Blogger sind doch Schmarotzer

Ich bin kein friedlicher Mensch. Wenn mir jemand auf den Senkel geht, dann hau ich auf die Kacke drauf und sag was. Aber ich bin verhältnismäßig friedlich geworden. Weil mir alles egal geworden ist, was unwichtig ist und weil ich kein Bock hatte mich mit Dingen zu beschäftigen, die mich stressen, wenn ich irgendwas anderes mit meiner Zeit anstellen könnte. Leider bin ich nicht so Zen, wie ich dachte, dass jedes Augenrollen einfach so im Nichts verpufft. Nein – bei mir fließt jedes Augenrollen, Seufzen und Facepalmen in ein Fass. Dort sammeln sich die Tröpfchen bis das Fass überläuft. Wenn es sich um blogrelated Zeug handelt, tippe ich gerne einen Blogpost runter, um meinen Gedanken eine Stimme zu verleihen.  Man beachte beim lesen dieses Blogposts, dass ich mich Übertreibungen bediene, um damit einen Punkt festzumachen. Wer diese wörtlich nimmt und sich daran aufhängen möchte, anstatt die Aussage dahinter verstehen zu wollen, der möge einen Germanistikkurs belegen.

[quote]Blogger sind doch eh Schmarotzer.
Die wollen alles kostenlos. [/quote]
Meine Freundin betreibt einen Onlineshop mit Schmuck. Sie bekommt oft E-Mails von Bloggern, die bei ihr anfragen, ob sie ihren Schmuck „testen“ dürfen. Oft sind darunter Leute, in deren Blogname schon „Test“ steht, bei denen man mit einem Blick auf dem Blog sehen kann, dass sie alles zusammenraffen, was sie so abgreifen können. Zumindest habe ich den Eindruck, dass o.g. Meinungsbild bei Bloglesern und manchen Unternehmen besteht.

[quote]Willst du ein Ramschladen werden? – Summer Lee[/quote]
Ich erinnere mich an einen alten Blogpost von Summer. Es geht im Endeffekt um die Situation der Blogger, die sich eine bestimmte Bekanntheit erarbeitet haben und somit die Aufmerksamkeit von Unternehmen auf sich gezogen haben. Ich habe bisher 3 Anfragen bekommen, um über Onlinecasinos einen Blogpost zu verfassen – damit hätte ich insgesamt 450€ reicher sein können – und das ohne verhandelt zu haben. Einmal ging es sogar um einen Beitrag zu einem Adultportal für 250€. Für die Berufsblogger ist dieser Preis weiterhin in der Kategorie „Hat sich wieder unter Wert verkauft“ – aber ich bin kein Berufsblogger und 700€ sind für mich mehrere Monate Essen. Oder die Kitchen Aid, die ich haben will, seit ich 20 bin.
[quote]…aber wenn man gleich zu Anfang jede Kooperation annimmt, weil man vielleicht 10% Rabatt auf Küchenartikel bekommt oder ein paar Duftkerzen geschenkt bekommt etc., dann bestimmt das oft den weiteren Weg eines Blogs. – SummerLee[/quote]
Mittlerweile geht es weit über „10% Rabatt“ und „Duftkerzen“ hinaus. Die Blogger befinden sich in einem Entwicklungsprozess. Wir sind arroganter geworden. Die Großen beschweren sich über Milchmädchenblogger, die sich für Produkte verkaufen. Die Milchmädchenblogger plappern dem nach und lassen sich nicht mehr nur von Duftkerzen begeistern. Nein, die Produkte werden teurer und die Mädels wollen Cash – weil wir uns ja nicht unter Wert verkaufen sollen. Die Frage ist und bleibt: Will ich wirklich über jede Scheiße schreiben, nur weil ich dafür nen Hunderter in die Hand gedrückt bekomme? Wo sind die Grenzen? Verhungert der Autor schon, als das er sich für einen Link zum Adultportal / Onlinecasino prostituieren muss?  Wir haben Leser – auch Minderjährige, die unsere Blogs verfolgen. Ich habe erst neulich auf dem Blogger Bazaar in Frankfurt wieder erlebt, wie Blogger tatsächlich Fans haben, die ihnen nacheifern. Na klar – das hier sind jetzt Extrembeispiele – aber ihr versteht was ich meine? Wenn man einem bestimmten Blogger schon sehr lange folgt und wirklich gerne liest, dann weiß man ja, was man so an Content erwarten kann. Wenn die Blogposts gut platzierte und ausgearbeitete Werbung beinhalten, dann lese ich mir dieses Blogposts auch sehr gerne durch. Aber wenn dann plötzlich Inhalte in den Blog einfließen, die irgendwie aus der Luft gegriffen sind, dann bekommt diese ganze Sponsoringgeschichte einen unschönen Beigeschmack.

[quote]Kostenlose Werbung schalte ich nur für Shops, die mich begeistern. – Irgendwer in der BloggerLounge[/quote]

Kostenlos für tolle Sachen zu werben ist sehr ehrenwert. Die Aussage bedeutet für mich aber im Umkehrschluss, dass man über Mist nur gegen Geld schreibt/testet?

[quote]“Wenn ich ein Teil der Marktkommunikation eines Unternehmens wäre, dann würde ich mich fragen, ob ich mein Produkt oder meinen Service auf einem Blog bewerben lassen möchte, der im übertragene Sinne eben den Eindruck eines Ramschladens macht.“ – Summer Lee[/quote]

Versteht mich nicht falsch – ich gehe Kooperationen ein. Ich freue mich, wenn ich ein verlockendes Angebot bekomme von einem Shop, der mir gut gefällt. Und ich freue mich, wenn ich hier und da mal doch mehr Geld zur Verfügung bekomme, als ich es eigentlich auf der Grundlage meiner Gehaltes geplant habe. Ich finde es auch in Ordnung Onlineshops anzuschreiben, sofern man eine interessante, für den Onlineshop Nutzen bringende, Idee vorzuweisen hat. Nicht: „Ey jo – gib mir was zum testen“, sondern „Ey jo, ich hab xyz geplant, willste mitmachen?“.

Mir geht es hier auch nicht darum, ob ein Fashionblogger etwas über Beauty, Interior oder Sonstiges schreiben möchte. Es gibt nicht umsonst den Begriff „Lifestyle“, der im Grunde genommen so weit gefasst ist, dass es völlig egal ist, worüber man schreibt und jedem soll das selbst überlassen sein. Lifestyle ist auch Motorrad fahren, Lifestyle ist auch das neue Soundsystem vom Technikblog nebenan. Alles ist Lifestyle – aber man muss nicht alles opportunistisch ausschlachten – Schweinchen. Ich verwende den Begriff „Ramschladen“ aus Summers Zitat äquivalent mit den 1€-Shops, die man hier und da in der Innenstadt findet und komme somit zu meinem Schlusswort, welches ich als einen der Gründe dafür sehe, dass Blogger keinen guten Ruf bei einigen Unternehmen genießen / nicht ernst genommen werden:

[quote]Was denkt ihr über die Qualität in einem 1€ Laden?[/quote]

Selbstverständlich ist das hier doch noch nicht der Schluss, denn um eine Verallgemeinerung über alle Blogger zu vermeiden, möchte ich noch Beispiele posten, die meiner Meinung nach gelungene, gesponsorte Blogposts darstellen, die auch für den Leser einen Mehrwert bieten. Kennt ihr noch gute Beispiele??

  • Anna Frosts Neujahrsgewinnspiel
  • Sämtliche gesponsorten Beiträge auf Xiaxues Blog
  • Summers Kooperation mit Samsung, bei der ich weiß, dass sie monatelang nach schönen Fotomotiven gesucht hat, bevor sie etwas veröffentlicht hat

Disgusted Face:
disgusted face

PS: Diskussion erwünscht – gern anonym, aber bitte Meinungen immer schön begründen! 🙂

36 thoughts on “Blogger sind doch Schmarotzer

  1. Ramschladen ist ein passender Begriff (vor allem für die ganzen hansdampftestet.de-Blogs).

    Ich habe noch nie Kooperationsanfragen bekommen, dazu blogge ich wohl zu uninteressant. Würde ich eine Kooperation ausschlagen? Ja. Wenn ich ein ähnliches Produkt schon habe und damit zufrieden bin. Wenn das Produkt mit einem gleich ist und dieses noch nicht leer ist (Beautygedöns zb), wenn es mich nicht interessiert (Casino, Technik, ect),…

    Persönlich muss ich sagen, dass dieses „Willhaben,willtesten“-Verhalten mir sehr gegen den Strich geht. Allgemein dieses nur „konsumorientierte“ Bloggen (Hab hier gekauft, hier ein Haul, hab da getestet, hab hier getestet, ect) – so viele Produkte wie die alle testen braucht man doch gar nicht – aber das schneidet sich halt mit meiner Einstellung: Weniger ist mehr.

    Tzja… ich glaube das ist so eine Diskussion wie „Canon oder Nikon?“ 😀

    1. finde ich gut, dass du gleich sagst, dass die anfragen lieber gleich ausschlägst! =) Man sollte nur über dinge schreiben, die man vertreten kann! Auch wenn es natürlich verlockend sein kann, wenn jemand mit Geld vor einem rumwedelt Q_Q ~ aber so ist es mit allem im leben. Käuflichkeit – tya =)…

      1. Ja, aber gut. Wie gesagt: Ich habe mir das Motto „Weniger ist mehr“ angeeignet und von daher komm ich mit meinen Gehalt gut über die Runden (Außerdem gibs für mich ja als kleines „Goodie“ ja noch das liebe Trinkgeld ;)) und etwas Geld nebenbei verdienen, gerne, aber dann nur was, was ich mit mir vereinbaren kann – der Arbeitsalltag hält ja genügend Sachen parat die man eigentlich nicht machen möchte (Zb Entenstopfleber verarbeiten (Bin absolut gegen dieses Produkt)) und dann will ich das auf meine Blog noch nicht weiterführen.

        Mir ist aber gerade eingefallen, dass ich doch schon mal so ein Ding zum Testen bekam! Ein eBook! Ein kleiner nicht so bekannter Verlag haben meinen Rezensionen gefallen und mir deswegen paar Links zu seinen eBooks geschickt. Vier Links schickten die mir, eins las ich und rezensierte es, hab davor das aber den Verlag geschickt und trotz dessen, dass das Buch mir überhaupt nicht gefiel, durfte ich die Rezension veröffentlichen. Und die haben auch nicht gesagt: Mach mal schneller, sondern eher so „Hey, nur wenn du Bock hast!“ Und wenn ich jetzt mit meinen Lesefutter hier fertig bin, wird das vielleicht mal gelesen (Der Klapptext klang ganz gut!)

        Naja,… andere würde jetzt aufschreien und sagen „Kostenlos? Spinnst du!!!“ Aber mei… ist nur ein Buch 😀

        1. hahah – oh das find ich aber sehr cool – also die kooperation mit dem ebook – ich mein es ist halt am besten, wenn die eigenen Interessen abgedeckt sind – sowas ist dann so „nice to have“ einfach hihihih

  2. Toller Post! Du sprichst mir aus der Seele! 🙂
    Anfragen, die ich teilweise von Unternehmen bekam, die zwar tolle Teile hatten, aber mir unseriös vorkamen, lehne ich z.B. grundsätzlich ab. Ich möchte meinen Lesern nicht etwas empfehlen, dass mir selber bereits auf den ersten Blick komisch erscheint.
    Ein paar Mal habe ich Kooperationen auch schon mal im Laufe des Mailkontaktes dann doch ablehnen müssen, da sie Sachen verlangt haben, die ich hätte schreiben sollen, die überhaupt nicht zu mir gepasst hätten. Das ist bei mir auch eine Grundbedingung: Ich muss die Texte selber verfassen dürfen, weil meine Leser wissen genau wie ich schreibe und ich möchte ihnen nichts vorgaukeln – auch was meine ehrliche Meinung betrifft.
    Bisher habe ich mir wirklich nur die Kooperationen herausgepickt, die wirklich zu mir passen – bei denen ich nicht nur von den Produkten, sondern auch vom ganzen Shop überzeugt bin.
    Wenn ich so einen Shop selbst entdecke, dann schreibe ich ihn auch gerne mal an. Aber eben nicht auf die Standardart, sondern mit genauen Vorstellungen, wie die Kooperation verwirklicht werden könnte, damit es meinen Lesern einen Mehrwert bildet.

    Ich finde es total unseriös, bzw. wie du es nennst Ramschladenartig, wenn man einfach grundsätzlich alles annimmt, immer mit den blinkenden Dollars in den Augen. Hauptsache man bekommt seine Kohle. Nein eben nicht. Im Vordergrund sollte meiner Meinung das Image stehen, dass man versucht mit seinem Blog aufzubauen und die Tatsache, dass das Unternehmen zu einem passt.

    Wünsch dir eine tolle Woche! Liebe Grüße, Joana
    TheBlondeLion

    1. oh wow – du hast das total schön formuliert finde ich! =D vielen dank für deine meinung – und ich stimme dir da 100% zu!=)

      es ist echt schade, weil man sich ja bei manchen Kooperationen/Möglichkeiten auch total freut und dann kommt am ende plötzlich sowas wie „blah blah und jetzt schreib aber, dass du uns zufällig gefunden hast blabla“…. einerseits ist es echt doof, dass das unternehmen das fordert und blogger dazu „treibt“ – andererseits machen die das ja nur, weil manche blogger sowas halt einfach mitmachen – kein wunder, dass es dann offensichtlich klappt!

  3. Ich blogge ab und an, unbezahlt und nur zu Themen, die mir wichtig sind. Das ist wohl verschenkte Arbeitszeit, aber immerhin bestimme ich, womit mein Name in Verbindung gebracht wird…
    Und in meinem Hauptberuf als Fotografin und freie Journalistin halte ich es ähnlich: auch wenn ich dafür bezahlt werde, werbe ich nur für Firmen, hinter denen ich stehen kann… und das schließt bei mir Einiges aus,
    ABER: gerade diese Einstellung bringt Glaubwürdigkeit und damit auch neue Kunden
    UND: ich kann mich abends im Spiegel angucken.

    Und ich denke, so hat eben jeder seine ganz eigene Moral bei der Geschichte…

    1. auf keinen fall verschenkte arbeitszeit! Alles was spaß macht, hat seinen sinn und daseinsberechtigung! 😀

      aber das finde ich ist auch ein ganz wichtiger Punkt, den du ansprichst „In verbindung bringen“ – wenn jemand für Adult oder Glücksspiel wirbst, dann verbindet man ja auch ein bestimmtes Image damit – und das ist meiner meinung nach etwas, was echt gar nicht geht… also ich mein „Onlinecasinos! – vllt ist das nur meine meinung, aber sowas find ich absolut nondiskutabel und nicht vertretbar… Q.Q

  4. Das hast du auf den Punkt gebracht, würd ich sagen.
    Als vor einiger Zeit auf jedem fünften Blog ein Post über Online Casinos auftauchte, musste ich schon den Kopf schütteln. Blogger haben nun mal, da beisst die Maus keinen Faden ab, auch eine Vorbildfunktion.
    Und wenn klein Anna denkt, Bloggerin Maria kauft sich durch Online Shops die vielen tollen Dinge, die sie auf ihrem Blog zeigt, dann kommt klein Anna womöglich auch auf die Idee, das ganze einmal „auszuprobieren“.
    Spielsucht ist ja mittlerweile auch kein unbekanntes Thema mehr und gerade deswegen finde ich es echt nicht gut, auf einem Mode/Beauty/whatever Blog darüber dafür zu werben.
    Das Geld kann natürlich ein großer Reiz sein und manchmal braucht man diese 100€ auch einfach so verdammt dringend, aber – dafür ins Rotlichtmilieu würden wir ja auch nicht gehen, oder?
    Der Vergleich hinkt zwar jetzt ein bisschen, aber ich hoffe, du weisst was ich meine.

    Ich bin zwar froh und dankbar, dass es Kooperationen gibt und ich freue mich immer wieder aufs neue, wenn eine Anfrage eintrudelt, aber man sollte halt auch echt ein bisschen unterscheiden können, was geht und was nicht geht und ob es thematisch zum Blog, bzw zur Bloggerin passt.

    1. huhuuu –
      nein also ich finde nicht, dass dein Vergleich hinkt – ich finde ihn ganz prima, weil er durch die Übertreibung im vergleich gerade gut ist! Es ist halt echt so – man verkauft auch nicht seinen Körper, wenn man mal einen 100er braucht. genauso sollte man auch nicht sein gewissen verkaufen! =)

  5. Vor kurzem habe ich auch über dieses Thema geschrieben:
    Unter Wert verkauft – Blog-Prostitution.

    http://moppis.blogspot.de/2014/04/blog-blog-unter-wert-verkauft-blog.html

    Manchmal kann ein Ramschladen aber auch gute Produkte haben, über die es sich lohnt, zu schreiben. Sei es eine Vase, die genau zur Wohnungseinrichtung passt oder die neue Lieblingstasse. So sehe ich das auch mit einigen Kooperationen, die ich mache.
    Aber grundsätzlich hast Du recht, man darf nicht alles annehmen, nur weil mit Geld gelockt wird.

    Viele Grüße,
    Moppi

    1. danke für deinen link – ich schau mal vorbei und les mir den post durch 😀

      klar – also ich bin auch schonmal hier und da in einen 1€ laden was kaufen gegangen – einfach aus jux… allerdings finde ich, dass bei blogs und den MENSCHEN dahinter sehr schwer.. dadurch, dass blogger sehr persönlich sind, kann es schonmal sein, dass man diese Billigmentalität auch nicht nur auf die bloginhalte bezieht, sondern auch auf den Menschen dahinter.. verstehst du was ich meine? 😀

  6. Ich sags mal andersherum: Ich arbeite bei einem Onlineshop und tatsächlich bekommen auch wir immer mal wieder Anfragen, ob Mutti und ihr kleiner Peter nicht unser Produkt testen dürfen … eigentlich ziemlich dämlich, die Frage … wir stellen nämlich handgemalte Ölgemälde her, da ist mit „testen“ nicht so viel. Ich kann schließlich nicht wahllos ein Bild aus unserem Bestand hinschicken 😉
    Möglicherweise wäre wir sogar bereit, mal einen anständigen Gutschein rauszurücken – aber dann eben auch für einen anständigen Blog, der zumindest annähernd mal einen Duden gesehen hat. Oder Geschmack.

    Ich bin gespannt, ob ich irgendwann mal wieder Kooperationsanfragen bekomme 😉

    LG

    1. hallo carolin – oh das ist mal interessant die „andere“ Seite zu hören =) es ist tatsächlich wenig sinnvoll ein Ölgemälde zu „testen“ – ich finde da sollte man schon das Kind beim Namen nennen und sagen „Hey – ich hab die und die Reichweite…willst du werbung auf meinem blog machen?“ – das „testen“ zu bezeichnen erscheint mir da etwas scheinheilig zu sein =)

      ..hey und – kann ich deine ölgemälde „testen“? XD 😀 hahaha

  7. Hm, tja, schönes Thema! Also ich lehne zB Sponsored Posts nicht grundsätzlich ab. Wenn das Produkt bzw. das Thema zu mir passt und ich ein ernsthaftes Interesse daran habe, dann kann ich mir schon vorstellen, darüber auch zu schreiben – aber wie es bereits angesprochen wurde: Die Inhalte müssen zu mir passen! Ich teste jetzt zum Beispiel keine KK-Produkte und berichte darüber, über Online-Casinos etc. würde ich auch nicht schreiben wollen, egal ob Geld oder nicht. Es ist mein persönliches Blog und daher bestimme ich auch, welche Themen dort zu lesen sind! Ich möchte keine Werbeplattform für Hersteller sein, daher veröffentliche ich auch grundsätzlich keine Pressemitteilungen von irgendwelchen Firmen.

    Ich muss aber sagen, dass ich bisher erst zwei Anfragen hatte und diese erschienen mir unseriös. Bei mir kann man zB auch keine Links kaufen, ich werde nicht für Geld irgendeine Seite verlinken, mit der ich nichts am Hut habe. Wenn ich wirklich etwas verlinken mag, dann aus eigenem Antrieb heraus und nicht weil gekauft. Ich find es auch immer schade, wenn ich auf einigen Blogs auf einmal Themen lese, wo ich mir zunächst denke: „Ach, das ist ja interessant, wie kommt sie denn darauf?“ Und am Ende wird auf einmal, ganz unauffällig,zB eine Lotto-Seite verlinkt und dann schleicht sich natürlich sofort der Verdacht ein: „Aha, gekaufter Beitrag also – wie „wahr“ ist er dann überhaupt?“

    Was mich massiv stört ist, wenn mindestens jeder zweite Post bei einigen Blogs sponsored ist und diese dann auch IMMER sooo positiv ausfallen. Gerade bei Beautyprodukten kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass immer alles total gut vertragen wird und alles so super funktioniert, wie man es sich vorstellt – da habe ich dann immer den Eindruck, dass der jeweilige Blogger befürchtet, dass Kritik damit bestraft wird, keine Produkte mehr „testen“ zu dürfen und das hat für mich einen sehr faden Beigeschmack. Mag ich nicht so…

    Auch finde ich es fraglich, wenn gewisse Blogs immer von ein- und denselben Shops / Firmen begünstigt werden und diese wiederum auf dem Blog dann ständig verlinkt werden. Da frage ich mich dann auch: „Arbeitet die Person für diese Firma / Blog und wie objektiv kann diese überhaupt noch darüber schreiben bzw. berichten?!“ Blog, bei denen ich dieses Gefühl habe, lese ich nur noch sehr unregelmäßig, weil die Aussagen für mich dann so viel wert sind wie ein Herstellerversprechen. Es ist schade, weil dazu auch durchaus Blogs gehören, die ich früher sehr gerne gelesen habe…

    Ach ja, über diese Thematik kann man echt ewig diskutieren.

    1. P.S.: Dass man mit Reviews, die positiv ausfallen, natürlich trotzdem für den Hersteller wirbt, ist mir natürlich bewusst. Aber ich sehe da für mich noch einen Unterschied zwischen selbstbestimmter Werbung oder eben bezahlter.

    2. da geht’s mir so wie dir.. ich verteufel kooperationenauf keinen fall – mache ja selbst welche =D aber wirklich halt nur, wenns wirklich passt… ich hab zb letztens über einen Jackenhersteller schrieben sollen – die haben richtig tolle sachen gehabt und ich hätte , wenn es zu dem zeitpunkt gepasst hätte, auch sehr gerne drüber geschrieben – aber über wintermäntel im mai schreiben? Macht keinen sinn.

      ja ich find halt auch glücksspiel ist wirklich so eine sache – das will ich gar nicht aufm blog haben -.-
      ich persönlich habe sowieso nichts für so klassische Produkttests übrig…. also ich finde es irgendwie spannender, wenn ich das produkt gleich in action sehe… also z.b. bei schminke: wenn es schon ein fertig geschminktes augenmakeup ist =)

  8. Als Quintessenz aus deinem Post lese ich heraus: Kooperationen ja, aber nicht jede und zu jedem Preis – was sich sowohl nach oben wie auch nach unten interpretieren lässt.
    Absolut meine Meinung, man sollte schon schauen, dass die Kooperation zum Blog passt und nicht zwischen getesteten Babywindeln, Schnullern und Autositzen mal eben noch einen Vibratortest unterbringen – kein übertriebenes Beispiel, sondern bereits so gesehen.
    Man sollte den Blog ein wenig so betrachten wie die eigene Behausung. Da ließe man schließlich auch nicht jeden rein, auch nicht, wenn man dafür zwei Flaschen teuren Champagner und mehrere Dutzende Austern mitgebracht bekäme.
    Kooperationen sind grundsätzlich nicht schlecht, aber es muss eben wirklich zum Blog, zu den Lesern und zum eigenen Stil passen.
    LG
    Salvia von Liebstöckelschuh

    1. oh -d as hast du schön zusammengefasst =D ich bin etwas langatmig bei dem blogpost geworden hahah =D

      und dein beispiel ist echt krass…. vor allem… wer will so etwas intimes überhaupt online stellen? Ich bin ja nicht prüde… aber vibratortest ist doch echt too much!?

  9. Ich bin die „Irgendwer aus der Bloggerlounge“, die du da zitiert hast. :p
    Und irgendwie ist mein Zitat da falsch rübergekommen.

    Dass ich aus freien Stücken – also ohne Bezahlung und ohne dass mich eine Firma darum gebeten hätte – über etwas blogge, ist die eine Sache. Das mache ich, wenn ich mir irgendetwas gekauft habe und es so toll (oder auch eben nicht) finde, dass ich davon erzählen mag.
    Im Umkehrschluss heißt das aber noch lange nicht, dass ich über jeden Blödsinn schreibe, nur weil es Geld dafür gibt. oO Ich lehne einen Haufen Anfragen ab, weil ich nicht über eine Ferienwohnung in Hinterhüttelheim blogge, die ich eh nie von innen sehen werde, und auch nicht in irgendeinem älteren Beitrag plötzlich Druckrekartuschen oder Armbanduhren verlinke.

    Aber – und darum ging es in der besagten Diskussion in der Bloggerlounge – ich finde es eine Unverschämtheit, wenn eine große Firma an Blogger herantritt und darum bittet, über ihr neues Produkt zu bloggen… aber leider kein Budget dafür habe. Hallo?! Was sagt das denn darüber aus, wie Firmen uns Blogger sehen? Als kostenlose Litfaßsäulen?

    Das ist der Punkt, bei dem ich sage: okay, wenn es ein Produkt gibt, was thematisch zu meinem Blog passt (!), was ich mir so aber vermutlich nicht kaufen würde, weil ich es eigentlich nicht brauche oder es mir zu teuer ist… dann finde ich es okay, darüber gegen Bezahlung zu schreiben.

    1. huhu – aaaahh du warst das! 😀 Ich wusste das nicht mehr genau – ich muss auch sagen, dass ich die diskussion in der gruppe auch nicht mehr weiterverfolgt hatte =) Finde ich aber gut, dass du sachen ablehnst, die du nicht gut findest! 🙂

  10. ich blogger aus spaß, auch über selbstgekauftes. habe abgelehtnt, was mir an produkten uninteressant erscheint.
    gegen bezahlung blogge ich nicht. es gibt blogs, die loben firmen in den himmel, ohne je ein produkt gesehen zu haben. wenn ich nur werbung für geld mache, ist das nicht ehrlich.
    ich kann nichts unbekanntes bewerten oder loben.
    lieber zeige ich selbstgekauftes, was neu auf dem markt ist.
    also ja, ich blogge wohl, weils mir spaß macht.

  11. Jaa, die Schuhe sind bequem. Ich hätte es erst gar nicht gedacht, aber ich bin problemlos den ganzen Tag darin gelaufen.
    Ich hätte auch angenommen, dass die Mädels dann an der Wohnungseinrichtung und Co. sparen, aber Pustekuchen. Laut Instagram Bilder haben die ja alles. Ich gehe allerdings davon aus, dass das Größtenteils die Eltern finanzieren.

  12. schwieriges thema… dazu muss ich mir auch noch gedanken machen. in letzter zeit ist mir auch verstärkt aufgefallen, dass es eine kosumorientierte tendenz in der blogosphäre gibt. meiner meinung nach lässt es sich eben aus unserer gesellschaft (zentrieren wir es jetzt mal auf die deutsche gesellschaft) zurückführen. heutzutage sind so gut wie alle berufliche tätigkeiten stark konsum/gewinn-orientiert. das zeichnet uns eben.
    natürlich sollte man nicht NUR den gewinn vor augen haben, jedoch sind es eben die ganz großen, die es uns vormachen und einige (oder viele) lassen sich davon leiten. ich merke ja manchmal selbst an mir, wie ich neidisch auf die großen blogger und ihre tollen gesponserten produkte/reisen/was auch immer schaue.
    es ist schwierig in so einer gesellschaft nicht konsum und gewinn-orientiert zu denken.

    das wichtigste ist einfach wirklich sich selbst und seinem blog treu zu bleiben. natürlich ist es verdammt verlockend für paar hunderter gesponserte artikel zu schreiben, aber sobald man merkt, dass man diesen artikel wirklich NUR wegem dem geld/oder kostenlose produkte schreiben würde, ist es meiner meinung nach untreu dem eigenen blog gegenüber.

    stray true, be you – mein motto dazu 🙂

  13. ich habe es nicht oft, das ich so lange post zu ende lese, aber deiner ist wirklich toll! ich hatte auch schon ein paar kooperationen und habe einige abgelehnt. Ich bin ganz deiner Meinung, dass man nur Angebote eingehen sollte, hinter denen (bzw. den Produkten etc.) man auch steht.
    auf jeden fall ein großartiger post, habe ihn mit begeisterung gelesen!:)
    liebst katiy?

    1. oh wow – das freut mich natürlich. ich habe nämlich schon befürchtet, dass der artikel zuviel text hat. man neigt ja dazu nach ein paar zeilen abzuschweifen (ist zumindest bei mir so) – deswegen freue ich mich natürlich umso mehr, dass er dich gefesselt hat!=D ^__^

  14. Pingback: Das war der Mai 2014 | Das Helmut Webdings
  15. Hi Mici,

    ich hab deinen übertriebenen und etwas einseitigen Artikel mit Genuss und einem leichten Schmunzeln gelesen. Er ist zwar etwas überpointiert, aber in der Sache bin ich deiner Meinung – vielleicht weil ich während des Studiums auch ein paar Germanistikvorlesungen besuchte? 🙂

    Ich denke, in dieser Sache gibt es eigentlich drei wichtige Punkte:

    1. Mit Kooperationen setzt man seinen eigenen Wert wert fest. Ich hab an Anfang ein paar Koorperationen angenommen, die nicht so wirklich passten – nein, Online-Casions waren nicht dabei. Ich merkte, dass das dem Ruf meines Blogs nicht guttat. Also habe ich nun den Preis verdoppelt und lehne alles, was nicht passt, rigoros ab. Seither steigen auch die Besucherzahlen schneller. Also: Lieber weniger Kooperationen, dafür richtige.

    2. Das Wichtigste ist, dass Kooperationen passen. Ich war vor einigen Tagen rund eine Woche in Portugal und ein Hostelbuchungsportal hat meine Unterkünfte bezahlt. Das kostete sie weniger, als ich für einen Sponsored Post verlangen würde. Aber es passte zum Blog und schadete nicht meiner Glaubwürdigkeit. Deswegen habe ich das auch gemacht.

    3. Den Artikel hättest du auch mit umgekehrten Vorzeichen schreiben können. Zum Beispiel, dass Marketingleute Schmarotzer sind. Die wollen nämlich oft mit irgendwelchem Billigramsch die Blogger dazu bewegen, über ein Produkt zu schreiben, das sie sonst nie erwähnen würden. Es ist jedem selbst überlassen, ob er Werbung auf seiner Seite zulässt oder nicht. Aber wenn jemand das tut, hat er meiner Meinung nach auch ein Anrecht auf eine anständige Arbeits- und Aufwandsentschädigung. Da muss also entweder das Produkt gut genug sein oder nocht etwas Geld fliessen. In einer Zeitung kannst du schliesslich auch nicht kostenlos werben, oder?

    Gruss,
    Oli

    PS: Würde mich freuen, wenn du bei meiner Blogparade mitmachst: http://weltreiseforum.com/blog/blogparade-die-schoensten-doerfer-der-welt/

    1. Hallo Oli – vielen lieben Dank für dein riesiges, ausführliches Feedback! 😀 Darüber freue ich mich sehr!
      Heheh – wenn du Spaß am Lesen hattest, dann habe ich genau das erreicht, was ich wollte 😀 Ein bisschen Unterhaltung/Spaß und ein bisschen Meinungsäußerung =D

      Zu 1. & 2.) Das finde ich super formuliert! Ich finde, es geht ja nicht darum, ob man nun Kooperationen macht oder eben nicht, sondern es geh darum, dass man „nicht um jeden Preis“ etwas macht. Schließlich würde ein Fliesenleger nicht plötzlich über Finanzderivate sprechen, wenn er sonst absolut nichts damit zu tun hat.. (nur für ein bisschen Cash…) Da stimme ich dir auf jeden fall zu! 🙂

      Zu 3.) Da stimme ich dir ebenfalls zu. Es kommt ganz oft vor, dass Unternehmen einen dazu anstiften über Billigramsch zu schreiben. Sie wollen halt ihre Produkte oder ihre Weblinks streuen – und das so günstig wie möglich und in Massen. Aber die Frage ist: Woher kommt das? Und wieso hört es nicht auf? Das kommt, weil es immer wieder Leute gibt, die sich darauf einlassen und einfach mitmachen, weil sie einfach alles zusammenraffen wollen, was nur möglich ist. Und deswegen habe ich auch den Titel gewählt – weil ich nicht „das Unternehmen“ bin – sondern aus der Sicht eines Bloggers schreibe und finde, dass man, auch wenn man am kleineren Hebel sitzt, wenigstens Ansprüche an sich selbst haben sollte und sich halt nicht für Dinge verkauft, die echt nicht okay sind (deswegen auch das Extrembeispiel mit OnlineCasino-Werbung).

      1. Ich muss allerdings sagen, dass es auch gar keine so grosse Rolle spielt, wie man das handhabt. Wer allzu offensichtlich Produkte nur wegen des Geldes bewirbt, verspielt damit die Glaubwürdigkeit bei den Lesern.

        Dann kam man zwar immer wieder ein Taschengeld mit seinen Ramschlinks verdienen, aber an wirklich grosse Kooperationen kommt man nicht dran.

        Ein recht erfolgreicher Blogger, mit dem ich befreundet bin, verlangt pro Sponsored Post etwa 1000 Euro – und er kriegt das auch. Wieso? Weil er nur Sachen bewirbt, die passen und die er selber auch wirklich gut findet. Das wissen die (vielen) Leser und die Kooperationspartner.

  16. Ein Kommentar von einem Fotografie & Kunst Blogger:

    Provokanter Titel und guter Artikel der einige Spannede Punkte anspricht!

    Wenn Blogger nach Produkten zum testen fragen sind sie keine Schmarotzer!
    Sie machen ja im gegenzug Werbung für das Produkt auf ihrem Blog!
    Die berechtigte Frage „Will ich das xyz auf ihrem Massenblog mein Produkt bewirbt“
    würde ich mich als Firma such stellen!

    In meinem Blog habe ich auch mit „kooperationen“ experimentiert.

    Einmal habe ich „meine Seele“ (bzw. die Seele meines Blogs) für Kekse verkauft.
    (Ein Kunst und Fotografie Blog der über Kekse schreibt, das ist so skurill das ich dachte „och das kann ich mal ausprobieren). Aber das war ein Ausnahme !!! (die ich meinen Lesern auch gestanden habe)

    Mir persönlich gefällt der „Produkt-Test-Blog-Hype“ nicht!

    Ich bespreche selber auch Bücher und Fotografie „Produkte“, aber das meiste kaufe ich mir selber!
    Wenn ich Reviews schreibe, für die ich etwas erhalte macht das maximal 10% von meinem Blog Inhalt aus. (vielleich ein Artikel im Monat bei 10 Artikeln). Bei den meisten Fotobildänden die ich vorstelle, ist es selbstverständlich das ich sie mir selber kaufe. (wenn ein Bildband unter viel Aufwand produziert wurde und er nur 200 mal gedruckt wird dann ist wohl klar das man keine 20 Rezensionsexemplare hat!) Anders sieht es aus bei Sachbüchern von großen Verlagen. Diese planen Rezensionsexemplare ein. Sie verfügen über eine große Auflage und haben auch ein Interesse das ein Fachblog über berichtet.

    Wie gesagt ich sehe mich nicht als Schmarotzer, (und auch keine „Werbeblogs“), da es immer darauf ankommt wie man den Blog & die Blogwerbung gestalltet.
    Auf lange sich wird ein Produkttestblog nur Google Traffic einfangen und keine Stammleser bekommen. Das nützt einem Unternehmen nicht viel.
    Beste Grüße

    1. Huhu Stephan,
      freut mich, dass du den Blogpost gerne gelesen hast. Dir auch vielen Dank für dein ausführliches Feedback.
      Nein – also Blogger sind mMn tatsächlich keine Schmarotzer, wenn sie bei Unternehmen nach Produkten fragen. Ich finde, dass es hier in dem Punkt wieder zwischen Quantität und Qualität schwankt.
      Meiner Ansicht nach ist das prima, wenn Blogger und Unternehmen Kontakt aufnehmen – sei es aus der Iniitiative der Blogger oder der Unternehmen heraus. Vielmehr stört mich an der Sache die Art und Weise. und eben auch die Qualität. Wie im Blogpost beschrieben, habe ich ja eine Freundin, die einen Onlineshop betreibt und dementsprechend auch relativ oft Anfragen von Bloggern bekommt, die darauf aus sind Produkte zugeschickt zu bekommen und dann darüber auf ihrem Blog zu berichten.

      Natürlich schaut man sich dann die Blogger auch an und man schaut sich deren Blogs an. Und wenn dieser fast ausschließlich aus gesponsorten Produkten besteht und die nicht mal schön dargestellt sind, sondern Handyfotos + 2/3 Sätze, die man in 1 Minute hingerotzt hat – dann bekommt das wirklich einen sehr unschönen Beigeschmack und man hat gar keine Lust mehr was mit „den Bloggern“ zu machen.

      Och du – meine Seele würde ich auch für Kekse verkaufen.. ich liebe Kekse,,, hehehe 😀 – Nein Spaß – also jeder muss wirklich selbst entscheiden, was er möchte und wenn es etwas ist, worauf man wirklich gerade total Bock hat, dann sollte man auch darüber schreiben. Ich glaube auch nicht, dass man plötzlich böse wird, nur weil man einmal eine Sache postet, die nciht direkt etwas mit dem eigenen Content zu tun hat – vielleicht hat man einfach eine coole Idee und ein bestimmtes Unternehmen/eine Anfrage passt da gerade super dazu? 🙂

      Mir geht es vielmehr auf dieses Kontinuierliche „Abgreifen“ bzw. das Gefühl, was ich bekomme, wenn ich manche Blogs lese. Im Grunde geht es mich gar nichts an, was welcher Blogger Wie machen möchte, aber heutzutage ist es zwischen den 304729472984 Blogs nicht so einfach einen zu finden, den man richtig toll findet. Und wenn man mal einen hat und den regelmäßig liest und merkt, wie der Blog aber nach und nach nur noch zu einer langweiligen Werbeplattform mutiert – dann ist das wirklich sehr, sehr schade.

      LG
      Mici ^-^

  17. Toller Beitrag, der mir aus der Seele spricht.

    Obwohl mein Blog jetzt meiner Meinung nach nicht sonderlich bekannt ist, bekomme ich regelmäßig alle möglichen Sponsoring Anfragen. Auf 90% antworte ich nicht mal, so viel Dreistheit hat keine Antwort verdient (mein Favorit: Anfrage für einen Gastbeitrag auf meinem Blog, für den man bitte auch noch was zahlen soll *lol*). Die restlichen 10% sind manchmal ganz interessant, aber bis auf 1% passen sie thematisch einfach nicht zu mir. Ich habe noch nie über Mode gebloggt und bekomme trotzdem Anfragen, ob ich etwas über ihren Onlineshop schreiben könnte…

    Was da manche Blogs so betreiben könnte ich jedenfalls niemals mit meinem Gewissen vereinbaren.

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