Veränderung

Der Schmetterling ist das Symbol der Verwandlung – die Veränderung. Manche lassen sich Schmetterlinge tattoowieren oder tragen einen als Schmuck um den Hals. Ich sah eine Dokumentation über die Tierwelt in derer ein Schwarm von Schmetterlingen drin vorkam. Und so hat sich ein Bild in meinem Kopf gefestigt, dass ich umsetzen wollte. Ich wollte, dass Mimi sich für mich vor die Kamera stellt. Der Schmetterling steht für Veränderung – ich habe mich in den letzten Jahren enorm verändert – so wie vermutlich jeder Mensch sich so in einer Zeitspanne von 10 Jahren ändert. Und dann fällt es mir auf – 10 Jahre. Ich habe Mimi mit 14 kennengelernt. Und jetzt bin ich 24. Sie ist einer meiner ältesten Freundinnen und wir wissen, wie wir waren und wir wissen wie wir sind. Wir blicken auf Dummheiten und Schabernack zurück, haben uns von den gleichen Leuten verabschiedet und sind weitergezogen. So unterschiedlich wir auch waren, so ähnlich haben wir uns verändert. Und irgendwie ist die Zeit vergangen – so als ob wir uns einmal um uns selbst gedreht haben und plötzlich erwachsen geworden sind. Besten Dank für die Bereitstellung der Extensions an Rubin Extensions und für das Kleid an Daniel Kogel Photography.
_MG_1682
Im Übrigen habe ich bei dem Bild hier eine ganze Weile gewartet, bis ich es denn mal online gestellt habe, weil es mein Lieblingsbild ist und ich erst mal von dieser Euphorie, die man empfindet, wenn man etwas “kreiert” hat runterkommen muss, bevor ich mich der allgemeinen Kritik aussetze :D. Kennt ihr das? Wenn ihr gerade erst etwas fotografiert habt, dass ihr so euphorisch und verblendet seid, dass ihr alle Fotos automatisch geil findet? Und wenn ihr das dann mal ein paar Tage sacken lasst, dann findet ihr hier einen Makel und dort ein Fleckchen, was euch nicht gefällt und dann ist das irgendwie gar nicht mehr so geil? Same same mit geschriebenen Texten oder gezeichneten Bildern.

Fotogenität erlernen – #01 – Allgemein

Teil 1: Fotogenität Erlernen Allgemein
Teil 2: Fotogenität Erlernen Ganzkörperaufnahmen
Teil 3: Fotogenität Erlernen Portrait

Viele Menschen lassen sich nicht gerne fotografieren, weil sie sagen, dass sie nicht fotogen sind. Oder weil sie sich gerade nicht hübsch finden. Wie auch immer – aber was ist schon schön, was ist schon fotogen? Ich behaupte von mir selbst fotogen zu sein. Das klingt im ersten Augenblick ziemlich eingebildet, aber: Was heißt “Ich bin fotogen?” – heißt das ich stelle mich hin und sage: “Hey – ich sehe am geilsten aus und ihr seid alle Gurken?” – Ne, Fotogenität bedeutet für mich, dass unter vielen geschossenen Bildern einige Bilder dabei sind, die ich wirklich schön finde und bei denen ich denke: “Ich würde mich damit wohlfühlen, dass auch andere diese Bilder von mir sehen.” – Vielleicht ist man einfach zu subjektiv, zu streng mit sich selbst, wenn man jedes Bild von sich so schlecht bewertet. Wenn eine uralte supersüße Schrulliomi dir ins Objektiv lacht, wer leugnet dann ihre Fotogenität, wenn das Gesamtbild einfach so schön ist?

Fühl dich wohl.

Wer sich gut fühlt, der ist fotogen. Das klingt wie ein schlechter – zu allgemein gefasster Tipp. So wie: “Wie kann man erfolgreich werden? – Sei du selbst und mach, was du liebst!” – Nichts konkretes, kein Leitfaden, aber es stimmt im Endeffekt. Wer sich gut fühlt, kann selbstbewusst in die Kamera lachen. Es ist egal wie hübsch du bist – wenn du wie ein aufgescheuchtes Reh in die Kamera schaust, sieht man dir deine Unsicherheit an und das macht dich steif. Damit dies nicht so wishywashy stehen bleibt, dachte ich mir, dass ich mal aufzähle, was ich im Laufe der Zeit für Tipps bekommen habe und inwiefern sie mir geholfen haben.

Allgemein

  • Mache Unsinn. Grimassen, Rumhampeln – klar, kein Profimodel tut das, aber es geht nicht ums Professionelle, sondern darum, dass du von dir zufriedenstellende Fotos bekommst. Und wenn ein bisschen Unsinn dir und dem Fotografen hilft lockerer zu werden. Do it!
  • Die ersten paar Fotos werden bei mir immer blöd. Egal, ob mich jemand Fremdes fotografiert oder ob es eine Person ist, die mich schon zigmal fotografiert hat. Wie beim Bowling – da muss ich auch erst mal warm werden vor dem ersten Strike (Das ist eine Analogie – ich hab noch nie einen Strike geschafft…). Also erst gar nicht nach den ersten paar Ergebnissen fragen – weil die verunsichern nur.
  • Such dir jemanden, der Anweisungen geben kann. Das gibt dir Sicherheit. Nichts ist schlimmer, als jemand, der nur “mach mal irgendwas” sagt und dir keine Hilfestellung gibt. Was sieht gut aus, was nicht?
  • Kommunikation – Setz dich vorher mal mit der Person zusammen, die dich fotografieren soll. Ein bisschen Quatschen lockert die Stimmung.
  • Kommunikation – Fotografiert die Person gerade nur dein Gesicht oder Ganzkörper? Worauf muss man sich konzentrieren?
  • Zieh dir nur deine Lieblingsklamotten an oder zumindest solche, in denen du dich richtig gut fühlst.
  • Durch Ausprobieren kommen coole Ergebnisse, aber (!) lass dich zu nichts zwingen – vor allem nicht, wenn dir die Sinnhaftigkeit dahinter nicht ersichtlich ist. Mir wurde mal ein Baseballschläger in die Hand gedrückt – Beschissene, sinnlose Idee, die zu nichts führt und die ich selbst total affig fand – die Bilder sind alle scheiße geworden.

IMGL9913

Fotos von digital-passion mit Summer Lee.

Freies Schreiben

Letztens wollte ich mich hinsetzen und frei schreiben. Eine Kurzgeschichte, etwas fiktives… etwas, um die Bilder, die ich mit Mimi gemacht habe zu ergänzen bzw. zu unterstreichen. Festgestellt habe ich dann Folgendes: Kann ich nicht. Ich kann schreiben – kein Zweifel, sonst würde hier kein Text stehen. Nur kann ich nicht ohne konkreten Bezug schreiben. Fiktiv. Fantasievoll – in vielen langen Sätzen beschreiben, wie die Teetasse den Raum mit einem weihnachtlichen Zimtduft erfüllt. Ist nicht so wirklich meine Stärke. Ellenlange Texte schreiben – nur mit einem Anlass, der sich ergibt. Einer Meinung, die sich bildet, aber nicht einfach so – irgendwie – irgendwas in der dritten Form. Kann ich nicht. Geschichtenschreiberin kann ich also nicht werden. Will ich eigentlich auch gar nicht. Vielleicht liegt’s an der mangelhaften Fantasie, der Nähe zur Realität. Vielleicht auch daran, dass sich – wenn ich etwas schreiben will – ein Hund in meinem Kopf im Kreis dreht und seinen eigenen Schwanz jagt. So fällt es mir schwer Worte zu Bildern zu finden – so schreibe ich oft Texte vor und schmücke diese dann bin Bildern aus. Manche Fotos sind nicht extra für manche Texte gemacht worden. Manche Texte sind nicht für manche Fotos geschrieben wollen. Wäre aber schön, wenn es so wäre.

Das ist etwas, was ich ab und zu ganz gerne einbringen würde. Weg von der ganzen Realität, weg vom platten “Was hab ich so die letzte Woche getrieben und worüber habe ich mich geärgert?”. Ich schreibe das, was mir in den Sinn kommt, aber manchmal würde ich gerne einfach irgendwas schreiben, was gar nicht stimmt. Irgendwas fiktives – was nicht wahr ist, was ich nicht erlebt habe, mir aber so vorstelle. Bloggen zwischen frei erfundenen Geschichten und Dingen, die tatsächlich vorkamen. Vielleicht ist das dann ein kleines Ratespiel – kann ja auch Spaß machen. Vielleicht kommen mir dadurch Ideen. Vielleicht können die einfließenden Worte dann die Bilder beeinflussen. Vielleicht versuche ich es einfach mal und sehe, was dann passiert._MG_1719
Ihr seht Mimi auf den Bildern.

Traumtagebuch #02 – Vergangenheit und Gegenwart

Im Grunde genommen träume ich eigentlich sehr oft das Gleiche. Zumindest vom Prinzip her. Es vermischt sich sehr oft die Vergangenheit mit der Gegenwart. Letztens noch habe ich geträumt wieder in der Schule zu sitzen. Das wurde wahrscheinlich dadurch ausgelöst, dass ich momentan einen Kurs habe, in dem die mündliche Beteiligung zur Prüfungsleistung gehört. Heute – in der Nacht zum 16.10.2014 – da waren wir am Badesee. Die Sommer meiner Schulzeit – wirklich wunderschöne Sommermonate – habe ich am Badesee verbracht. Als Schüler ist der Sommer ja gleich nochmal länger, als für den Durchschnittsarbeiter, der unter der Woche nicht stundenlang am Wasser liegen kann.

Ich war mit meinen jetzigen Freunden am Badesee – da trafen plötzlich meine alten Freunde auch dort ein und setzten sich zu uns. Obgleich ich keinen Kontakt mehr zu den meisten habe, fühlte ich mich in der Verantwortung darüber, dass sich meine Vergangenheit gut mit meiner Gegenwart versteht. Wie ein aufgescheuchtes Entlein, dass seine Kinder zusammentreiben will habe ich versucht beides zu  vereinbaren. Beiden Seiten Honig ums Maul zu schmieren. Würden sich meine damaligen Freunde wohl mit meinen jetzigen verstehen, wenn ich sie zusammen in einen Raum sperren würde? Ich hoffe nicht – schließlich gibt es einen Grund, warum ich mit gewissen Leuten nichts mehr zu tun habe bzw. kein Bock mehr auf deren Drama habe. Wir haben uns gar nichts mehr zu sagen. Herzlichen Dank für die Bilder & den Schal an Summer.
_MG_1916 _MG_1919 _MG_1924 _MG_1925 _MG_1922 _MG_1913

Übertreib’s mal nicht

Uni hat angefangen. Zeit ist knapp – die Wochenenden vergehen im Flug. Ich habe zum Glück nur alle zwei Wochen Uni – dann aber Dienstag, Freitag und Samstag. Insgesamt rd. 16 Stunden Vorlesung, die zusätzlich zur regulären Arbeitszeit dazukommen. In den Wochen habe ich keine Lust mit anderen Leuten was zu machen, weil ich abends in mein Bett falle und nichts mehr machen will. Die Wochen, in denen ich keine Uni habe, neige ich aber dazu im Voraus schon viel zu voll zu packen. So wie das Wochenende um den 3.-5. Oktober. Einfach mal alles zugesagt, ohne darüber nachgedacht zu haben, ob es zeitlich überhaupt hinhaut! Aber ich muss ja auch das letzte Wochenende nachholen! Man sagt ja, dass ein Mensch nur eine bestimmte Anzahl an Freundschaften haben kann. Mehr geht überhaupt nicht, weil die Zeit, die man zur Verfügung hat kaum ausreicht um diese Beziehungen zu pflegen und aufrecht zu erhalten. So kontaktfreudig man auch ist – mehr als eine handvoll Freunde kann man gar nicht haben, weil’s alles eben nicht unter einen Hut passt. Vorletztes Wochenende hab ich einfach wieder übertrieben – zum Glück war der Freitag ein Feiertag – den konnte ich nutzen, um für die Uni Dinge zu erledigen. Samstag sind 2 Stunden Fotosession mit Summer eingeplant, dann Schrankaufbau bei einem Kumpel und abends der Fotografenstammtisch. Sonntag geht’s nach Aschaffenburg für ein Testshooting mit Jonathan Meschke um 12:00 und dann ist da noch Moni‘s Babyparty um 14:00 und Ju‘s Geburtstag um 18:00. Ohne darüber nachzudenken, habe ich alles zugesagt und schwanke jetzt zwischen “Scheiße – krieg ich das hin” und “Da mag ich aber gar nix von absagen!”. Und zwischendrin muss ja auch noch zu Hause gekuschelt werden. Aber ich freue mich – ich habe gesagt ich will Erleben. So viel wie es geht. Ich komme voran. Das ist gut so – denn nächstes Wochenende ist wieder Uni angesagt.