinde ich es so als ob die andere Seite ein wenig zu kurz kommt. Neulich war ich auf einem Geburtstag eines Freundes und habe mich schon richtig auf den Hugo, den ich mir gerade ins Glas eingoss, gefreut. Ein Kumpel meinte dann, dass Hugo so geil schmecken würde, aber er es nicht trinken kann, weil es ja so ein Mädchengetränk sei. Bitte was? Wieso interessiert das denn irgendwen, was von wem getrunken wird? Wenn eine Frau gerne mal ein Bier zischt, dann wird das anerkennend für cool befunden, aber ein Mann kann keinen Hugo trinken? Stereotypen einer “richtigen” Frau oder eines “richtigen” Mannes stecken in jeder Kleinigkeit unseres Alltags. Inhalte über Essen, Trinken, Mode & Interior gelten als Frauencontent, aber wieso soll so etwas einen Mann nicht auch interessieren? 

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Wenn der Nutzen eines Blogs die Persönlichkeit verdrängt

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Ich bin unzufrieden mit meinem Blog. Ich liebe das Reisen und könnte permanent darüber sprechen – ohne Zweifel. Die Wandlung meines Blogs in einen Reiseblog bereue ich auf keinen Fall. Trotzdessen ist es mittlerweile so, dass ich mir meinen Blog anschaue und ihn fast schon langweilig finde. Da wo früher sehr viel Persönlichkeit drinsteckte, sind nun informative und auf Fakten gestützte Blogposts. Prinzipiell ist das ja durchaus positiv, weil ich mir erhoffe, dass diese Posts für die Allgemeinheit auch nützlich sind. Das jemand der eine Frage hat auch eine Antwort auf diesem Blog findet. Dass jemand meine Blogposts als nützlich empfindet und sie in seinem eigenen Urlaub umsetzen kann. Das ist das primäre Ziel. Ich finde, dass es das größte Kompliment ist, wenn jemand aufgrund eines Blogposts tatsächlich eine bestimmte Destination besuchen möchte.

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