Und wo bleibst du hängen?

Ich möchte mit einem recht positivem Blogeintrag das Jahr 2015 starten. 🙂

[readolog_blockquote]Guter Content bringt Leser – Klingt abgedroschen, ist aber so.[/readolog_blockquote]
Das habe ich vor einiger Zeit getweetet – das Witzige war, dass die Leute, die meinen Tweet favorisiert oder RT haben genau solche Leute waren, bei denen ich mir gedacht habe: Auf DEINEN Blog bin ich irgendwann mal gestolpert und dann bin ich geblieben und habe seither jedem neuen Post entgegengefiebert.

Immer wieder taucht diese Frage auf – in Foren, Facebook oder über Twitter: Es fragen sich verschiedenste Leute, warum sie so wenig Rückmeldungen auf ihrem Blog haben, warum die Leser ausbleiben und wie sie Menschen an ihren Blog binden können. Wann lese ich einen Blog gerne? Hier geht’s im Endeffekt nicht darum, was gut oder schlecht ist, sondern was ich – ganz persönlich – bevorzuge. Ich lese einen Blog gerne, wenn es was zu lesen gibt. Schöne Bilder sind zwar prima, aber die allein bringen mich nicht dazu einen Blog zu lesen. Wenn ich nur Bilder sehen möchte, dann folge ich einer Person auf Instagram, Flickr, Pinterest oder Tumblr. Wenn es zuviel Text ist, dann erschlägt es mich. Blogs, die nur aus Texten bestehen können toll sein, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf einem fremden Blog bleibe, deren Bild + Titel mich nicht in den ersten Sekunden eingefangen haben, um dann näher auf einen Text einzugehen, ist relativ gering. Ich komme also auf einem Blog, sehe tolle Bilder und bin beeindruckt – dann suche ich nach Wörtern, die die Bilder umschreiben, die die Bilder um eine Geschichte bereichern. Fehlt das eine, fehlt das andere, dann bleibe ich irgendwie nicht hängen. Ich will kurze, smarte Texte, die mich zwischen S-Bahn und Arbeit in ein fremdes Leben entführen und auch wieder in die Realität zurückbringen. Außerdem will ich Bilder, die mich optisch anziehen. Zugegeben – mich reizen dabei Bilder von Beautyprodukten, Natur oder Landschaft recht wenig (Ausnahmen bestätigen die Regel) und ich ertappe mich dabei, dass ich mir am liebsten Fotos von dem Menschen hinter dem Blog anschaue – so als Ergänzung zum Gedankentext.

Im folgenden habe ich mal aufgeführt, warum ich manche Blogs lese (Eigentlich lese ich noch viel mehr Blogs. Die komplette Leseliste findet ihr hier) – außerdem habe ich dann noch eine Empfehlung zum Schluss über einen Blog, den ich irgendwie zufällig beim rumklicken gefunden habe und bei dem ich mich nach einem Blogpost direkt durch den Rest durchgeklickt habe:

  • Summer Lee: Zugegeben – ich bin hier ziemlich voreingenommen, weil wir die Bilder meistens zusammen machen und weil ich doch ganz gerne immer lunse, was sie im Post zu erzählen hat. Vielleicht ist sie auch mein Versuchskaninchen – wenn ich mal wieder neue Dinge mit der Kamera ausprobieren möchte. Die Frau ist ja stiltechnisch gut ausgestattet. Einen (teilweise) Jahresrückblick findet ihr hier – startet ganz rechts.
  • Kleinstadtcarrie: Tya – was soll ich zu Luise sagen. Ihren Blog lese ich seit wir uns 2013 in Hamburg kurz bei Deichmann getroffen habe. Weil ich vorher so eine faule Bloglesesau war, habe ich ihren Blog dann erst durch Neugier – nach dem Treffen – für mich entdeckt (Bedauernswert, dass es nicht früher war!). Für Luise sind ihre Texte unheimlich wichtig und es ist schön, wie sie einen in ihre Gedankenwelt mitnimmt. Seit sie mit Frederic zusammenarbeitet, hat sich die Qualität ihrer Fotos noch mehr verbessert (die war im Übrigen vorher schon gut). Ich mag es, dass Luise so reflektiert ist und viel nachdenkt – ihr Gedankenchaos zu Papier bringt – gleichzeitig dabei Geschichten schreibt, die aber irgendwo, irgendwie autobiografisch sind. Ich glaube, dass sie auf mich abgestrahlt hat – irgendwann letzten August. Da hatte ich so ein Blogtief – so gar keine Lust mehr über den Crap zu bloggen, den ich sonst so gebloggt hab. Wenn ich Luises Texte lese, dann tanzt in meinem Kopf eine Fee herum, sie fliegt durch das Land und sammelt Gedanken ein und bringt sie mir zurück.

[readolog_blockquote]I like Brains , Looks & Ambitions – Mici[/readolog_blockquote]

Andere Blogs  – Gründe in Kurzform:

Und zum Schluss eine kleine Blog-Empfehlung meinerseits: Wandelbar-Photo – Maries Blog habe ich glaube ich über meine FB-Gruppe „The Blogger Lounge“ gefunden – ihr catchy Titel dieses Blogposts hatte mich interessiert. Ganz ehrlich – ihr Blog ist eigentlich völlig anders, als das was mein Leseverhalten bei Blogs sonst so an Land zieht, aber was ich an ihrem Blog schätze ist die Informationsvielfalt. Was habe ich davon, wenn ich einen Blog lese – was nehme ich mit? Bei Marie ist es ein Mix aus Unterhaltung – weil man schöne Fotos anschauen kann und irgendwie lernt man auch noch etwas nebenbei, was ich doch sehr löblich finde :).

Happy New Year. Let’s create Memories.

Zum Bild:
Danke Nascha für’s posieren 🙂

3 thoughts on “Und wo bleibst du hängen?

  1. Wah, danke schön! Guter Artikel, ich glaube über sowas würd ich auch gern bloggen – es gibt ja doch immer gewisse Schlüsselelemente die einen Blog für einen selbst interessant machen 😀

  2. Schön erklärt, ich denke es geht eigentlich allen so, da kann noch so viel angepriesen und empfohlen werden – aber hängen bleibt man als Leser nur dann, wenn es klick gemacht hat. Ich finde es auch wichtig, dass die Person hinter dem Blog einfach mutig genug ist sich selbst zu verwirklichen statt einfach durchzuziehen „was man angefangen hat“, weil man das eben so macht. Ich habe eigentlich angefangen über Fotografie und Photoshop zu bloggen, mich schnell für Texte über unsere Gesellschaft begeistert und im Moment teile ich meine selbst gemachten Rezepte für Kosmetikprodukte mit meinen Lesern. Und das bin ja trotzdem alles ich, auch wenn es verschiedene Inhalte gibt – ich lasse das einfach so kommen, und ich mag gern andere Blogs, auf denen es ähnlich variabel zugeht 🙂

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