Underwater Pictures – Unterwasser als Laie

Ich bin keine Fotografin, aber ich mache Fotos. Und was wenn ich Fotos machen möchte und es ist viel Sand, Wasser und Gedöns unterwegs? Als ich jünger war, hatte ich so eine Einwegkamera, die man auch unter Wasser verwenden konnte. Nach der habe ich neulich auf Amazon gesucht – die Dinger kosten so um den Dreh 20€ und haben glaube ich auch nur 20 Schuss gehabt. Was an sich ok ist, wenn man es unbedingt drauf anlegt und zum Beispiel keine kleine Kompaktdigitalkamera hat. Da ich aber gleichzeitig eine „Outdoor-/Unterwassertasche“ bei den Angeboten gesehen habe, habe ich sie mir gekauft. Für mich persönlich nachhaltiger. Ich kann soviel Fotos schießen und „ver“schießen, wie ich will und muss die Bilder auch nicht entwickeln lassen, sondern habe sie gleich digital.

So eine Schutzhülle würde ich dann z.B. für einen Schnorchelurlaub verwenden. Oder Segel-/Angel/etc. Urlaub – alles, was mit Wasser zu tun hat und bei dem die Kamera schnell mal nass werden kann und beschädigt werden kann. Hätte ich diese Hülle schon beim Holi Festival vor einiger zeit gehabt, wäre dies auch eine gute Gelegenheit gewesen. Soweit ich weiß, gibt es ja auch Hüllen für Spiegelreflexkameras – die sind jedoch sehr viel teurer, als mein 15€ Modell 😀 Und deswegen überlasse ich es den Berufsfotografen in so eine Ausrüstung zu investieren. Ich hingegen will nur ein bisschen auf den Auslöser drücken und schauen, ob was schönes dabei rauskommt.

Als die Hülle ankam, war ich noch ziemlich skeptisch – ist das Ding wirklich dicht? Deswegen habe ich etwas Küchenrolle in die Hülle gestopft, sie verschlossen und für eine Stunde in eine Schüssel voll mit Wasser gelegt. Mit einem kleinen Topf als Gewicht oben drauf. Danach die Küchenrolle vorsichtig rausgefriemelt (damit nicht Wasser, dass auf der Außenseite war, ausversehen drauftropft) und Tada: Sie ist noch komplett trocken! Das heißt ich kann also den nächsten Schritt wagen und meine Kamera in die Hülle stecken. Da ich leider kein Korallenriff vor der Haustür habe und es langsam zu kalt für das Freibad wird, blieb mir nicht viel mehr als die heimische Badewanne übrig, um zu schauen, ob die Bilder gut werden oder nicht.

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Hier könnt ihr zwei Bilder sehen, bei der die Kamera unter Wasser Fotos schießt. Die Pflegeprodukte habe ich mal als Substitut für bunte Fische am Korallenriff genommen xD. Man erkennt alles relativ gut – heißt aber nicht unbedingt, dass die Bilder gut sind. Im Endeffekt sehen die Bilder so aus, als ob man einfach ein Handybild bei ganz schlechtem Licht gemacht hat. Und genau das ist wahrscheinlich auch der Punkt gewesen: Die Rahmenbedingung – Es war insgesamt ziemlich dunkel im Bad – ich denke, dass kann im Freien bei prallem Sonnenschein und klarem Meerwasser schon wieder ganz anders aussehen. Ist gerade nur nicht so leicht zu „testen“.
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So sieht es übrigens aus, wenn man mit Hülle und Kamera etwas „an Land“ Fotografieren will. Ganz viel Wasser vor der Linse 🙂
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Das hier ist ein Bild von „unter dem Wasser durch den Schaum rausfotografiert“. Funktioniert auch! Man erkennt mich und man erkennt die ganzen Luftbläschen! Wieder: Es ist keine herausragende Qualität – aber das Wichtigste (aka Kleinteiliges wie z.B. Luftbläschen) kann man auf dem Bild ganz deutlich erkennen und ich finde für Laien-Urlaubsfotografen ist das doch das Wichtigste oder? Dass man alles, was man ablichten will, später auch auf den Bildern wieder erkennen kann.

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Naja und dann gibt es ja noch die Selbstportraits. Die waren eine ziemlich schwere Geburt. Ich habe Schaumbadzeug ins Wasser getan, also hat es schonmal höllisch in den Augen gebrannt. Dann bietet die Wanne auch nicht sonderlich viel Spielraum, um unter Wasser ein Bild zu schießen. Ich war ja mit der Hälfte des Körpers außerhalb des Wassers. Verrückte Verrenkungen. Da ich mich nicht abgeschminkt hatte, lief mir das ganze Gedöns auch noch in die Augen. Wenn ich ausgeatmet habe, ist das Bild nichts geworden außer Luftblasen. Die Bilder sind SEHR dunkel geworden [bei den letzten 2 habe ich die Helligkeit in Photoshop extrem hochgeschraubt, damit man etwas erkennen kann] – was ich aber wieder auf die Rahmenbedingungen schiebe.

Fazit: Ich find es gut die Hülle gekauft zu haben. Ich denke, dass sie mit in meinen Koffer kommt, wenn ich das nächste mal Stransurlaub mache und dann kann ich mal ausprobieren, wie die Bilder werden, wenn es auch richtig schönes Licht gibt. Ich erhoffe mir natürlich, dass man z.B. beim Schnorcheln die bunten Fische gut fotografieren kann oder Korallen festhält. Aber dazu kann ich (noch) nichts sagen. Für 15€ ist es eine schöne Möglichkeit auch im Nassen Bilder zu machen.

2 thoughts on “Underwater Pictures – Unterwasser als Laie

  1. ich bin auch keine fotografin, mach aber total gerne fotos 😀

    ich würde voll gerne mal bilder unter wasser machen. ich stell mir das richtig toll vor, die ganzen korallenriffe und fische zu fotografieren *_______* und hut ab, dass du dich getraut hast, fotos unter wasser zu machen XD

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