Fotografeninterview: Andy Ruiz von Digital Deezign

Oh mann – eigentlich wollte ich ja viel mehr Fotografen mit meinen Fragen bombardieren, aber bisher habe ich leider nur Patrick Harazim ein paar Antworten entlocken können. Ich habe das irgendwie nicht so auf dem Schirm gehabt und deswegen habe ich gedacht, dass ich – wenn ich wieder so ein Interview mache – jemanden frage, den ich gut kenne. Deswegen habe ich Andy von Digital Deezign gefragt, ob er Lust hat! Andy habe ich über Freunde kennengelernt und wir sind sozusagen „Food & Photography“ Freunde 😀 Wir lieben halt die gleichen Sachen, sowas verbindet! In diesem Blogpost könnt ihr noch weitere Bilder von ihm finden. Ansonsten könnt ihr auch auf seiner Seite vorbeischauen. Have fun reading!

Wann und wie hast du zum Fotografieren gefunden?

2007 habe ich meine erste DSLR Kamera gekauft. Ein Arbeitskollege hatte damals die 350D und hatte auf einer Party Bilder gemacht. Ich war von der Bildqualität so begeistert das ich direkt am nächsten Tag in den Saturn gegangen bin und mir auf Finanzierung (Azubizeit) die neue 400D gekauft habe. Anfangs habe ich einfach wie jeder Bilder von allem gemacht. Meist im Modus P. Erst nach 2 Jahren habe ich mich dann richtig mit Fotografie/Retusche beschäftigt. Eine One on One Session mit Calvin Hollywood (http://www.calvinhollywood.de) damals hat mir sehr sehr viel gebracht. Er hat mir super viele Tipps gegeben bezüglich Photoshop. Kurz darauf habe ich dann direkt schon Fotos für Agenturen, Künstler und Modelables gemacht. Das ging echt super schnell.

Wie läuft so dein Arbeitsprozess?

Ganz wichtig ist die Vorbereitung. Gut vorbereitet ist halb gewonnen. Bereite dich auch bei freien Arbeiten so vor als wären es Payjobs. Denn die sind eine gute Übung für den professionellen Bereich. Genauer erklärt das Jen Potheiser (https://www.youtube.com/watch?v=IAI8aZLM4ss). Wenn es geht fotografiere ich tethered, so kann ich direkt sehen wie das Bild aussieht und kann sofort Änderungen vornehmen. Sonst ganz normal Kontrolle auf dem Display. Anschliessend werden die Bilder auf mein Macbook gezogen und sofort ein Backup davon gemacht. Danach gucke ich durch die Bilder und markiere die, die mir sofort gefallen. Oft reichen die Funktionen von Lightroom. Doch sollte es etwas mehr oder komplexer sein wie z.B. Composings muss ich natürlich auf Photoshop zugreifen. Grundsätzlich arbeite ich immer mit einem Grafiktablett. Denn wenn man sich daran gewöhnt hat, kann man nicht mehr ohne. Ihr könnt einen Blogpost darüber hier nachlesen.

Magst du dein allererstes Shootingbild zeigen? Wenn Ja: Gerne ein altes vs. ein neues Bild.

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3 Wörter, die deine Fotografien beschreiben.

OverseaInspired, JustDigitaldeezign, Real

Hast du einen bestimmten Tick beim Fotografieren?

Hmm einer von der Agentur sagte mal, dass ich einfach nur grinse, wenn ein Bild richtig geil geworden ist. Das war dann die Bestätigung für ihn, dass es gut geworden ist. Aber ich glaube das hat sich geändert. Jetzt rede ich mehr beim Fotografieren. Bei Shootings versuche ich alles lustig zu halten, sodass Kunden Spaß und beim Shoot eine tolle Zeit haben.Wenn Kunden Spaß haben, dann sind sie zufriedener mit den Bildern finde ich.

Was geht dir beim Fotografieren so richtig auf die Nerven?

Schwer zu sagen. Auf Anhieb fällt mir da nix ein, außer nicht passendes Wetter und Unzuverlässigkeit.

Was würdest du gerne mal ausprobieren?

Es gibt vieles, was ich gerne mal ausprobieren möchte. Wie z.B. Unterwasser Portraits, oder einfach Locations wo man nicht üblicherweise Fotos macht. Eigentlich darf man das nicht sagen. Sind noch paar Projekte, die ich im Kopf habe aber noch nicht realisiert habe.

Was würdest du einem absolutem Foto-Newcomer mit auf den Weg geben wollen?

Nimm das was Du hast und mach das Beste draus. Wir lieben alle Gear, aber man muss nicht alles haben, um ein guter Fotograf zu sein. Ja es kann einem helfen, aber ist nicht essentiell. Ich sehe zb. Bilder von Leuten die mit einem iPhone geschossen wurden und die sind 1000x besser als andere mit ihrer Vollformatkamera. Fotografiere das was magst, nicht etwas weil es In ist. Niemals aufhören zu lernen. Wer meint alles zu wissen, weiß nicht das er unrecht hat.

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