Ein Jammerpost.

Ich mecker gerne. Über Einiges. Aber ich jammere selten – außer wenn ich krank bin. Worüber ich selten jammere ist Belastung. Durch das jammern geht die Belastung nicht weg. Durch Handlungen schon. Durch Anpacken und / oder nach Hilfe fragen / delegieren. Aber jetzt ist der März angebrochen und somit mein drittes Semester abgeschlossen. Gestern hab ich meine letzte Prüfungsleistung abgegeben. Nun steht nur noch die Master-Thesis an, an die ich mit Freuden rangehe.

Das erste Semester hat gut funktioniert. Im zweiten Semester bin ich es ganz schön falsch angegangen. Meine eigene Schuld. Mein Privatleben musste als Knautschzone herhalten. Keine Zeit für Freunde, keine Zeit für Freund, keine Zeit für Familie. Was meint ihr wie gereizt ich da war, als mir dann auch noch diverse Leute auf den **** gingen. Nun kann ich es nicht leiden, wenn man seinen Hirnschmalz dafür aufbraucht über seinen Stress zu jammern, als diesen Hirnschmalz und die Energie auf die Ursachenlösung anzuwenden. Wer nur jammert, aber nichts ändern will, dem will ich irgendwann auch gar nicht mehr zuhören. Deswegen bin ich das dritte Semester anders angegangen. Mit Zeitplänen. Mit Terminen für Arbeit, Uni und eigentlich am Wichtigsten: für private Zeit, in der man ohne schlechtes Gewissen auch einfach mal einen Tag lang gar nichts zu tut. Und es klappt – viel besser als vorher. In fachlicher und persönlicher Hinsicht. Als ich vor einem Monat Freitag Abend nach der Arbeit Besuch von Miu bekommen habe und wir gleichzeitig noch meine Freundin verabschiedet haben und ich Samstag früh eine Prüfung schrieb und wir danach Fotos geschossen, Danou besucht, essen gegangen, dann einen Flohmarkt besucht haben und anschließend noch einen Film geguckt haben, war ich danach richtig glücklich. Weil alles geklappt hat – sowohl der Pflichtteil, als auch der Spaßteil.

Und weil jetzt (fast) alles vorbei ist und der Stressor Vollzeitstudium neben dem Job so gut wie vom Tisch ist, kann ich es ja sagen: Die letzten 1,5 Jahre waren zum Kotzen anstrengend. Schlimmer als mein Bachelor, der – wenn ich jetzt darüber nachdenke – total entspannt war. Mein Job macht mir total viel Spaß – ich habe neue Aufgaben bekommen – auch strategische-anspruchsvolle. Aber wenn du dich freitags nach 8 Stunden Arbeit und geistiger Anstrengung in eine Vorlesung hockst und dir dann nochmal 3-5 Stunden die volle Dröhnung geben musst, um halb 12 im Bett verschwindest um am nächsten Tag wieder von 8-17 Uhr anzutanzen, dann schlaucht das. Vor allem, wenn du irgendwie auch noch leben willst und sporteln willst, um nicht irgendwann zu verrosten. Ich habe mindestens einmal die Woche darüber nachgedacht, was wohl die Konsequenz daraus wäre jetzt abzubrechen. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es keine Konsequenzen gibt – hab ja Abschluss und Job in der Tasche – ich bin von außen zu überhaupt gar nichts gezwungen. Aber die Inhalte des Studiums finde ich  interessant – und das nicht mitzunehmen, wäre einfach zu schade. Ein bisschen ist man traurig, wenn so etwas endet – aber die Erleichterung darüber, dass diese Doppelbelastung nun ein Ende findet, überwiegt.

Nur was tun mit der ganzen neu gewonnenen Zeit? Mit der ganzen Freizeit, die man jetzt hat, wo man nur noch normal arbeiten geht und keine 20 Stunden die Woche noch extra in die Uni muss? Eine Kommilitonin will Spanisch lernen – find ich cool. Was würdet ihr tun, wenn ihr 20 Stunden pro Woche Freizeit dazu bekommt? Ich für meinen Teil, habe schon einiges an meiner neu gewonnenen Freizeit verplant. Ein kurzer Trip nach Köln, ein Shooting in Saarbrücken mit Sonja Saur Photography, eine Kooperation mit Quadratiges Photography, Alexander Möhle Photography, Julien Kinnart, Jackygrafie und Crosslights Fotografie, ein Trip nach Marburg, ein Trip nach Ibiza, ein Trip nach Mallorca und ein Trip nach Dijon stehen für die erste Jahreshälfte bisher an. Zudem kann es sein, dass ich sogar meine erste Hochzeit fotografiere. Außerdem habe ich mir vorgenommen mit mindestens einer neuen Person pro Woche Fotos zu machen – das bedeutet: viel Networking. Für die zweite Jahreshälfte haben wir Texas, Thailand und Vietnam in der engeren Auswahl. Texas aus familiären Gründen, Vietnam, weil eine Freundin heiraten wird und Thailand, weil einfach so. Was ich leider nicht geschafft habe und wahrscheinlich auch nicht mehr schaffen werde, ist meinen guten Freund S. in Brisbane und meine Freundin in Taiwan zu besuchen. Ein bisschen traurig macht mich das schon. Ich träume immer noch von einer Weltreise.

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3 thoughts on “Ein Jammerpost.

  1. Wow da hast du schon ziemlich viel vor dieses Jahr. Hoffe das klappt alles wie du es dir vorstellst und wünsche dir erstmal eine schöne freie Zeit <3

    Liebste Grüße 🙂

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