Was mir schon immer gefehlt hat beim Bloggen

Immer wenn mich jemand gefragt hat, worüber ich so blogge, bin ich ins Staucheln geraten. Andere Blogger, die ich so kenne haben sich sofort Beauty- oder Modeblogger genannt. Mir fiel das immer schwer, weil ich mich zwar schminke, aber keine Ahnung von den neusten Beautytrends habe. In meinen Blogposts sieht man häufiger mal ein Outfit, was ich anhatte, aber sich selbst Fäshionblogger nennen? Ne – so gar nicht, weil ich da auch überhaupt nicht reinpasse.

Deswegen habe ich immer geantwortet, dass ich so über dies und das blogge, was mir gerade in den Sinn kommt. Da merkt man den Leuten schon direkt an, dass ihr Interesse sofort verfliegt. Weil du kein Label hast, keine Antwort. Man sollte sein Glück niemals davon abhängig machen, wie jemand anderes reagiert, aber mich persönlich hat’s auch irgendwie immer genervt, dass ich mir selbst nicht einmal die Frage beantworten konnte, was ich denn so mache. Vielleicht habe ich ich davor gedrückt mich festzulegen.

Ich hab kein gutes Gefühl dabei mich Mode – oder Beautyblog zu nennen, weil es einfach nicht stimmt. DIY mach ich auch nicht, Lifestyle ist nichtssagend – kann schon wieder alles sein und selbst dann gehöre ich nicht zu diesen perfekt gestriegelten Pinterestblogs. Ich habe immer das Gefühl habt, nichts zu haben, was mich so richtig ausmacht – was so „mein Ding“ ist. Zwischenzeitlich hab ich mich Foodblogger genannt, aber das hab ich auch irgendwie eingestampft. Nun – das klingt alles mehr als sprunghaft, nicht wahr? Mittlerweile bin ich bei Fotografie und Reisen als Blogthema angekommen. Wenn mich jetzt jemand fragt, worüber ich so schreibe, dann antworte ich „Fotografie & Reiseblog“. Und es fühlt sich richtig. Nicht so: „Was? Die nennt sich Modebloggerin, aber zieht voll den Scheiß an?“, sondern eher so: „Ach cool, die interessiert sich für’s Fotografieren und für’s Reisen!“

Das hat mir beim Bloggen schon immer gefehlt – meine Nische. Mein Ding, mein Thema und jetzt fühle ich mich angekommen und das ist wirklich toll.

2 thoughts on “Was mir schon immer gefehlt hat beim Bloggen

  1. Hmmm. Interessant 🙂
    Ich frage mich nur, ob man sich auch immer in eine Nische stecken lassen muss bzw. will?
    Ich bin ja auch so jemand… ich blogge über das was mir in den Sinn kommt. Mittlerweile ist das eben 80% Food. Trotzdem liegt es mir fern zu sagen: „Ich bin Foodblogger“. Ich mach eben was mir gefällt & schreibe darüber. Man kauft sich ja auch oft Zeitschriften wo von allem ein bisschen drin ist, weil eben die Interessen breit gefächert sind. Ich find das also überhaupt nicht schlimm, wenn man viele Interessen hat und darüber auch schreibt! 🙂

    1. hm ich glaub das kommt immer drauf an, wie einer Person so tickt – ich bin ja eigentlich auch ganz lange gut damit gefahren mehreres zu machen, aber irgendwie hat mir so „mein Ding“ gefehlt 😀 Irgendwie hab ich das Gefühl, dass es mir mehr Spaß macht einen Rahmen zu haben und einen Fokus, aber kann auch sein, dass ich das in einem Jahr wieder satt habe lol und das sich dann ändert XD XD

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