Jeden Tag Fehlentscheidungen

Im Kindesalter macht man Dinge so ganz ohne Ängste. Man stürzt sich mitten ins Getümmel, man macht Dinge ohne darüber nachzudenken, man entdeckt und man traut sich viel mehr, als man es mit wachsendem Alter tut. Man weiß halt noch nicht, wie weh es tut auf die Schnauze zu fliegen. Aber warum eigentlich diese Ängste? Weil wir von Kindheit an dazu erzogen werden keine Fehler zu machen, weil wir immer die Konsequenzen vor Augen getragen bekommen.
„Zieh keine Grimassen, das bleibt sonst so“; „Du darfst keine Fehler im Test machen, sonst gibt es eine schlechte Note und dann ein schlechtes Zeugnis, dann gibt es keinen Studienplatz oder Ausbildung und du landest auf der Straße!“; „Lass dich bloß nicht auf den falschen Typen ein, sonst…“; Vielleicht auch weil wir am eigenen Leib erfahren haben, wie es eben ist einen schwerwiegenden Fehler begangen zu haben. Aber im Grunde genommen ist es doch unmöglich immer das Richtige zu tun, oder? Und im Grunde genommen wächst man doch an seinen Fehlern, genauso wie man an seinen Erfolgen wächst? Niemand kann mir erzählen, dass sein Tag nicht mit kleinen Fehlerchen gespickt ist. Aber vielleicht schließe ich auch einfach nur zu viel von mir selbst auf andere. Die Fehlerchen fangen doch ganz klein schon an:

  • Ist die Ampel noch knappes dunkelgelb oder schon fast rot? Vollbremsung oder Gas? Vielleicht einen Auffahrunfall verursachen oder schnell noch über eine höchstverdächtig-rot-wirkende Ampel düsen?
  • Die Vorlesung schwänzen, obwohl man ganz genau weiß, dass man eigentlich hin müsste?
  • Hungrig einkaufen gehen, eine reife Melone kaufen und sie dann auf der Arbeitsplatte liegen lassen, um am nächsten Morgen zu sehen, dass sie implodiert ist?

Die ganz großen Entscheidungen, die wir in unserem Leben machen – ganz besonders da haben wir große Angst davor uns falsch zu entscheiden. Studium, Partnerschaft, Investitionen in Haus und Hof, Zukunftsweisende Entscheidungen eben. Im Moment habe ich irgendwie eine Schulterzuckenmentalität entwickelt. Klar – ich will keine Fehler machen. Aber wieso großartig den Kopf zerbrechen darüber, ob dass was man gerade tut richtig oder falsch ist? Es fühlt sich richtig an – ich muss keine Argumente dafür finden. Und wenn sich irgendwann mal herausstellen sollte, dass ich ordentlich fette Scheiße baue, weil ich vielleicht doch nicht das Richtige studiert habe o.Ä.: Shit happens und dann von vorne anfangen – die Welt steht einem offen 😀 Aber jetzt bin ich absolut zufrieden mit dem was ich habe =).
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Vielen dank für die Fotos an: Digital Passion.

2 thoughts on “Jeden Tag Fehlentscheidungen

  1. Das erste Foto ist ja mal klasse!

    Also Ängste sollte man wirklich nicht haben und auch öfter auf sein Bauchgefühl hören. Aber die Tragweite der Fehler, die man als Kind machen kann ist im Vergleich zum Erwachsenenalter ja schon ein bisschen anders ^^ da kann man natürlich nicht ganz so unbeschwert sein. Aber ich verstehe worauf du hinaus willst, man soltle keine Panik schieben und im Hier und Jetzt leben.

    1. danke dir ! 🙂

      ja – ich weiß was du meinst – als kind hast du natürlich keine wirklichen entscheidung zu treffen – da haste recht. Ich glaube nur, dass uns dieser Leichtsinn aber ab und zu auch einfach ganz gut tun würde…auch wenn ich selber eigentlich gar nicht so bin – aber ich wäre gern leichtsinniger *so in den tag reinleben* 😀

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