09.09.2012
So – im Rahmen unserer “Gemeinsame Blogposts”-Aktion starte ich heute mit meinem Blogpost. Ich habe mir ziemlich lange Gedanken gemacht, was ich zu diesem Thema posten könnte, weil ich es schwierig finde, was Interessantes zu finden. Darum geh ich auf folgenden Satz ein: “BWL studieren doch nur die, die nicht wissen, was sie machen wollen.” Von was für Leuten könnten solche ignoranten Sätze kommen? Richtig, von Leuten, die im Grunde überhaupt keine Ahnung haben, was man mit Wirtschaftswissenschaften eigentlich alles anstellen kann. Man wird wohl kaum als Modedesigner oder als Chemielaborant arbeiten können – trotzdessen wird man – wenn man Lust drauf hat und gut ist durchaus in einem Modehaus oder einem Chemieunternehmen arbeiten können. Wichtig ist, dass man sich von Anfang an ein Ziel bildet und versucht herauszufinden, was man machen möchte oder in welcher Branche man später tätig sein möchte. Danach richten sich dann die zahlreichen Vertiefungen, die man auswählen kann. Finanzleute, Personaler, Projektmanager, Risikomanager, Marketingfritzen, Eventleute, Statistiker – whatever you wanna be.
Ich hatte es nach der Schule satt für 5€ die Stunde arbeiten zu gehen und am Ende doch nur mit einem 400€ Job auszukommen [Zumal man ja dann nichtmal die zeit hat wirklich viel arbeiten zu gehen]. Andererseits macht man ja eigentlich Abi, um die “HOCHschulreife” zu erlangen. Also entweder Studium oder Ausbildung? Irgendwie konnte ich mich wohl nicht so recht entscheiden und bin an dem Punkt angelangt irgendwie doch beides zu machen. In der 12. Klasse ging es dann schon los mit den Bewerbungen – wieso?
- A) Ich hab schlichtweg keine Lust gehabt mir im Abi Gedanken drum zu machen, was ich danach mache – also sollte es vorher geregelt sein.
- B) Die Plätze für duale Studenten sind ziemlich begehrt und dementsprechend schnell vergriffen – Laut Statistik werden bei uns 10 von 700 genommen. Ein guter Bewerbungszeitpunkt ist die Zeit um die Herbstferien.
- C) Und außerdem hatte meine Schwester Zeit mir bei meinen Bewerbungen zu helfen.
Es gibt verschiedene Modelle von “dualen” Studiengängen – Es gibt die, bei denen man zwei ggf. drei Abschlüsse hinterher hat – Berufsausbildung + Studienabschluss (Bachelor + Master). Es gibt auch die, bei denen man zwar arbeiten geht, aber nur einen Studienabschluss erlangt. Allerdings kann ich nur zu ersterem Auskunft geben.
Bei uns lief alles im Blockmodell ab. Das bedeutet: Arbeiten – Uni – Arbeiten – Uni. Quartalsweise. Semesterferien ist also nicht drin. Im ersten Jahr hatte ich Samstags Berufsschule: Planmäßig von 8:00-15:00. Nachdem der Abschluss von der IHK in der Tasche war {Ist übrigens ein Nicetohave gewesen, auch wenn er eigentlich niemanden dann mehr interessiert hatte, weil immer der Höchste Abschluss zählt, aber mann kann sagen, dass man 2 Dinge auf einmal gemacht hat, für die andere die doppelte Zeit gebraucht hätten – also immer schön auf die Uni konzentrieren!}, sind – zum Glück – die Samstagskurse weggefallen. Versteht mich nicht falsch, wir hatten einen tollen Lehrer und die Truppe war auch super – aber Samstags um 6 aufzustehen, um pünktlich um 8 auf der Matte zu stehen (Meine Bahnen fahren am WE total bescheiden – daher dauert es so ewig) – geht dezent gesagt – gar nicht.
Die Abwechslung zwischen Arbeitsleben und Uni hat Spaß gemacht. Zumal man viele Kontakt und Freundschaften zu Nachwuchskräften anderer Unternehmen knüpft. Man lernt die Theorie in der Uni und kommt dann zufällig in ein Team, dass genau DAS anwendet, was man tatsächlich auf dem Papier stehen hatte und sich noch gedacht hat “Braucht man das wirklich?”. Es hört sich vielleicht banal an mit dem “Theorie und Praxis”-Argument. Aber wenn man die Sinnhaftigkeit hinter einer Sache sieht, weil man weiß, dass man etwas braucht, dann fällt es einem auch wesentlich einfacher etwas zu tun.
Ich würde jedoch behaupten, dass der größte Pluspunkt einer dualen Ausbildung das Umfeld im Unternehmen ist. Es sind nicht die Dinge, die man in der Uni lernt, die dieses Studium besonders machen, sondern die viel frühere Aneignung von Fähigkeiten, die man in der Uni nicht lernen kann. Ich kann was über Konflikte auf Papier lernen, aber wenn ich mich dann in Wirklichkeit nicht adäquat durchsetzen kann oder den anderen Mitarbeitern ihre Grenzen nicht aufweisen kann, bringt mir die 1,0 herzlich wenig. Eigentlich ist das Thema rieeeeesig und deswegen will auch gar nicht versuchen alles in einen Topf zu werfen. Viel wichtiger ist eigentlich, was euch wirklich interessiert und deswegen: Stellt die Fragen in den Kommentaren und ich beantworte Sie dann so gut ich es kann!

Morgen geht es bei http://blueten-staub.blogspot.de/ weiter!