Wenn die Zeit dir wie ein rasender Zug um die Ohren rauscht

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Wie beängstigend. Wie beängstigend es ist, wenn die Zeit so schnell an einem vorbeirauscht. Was hat man in der ganzen Zeit überhaupt geschafft? Wie nah ist man seinen Träumen gekommen oder eben nicht gekommen? Wieviel Zeit hat man damit verschwendet zu überlegen welche Serie man als nächstes schauen könnte. An was für Meilensteine kann man sich überhaupt noch erinnern oder verblassen die Erinnerungen, weil man nichts wirklich Geiles gemacht hat?

Letztens habe ich mich mit einem Kumpel und gleichzeitig Exkommilitonen unterhalten und es ging um unser Studium, dass wir 2009 zusammen angetreten hatten. Holy shit – das ist 5 Jahre her?! 5 JAHRE!!! Was hab ich überhaupt die 5 Jahre lang getrieben?

  • Mein kompletter Freundeskreis hat sich verändert. Ich habe nur noch 2 Freundinnen aus der Schulzeit. Die eine sitzt auf der Arbeit 3 Stockwerke unter mir. Sie ist meine zweitälteste Freundin.
  • Ich bin ausgezogen.
  • Ich war wieder in Vietnam, Schweden, Spanien und Tschechien.
  • Meine Ausbildung und mein Studium liegen auch schon wieder 3 bzw. 2  Jahre zurück.
  • In der Studienzeit haben wir die besten Mittagspausen verbracht. Dachterrasse, Sonne, Eistee.
  • Ich habe zeitweilig in Berlin gelebt.
  • Ich war in Hamburg und habe zuschauen dürfen, wie Airbus seine grandiosen Flugmaschinen produziert.
  • Ich habe wirklich sehr viele neue Menschen kennengelernt.
  • Danou ist in unser Familienleben eingetreten.
  • Ich habe nach dem Abi erst meine Liebe zum Kochen entdeckt.
  • Ich habe mich mehr fotografieren lassen, als selbst zu fotografieren. Das wird sich hoffentlich ändern.
  • Selbstbewusst in meiner Freizeit war ich damals schon. Fachlich gesehen war ich immer sehr unsicher. In den letzten zwei Jahren durfte ich sehr viel von meinen Kollegen lernen. Wie man auch einfach mal nicht der gleichen Meinung wie die Hierarchie sein darf. Dass auch die Meinung des Kükens wichtig sein kann.
  • Ich habe meine Grenzen gefunden.
  • Zwischendrin hatte ich Bock drauf meine Haare bis zum Kinn abzusäbeln. Mittlerweils sind sie wieder fast genauso lang wie vorher.

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Um dem ganzen einen runden Schluss zu geben. Die zwei Fotos aus diesem Blogpost stammen von zwei Menschen. Von Rasmus und von mir. Zu zwei verschiedenen Zeitpunkten. Das obere ist aus dem Jahr 2011 – Im Sommer am Main – Vor einer Telefonzelle. Das zweite ist von vor 3 oder 4 Wochen – Im Palmengarten. Ich hab kein Pony mehr – dat war’s aber auch. Ich warte noch ein paar Jahre. Vielleicht kommen dann die ersten, süßen Lachfältchen. Oder eine Böse Falte zwischen den Augenbrauen, weil ich zu grantig in die Welt blicke ò_ó. Auf die Zukunft! Auf unsere Zukunft! 🙂

5 thoughts on “Wenn die Zeit dir wie ein rasender Zug um die Ohren rauscht

  1. Mal abgesehen vom Pony hast du dich wirklich nicht verändert und das meine ich nun im positiven Sinne 🙂
    Die Zeit vergeht schon wie im Flug, das merkt man erst wenn man sich die Zeit nochmal durch den Kopf gehen lässt. Darüber habe ich kürzlich auch mit meinem Chef geredet, dass wir gemeinsam alt werden. Bin nun bald 7 Jahre bei ihm in der Praxis und mir kommt es gar nicht so vor.

  2. 5 Jahre sind schon eine lange Zeit, das vergeht aber irgendwie wie im Flug! Aber ich denke auch, dass du in den 5 Jahren viel dazugelernt und gesehen hast! 🙂

    1. ooooops – dein kommentar ist im spamordner gelandet -ich weiß auch nicht warum!!! Q___Q SOOORRRYYYY…. zum glück hab ich ihn da noch rausfischen können hahah 😀 😀

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