Sieben Tage Regen

Nein, eigentlich will ich mich gar nicht über das Wetter beschweren – da finde ich in den letzten paar  Wochen gar nicht mal so übel. Ein stetiger Wechsel zwischen sehr heißem, angenehm sonnigen und abkühlendem Sommerregenwetter – finde ich ideal. Für Mensch und Natur also nichts zu meckern. Nein – viel mehr kam ich  mir die letzten Tage wie in einem schlechten Slapstickfilm vor – so schlecht, dass ich – während ich mich geärgert habe – gleichzeitig auch darüber gelacht habe, weil es so lächerlich war.

Ich gehe mit meinen Sachen vielleicht nicht so vorbildlich um, wie es vielleicht der Fall sein sollte. Taschen werden zu Hause in die Ecke gepfeffert, Technik steht manchmal in der Sonne, mein Auto hab ich seit dem Kauf kein einziges mal gewaschen, ausgesaugt, den Reifendruck geprüft oder den Ölstand nachgesehen. Aber wenn ich Kleidung, Taschen oder sonstiges habe, dann habe ich sie normalerweise ewig – Schuhe, die man täglich trägt. Lieblingsshirts, die immer gehen und Taschen, die täglich verwendet werden. Momentan geht aber alles, alles einfach kaputt.  Mein Gott, habe ich einen riesen Verschleiß. Letztens habe ich erst eine 2 Jahre alte Tasche weggeschmissen, weil die Henkel abrissen. Dann auch noch 2 paar Schuhe, weil sie Löcher in der Sohle hatten und jetzt löst sich die obere Schicht meiner Kunstledertasche von Hallhuber auch so langsam ab.

Vor Kurzem ist mir eine Hose am Popo (siehe Foto) aufgeplatzt – die habe ich aber auch schon ewig und habe sie sehr oft getragen, weil – naja die war einfach geil. Schade drum, aber ist ok. Was passiert als nächstes? Meine neue Zarajeans, die ich erst Ende Mai gekauft habe und seither erst 2x in der Wäsche hatte ist mir auch am Hintern aufgerissen (Will mir das Universum damit etwas sagen? Bombenarsch sprengt alle Hosen?). Problem: Ich hab 50€ für das Teil gezahlt – wie kann es also sein, dass nach knapp 2 Monaten bzw. 2 Wäschen die Hose schon kaputt ist? Ich hatte keinen Kassenbon mehr, aber bin trotzdem mit der Hose zum nächsten Zara marschiert – auf gut Glück. Die Verkäuferin bat mich zu Hause mal zu schauen, ob ich mit Karte bezahlt habe und nachschauen könnte, an welchem Datum ich die Hose gekauft habe, damit sie die Hose zuordnen könnte.

Ich bin also raus und will während dem Laufen meine Hose in meinen Eastpakrucksack stopfen. Zack, Zack – Reisverschluss abgerissen und noch was neues kaputt gemacht. Wie in nem schlechten Film halt. Aber gut – es ist nicht das erste mal, dass ich bei meinem Eastpak den Reißverschluss zerstört habe – wusstet ihr, dass Eastpak eine Garantie von 30 Jahren verspricht? Aber welche Sau hebt einen Kassenbon 30 Jahre auf – richtig: niemand tut das. Und niemand kontrolliert das. Ich habe vor Jahren schonmal den Reißverschluss kaputt gemacht. Damals sind wir einfach in ein Geschäft gegangen, welches Eastpakrücksäcke vertreibt und dort wurde er angenommen und nach 3 Wochen kam er repariert zurück – ohne weitere Kosten für mich. Find ich prima – das ist ein Statement oder? 30 Jahre Garantie heißt soviel wie „Unsere Produkte sind so prima, dass wir euch auch so lange Garantie geben können“ – großes Lob, würde ich mal sagen. Naja: Ende der Geschichte: Ich bin nochmal hin mit einem Ausdruck von meinem Kontoauszug und der nette Storemanager hat mir das Geld für die Hose ausgezahlt – ohne Kassenbeleg.

mici-83

Lange Rede, kurzer Sinn – ich mach dauernd Sachen kaputt und meine Freunde lachen mich mittlerweile aus, weil meine Hosen dauernd am Popo platzen.

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