Vor Kurzem habe ich mir überlegt, was ich denn so machen möchte und dieses dann in Form einer Bucket List hier auf dem Blog festgehalten. Ich wollte u.a. einen Monat aus dem Koffer leben, obwohl ich daheim bin. Das Thema Achtsamkeit und Minimalismus finde ich äußerst interessant und deswegen habe ich mir dieses Miniprojekt vorgenommen (es kostet mich ja nicht mal etwas, nur ein wenig Aufwand 🙂 ). Die längste Zeit, die ich am Stück im Ausland verbracht habe war als ich in Neuseeland und Japan gewesen bin. Damals habe ich für einen Monat 12 Kg Gepäck und das Handgepäck mitgenommen. Für mein jetziges Projekt habe ich mich daran orientiert und meinen Koffer gepackt – ganze 12,85 Kilogramm.

Einen Monat aus dem Koffer Leben – Ein Experiment

Also – was packt man denn so ein für einen ganzen Monat? Da ich für März packe, kann es sein, dass es entweder richtig kalt ist oder bis 15-20 Grad warm wird. Also nicht die besten Vorraussetzungen für’s Packen :D. Außerdem endet mein Sabbatjahr und deswegen brauche ich auch Kleidung für die Arbeit. Im Folgenden gebe ich euch mal einen Umriss von den Dingen, die ich eingepackt habe:

  • Einen Satz Sportkleidung
  • Chice Sachen
  • Arbeitskleidung (2 Blazer, ein paar Kleider)
  • Eine Hose
  • 3 dicke Pullover
  • Schminke, Kosmetik
  • Unterwäsche, Socken und Strumpfhosen für 8 Tage
  • Schuhe: Ein paar normale Sneaker, ein paar Chucks, Hallenturnschuhe, ein Paar hohe Schuhe, ein Paar Winterstiefel

Warum sollte man bitte einen Monat aus dem Koffer Leben?

Ein wirkliches Ziel verfolge ich eigentlich nicht – als ich meine Bucket List zusammengestellt habe, habe ich mich durch das Internet gewühlt und diese Idee klang ganz witzig. Ich interessiere mich ja ohnehin schon für das Thema Minimalismus. Und minimalistisch zu reisen praktiziere ich seit letztem Jahr ganz intensiv 😀 – eigentlich wollte ich schon eine Weile auch mal einen Post darüber schreiben, wie man am Besten nur mit Handgepäck verreist. Long Story short – ich habe einfach Lust darauf gehabt, einen wirklichen Grund gibt es nicht.

Und was trägt man so in einem Monat?

Ganz schön viele dunkle Klamotten!

Ganz schön viele dunkle Klamotten!

Fazit: Einen Monat aus dem Koffer leben

Freunde der Sonne – nach einer Woche aus dem Koffer kann ich euch sagen, dass ich richtig genervt bin. Eigentlich habe ich relativ viel Auswahl in meinem Koffer und ich kann auch gut davon leben. Aber da mein Sabbatjahr frisch geendet ist und ich somit wieder im Arbeitsleben bin (= GEHALT), habe ich nach einem Jahr Shoppingabstinenz einfach wahnsinnig Lust drauf irgendetwas zu shoppen. Aber wenn das nicht in den Koffer passt, dann geht das wegen diesem Projekt nicht! Ist also ziemlich blöd gewesen dieses Experiment gleich nach Ende meines Sabbatjahres durchzuführen. Ich habe im Übrigen zwei Blazer in den Koffer gepackt und das hat für die erste Woche nicht so wirklich gereicht. Auf meinen weißen Blazer habe ich einen Fleck gemacht, auf den schwarzen Blazer habe ich einen Cappuccino gekippt – keine Optimallösung! Naja zum Glück war Freitags nicht viel los im Büro und da ist es keinem aufgefallen. Am Wochenende konnte ich dann erstmal eine Ladung Wäsche waschen!

Ich habe nur eine Hose eingepackt – irgendwie habe ich das wohl schlichtweg vergessen! Ich habe zwar 2 Strumpfhosen eingepackt und viele Kleider, aber das nervt ganz schön! Dass ich auch nur einen Satz Sportkleidung eingepackt habe bedeutet auch, dass die jedes Mal gewaschen werden muss! Irgendwie verliere ich ein bisschen den Überblick über meine Klamotten, denn ich lasse mal hier und da in der Wohnung etwas liegen und vergesse das dann. Mittlerweile hab ich eine Strumpfhose verbummelt und finde sie nicht wieder.   Schlafsachen! Ich habe gefühlt viel zu wenig Tanktops oder Schlafsachen eingepackt! Mir fehlt es auf jeden Fall an Basics. Wenn man zu Hause ist, dann wäscht man doch viel weniger als unterwegs mit dem Rucksack (ich will ja auch eine ganze Waschmaschine voll bekommen um nicht so viel Energie und Wasser zu verschwenden). Mein Fazit lautet – es war ganz witzig mit wenig Kleidung klar zukommen, aber ich bin doch schon froh wieder meinen ganzen Schrank zur Auswahl zu haben.

Einen Monat aus dem Koffer Leben – Ein Experiment

Ich habe gedacht, dass ich eigentlich richtig viel Zeug eingepackt habe, denn Kleider hatte ich wirklich ohne Ende – ich habe im Übrigen auch nicht jedes Einzelne angehabt. Stattdessen hat es mir an Basics, Schlaf-, Sportkleidung und Hosen gefehlt! Ich bin aber gerne kreativer geworden, habe mich mehr damit beschäftigt, was ich anziehe, um auch mal unterschiedliche Kombinationen zu tragen. Zudem habe ich in den Koffer absichtlich auch viele Kleidungsstücke gepackt, die ich sonst sehr selten trage. Ich hasse es Dinge zu besitzen, die ich nicht nutze und habe mich selbst dazu gezwungen. Ich finde so kann man sich antrainieren keine Fehlkäufe mehr zu tätigen. Wenn man sich dazu zwingt auch das zu nutzen, was man kauft. Denn ein Kleidungsstück im Schrank vergammeln zu lassen ist einfach nur schade :). Trotzdem bin ich froh jetzt auch mal den Koffer wegzupacken und wieder ein wenig Abwechslung in meine Garderobe zu bringen! 🙂