Fear has two meanings

[readolog_blockquote ]Forget everything and run
Face everything and rise[/readolog_blockquote]

Ich bin eigentlich ein ziemlich negativer Mensch. Ich mache mir vor gewissen Ereignissen oft so abstruse Gedanken, dass mir heiß und kalt wird. Dass ich gar kein Bock mehr hab und eigentlich am liebsten alles abblasen will. Denke mir Sachen aus, die passieren könnten und drehe innerlich am Rad. Das ist bei mir schon immer so gewesen, dass ich mich ganz selten auf irgendwas freue, sondern dass ich irgendetwas verabrede und kurz davor eigentlich so gar keine Lust darauf habe. Nun ist das nichts Persönliches – wenn mein Gegenüber wüsste, wie wenig Lust ich vorher auf das Treffen gehabt habe, dann wäre das echt nicht so gut. Aber ich kenne mich selbst und diese Lustlosigkeit liegt an mir selbst – mein Problem. Und gerade weil ich mich ganz genau kenne, mache ich „es“ trotzdem. Auch wenn ich keine Lust habe und irgendwie alles doof ist und es doch schief laufen könnte und dies und jenes und alles. Und hinterher bin ich euphorisch, weil es ziemlich cool war und mich weitergebracht habt. Weil ich eine Erfahrung reicher bin, weil man von anderen Leuten, von neuen Leuten unheimlich viel lernen kann. Sei es zwischenmenschlich oder fachlich oder oder oder. Auch wenn man erst mal seinen Hintern hochkriegen muss – „Sich zu seinem Glück zwingen muss“. Ich habe mir angewöhnt einfach zu tun. Auch wenn ich kein Bock hab. Mir Motivation ins Gesicht zu lügen und einfach die Pobacken zusammenkneifen – hab das schon immer so gemacht. Das Englischbuch ist langweilig? Ich lüg‘ es mir interessant. Die Person da schüchtert mich ein? Ich lüg‘ mir Selbstbewusstsein ins Gesicht. Mag nicht, mache doch. Freue mich hinterher es doch gemacht zu haben. Ergebnisse liefern zu können. Wenn mich jemand fragt, wie ich es schaffe mich selbst zu motivieren, dann kann ich das nicht beantworten. Weil ich gar nicht motiviert bin. Keine Motivationssprüche habe und auch keine Tricks. Ich kann’s nicht. Ich bin nie motiviert, ich hab eigentlich gar kein Bock. Ich mache es, weil ich will, dass mir mein schlechtes Gewissen nicht auf die Nerven geht. Damit es endlich gemacht ist und man das von der endlosen ToDoListe streichen kann. Wer sich heute rausredet, der muss morgen immer noch dran denken – muss sich immer noch Gedanken machen – muss sich weiter darum scheren. Wer es einfach macht, hat es vom Tisch – hat was zu erzählen. Just do it – hinterher kann’s nur gut sein. Ist wie beim Sport – danach fühlt man sich auch gut. Face everything and rise.

Pictures by: Awesome Andrea Hübner.

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