Wie schaffst du es neben der Arbeit regelmäßig zu bloggen?

„Wie schaffst du es neben der Arbeit regelmäßig zu bloggen?“ – Diese Frage habe ich neulich auf ask.fm bei jemand anderem aufgeschnappt und habe mich gefragt, was die Person für eine Vorstellung vom bloggen hat. Auf der anderen Seite lese ich Blogposts von Berufsbloggern, die darüber jammern wie anstrengend ihre Arbeit doch sei und sie listen auf, was alles getan werden muss beim Bloggen. Da wird von Postproduction gesprochen – also…das man 3-4 Fotos aus dem Outfitshoot auswählt und die in Photoshop reinknallt, zuschneidet und vielleicht hier und da einen Pickel oder den Touri im Hintergrund wegretouchiert. Klar, wenn man die Gesichtsstruktur komplett umphotoshoppen muss, ist das irgendwann anstrengend. Ja – und dann wird ja auch noch der Text geschrieben. Nachts. Damit auch täglich was gepostet wird. Und dann haste Leute, die arbeiten 40 Stunden oder mehr die Woche in einer Position, in der man Verantwortung zu tragen hat und nicht einfach nur ein paar Regale einräumt und vor sich hinstudiert – die laden dir zusätzlich dazu alle 2 Tage einen Post hoch [z.B. die da und die da und die da] mit outdoor Bildern und einem Text, bei dem Hirnschmalz gedampft hat. Die schreiben auch ihre Advertorials oder fahren zu irgendwelchen Presseterminen hin und von denen hörste keine Beschwerde – das Verhältnis ist also irgendwie unausgeglichen, oder? Wieso kann der eine es ohne zu jammern, obwohl er deutlich mehr Belastung zu Grunde liegen hat, während der andere anscheinend in seiner Arbeit erstickt? Und jetzt verstehst du die Frage, die auf ask.fm gestellt worden ist. Jeder will seine Arbeit immer als wertig darstellen und besonders anstrengend, wenn auch schön. Hab ich oft genug im Bachelorstudium erlebt – wer die meisten Überstunden hatte, ist der Wichtigste gewesen. Workaholic zu sein ist in Deutschland nämlich ein tolles Gut. Auch wenn man seine Arbeit dann anstrengender darstellt, als sie eigentlich ist. Wahrscheinlich ist das schon wieder zu rücksichtslos. Soll ja Leute geben, die weniger belastbar sind und sich als super beschäftigt geben, wenn sie es nicht schaffen zu bloggen. Aber dann bekommste die nächste Farmvilleanfrage in Facebook. Long story short: Mir sind die Ergebnisse wichtiger, als der Weg, wie man dahingekommen ist. Wenn jemand 60 Stunden schaffen muss, um etwas hinzubekommen, während ein anderer für den selben Kram 30 braucht, dann denke ich mir nicht: Hey – wie fleißig Person A ist, sondern: Vielleicht ist die Person nicht allzu effizient in ihrer Zeitaufteilung.
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8 thoughts on “Wie schaffst du es neben der Arbeit regelmäßig zu bloggen?

  1. Kenne ich nur zu gut, liest man ja als Blogger immer wieder von Blogger-Kolleginnen. Aber irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass es wohl eher ein Phänomen der deutschsprachigen Bloggerszene ist, oder? Da wird sich immer beschwert und aufgeschrien, wie viel man zu tun hat & alles ist mega stressig…

    Ich habe übrigens zu diesem Thema auch einen Artikel geschrieben, in dem ich erläutere, wie ich die Work-Life-Balance meistere, immerhin nicht so einfach mit einem 40Std+ Job, Studium, Blog und Freund 😉

    LG Michischaaf

    PS: bei uns ist es leider auch so, dass derjenige der am meisten Überstunden hat der „Hero“ ist, was ich absolut nicht verstehe. Effizientes Arbeiten & hervorragende Arbeitsleistungen haben immerhin absolut gar nichts mit der Arbeitszeit zu tun!

  2. Ich finde das wird etwas überdramatisiert. Man sollte sich den Spaß am BLoggen nicht nehmen lassen… ich arbeite auch 40 Stunden + die Woche in einer verantwortungsvollen Position. Aber wenn ich es eben nicht schaffe, dann schaffe ich es eben nicht regelmäßig zu bloggen und in der Vorweihnachtszeit habe ich dann eben bei keinem Adventskalender mitgemacht und mich aus den ganzen Wishlist-Posts etc. einfach mal „rausgehalten“ – dafür habe ich jetzt Urlaub und kann mich meinem Blog wieder etwas intensiver widmen. Und hey, der „Treue FOllower“ bleibt auch Follower wenn es mal etwas still auf dem Blog wird.

  3. Ein sehr schönes Outfit, muss ich dir zu allererst sagen! Dein Hund ist auch sehr putzig. Ich denke du hast Recht. Es ist schon bequem, wenn man sich als Berufsblogger über seinen Job beschweren kann, ohne die Augen zu öffnen und sich mal mit anderen zu vergleichen. Hin und wieder nervt dieses Verhalten auch mich so richtig. Dennoch finde ich vor allem deinen Schlussgedanken sehr wichtig und interessant: Wenn man etwas erreichen will, dann zählt am Ende wirklich das Ergebnis. Ist man damit zufrieden, so ist der Weg wirklich nebensächlich.

    Wünsche dir schöne kommende Feiertage!

    mtrjschk.blogspot.de

  4. Das denke ich mir auch immer wieder. Jammern ist total nervtötend, dann lieber mal einen Tag/eine Woche/whatever aussetzen und bloggen, wenn man Zeit und vor allem Lust drauf hat. (Na gut, wenn man Vollzeit bloggt, wird das natürlich schwierig, aber du weißt, was ich meine. ^^)

  5. Du hast einen echt tollen Blog! 🙂

    Ich würde mich sehr über einen gegen Besuch freuen, vielleicht findest du unseren Blog auch toll und folgst uns? Wir würden uns sehr darüber freuen. Mach weiter so!

    Grüße Eric
    MY STYLEBOX

  6. Mir stellt sich halt grundsätzlich die Frage, ob man als Blogger wirklich jeden Tag einen Post teilweise regelrecht „rauskotzen“ muss? Ich denke, dass jeder sich irgendwie selbst einschätzen kann und seine Zeiteinteilung selbst managen kann. Ich persönlich werde mich nicht mehr selbst unter Druck setzen. Dann gibt es halt nicht jeden Tag einen Post. Die eigene Leistungsfähigkeit ist ein wichtiges Gut, welches manche Blogger vor lauter Jammern grundsätzlich vergessen. Den einzigen Druck, den sich einige machen, ist der den sie sich selbst machen.

    Es wird Lesern nachgehechelt, dabei sind viele Leser nicht sauer, wenn es mal eine Woche lang keinen Post mehr gibt. Berufsblogger sind ja in Deutschland noch eine recht seltene Spezies, die meisten von uns bloggen schließlich in ihrer Freizeit. Wie das Wort schon sagt „Frei“-„zeit“. Mir hat meine Gesundheit einen Dämpfer verpasst, ich werde entspannter an Alles rangehen und wenn das Bloggen neben dem Leben flachfällt, dann nehme ich es so hin. Stress und Jammern passen nicht zusammen, also keep cool and eat a cupcake…and don’t blog about it.

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