Unambitious

Ich lese in letzter Zeit vermehrt Artikel und Tweets über die sogenannte Generation Y [z.B. da und da]. Prägnantester Teil der Aussage zu GenY ist (für mich) hierbei folgende:

Anstelle von Status und Prestige rücken die Freude an der Arbeit sowie die Sinnsuche ins Zentrum. Mehr Freiräume, die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung […] – Wikipedia

Und ich frage mich: Ist das wirklich so – oder handelt es sich hierbei nur um eine ausgewählte Anzahl von Freigeistern? Na klar gibt es bewundernswerte Freigeister und zielstrebige Menschen, die nur das tun, was sie glücklich macht und was sie toll finden und damit dann richtig Erfolg haben. Aber wieviele unter uns gibt es, die dann doch lieber das „Vernünftigere“ tun? Ich denke, dass es tatsächlich einen Wandel dahin gibt, als das sich vermehrt Menschen auf den Pfad der Selbstverwirklichung begeben. Aber es ist ein Wandel – ein Wandel braucht Zeit und es gibt Menschen, die sind schneller und dann gibt es die Nachzügler. Es gibt ja den Spruch „BWL studieren nur Leute, die nicht wissen, was sie sonst machen sollen!“ – und wisst ihr was? Das stimmt – zum Teil. Das stimmt aber auch bei Lehramt, das stimmt bei Jura, das stimmt bei Chemie, das stimmt bei jedem Studiengang – zum Teil. Denn es gibt viele, die wieder abbrechen und zu einem anderen Studienfach wechseln. Und das ist richtig so. Wir leben in dem Luxus, bei dem wir uns das leisten können nach einer „Eingewöhnungsphase“ zu sagen: Hey – ich weiß, das will ich nicht und ich weiß, dass das nicht zu mir passt. Ich ziehe an der Reißleine und suche mir etwas, was mich glücklich macht!
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Stell dir vor, du kommst frisch aus der Schule – mit Abschluss in der Tasche – dir stehen alle Möglichkeiten offen, aber stell dir vor – du kannst soviel, dass du nicht weißt, was du wählen sollst. So wie wenn du vor 30 Donutsorten stehst und nicht weißt, welchen du willst, wenn du dafür auf alle anderen verzichten musst. Und dann schnappst du dir den Donut, der am appetitlichsten aussieht, aber irgendwie schmeckt der scheiße. Du legst ihn zurück, hast noch kaum Schaden angerichtet und weißt du hast dich falsch entschieden. Alle anderen Donuts strahlen sich weiter an – spätestens jetzt solltest du dir im Klaren sein, dass nicht jeder zu dir passt. Spätestens jetzt solltest du dich insofern informieren, als das dir klar ist, was für Zukunftschancen ihr beiden habt und dir darüber im Klaren sein, was du willst.

Willst du den kreativ-bunt? Willst du Welt-Verändern? Was genau willst du eigentlich? Oder greifst du lieber zum altbewährten Donut mit Zuckerglasur – weil da bist du sicher, dass er vernünftig ist, obwohl du gar nicht so genau weißt, ob er dir wirklich schmeckt oder du nicht irgendwie doch was anderes willst? Und ich stehe hier und behaupte, dass wir (noch) nicht GenY sind – wir bewegen uns dorthin, aber wir sind (noch) nicht (alle) da. Denn es gibt so viele, die einfach ziellos etwas „Vernünftiges“ lernen / studieren, aber währenddessen schon wissen, dass sie gar kein Bock drauf haben, dass den Rest ihres Lebens zu machen. Und das ist schade – gerade weil unserer Generation alles offen steht. #lifeiswhatyoumakeit
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Und wo bleibst du hängen?

Ich möchte mit einem recht positivem Blogeintrag das Jahr 2015 starten. :)

Guter Content bringt Leser – Klingt abgedroschen, ist aber so.

Das habe ich vor einiger Zeit getweetet – das Witzige war, dass die Leute, die meinen Tweet favorisiert oder RT haben genau solche Leute waren, bei denen ich mir gedacht habe: Auf DEINEN Blog bin ich irgendwann mal gestolpert und dann bin ich geblieben und habe seither jedem neuen Post entgegengefiebert.

Immer wieder taucht diese Frage auf – in Foren, Facebook oder über Twitter: Es fragen sich verschiedenste Leute, warum sie so wenig Rückmeldungen auf ihrem Blog haben, warum die Leser ausbleiben und wie sie Menschen an ihren Blog binden können. Wann lese ich einen Blog gerne? Hier geht’s im Endeffekt nicht darum, was gut oder schlecht ist, sondern was ich – ganz persönlich – bevorzuge. Ich lese einen Blog gerne, wenn es was zu lesen gibt. Schöne Bilder sind zwar prima, aber die allein bringen mich nicht dazu einen Blog zu lesen. Wenn ich nur Bilder sehen möchte, dann folge ich einer Person auf Instagram, Flickr, Pinterest oder Tumblr. Wenn es zuviel Text ist, dann erschlägt es mich. Blogs, die nur aus Texten bestehen können toll sein, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf einem fremden Blog bleibe, deren Bild + Titel mich nicht in den ersten Sekunden eingefangen haben, um dann näher auf einen Text einzugehen, ist relativ gering. Ich komme also auf einem Blog, sehe tolle Bilder und bin beeindruckt – dann suche ich nach Wörtern, die die Bilder umschreiben, die die Bilder um eine Geschichte bereichern. Fehlt das eine, fehlt das andere, dann bleibe ich irgendwie nicht hängen. Ich will kurze, smarte Texte, die mich zwischen S-Bahn und Arbeit in ein fremdes Leben entführen und auch wieder in die Realität zurückbringen. Außerdem will ich Bilder, die mich optisch anziehen. Zugegeben – mich reizen dabei Bilder von Beautyprodukten, Natur oder Landschaft recht wenig (Ausnahmen bestätigen die Regel) und ich ertappe mich dabei, dass ich mir am liebsten Fotos von dem Menschen hinter dem Blog anschaue – so als Ergänzung zum Gedankentext.

Im folgenden habe ich mal aufgeführt, warum ich manche Blogs lese (Eigentlich lese ich noch viel mehr Blogs. Die komplette Leseliste findet ihr hier) – außerdem habe ich dann noch eine Empfehlung zum Schluss über einen Blog, den ich irgendwie zufällig beim rumklicken gefunden habe und bei dem ich mich nach einem Blogpost direkt durch den Rest durchgeklickt habe:

  • Summer Lee: Zugegeben – ich bin hier ziemlich voreingenommen, weil wir die Bilder meistens zusammen machen und weil ich doch ganz gerne immer lunse, was sie im Post zu erzählen hat. Vielleicht ist sie auch mein Versuchskaninchen – wenn ich mal wieder neue Dinge mit der Kamera ausprobieren möchte. Die Frau ist ja stiltechnisch gut ausgestattet. Einen (teilweise) Jahresrückblick findet ihr hier – startet ganz rechts.
  • Kleinstadtcarrie: Tya – was soll ich zu Luise sagen. Ihren Blog lese ich seit wir uns 2013 in Hamburg kurz bei Deichmann getroffen habe. Weil ich vorher so eine faule Bloglesesau war, habe ich ihren Blog dann erst durch Neugier – nach dem Treffen – für mich entdeckt (Bedauernswert, dass es nicht früher war!). Für Luise sind ihre Texte unheimlich wichtig und es ist schön, wie sie einen in ihre Gedankenwelt mitnimmt. Seit sie mit Frederic zusammenarbeitet, hat sich die Qualität ihrer Fotos noch mehr verbessert (die war im Übrigen vorher schon gut). Ich mag es, dass Luise so reflektiert ist und viel nachdenkt – ihr Gedankenchaos zu Papier bringt – gleichzeitig dabei Geschichten schreibt, die aber irgendwo, irgendwie autobiografisch sind. Ich glaube, dass sie auf mich abgestrahlt hat – irgendwann letzten August. Da hatte ich so ein Blogtief – so gar keine Lust mehr über den Crap zu bloggen, den ich sonst so gebloggt hab. Wenn ich Luises Texte lese, dann tanzt in meinem Kopf eine Fee herum, sie fliegt durch das Land und sammelt Gedanken ein und bringt sie mir zurück.
I like Brains , Looks & Ambitions – Mici

Andere Blogs  – Gründe in Kurzform:

Und zum Schluss eine kleine Blog-Empfehlung meinerseits: Wandelbar-Photo – Maries Blog habe ich glaube ich über meine FB-Gruppe „The Blogger Lounge“ gefunden – ihr catchy Titel dieses Blogposts hatte mich interessiert. Ganz ehrlich – ihr Blog ist eigentlich völlig anders, als das was mein Leseverhalten bei Blogs sonst so an Land zieht, aber was ich an ihrem Blog schätze ist die Informationsvielfalt. Was habe ich davon, wenn ich einen Blog lese – was nehme ich mit? Bei Marie ist es ein Mix aus Unterhaltung – weil man schöne Fotos anschauen kann und irgendwie lernt man auch noch etwas nebenbei, was ich doch sehr löblich finde :).

Happy New Year. Let’s create Memories.

Zum Bild:
Danke Nascha für’s posieren :)

The bitterest tears shed over graves are for words left unsaid and deeds left undone.

Die bittersten Tränen, die wir an Gräbern vergießen, vergießen wir wegen ungesagter Worte und Taten, die nicht vollbracht wurden. — HARRIET BEECHER STOWE

Immer wieder muss man sich ins Gedächtnis rufen, dass das Leben kurz ist und die Zeit, die wir miteinander verbringen können wertvoll ist. Du wirst älter, deine Eltern werden älter, deine Großeltern auch. Uns ist wichtig, dass unser Studium abgeschlossen wird – uns ist auch wichtig, dass wir uns im Job beweisen, Spaß mit Freunden haben, eine schöne Inneneinrichtung, Auto, viel reisen können, die Welt entdecken und Dinge erleben können. Das tun wir, um uns selbst zu verwirklichen. Unser eigenes Leben zu führen. Ich tue es um meinet Willen – um ein gutes Leben zu haben und die Zeit als solche so gut wie möglich nutzen zu können. Aber ich strenge mich auch an, um ihretwillen. Um Ihnen das Gefühl zu geben etwas richtig gemacht zu haben, Bestätigung zu geben – damit sie sich keine Sorgen machen müssen, damit sie angekommen sind. Um Ihnen die Dinge zurückzugeben – sei es materiell oder sonstwie – auf die Sie meinetwegen für viele Jahre verzichtet haben. Dinge, die Sie nie kennenlernen konnten, weil meine Klassenfahrt mal wieder zu bezahlen war oder Luxus, den Sie sich nicht gegönnt haben, weil ich mal wieder zum Frisör wollte. Manchmal habe ich Angst nicht genug Zeit zu haben alles zurückzugeben – und dann verdränge ich den Gedanken und kehre ihn beiseite, denn würde ich ihn zulassen, würde er mir die Kehle zuschnüren. Alles, was du tust – tue es um dich selbst und deine Lieben glücklich zu machen. Sonst hat es keinen Sinn.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich von 2014 und wünsche euch einen guten Rutsch. Auf dass jeder seine Vorsätze aufstellt und sie in 5 Tagen wieder vergisst und darauf, dass es bald Frühling wird. Cheers.

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Wie schaffst du es neben der Arbeit regelmäßig zu bloggen?

„Wie schaffst du es neben der Arbeit regelmäßig zu bloggen?“ – Diese Frage habe ich neulich auf ask.fm bei jemand anderem aufgeschnappt und habe mich gefragt, was die Person für eine Vorstellung vom bloggen hat. Auf der anderen Seite lese ich Blogposts von Berufsbloggern, die darüber jammern wie anstrengend ihre Arbeit doch sei und sie listen auf, was alles getan werden muss beim Bloggen. Da wird von Postproduction gesprochen – also…das man 3-4 Fotos aus dem Outfitshoot auswählt und die in Photoshop reinknallt, zuschneidet und vielleicht hier und da einen Pickel oder den Touri im Hintergrund wegretouchiert. Klar, wenn man die Gesichtsstruktur komplett umphotoshoppen muss, ist das irgendwann anstrengend. Ja – und dann wird ja auch noch der Text geschrieben. Nachts. Damit auch täglich was gepostet wird. Und dann haste Leute, die arbeiten 40 Stunden oder mehr die Woche in einer Position, in der man Verantwortung zu tragen hat und nicht einfach nur ein paar Regale einräumt und vor sich hinstudiert – die laden dir zusätzlich dazu alle 2 Tage einen Post hoch [z.B. die da und die da und die da] mit outdoor Bildern und einem Text, bei dem Hirnschmalz gedampft hat. Die schreiben auch ihre Advertorials oder fahren zu irgendwelchen Presseterminen hin und von denen hörste keine Beschwerde – das Verhältnis ist also irgendwie unausgeglichen, oder? Wieso kann der eine es ohne zu jammern, obwohl er deutlich mehr Belastung zu Grunde liegen hat, während der andere anscheinend in seiner Arbeit erstickt? Und jetzt verstehst du die Frage, die auf ask.fm gestellt worden ist. Jeder will seine Arbeit immer als wertig darstellen und besonders anstrengend, wenn auch schön. Hab ich oft genug im Bachelorstudium erlebt – wer die meisten Überstunden hatte, ist der Wichtigste gewesen. Workaholic zu sein ist in Deutschland nämlich ein tolles Gut. Auch wenn man seine Arbeit dann anstrengender darstellt, als sie eigentlich ist. Wahrscheinlich ist das schon wieder zu rücksichtslos. Soll ja Leute geben, die weniger belastbar sind und sich als super beschäftigt geben, wenn sie es nicht schaffen zu bloggen. Aber dann bekommste die nächste Farmvilleanfrage in Facebook. Long story short: Mir sind die Ergebnisse wichtiger, als der Weg, wie man dahingekommen ist. Wenn jemand 60 Stunden schaffen muss, um etwas hinzubekommen, während ein anderer für den selben Kram 30 braucht, dann denke ich mir nicht: Hey – wie fleißig Person A ist, sondern: Vielleicht ist die Person nicht allzu effizient in ihrer Zeitaufteilung.
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The Excitement

Aufregung, Begeisterung, Spannung, Reiz. Das sind die Dinge, die du durchlebst, wenn dir gerade eine Idee kam. Wenn ein erster Funke eines Gedankens in eine Idee umschlägt, die du dir dann so langsam immer aufgeregter ausmalst. Wenn Spinnereien immer absurder werden und du nachts im Bett liegst, zu faul um noch einmal aufzustehen und dir zusprichst, dass du das nach dem Aufwachen auf keinen Fall vergessen darfst, wie die zahlreichen Träume, die sich um Mitternacht in dein Unterbewusstsein schleichen. Eine Begeisterung für etwas zu finden – ohne zu wissen, ob es möglich ist oder nicht, ist heutzutage nicht einfach. Wir sind so dermaßen lösungsorientiert und empirisch veranlagt, dass wir Möglichkeiten von Anfang an ablehnen, sofern wir keine greifbare Lösung parat haben. In der Theorie wird dir dann gepredigt, dass man nicht so denken darf – weil das einschränkt, weil es ausbremst. In der Praxis hingegen ist es Gang und Gäbe. Eine Begeisterung für etwas zu entwickeln für etwas – das war noch nie mein Ding. Ich war nie unsterblich in jemanden aus einer Boyband verliebt. Klavier, Badminton, Rhönrad, Gitarre, Leichtathletik – alles jahrelang praktiziert oder zumindest angefangen, aber nie leidenschaftlich betrieben. Niemals Ambitionen in diese Richtung entwickelt. Irgendwann wird das wirre Geschwätz und die Idee vielleicht realer und greifbarer – vielleicht werden wir erwachsen und die Dinge, die uns früher unmöglich erschienen sind heute gar nicht mehr so weit entfernt und gar nicht mehr unrealistisch. Die Fantasie, die man früher hatte vs. die Unmöglichkeit der Umsetzung stellt sich gegenüber der Möglichkeit der Umsetzung vs. dem Nachlassen der Fantasie als Erwachsener. Vielleicht aber auch nicht – vielleicht auch nicht und vielleicht regen wir uns deswegen auf, vielleicht macht es uns ganz verrückt, aber fröhlich, aber euphorisch. Euphorie als Hochgefühl – was können wir machen, um dieses Hochgefühl beizubehalten? Wir nehmen es in die Hand. Das, was uns ausmacht – das, was wir wollen.
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Ab heute habe ich Urlaub und auch Unifrei – zwar muss ich noch ein paar Hausarbeiten und Präsentationen machen und an meiner Idee für die Masterthesis tüfteln – jedoch dürfte sich die Anstregung hierfür in Grenzen halten. Viel wichtiger – ich werde mir Zeit nehmen und diese in den Aufbau meines Portfolios stecken. In ein paar Tagen werde ich mit Nascha Fotos machen und eine Idee umsetzen, die ich vor einigen Monaten auf’s Papier gebracht habe. Dann werde ich noch mit der Freundin eines Kumpels Fotos machen. #Excitement

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