Konservative Erziehung

20 Mrz
20.03.2012

Dieser Beitrag ist nicht dazu da Leute anzugreifen oder wertend zu sein. Dieser Beitrag spiegelt meine Erinnerungen und Erfahrungen wieder und die daraus resultierende Einstellung und meine Gedanken dazu icon smile Konservative Erziehung Wer mag, kann gerne diskutieren / widersprechen oder sonstiges – ich bin da ganz offen icon smile Konservative Erziehung

 Konservative Erziehung

Meine Eltern sind vor über 30 Jahren nach Deutschland gekommen. Sie sind in einer anderen Kultur aufgewachsen als ich. Ich bin anders erzogen worden als meine Mitschüler. Ich kenne die asiatische Kultur mit ihren Werten und Normen und ich kenne die westliche Kultur mit ihren Werten und Normen. Westliche Werte, die meiner Meinung nach bei vielen weniger durch die Eltern, sondern eher durch das soziale Zusammenleben vermittelt werden – frei nach dem Motto: Verbrenn dir zuerst die Finger und dann siehst du, was du davon hast (“Learning by Doing”). Asiatische Erziehung hingegen ist wesentlicher strenger/ autoritärer und gibt mehr vor – man soll gehorchen – “das macht man nunmal nicht” / Hier is nüscht mit ausprobieren – wo kommen mer denn dahin?! Ob nun das eine oder das andere besser oder richtiger ist, stelle ich hier gar nicht zur Diskussion. Fakt ist, dass es diese SchwarzWeiß-Ansicht heutzutage gar nicht mehr gibt. Vor allem nicht für die zweite Generation der Immigranten in Deutschland. Fakt ist, dass man zwar von asiatischen Eltern erzogen wird, aber in einer westlichen Gesellschaft aufwächst und mit der Zeit lernt beides miteinander zu verknüpfen. Durch den riesengroßen Einfluss von außen (in diesem Fall meine deutschen Mitschüler) habe ich viele, viele Male mit Unverständnis gegenüber meinen Eltern und ihren (damals in meinen Augen) widersprüchlichen Prinzipien reagiert. Sei es nun der Umgang mit Jungs, die Leistungen in der Schule (die niemals gut genug waren), der Vergleich zu anderen vietnamesischen Kindern, die grundsätzlich bessere Leistungen oder Noten erbrachten (ob das geeignete Motivation ist sei dahingestellt) oder das Selbstverständnis darüber, dass Ältere grundsätzlich Recht haben. Dinge, über die ich mich Jahrelang geärgert habe und die mich wahnsinnig gemacht haben, die in mir Trotzreaktionen hervorgerufen haben (Gute Noten trotz Freund und “Freitag abends nicht zu hause sitzen und lernen” – hey meine Mutter wartet doch seit ich 15 bin darauf, dass ich plötzlich mit Baby ankomme – allerdings dürfte eine 6 Jährige Schwangerschaft reichlich abnormal sein.). Wie gesagt, oft gab es Ärger und den gibt es jetzt immer noch ab und zu – aber man reift auch mit der Zeit und fängt an gewissen Eigenarten zu verstehen, man fängt an miteinander zu kommunizieren und die Hintergründe zu erfragen (ohne direkt Wutanfälle zu bekommen). Ich bin noch nicht alt, ich kann aber sagen – auch für alle asiatischen Mädels da draußen, die sich über ihre Eltern und ihre unbegründeten Verbote ärgern – irgendwann werdet ihr mit 25 auf 15 Jährige Mädchen eures Kulturkreises blicken, die sich mit – und NUR mit BH, Bikini oder vorgebeugter Pose (einmal alles zusammenquetschen was geht für die Kamera und vorbeugen bitte) ablichten, um dabei ihre Vorstellung von Sexy und Trendy im Internet festzuhalten. Der erste Gedanke könnte so lauten “BÄH BÄH BÄH!!!!!!!!!!!!! EURGHGHH” oder “Vielleicht ganz nett, würd ich aber nicht machen”. Wieso nicht? Weil es plump und billig ist. Was ist schon sexy an einem Stück nackten Stück Fleisch? Viel sexier ist das Steak, wenn es mit Salz/Pfeffer, Kräutern und ner geilen Knoblauch/Semmelbröselkruste bedeckt ist. Da entfaltet sich der Geschmack doch viel besser? Ihr werdet froh sein, nicht so zu sein.

 Konservative Erziehung

war ja klar, dass ich wieder abschweife

Nun, was ich nach all dem Ärger und Frust über die Erziehung meiner Eltern mitgenommen habe sind Werte, die für mich unantastbar und unheimlich schätzenswert sind. Meine Eltern haben mich gelehrt bescheiden zu sein (Ich red zwar gerne über mich selbst, aber Krise des Grauens, wenn ich Komplimente kriege / geht gar nicht). Sie haben mir beigebracht zu geben, wenn ich viel habe. Sie haben mir beigebracht zu geben, auch wenn ich wenig habe. Meine Eltern haben mir beigebracht zu schweigen, wenn es sich nicht lohnt und zu schreien, wenn es für jemanden wertvolles ist. Sie haben gesagt, dass man Gutes für die Allgemeinheit tun soll, aber wenn es ernst wird Entscheidungen zu treffen sind. Im Endeffekt wird es immer einen Generationenkonflikt geben, aber egal wie sehr man sich gegen die Erziehung und Einstellung seiner Eltern sträubt – sie beeinflussen einen und der beste Weg ist es, die positiven Dinge aufzunehmen und negativen Dinge hinter sich zu lassen ? Außerdem hab ich sie lieb icon smile Konservative Erziehung

[Kurzer Einwurf: Also die Werte, die ich aufgezählt habe sind natürlich nicht alles und die sind auch nicht ausschließlich asiatisch... es ist nur das, was ich für mich mitgenommen habe icon biggrin Konservative Erziehung ]

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22 replies
  1. Anhi says:

    danke für deinen kommentar, hab mich echt gefreut :)
    und der text stimmt sowas von! ich bin froh, dass meine eltern mich so erzogen haben wie sie’s gemacht haben, aus mir ist ja doch etwas gescheites geworden haha. wenn ich mir so andere kaputte leute in meinem alter anschau, ohje. und jepp, die junge generation wird grad immer schlimmer, das seh ich jetzt schon mit meinem 20 jahren

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  2. Apfel says:

    Hast du sehr schön geschrieben :) ich hab mich früher auch dumm und dämlich geärgert, weil meine Eltern stets predigten gehalten haben und vieles nicht erlaubt haben. Grad mit 15/16 fiel es mir auch schwer ihre Meinung anzunehmen und zu akzeptieren. Aber jetzt mit 20 bin ich sehr froh dass es ist wie es ist, ich hab mein Leben im Griff und kann feiern und co wann und wie ich will xD wenn ich zurückdenke, wäre es damals wirklich zu früh gewesen, gewisse Dinge frei auszuleben.. Ich liebe meine Eltern auch :D

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  3. The Girl with the Coffee says:

    Den Text solltest du auch mal deine Eltern lesen lassen (wenn sie nicht sowieso mitlesen ;-) !), sie sind bestimmt stolz auf dich! Ich finde es super, wie du einerseits durchaus kritisch bist und gleichzeitig reflektierend und nicht nachtragend. :-)
    Viele Grüße, Katja

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  4. Linho says:

    Hierzu muss ich natürlich auch was sagen:D
    Es kommt auch auf die Eltern an, nicht alle konservativen, vietnamesischen Eltern sind gleich. Was leider bei mir rausgekommen ist, dass ich mich oft nicht traue die Meinung zu sagen (Eltern haben ja IMMER recht)…mit den Jahren neige ich eher schon dazu Probleme anzusprechen aber wohl eher im Freundeskreis.
    Wenn ich andere Eltern anschaue, wo meine Freunde mit ihnen “reden” können (über Gefühle) bin ich meist neidisch. Körperiche Züchtigung gab es (natürlich auch) aber gebracht hat es nichts als Angst und disrespekt.

    Aber meine waren z.B. nie so konservativ das sie mir einen Freund verboten haben..aber wahrscheinlich haben sie das eh nie in Betracht gezogen ;)

    Mittlerweile bin ich in der Uni und genieße viele bzw Alle Freiheiten :D Meine Schwester darf auch schon viel mehr machen als ich es damals durfte aber naja, ich muss sagen das ich trotzdem gut aufgewachsen bin…die 90er waren TOP! :D

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  5. Steff says:

    Sehr interessant zu lesen, dein Post. Durch das zukünftige Leben in China beshäftige ich mich in letzter Zeit natürlich auch vermehrt mit der Kultur und so manches Mal dachte ich mir, dass ich ganz froh bin, hier aufgewachsen zu sein. Die Werte, die dir deine Eltern beigebracht haben, denke ich, sind aber universell und nicht ausschließlich asiatisch. Ich möchte auch behaupten, dass meine Mama mich ganz gut hinbekommen hat, aber die heutige Jugend, tz tz tz. Die könnten manchmal ein bisschen asiatische Strenge gebrauchen. ;)

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    • Mici says:

      @Steff
      ja du hast recht.. die werte, die ich genannt hab sind eher universell.. ich muss aber ehrlich sagen, dass ich das bewusst so gewählt habe, weil ich denke, dass diese Werte in meinem Umfeld weniger zur Geltung kommen. Dinge, wie Zurückhaltung und Bescheidenheit finde ich sind ein sehr stark ausgeprägter Merkmal von Asiaten (Wobei ich da eher westlich angehaucht bin und mich auch darüber freue) – Die meisten sagen nicht einfach mal so,was jetzt Sache ist, weil man es einfach nie gelernt hat. Es war immer nur “Die Eltern haben recht und jetzt schweig, sonst bist du unverschämt” – Zwar hört sich “Zurückhaltung/Bescheidenheit” supertoll an auf den ersten Blick, aber auf den zweiten finde ich es total schwachsinnig, wenn man still sein soll, nur weil das gegenüber älter ist :) ) – Deswegen finde ich den Punkt als Wert sehr wichtig. Vielleicht nicht den PUnkt selbst, aber dafür den “Umgang” oder die Awareness darüber :D :D :D

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  6. Fr34k says:

    Das kommt mir alles nur zu bekannt vor und ich habe keine asiatischen Wurzeln ;) Aber, dass was man früher als so furchtbar angesehen wird, findet man jetzt völlig normal. Ich jedenfalls war total schockiert als die Tochert von Bekannten mit 13 rumlief wie eine Nu**e – sry für den Ausdruck. Und hab dann zu dem Papa gesagt, dass selbst ICH sie in ein Internat stecken würde, weil das wirklich ganz ganz furchtbar ist. So unverständlich wie ich jetzt reagiere, so unverständlich war es wahrschl. meinen Eltern wie ich damals jenes und dieses machen konnte oder wie billig ich mich gekleidet habe :) Hach, zum Glück wird man erwachsen!

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  7. Alenija says:

    Ich finde es immer so interessant so etwas zu lesen, denn ich habe zwar westliche Eltern und bin erzogen worden, wie du es beschrieben hast (Learning by doing), aber mein Freund zum Beispiel ist Vietnamese und ich kann ein total andere Einstellung zu seiner Mutter erkennen. Seine hat zum Beispiel, als wir in Vietnam zu alten Freunden von ihm gefahren sind (sie mochte es nicht, hat es aber auch nicht zu ihm gesagt – also typisch, oder? :D ) danach bei ihnen angerufen, dass die sich nicht mehr bei uns melden sollen. Wir haben uns total gewundert, dass sich keiner mehr gemeldet hat, denn wir hatten einen tollen Tag. Erst als wir wieder zurück in Deutschland waren hat mein Freund dann erfahren warum sich die Freunde nicht mehr gemeldet haben. Wir waren sauer, haben es aber so hingenommen (sogar ich hab nicht groß gemeckert, denn seine Mutter ist soo lieb und meinte es eigentlich nur gut, denn sie hat sich Sorgen gemacht, weil der Weg dorthin so lang war und mein Freund mich quer durch Dörfer usw. mitgenommen hat. Sie hatte Angst, dass ihm und mir was passieren würde)
    Meine Mutter würde es anders machen machen. Sie würde mir sagen, dass sie es nicht gut findet, dass ich so quer durch die gefährlichen Dörfer als Blonde düse, aber nicht dort anrufen. Ich würde ihre Argumente “wahrscheinlich” verstehen – als Teenager hat man teilweise natürlich andere Ansichten und tut Dinge einfach trotzdem :D – aber jetzt bin ich alt genug, um auch mal kritisch über die Argumente meiner Mutter nachzudenken.

    Es ist sehr spannend diese Unterschiede kennen zulernen!

    Danke für dein Kompliment zu meinem neuen Design :>
    Liebe Grüße
    Alenija

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  8. Flügel says:

    Sehr interessant zu lesen! Ich kenne auch Leute, die heute noch sehr sehr konservativ sind und Leistung vor Wohlergehen stellen. Diskussionen sind da immer schwierig.

    Was mich jedoch auch stört ist, dass von Medien die Frau/Mädchen eigentlich konsequent als Sexobjekt verkauft wird. In Werbung und gängigen Kleiderläden für Jugendliche gibt es sau viel Kleidung, die ich einfach nicht passend finde. Viele Jugendliche haben kein Gefühl mehr für die Relation von Aussehen & Charakter/Werte (!).

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    • Mici says:

      @Flügel
      naja ich finde leistung und wohlergehen müssen sich nicht unbedingt ausschließen , allerdings muss man es halt richtig rüberbringen (und ich habe früher meine eltern in dem maße nicht verstanden, weil ich mich eher angegriffen gefühlt habe, als “motiviert”)

      ach du… ich seh heutzutage kleine mädchen, die geschminkt rumlaufen – auf irgendwelchen misswahlen, weil ihre mütter ihre träume nicht ausleben konnten… das ist allein ischon traurig genug x.x

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  9. hong says:

    Alles kann ich gut nachvollziehen und verstehen. Bei mir war es nicht anders, besonders was Sachen wie Jungs & Noten anging, da waren sowohl Mama als auch Papa beide SEHR streng (auch lustig – in der 7. Kl. hatte ich zsm. mit vier anderen Note 1; Reaktion meiner Mama: “Ganz okay, aber die vier anderen haben auch eine 1″ – hää?). Der Vergleich mit “besseren” vietnamesischen Kindern regt mich jedes Mal total auf. Trotzdem weiß ich, dass sie mich bloß anspornen wollen und damit ich in Zukunft auch weiterhin das Beste aus mir raushole ;)
    Die Idee mit Ulzzang finde ich gut. Wir können gerne zsm.arbeiten :)

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  10. My Giang says:

    Auf den Bildern hab ich die Nikon D3100 benutzt :)
    Den Text hast du schön geschrieben. Bei mir trifft das auch alles zu :D Ich hasse es, wenn ich nie meine Meinung sagen kann und ich angeblich immer Unrecht habe! Oder immer dieser Vergleich, wenn ich mal eine schlechte Note schreibe -.- Aber ich glaube das kennen alle Asiaten oder Vietnamesen gut! :)

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  11. Nadine says:

    Dein blog is echt toll, folge dir.

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  12. Fr34k says:

    Aber echt! Alte Fotos sind das Schlimmste. Da denkt man sich echt nur: omg, was hast du dir dabei gedacht?! XD

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  13. h. says:

    ich stimme dir vollkommen total zu! das ist ein toller toller post! ich bin zwar erst 15, aber hab auch selbst manchmal diese erkenntnis! ich bin eigentlich froh dass ich so erzogen werde! denn wenn ich mir andere angucke, wie ihre einstellungen sind … (hust) ! Naja mehr kann ich nicht sagen toller post, und wie kann man dich verfolgen per blogger?

    Gruß!

    Antworten
  14. marie says:

    hallo :)
    auch asiatin, chinesin
    bei mir zu hause laeuft das gleiche ab,ich finds eig gut so konservativ erzoge worden zu sein, weill es mir sehr viele werte mit gibt, aber manche dinge aergern mich wirklich extrem(noten fuer die schule usw).
    ich find deine einstellung gut:)

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  15. eleonora says:

    Mir kommt das ganze auch bekannt vor, besonders die Punkte Freund und Schule ^^ Aber ich glaube es liegt nicht immer nur an der jeweiligen Kultur, sondern auch an den Eltern selbst und wie die so drauf sind ;)
    Aber ich muss sagen, ich finde es besser wenn man etwas konservativer erzogen wird…bei manchen Mädels heutzutage würde ich es mir jedenfalls wünschen!

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  16. DK says:

    Guter Blog! Ich bin auch selbst Vietnamese und kenne das zu gut mit den konservativen Eltern und ihren strengen meistens echt unverständlichen Erziehungsmethoden.
    Es stimmt, durch ihre Strenge lernt man Bescheidenheit, Höflichkeit und Vernunnft. Doch meistens durch ihr striktes Erziehungsraster geben sie nicht genug flexiblen Spielraum und geben nicht genug Selbstentfaltungsmöglichkeiten.
    Ich selbst studiere zurzeit, habe viele Praktika in wirklich großen renommierten Unternehmen gemacht, aber trotzdem ist man nicht stolz auf mich und ich werde immer noch behandelt wie ein “schlechter Mensch”, ich solle mich mehr auf die Theorie in der Uni konzentrieren, ich soll meinen Abschluss in der Regelstudienzeit schaffen, sonst bekomme ich keine finanzielle Hilfe mehr.
    Das setzt einen echt Extremst unter Druck! Und dann noch nebenbei Kochen

    Antworten
  17. DK says:

    Nebenbei Kochen, Haushalt erledigen, obwohl man die Eltern doch wissen sollten, dass man im Stress ist? Vielleicht weil ich einfach das studiere, was mich interessiert und nicht das, was mein Vater wollte?
    Meistens Hau ich auch in die Uni ab um den Stress zu Hause zu entkommen.
    Dadurch, dass das Kind im vietnamesischen Haus so viel Hausarbeiten erledigt und alles tut, was man dem vorgibt, werden die vietnamesischen Eltern “verwöhnt” und umso mehr regen sie sich über jede Kleinigkeit auf.
    Zumindest geht es mir so.
    Ich bin wirklich sehr verwestlicht, aber trotzdem behalte ich auch die asiatischen Werte bei, dass ich nicht den Respekt und den guten Umgang mit Menschen verliere.
    Trotzdem würde es mich freuen, wenn unsere Eltern auch diesen ihren Kinern geben könnten und nicht nur wir ihnen.
    Ich werde wohl nie aus daraus schlau.
    Das Sprichwort in Vietnam “Liebst du dein Kind, so schlage es. Hasst du dein Kind, so verwöhne es” ist zu Zeiten des 21. Jahrhunderts einfach schon überholt…

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    • Mici says:

      @DK
      ich finde die eltern wundern sich dann auch noch, wieso ihre kinder sich dann distanzieren… dabei ist das eigentlich offensichtlich – man kann mit denen gar nicht reden, sondern muss nur gehorchen!

      Antworten
  18. DK says:

    @mici
    Aaabsolut richtig. Wobei das Verhältnis zu meinem Vater auch nicht da das beste Vater-Sohn-Verhältnis ist, daher werde ich nicht so sehr darauf angesprochen.
    Sobald du aber dann im Haus sitzt für vielleicht wenige Stunden, dann kommen sie gleich auf dich zu und nutzen das natürlich aus “tu dies tu das und Widersprich mir nicht”
    Aber was soll man tun :( Da sind einem die Hände gebunden..

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    • Mici says:

      @DK
      ok, bei mir ist das eher etwas anders! Undzwar, dass Mutti eher den Ton angibt und der Papa eigentlich eher nix sagt oder nur zustimmt!

      Ich weiß nicht, wie es sein wird, wenn cih ausziehe – … Bei uns ist es auch eher etwas anders… Ich helfe mit , aber eher freiwillig. Die sind nicht so, dass die “tu dies, tu das ” sagen – aber mütterlicherseits ist eine extreme “abhängigkeit” da… also für die ist das wie ein weltuntergang, wenn die kinder ausziehen – weil die total fixiert auf einen sind (anstatt sich eigene hobbies zu suchen,schlachten die lieber das leben der kinder aus !! D: )

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