Fotografeninterview – Patrick Harazim

Ich habe neulich ein Interview mit einer meiner Lieblings-Fotografen gelesen, dass ich sehr interessant fand und habe mich gefragt, wieso ich solche Dinge nicht über die Fotografen weiß, denen ich z.B. auf Facebook folge. Einige von diesen Fotografen kommen aus Frankfurt und Umgebung – sind also eigentlich ziemlich greifbar. Deswegen habe ich mir überlegt, dass ich mir ab und zu mal ein paar Fotografen schnappe und ein bisschen was über sie berichte (wenn die das denn freiwillig mitmachen).

Als erstes habe ich Patrick gefragt, einen Fotografen aus Gernsheim und ihn mit ein paar Fragen bombardiert. Wenn euch noch Fragen einfallen, dann schaut doch am Besten mal auf seiner Facebookseite vorbei und fragt ihn direkt 🙂 Da könnt ihr dann auch zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen, weil ihr euch auch gleich seine Fotografien anschauen könnt.

Wann und wie hast du zum Fotografieren gefunden?

Alles begann 2010 auf dem Geburtstag meines Vaters. Mein Cousin hielt den Tag fotografisch fest (er fotografierte mit der Nikon D90). Dies inspirierte mich dazu ebenfalls Fotos zu machen. Eigentlich war es damals nicht das Fotografieren an sich, sondern eher mein Cousin, da ich schon immer zu ihm aufschaute. Später erst entwickelte sich die Leidenschaft und auch die Richtung in die es fotografisch für mich gehen sollte.

Wie läuft so dein Arbeitsprozess?

Ich plane nichts bis auf den Tag, die Uhrzeit und den Ort. Meistens eine Location, die ich vorher nicht gesehen habe oder noch nicht kenne. Ich bin da sehr spontan. Das Model und ich laufen zusammen los und lassen uns auf die jeweilige Kulisse ein. Ich bevorzuge eine lockere zwanglose Atmosphäre, man redet ein bisschen und stellt sich aufeinander ein. Die meisten Models mit denen ich zusammenarbeiten durfte werden auch bestätigen, dass man mit mir vielleicht sogar mehr quatscht als shootet.

Für mich ist das Wichtigste, dass der MENSCH in seiner eigenen Schönheit verewigt wird. Seine ganze Ausstrahlung und nicht nur ein schönes Gesicht mit einer gestellten, unrealistischen Kulisse. Es geht nicht um ein Model oder ein Produkt, es geht nicht darum anderen zu gefallen. Sondern um den Augenblick, um Emotionen, das Leben – eben einfach den Menschen im hier und jetzt. Um all das festzuhalten, musst du dich auf dein Gegenüber einlassen und besser kennen.

Magst du dein allererstes Shootingbild zeigen? Wenn Ja: Gerne ein altes vs. ein neues Bild.

interview_patrick_harazim_2010_2016

Links siehst du ein Portrait aus meinem allerersten Shooting.
Geblitzt mit einem Nikon SB 700 und einer Firefly Softbox am Felsenmeer. Ich hatte absolut keine Ahnung, was ich da mache!

Rechts 2016 AL (Anmerkung Mici: Available Light, also kein künstliches Licht 🙂 ) und das, was ich jetzt mache und weiterhin machen möchte!

3 Wörter, die deine Fotografien beschreiben.

Minimalistisch, zeitlos, authentisch

Hast du einen bestimmten Tick beim Fotografieren?

Ja! Auf diesen Knopf an der Kamera drücken, damit es klick macht. Wer das nicht beherrscht, der sollte die Kamera ablegen!

Was geht dir beim Fotografieren so richtig auf die Nerven?

Beim Fotografieren nervt mich nichts. Im Gegenteil – dabei kann ich mich fallen lassen und entspanne mich. Es ist die beste Art den Alltag hinter mir zu lassen.

Davor und danach gibt es einige Dinge…

Was würdest du gerne mal ausprobieren?

Ich strebe in diesem Jahr an mich mit außergewöhnlichen Shootings weiterzuentwickeln. Mich einfach mal neu auszuprobieren.
Das erste Shooting wird eine Herausforderung, denn es wird nur im Automatikmodus fotografiert.
Das nächste wird ein „One Shot“ Shooting. Dabei wird von jeder Location nur ein Bild geschossen.
Das ist das was ich ausprobieren möchte und dieses Jahr noch ausprobieren werde.

Was würdest du einem absolutem Foto-Newcomer mit auf den Weg geben wollen?

Den folgenden Beitrag zu lesen und zu verinnerlichen mit dem Zusatz „Lerne die Regeln, um sie zu brechen“

2 thoughts on “Fotografeninterview – Patrick Harazim

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