Monday Me – KW 48

Bad Things / Good Things: Ich werde wohl nie wieder bei Mytheresa.com etwas kaufen, weil ich mich nach dem Kauf einer Woolrich so dermaßen über den Kundenservice aufgeregt habe, dass ich da kein Bock mehr drauf habe. Ich habe mir im Oktober eine Woolrich bestellt, die kam am nächsten Tag an (was eigentlich ziemlich positiv ist – da geht’s wirklich schnell und es ist liebevoll eingepackt). Ich habe sie – aufgrund des guten Wetters erstmal nicht getragen. Erst zwei Wochen später habe ich die Jacke angezogen und war ziemlich glücklich damit. Im November (exakt 2 Tage über der Rückgabefrist) habe ich bemerkt, dass in der linken Jackentasche ein Loch ist. Da ich die Jackentaschen sonst nicht nutze, ging ich davon aus, dass es sich um einen Produktionsfehler handelt – Es kann  ja wohl nicht sein, dass eine Jacke nach einem Monat schon kaputt geht. Aber kann ja mal passieren. Ich habe beim Kundenservice angerufen und mein Problem geschildert. Mir wurde gesagt, dass ich die Jacke einschicken soll und dann würde dies beim Hersteller reklamiert werden. Die Kundenbetreuung hat mir ein Rücksendelabel verweigert. Ich habe zum Glück noch das bei der Lieferung beigelegte Retourenlabel gehabt und dieses daher genutzt. Die Jacke war zu dem Zeitpunkt bereits getragen und die Etiketten waren ab, aber dem Paket beigelegt.

Nachdem ich meine Jacke eingeschickt habe, wurde sie mir nach kurzer Zeit zurückgeschickt. Die Kundenbetreuung schrieb mir, dass die Jacke „fachgerecht“ repariert worden sei. Ich habe die Jacke zu Hause ausgepackt und kontrolliert – die fachgerechte Reparatur der beschädigten Naht sah so aus, dass sich schon wieder Nähte an meiner Jacke gelöst haben (an der gleichen Stelle) – jeder schlaue Mensch, weiß, dass wenn sich Fäden schon wieder lösen, dass es nicht lange dauern wird, bis wieder ein Loch da reinreißt. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich schon wieder ziemlich darüber geärgert, habe dem Kundenservice ein weiteres Mal geschrieben und um eine Lösung gebeten. Dieses Mal musste ich resoluter nach einem Rücksendelabel verlangen, denn ich sehe es nicht ein die Kosten dafür zu tragen, wenn man mir zwei Mal (!) ein beschädigtes Produkt zukommen lässt.

Zu dem Zeitpunkt hat Mytheresa meine Jacke bereits einmal geprüft und genäht und GEWUSST, dass diese bereits getragen war, denn schließlich habe ich die abgeschnittenen Etiketts mit beigelegt. Der Kundenservice sagte mir, dass ich die Jacke einschicken solle und diese würde dann als Retoure behandelt werden – ergo ich bekommen mein Geld zurück.

Ein paar Tage später schreibt mir der Kundenservice, dass die Jacke beim ersten Mal zurücksenden neuwertig und inkl. Etiketten gewesen sei und sie die Reklamation nur angenommen haben, weil sie davon ausgingen, dass die Jacke ungetragen sei. Dieser Behauptung ist falsch (!), denn als ich die Jacke das erste Mal eingesendet habe, war sie bereits getragen. Ich kann nichts dafür, wenn Mytheresa eigenmächtig irgendwelche Annahmen trifft und es nicht überprüft, dass damals die Etiketts schon entfernt wurden und mir dann irgendwelche Zusagen gibt. Mir wurde gesagt, dass ich deswegen keine Rückerstattung bekommen würde und der Mantel wieder an mich zurückgesendet wird. Weiterhin behauptet der Kundenservice, dass [Zitat]kein erheblicher Mangel festgestellt wurde, lediglich ein paar kleine Fäden, die sich lösen.[/Zitat]

Das bedeutet, dass Mytheresa also zugibt, dass sich Fäden meiner Jacke lösten, diese also eben nicht einwandfrei und neuwertig ist, aber das ist ja deren Meinung nach anscheinend kein Mangel. Ich habe mich über diese Aussage sehr geärgert, denn ich erwarte von einem Shop, der Luxusware verkauft und der behauptet mir „fachgerecht“ reparierte Ware zuzuschicken, dies auch ordentlich tut und nicht so, dass sich „lediglich ein paar kleine Fäden lösen“.

Als ich mich telefonisch beim Mytheresa Kundenservice gemeldet habe, um nicht schon wieder eine beschädigte Jacke zurückgeschickt zu bekommen und die dann NOCHMAL reklamieren zu müssen, habe ich nicht damit gerechnet, dass mir Sätze (sinngemäß) wie „Ich möchte ja nicht, dass Sie noch einmal anrufen“ an den Kopf geworfen werden, geschweige denn mir das Gefühl gegeben wird, dass ich mit Absicht die Jacke beschädigt habe, um mein Geld zurück zu bekommen. Dinge wie „Ihnen geht es ja nur ums Geld und nicht um die Jacke“ oder „Also, als wir das losgeschickt haben, war die Jacke einwandfrei“ oder „Sie wissen schon, dass Kleidung auch kaputt geht?“ haben mir den Rest gegeben. Ich habe nicht verstanden, wieso ich in eine Rolle gedrängt werde, in der ich mich dafür rechtfertigen muss, dass ich, wenn ich viel Geld in eine Jacke investiere auch eine einwandfreie geliefert bekomme und keine in der sich „lediglich ein paar kleine Fäden lösen“. Mittlerweile habe ich meine Jacke wieder zurück und wenn ich ganz pienzig wäre, würde ich das nochmal bemängeln, weil da wieder n Faden raushängt und man schon sehen kann, dass es sich von den intakten Nähten unterscheidet. Aber ehrlich gesagt habe ich keine Lust mehr jetzt im November meine Jacke abzugeben – nur um mich wieder rumzuärgern.

Auf dem Plan: Ich genieße jetzt erstmal meine freie Zeit, denn ich hatte am Freitag meinen letzten Tag bei meiner alten Arbeit – im alten Team. Ab Dezember stürze ich mich dann an neue Aufgaben! Außerdem bin ich jetzt auch so langsam dabei mir Gedanken über Weihnachtsgeschenke zu machen und auch schon so langsam dabei welche zu besorgen. Ich habe auch noch ein Video gedreht mit Weihnachtsgeschenkeideen – allerdings hatte ich das schon letztes Jahr gemacht :D. Das muss ich nur noch hochladen.

Travel: Seit ich Alices Posts auf Instagram über Island gesehen habe bin ich regelrecht verliebt und ich möchte unbedingt mal dorthin reisen. Sie hat auch darüber gebloggt und ich bin mir sicher, wenn ihr euch die Bilder anschaut, werdet ihr genauso verliebt sein wie ich. Wahnsinn!!

Foto: Lisa Kiewel

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