Eine Entscheidung gegen etwas ist gleichzeitig eine Entscheidung für etwas.

Ich kenne diesen Spruch eigentlich genau anders rum. Entscheidest du dich für etwas, so entscheidest du dich automatisch gegen etwas anderes. Oder vielleicht auch jemanden. Irgendwie finde ich diese Aussage ein wenig negativ konnotiert. Wenn man aber die Wortbausteine einfach umdreht, so gewinnt diese Aussage an Positivität hinzu, was ich ja doch ziemlich begrüße. Ich kam darüber ins Grübeln, welche Entscheidungen ich in meinem Leben getroffen habe, die von Relevanz waren und in welchem Maße sie die Entwicklung meiner Gegenwart beeinflusst haben.

Fängt man ganz banal damit an darüber nachzudenken, wann man seine erste eigene, wichtige (!) Entscheidung trifft, denke ich an meine Schulzeit und die Wahl meiner Leistungs- und Grundkurse. Ich würde mich heute wahrscheinlich ebenfalls für Mathe und Englisch entscheiden, genauso wie ich Französisch nochmal abwählen würde. Die eigentliche – für mich zukunftsweisende – Entscheidung traf ich in der 12. Klasse, als es darum ging mich für einen Arbeitgeber zu entscheiden. Ich entschied mich gegen den einen Arbeitgeber und für den anderen. Ich suche die Bestätigung für meine (für mich) richtige Entscheidung in meinem Leben jetzt – denn ich bin vollkommen überzeugt davon, dass ich mich richtig entschieden habe, da ich mich in einem Umfeld bewege, in dem ich mich pudelwohl fühle.

Nachdem das Studium endete – muss man sich wieder entscheiden. Wo willst du hin – was willst du für eine Stelle nehmen? Mir standen zwei völlig grundverschiedene Stellen zur Auswahl, die beide inhaltlich hoch interessant zu sein schienen. Ich entschied mich gegen die Stelle, in der mir weniger Perspektive zu sein erschien. Heute blicke ich darauf zurück und spreche mit ehemaligen Kommilitonen und Kollegen, die sich von genau dieser Stelle aus Unzufriedenheit ggü. der Perspektivlosigkeit verabschiedet haben. Wieder fühle ich mich in meiner Entscheidung bestätigt – zum einen, weil die anderen damit nicht glücklich wurden, zum anderen, weil ich meine jetzige Stelle super finde.

Woher soll man wissen, was man tun soll – wofür man sich entscheiden soll? Wie kann man Ratlosigkeit und Ohnmacht entgegenwirken? Es ist jedem geholfen, wenn er in sich geht und überlegt, was er überhaupt mit seinem Leben anfangen will. Was sind deine Ambitionen? Die meisten Leute wissen nur, was sie nicht wollen, aber nicht so wirklich was sie wollen. Ist es die Faulheit? Die Faulheit sich nicht genug darüber zu informieren, was man tun könnte? Oder ist es Angst. Angst davor sich festzulegen – weil man so jung ist, dass man eigentlich alles machen könnte.
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Bilder von Summer.
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5 thoughts on “Eine Entscheidung gegen etwas ist gleichzeitig eine Entscheidung für etwas.

  1. Faulheit ist es vielleicht nicht unbedingt. Ich würde es vielleicht eher Bequemlichkeit nennen. „Ist doch alles gut so, wie’s ist“. Vielleicht gehöre ich manchmal auch zu der Sorte. Irgendwie scheue ich doch oft Veränderungen. Aber das ist dann auch die Angst. Wird es denn besser, wenn man etwas verändert? Oder geht’s danach noch schlechter?

    Entscheidungen sind immer schwierig… Gerade wenn’s um einen Job- oder Wohnortwechsel geht (…. beides hab ich auch schon durch….)

    Die Fotos sind übrigens ganz zauberhaft 🙂

    1. da hast du schonr echt.. das war nur ein beispiel 😀 Ich denke dass es ein mix aus allem ist… auch vielleicht die Reizüberflutung, weil man sovial „kann“, wenn man wollte. Dass es schon wieder schwer ist sich zu entscheiden. Q-Q

  2. Schöne Bilder dazu 🙂 Am besten legt man sich so einen Magic8 Ball auf seinen Schreibtisch und schüttelt den ganzen Tag wild rum. Wenn einem nach dem 1. Umdrehen die Antwort nicht gefällt, dann weiß man ja, wofür man sich innerlich entschieden hat. Und wenn einem die Antwort gefällt, dann auch. Entscheidungen sind halt immer schwierig… schlimm ist es, wenn man da schon im Restaurant bei der Wahl des Essens Probleme hat 😉

    1. hahahah – ja das ist wie… wenn du dich nicht entscheiden kannst – dann wirf eine münze und wenn du mit dem Ergebnis unglücklich bist, weißt du, was du wirklich willst 😀

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