I love my job – Part 10 – Die Entfristung

Da es sich um erfreuliche Nachrichten handelt, ist es mal ausnahmweise kein passwortgeschützter Blogpost zu diesem Thema! 🙂

[quote]3 Jahre Ausbildung und Studium.
2 Jahre befristetes Arbeitsverhältnis.
5 Jahre, um mit meiner Arbeitsfamilie zusammenzuwachsen.[/quote]
Ich bin ein Mensch mit 5-Jahres-Plan und ich bekomme Bauchschmerzen, wenn ich nicht weiß, was mir die Zukunft bringt. In der 12. Klasse wusste ich, was die nächsten 5 Jahre passieren würde. Die 5 Jahre neigen sich Juli dem Ende zu. Deswegen habe ich seit Anfang diesen Jahres Bauchschmerzen, weil ich nicht wusste, was als nächstes anstehen würde.

Wenn ich entfristet werde, dann bin ich glücklich und alles ist okay. Wenn ich nicht entfristet werden, dann ist eigentlich auch alles okay, weil dann bewerbe ich mich einfach auf neue Jobs und ich bin mir sicher, dass ich mit meiner Qualifikationen einen bekommen werde. Da ist das Selbstbewusstsein, dass ich vor mir hertrage und jeder Person, die es hören möchte, predige. Das ist dass, was ich jedem unsicheren Absolventen sage. Sei ein bisschen arrogant – bilde dir ein bisschen was auf deinen Abschluss ein. Du hast schließlich 3-5 Jahre deines Lebens darin investiert – du kannst bestimmt irgendwas ganz schön gut!

In meinem Kopf hingegen stelle ich mir schon den worst case vor. Ich. Arbeitslos. Kann meine Rechnungen nicht bezahlen. Muss mein Hab und Gut verkaufen, um nicht auf der Straße zu landen. Seit Anfang des Jahres raffe ich jeden Euro, den ich spare zusammen und schiebe soviel ich nur kann auf mein Sparkonto, damit ich, sollte es schlecht laufen wenigstens weich(er) falle. Diese extreme Sparerei hat mich sehr geizig und vor allem reizbar gemacht. Versteht mich nicht falsch – ich habe vorher auch ein wenig gespart, aber jetzt saß ich da und habe täglich rumgerechnet, wie ich denn haushalten könnte. Ich fühlte mich dadurch sehr befangen. Rational gesehen wusste ich, dass das wirklich Schmarzmalerei ist – ich mache meinen Job gut. Und man bezahlt ja auch nicht umsonst in die Sozialversicherungen ein. Trotzdem – jetzt bin ich ganz offiziell entfristet worden und wirklich ohne Ende glücklich darüber. Ich freue mich wie ein Honigkuchenpferd =). Natürlich auch für meine Kollegin A. *Eine Runde Freude verteilt* ^_^

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9 thoughts on “I love my job – Part 10 – Die Entfristung

  1. Glückwunsch 😀 ! Das mit dem Sparen verstehe ich, was ich aber toll finde ist, dass du trotz der Angst weiterhin selbstbewusst bleibst. Manchmal scheint Angst eigentlich auch ein Freund zu sein, der dir zeigt, was du auf keinen Fall erleben möchtest.

    Ich bin mir sicher, dass du jetzt weiterhin sparsam bleibst, aber hoffe dass du dir demnächst nach dieser tollen Nachricht wieder was gönnst 🙂 Feier noch schön 🙂 !

  2. ooooh glückwunsch :DDD ich glaube es gibt kein sicheres gefühl als entfristet zu werden haha
    ich lerne in 2 jahren aus und mache mir aber auch shcon mega sorgen ob ich überhaut übernommen werde 🙁 abetr ich versuche ein wenig mehr „arrogant“ zu sein haha 🙂
    lg ;**

  3. Das ist toll, herzlichen Glückwunsch!
    Ich habe heute auch endlich meinen unbefristeten Vertrag bekommen und es fühlt sich wirklich super an! Bei mir war zwar ziemlich klar, dass ich entfristet werde, aber so ein bisschen Unsicherheit ist ja doch immer da.
    Umso toller, dass es dann doch so gelaufen ist – ich schiebe dir mal ein virtuelles Glas Sekt zum Anstoßen rüber 😉

  4. Glückwunsch.

    Ich finde jedoch fristlose Verträge machen etwas träge und faul.

    Ausbildungsvertrag: Da arbeitest du auf ein Ziel hin, musst ein gutes Abschlusszeugnis vorweisen und danach steht dir die Welt offen!

    Befristete Vertrag, Nr. 1: Wurde von mir selbst vorher gekündigt. Dieser lief von Juli bis Dezember (sozusagen), weil ich nach meiner Ausbildung übernommen worden bin. Meine Gedanken kreisten: Willst du hier bleiben oder etwas von der Welt sehen? Und ich entschied mich „etwas von der Welt zusehen“, kündigte und ging auf Saison in die Schweiz.

    Saisonvertrag 1: 4,5 Monate buckeln, dafür sich über den Kontostand freuen. Wollte ich dort bleiben? Wollte ich in der Schweiz bleiben? Durfte ich bleiben?

    Saisonvertrag 2: Der Sommer in der Schweiz war wunderbar, weniger zu arbeiten, da es halt doch eher ein Winterferienort war. Ich wurde wieder übernommen.

    Saisonvertrag 3: Da stand von Anfang an fest: Meine letzte Saison in diesen Hotel. Und auch der Schweiz würde ich den Rücken kehren. Ehe ich mich an das gute Gehalt und die niedrige Zimmermiete gewohnt hätte, ging ich…

    Befristete Vertrag, 2: Sylt. Ein Jahres Vertrag, vor den Ablauf grübelte ich wieder, ob ich nicht in die Weite Welt hinausziehen möchte.

    Unbefristete Vertrag 1: Sesshaft auf Sylt? Ich wurde träge und faul und stellte mir meinen Lebensabend schon auf der Insel vor. Ein weiterer Auslandsaufenthalt schied aus, da ich eigenen Hausrat besitzte.

    Unbefristeter Vertrag 2: Hamburg. Doch nicht den Lebensabend auf Sylt. Jetzt erstmal einige Zeit in Hamburg ansessig. Mal schauen wie lange.

    In meinen Finger juckt es schon, mal wieder bisschen Auslandsluft zu schnubbern. Auch sind so Saisonverträge eigentlich gut umsetzbar… Mal schauen…

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