Zimmer aufhübschen

In einem vorigen Blogpost habe ich euch ja mein Zimmer gezeigt und angekündogt ein paar Dekoartikel zusammenzusuchen. Auf Urbanara habe ich dann einige Produkte zusammengestellt, die ich als schöne Inspirationen für mein Zimmer sehe. Zum einen werde ich mir demnächst erst einmal ein paar Vasen zulegen. Wir haben so selten Blumen in der Wohnung, dass mir das vorher gar nicht aufgefallen ist. Aber vor Kurzem habe ich einen wunderschönen Blumenstrauss geschenkt bekommen und wusste gar nicht, wo ich ihn reinstellen soll?! Dann habe ich noch einen Narren an diesen Duftölen gefressen, in denen noch zusätzlich solche Holzstäbchen drinnstecken. So ein Teil habe ich schon im Bad stehen, damit es dadrin stets gut riecht =). Wer so etwas nicht so gerne mag, könnte aber auch ein paar Duftkerzen aufstellen – davon habe ich mir vor Kurzem erst eine riesige Ladung gekauft und die in unserer neuen Kommode verstaut. Das schreit schon förmlich nach einem heißen Bad mit Musik und Kerzenschein =).
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Bildquelle: Urbanara.de.

Heimat und Heimat – Zwischen den Kulturen

Wenn man in den Urlaub fährt oder fliegt, dann ist es normalerweise so, dass man die Landessprache wenig oder gar nicht beherrscht. In den seltensten Fällen spricht man zufällig ein wenig Spanisch, Französisch oder Italienisch. Es ist relativ normal, dass man NICHT versteht oder sich auf Englisch unterhält. Doch wie ist es für diejenigen unter uns, die zwar in Deutschland heimisch sind, vielleicht sogar hier geboren worden sind, aber nunmal nicht wie der deutsche Durchschnittsbürger aussehen oder nunmal sind? Politisch nennt man uns “Deutsche mit Migrationshintergrund”. In der Schule, bei der Arbeit mit perfektem Deutsch – zu Hause mit köstlichen, authentischen kulinarischen Feinheiten aus dem Heimatland der Eltern. Wenn die Familie ihre Pizza mit der Schere schneidet, ihr Spiegelei mit Maggi und Koriander würzt und zum Kochen Stäbchen verwendet – jede Nationalität bringt so ihre kleinen Eigenheiten mit sich [Was sind eure kleinen Besonderheiten? Postet Sie!].

Ein Anstoß für diesen Blogpost ist einerseits ein Artikel, den Thuy einmal über das Leben als “Deutsche mit Migrationshintergrund” verfasst hat, als auch mein eigener Urlaub in Vietnam. Was genau ist denn nun die Heimat? Ist es das Deutschland, in dem man geboren wurde und dessen Sprache man perfekt beherrscht – aus dem man aber auf den ersten Blick nicht “herkommt”, weil man eben nicht wie der Durchschnittsdeutsche aussieht? Oder ist es das Vietnam – da wo die Eltern herkommen und man – auch wenn man im Urlaub ist – die Menschen einfach mal verstehen kann, aber diese einem sofort ansehen [Weil helle, weiße Haut und größer als 1,60m?] und “anhören” [Weil Mega Dialekt und Fehlen mancher Vokabeln?], dass man nicht “von dort” ist?

Was ist das schon für ein Gefühl, wenn mir jemand hier in Deutschland ein Kompliment macht: “Sie sprechen aber gut Deutsch!” – Ja, danke. Sie auch? Das ist wie: “Du kannst ja toll atmen!” Auch wenn dieses Kompliment einfach nur freundlich gemeint ist – Ist es nicht eigentlich selbstverständlich, eine Sprache zu beherrschen, in dessen Land man geboren wurde? Oder wie normal es einfach ist, als ChingChangChong angemacht zu werden. Bin ich jedoch in Vietnam unterwegs, so weiß jeder sofort: Das ist eine Viet Kieu – in einem Ton, der politisch nicht korrekt klingt. Als Vietnamesin, die nicht in Vietnam lebt – muss man doch Kohle haben – also können wir die ja auch mal abzocken! Wobei ich persönlich ja nicht mal als Vietnamesin, die außerhalb Vietnams lebt, identifiziert werde. Die meisten hielten mich für eine Japanerin, Koreanerin oder einen Europäisch-Irgendwas Mischling, sodass es teilweise hieß “Lass die mehr bezahlen” – und du antwortest nur: dafuq, verarsch mich nich, ich kann dich verstehen? War ganz konkret bei einer Kokosnuss so – die nannte mir 60.000 Dong (~2-3€) als Preis, woraufhin ich antwortete: Warum ist n das so teuer? Da zahl ich ja in Deutschland weniger dafür? Woraufhin nur kam: Oh du bist Vietnamesin – naja dann kostet es nur die Hälfte (und selbst das ist immer noch zu teuer für dortige Verhältnisse). Wollen wir mal von dieser Mentalität absehen und kommen auf das “Heimat”-Thema zurück. In Deutschland heißt es “Sie sprechen aber gut Deutsch [...so als Ausländerin]!” und in Vietnam bekomme ich ebenfalls zu hören “Du sprichst aber gut Vietnamesisch [...so als Ausländerin]!”. Ja – nun, was soll ich dazu sagen – ich will nicht dafür gelobt werden eine Sprache zu sprechen, wenn die Sprache doch zu meiner Heimat gehören soll. Ehrlich gesagt empfinde ich es hier auch eher als eine Frechheit, wenn man mir so kommt, als wenn es mir “dort” jemand sagt, wie toll ich die Sprache denn sprechen könne. Denn in Deutschland sollte man es ja mittlerweile wohl gewohnt sein, dass überall “ausländisch aussehende Menschen” heimisch sind – schließlich ist dieses Land genügend diversifiziert – während das in Vietnam de facto nicht der Fall ist – da kommen höchtens mal ein paar Backpacker, Touristen und ganz selten Auswanderer hin – da ist man es eben noch nicht so gewohnt “Ausländer” zu sehen (zumindest in ländlichen Gegenden). Also – was ist schon Heimat? Was ist Heimat für euch? Im Endeffekt dreht sich doch alles wieder um das eine Thema: Heimat ist da, wo die Menschen, die du liebst alle zusammenkommen.
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Roomtour bei Mici

Seitdem ich umgezogen bin, habe ich eigentlich vorgehabt eine Roomtour zu machen. Allerdings stand immer soviel bei mir im Zimmer rum, dass ich einfach nicht dazu kam Fotos zu machen. Mal der Wäscheständer, mal eine Kiste mit Sachen, die ich bei Kleiderkreisel verkaufen will. Jetzt habe ich aber einen Tag lang aufgeräumt und habe gleich ein paar Fotos gemacht, um diese Ordnung mal festzuhalten.

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Die Bank hier habe ich auf Ebay gekauft – das Angebot finde ich leider nicht mehr, aber wenn man nach Shabby Chic, Shabby Sitzbank oder ähnlichem sucht, findet man genug Angebot (selbiges gilt für den Schminktisch und meinen Schrank =D So schön kitschig!). Das Kissen habe ich zu Weihnachten von meiner Schwägerin geschenkt bekommen. Und meine Schubladen sind gefüllt mit Sockenknäueln xD.IMG_1360

Mein Schminktisch beherbergt links den ganzen Kram für meine Haare, da hängt übrigens auch eine Langhaarperücke, die ich mir gekauft hatte, als ich ganz kurzes Haar hatte und eine lange Mähne vermisst habe. Außerdem habe ich rechts ganz unauffällig Schmuck drapiert *hohoho*. Ganz rechts auf dem Schrank befinden sich Schminksachen und noch ein paar Haarpflegeprodukte. IMG_1362 IMG_1363

Meine Fensterbank beherbergt zwei spärlich behangene Schmuckbäumchen und zwei Stickereien, die ich in Vietnam gekauft habe. Hach und mein kleines süßes, aber nutzloses Äffchen. Der Affe ist eigentlich dazu den Nagellack trocken zu pusten, aber er bringt nicht wirklich viel. Süß ist er aber trotzdem xD.IMG_1367 IMG_1377

Meine Schminkpinselsammlung hat bis jetzt Ausmaße angenommen… Ich hab noch nicht mal alle Pinsel benutzt, aber es gab halt so ein riesiges Set damals xD. Und zu guter letzt das Herzstück dieses Zimmers. Den Schrank habe ich einem Paar aus Viersen abgekauft. Der Mann wollte sich einen neuen Schrank bauen und hat diesen hier weggegeben. Der gute Mann hat dieses wundervolle Stück nämlich auch zusammengeschreinert! =) IMG_1379Da das Zimmer dekorativ noch ein wenig kahl ist und ich bisher noch keine Zeit gefunden habe mich mal weiter darum zu kümmern, habe ich mich letztens daran gesetzt schöne Inspirationen für Dekorationsartikel für mein Zimmer zu finden. Ein paar Beispiele werde ich dann in einem separaten Blogpost zusammenstellen.

Meine Haare veränderten sich

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Ich bin mit 14 das erste mal beim Frisör gewesen. Vorher gab es immer den obligatorischen Pilzkopfschnitt von Mama. Als ich dann mit 14 meine Haare lang wachsen lassen wollte, musste ich sie immer ausdünnen lassen, weil mein Haar so richtig, richtig dick war. Auf dem Bild oben bin ich 16. Mit kurzen, durchgestuften & ausgedünnten Haaren.

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Dann hab ich sie jahrelang wachsen lassen. Bestimmt 5 Jahre lang. Sie waren richtig lang und sehr dick. Und die Haare waren richtig kaputt unten. Spröde, ekelig splissig, eindach nur noch kaputt und nicht mehr zu retten.

IMG_01022011 kam alles ab – super short und frech. Frisch und gesund. Praktisch und einfach. Ich wollte die Haare dann wieder lang wachsen lassen – nur je länger sie wurden, desto mehr merkte man, dass sie sich verändert haben. Ich hatte früher immer einen Busch auf dem Kopf und musste die Haare ausdünnen lassen, damit ich nicht wie der Struwwelpeter aussah. Dafür waren meine Haare richtig schön griffig, fest und wenn man einen Zopf machte, war der toll zu stylen, weil da soviel Haare waren! Jetzt habe ich wieder lange Haare – die sind übrigens unglaublich schnell gewachsen [Dezember 2011 Bild Oben; Unten= Heute] – Jetzt habe ich aber keine ausgedünnten Haare mehr und trotzdem keinen Busch auf dem Kopf. Meine Haare sind jetzt dünner als früher und auch feiner. Außerdem habe ich bis heute noch kein Spliss, obwohl ich sie mir nicht nachgeschnitten habe [Yuhu!]. Trotzdem sehe ich gerade, dass ich mir wohl mal wieder die Spitzen schneiden lassen sollte. Sieht einfach schöner aus =)

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