Charosé – Fotografie und Coaching aus Frankfurt am Main

Er war immer da – der Gedanke etwas zu erschaffen. Immer im Hinterkopf – ich mein – deswegen blogge ich – um mein eigenes Ding zu haben – um etwas zu erschaffen. Seit Mitte 2014 arbeiten Summer und ich an einem Portfolio und ich an meinen Fähigkeiten hinter der Kamera. Ich habe unheimlich viele Leute kennengelernt und viele Eindrücke gesammelt. Von Dingen erfahren, die ich will und von Dingen, die ich nicht will. Von Dingen, die ich kann und denen, die ich (noch) nicht kann. Davon dass andere auch nur mit Wasser kochen und jeder ein bisschen Magie betreiben kann, wenn er sich richtig reinhängt. Wir sammeln stetig Ideen – ein paar konnten wir schon umsetzen – ich lerne täglich dazu. Das, was ich vor einem halben Jahr gut fand, habe ich wieder aus meinen Lieblingen rausgeschmissen. Persönlich habe ich auch einige Erfahrungen sammeln können – wie gehe ich mit Menschen um, die es nicht gewohnt sind vor einer Kamera zu stehen? Wie kann ich vermitteln, was ich will. Konkrete Anweisungen geben, ohne jemandem zu nahe zu treten oder ihn zu beleidigen. Das sind alles Dinge, bei denen ich schon viel lernen konnte, aber es noch vieles weiteres zu entdecken gibt. Aber war soweit – ich bin soweit – den nächsten Schritt zu gehen und deswegen zeige ich euch heute ein paar Bilder – ein paar Bilder, die fortan den Start für neue Aufgabe bieten. Ab sofort findet ihr sämtliche Fotografien auf Charosé – Fotografie und Coaching aus Frankfurt am Main.

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Das Day Zero Projekt – Abrechnung nach 2 Jahren

Ich hab’s doch irgendwie mit To-Do Listen, wenn man sich die Blogposts der letzten Zeit anschaut… Aber nunja – ich bin vor 2,5 Jahren auf das Day Zero Project gestoßen und dachte mir: Hey, wieso nicht? 101 Dinge in 1001 Tagen. Heute ist mir – einen Monat zu spät – aufgefallen, dass die Zeit ja schon längst vorbei ist!? Irgendwie gruselig, wenn man dann darüber resumiert, was man sich vor 2,5 Jahren vorgenommen und und wie es denn jetzt so ist.

Start: 23. Juni. 2012 | Ende: 21.März 2015

Geschafft

1. Lege bis zum Ende des Projekts Geld für die Zukunft beiseite –  2. PC „aufräumen“ und alte Dateien aussortieren –  3. Mein NanuNana Sparschwein vollstopfen –  4. Einen Terminkalender zulegen (3/3) –  5. Mit Schatz in den Urlaub fahren (2/2) –  6. Mit Freunden verreisen (2/2) – Vietnam & München –  7. Mit Familie verreisen –  8. Starte mit einem Kuss in das neue Jahr (3/3) – 12. Ein Foto-Projekt starten „What white people like“ (0/150): Doof –  13. Neues Design –  14. Eatmorebacon konzipieren und starten –  15. Videos drehen –  19. Videos drehen und schneiden –  20. Zu Miss Sporty: Ausgefallen –  21. Neue Blogger kennenlernen –  22. Meinen Studienplatz bekommen –  25. Feier deinen Geburtstag (2/2) –  26. Lade zum Grillen ein –  27. Lade zum Kochen ein –  28. Lade zu einem DVD-Abend ein –  29. Plane einen sommerlichen Cocktailabend –  30. Jeden zweiten Tag 2 Liter Wasser trinken (500/500) –  33. Haare lang wachsen lassen (Schulterblätter bedecken) –  36. Einen Adventskalender basteln und verschenken (1/1) –  37. Alle Harry Potter Bände erneut lesen (7/7) – 42. 1x im Monat rundum aufräumen (33/33) –  43. Neue Bettwäsche zulegen –  44. Ausziehen –  45. Parkett –  46. Tapete abreißen –  47. Tapete kaufen –  48. Farbe kaufen –  49. Neu tapezieren –  50. Streichen –  51. Hübschen Schrank finden –  52. Schminktisch finden –  53. Kleiderstange –  54. Hübschen Sessel finden –  55. Fotowand / Weltkarte –  56. Schrank & Bücherregale –  57. Couch –  58. Sessel –  59. Dekoration –  60. Neues Bett –  61. Kleiderschrank –  63. Deko –  64. Kommoden –  65. Schreibtisch –  66. Kommoden –  67. Schuhschrank –  68. Waschmaschine –  69. Trockner –  70. Abzugshaube –  71. Ofen –  72. Mikrowellenofen –  73. Reiskocher –  74. Kühlschrank –  75. Herd –  76. Spüle –  77. Komplette Schrankgarnitur –  78. Esstisch –  79. Stühle –  82. 20 neue Rezepte ausprobieren (20/20) –  84. Macarons backen –  85. Für die Familie ein Frühstück machen – 86. Einen Veggy + Vegan Tag pro Monat (33/33) –  87. Foodblog umsetzen –  88. Kochvideos –  90. Neues Objektiv –  91. Kamera –  92. Grafik Tablett –  93. Fernseher –  94. Stativ –  95. Fotoleinwände –  96. Vietnam –  98. Barcelona –  99. Any other Country/City (Frankreich) –  101. Köln

Nicht Geschafft

Klingt wie eine Ausrede: Ich hatte irgendwie kein Bock auf Teufel komm raus diese Blogbezogenen Dinge zu verfolgen und wollte einfach ganz entspannt machen, wie ich lustig bin. Im Endeffekt hat sich auch gezeigt, dass sich meiner Meinung nach die Qualität von meinem Blog erhöht hat: 9. 3000 Leser via Facebook (984/3000) –  10. 500 Leser via Bloglovin‘ (219/500) –  11. Monatlich diese Liste aktualisieren (27/33) –  16. Wieder bei Gastposts posten (3/10) –  17. Wieder bei Lookbook posten (11/33) –  18. Monatliche Erhebung Mediadaten (18/33)

Das mit dem Master dauerte dann doch länger als bis März, aber was solls :] Eine neue Sprache lernen? Ohje – was war ich da ambitioniert!:  23. Den Master abschließen –  24. Eine neue Sprache lernen

Ja, die Sache mit dem Sport. Wir können uns nicht riechen – ich hab mich mehr schlecht als Rechts ins Fitnessstudio geschleppt, zwischendrin mal Yoga probiert und bin dann auf den Hometrainer umgestiegen. Zwischendrin auch mal Joggen gegangen. Zum Betriebssport hab ich es dann irgendwann auch nicht mehr geschafft, weil sich die Termine mit meinen Vorlesungen überschnitten haben:   31. 1x in der Woche 30 Min. Sport (130/143) –  32. 1x in der Woche Gymnastiktraining (55/143)

Ohje – das habe ich wirklich sehr stark vernachlässigt und immer noch nicht die Dinge, die ich schon längst machen wollte umgesetzt – das bedauer ich am Meisten :(:  34. Ins Phantasialand fahren –  35. Von jedem Urlaub ein Fotoalbum basteln oder ein Fotobuch erstellen (1/3) –  38. 10 Verschiedene DIY’s ausprobieren und darüber berichten – 1 (1/10) –  39. Tarotshooting –  40. Einwegkameras –  41. Unterwassershooting

Das sind Dinger, die ich mittlerweile auch gar nicht mehr will: Schlafzimmer:  62. Teppich – Küche:  80. Kitchen Aid

Ich frage mich wieso ich backen als Ziel hatte? Macht mir nicht mal Spaß 😀 – Ein Picknick möchte ich diesen Sommer noch nachholen:  81. Kreative Cupcakes backen und in die Firma mitbringen (1/10) –  83. Picknicken

Materiell gesehen wollte ich einen Ringblitz. Aber den will ich mittlerweile gar nicht mehr. Mag künstliches Licht eh nicht so:  89. Ringblitz

Reisen: oh ja – die stehen noch aus, die stehen noch aus:  97. China –  100. London

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Ich kann keinen Stillstand

Meine Freundin sagt, dass sie gelesen hat, dass man sich auch mal bewusst langweilen soll. Wir haben verlernt uns zu langweilen – wir sind ständig unter Strom. Wir haben Angst Dinge zu verpassen und halten keinen Stillstand aus. Ich halte Stillstand nicht aus. Wenn ich eine Woche Urlaub habe, dann baller ich mir jeden Tag mit Programm voll. Nach einem Tag Nichts-Tun werde ich wahnsinnig. Wir sind ständig unter Strom. Literally. Mit dem Blick auf’s Smartphone – die neusten Reisebilder deiner Ex-Kommilitonen. Dein Kumpel ist gerade in Singapur, deine Freundin in Peking, während die Blogger der Nation zum Coachella pilgern oder in Paris abchillen. Und schon bist du Mitte 20 und hast immer noch keinen Auslandsaufenthalt hinter dir, während deine Jugendfreundin ihre mehrjährige Weltreise plant und deine anderen Kommilitonen so langsam alle ihre neuen Jobs antreten. Ich mag es bequem, aber ich mag es nicht bequem. Ich habe Angst mit 40 aufzuwachen und zu bereuen. Bereuen, nicht alles das gemacht zu haben, was ich wollte. Weil das Leben dazwischen kam, weil Klausurphase war, weil weil weil… Alles Ausreden! Ich kann keinen Stillstand – weil ich keinen Stillstand brauche und auch gar nicht will. Aber das Bett ist so gemütlich – nur noch 5 Minuten. Nur ganz selten, nur ganz kurz. Stillstand in der Sonne – mit einem Glas Wein. Ich renne vor der Zeit weg – in der Hoffnung nicht eingeholt zu werden. Jeden Tag meine Geschichte schreiben – bloß nichts vergeuden. Kein Stillstand – auch wenn ich im Kreis laufe und von Vorne anfangen muss. Aktiv sein – das beste Gefühl.

Fotos: Alexander Möhle
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Fotografen kennenlernen: 6 Kleinigkeiten, die ich gelernt habe

Ich bin ein Autodidakt, der nicht nach Lehrbuch geht – mehr intuitiv – mit dem Auge für Kitschiges. Es gibt Leute, die sich darüber aufregen, wenn man vom Lehrbuch abweicht und meinen ganz alleine den Anspruch auf Richtigkeit zu haben. Ältere, eingefahrene Menschen, die dich dafür rügen „keine Ahnung“ zu haben. Aber mein Gott – so ist das Leben. Am Ende zählen die Ergebnisse, sie müssen dir selbst gefallen. Wenn das Publikum deine Bilder auch gut findet, dann kannst du dich darüber freuen. Wenn nicht, dann kannst du fragen und Erkenntnisse gewinnen und dazulernen. Ich dachte mir, dass ich mal ein paar Punkte aufschreibe, die ich mir durch trial and error angeeignet habe.

  1. Alle normalen Menschen so: Ohhhhh knalle Sonnenschein – toll – es ist endlich schönes Wetter. Fotografen so: Igitt, Igitt – harter Schlagschatten. Wo bleibt die nächste Wolke?
  2. Die Menschen wollen plötzlich was von dir.
  3. Photoshop? Photoshop! Die einen wollen, dass das Bild schon so gut wie möglich ist, damit man nichts mehr machen muss. Die anderen lieben es sich auszutoben. Ich gehöre eher zur zweiten Sorte und ihr?
  4. Blitzen oder nicht Blitzen? Die einen setzen auf viel Technik und coole Lichtkompositionen, die anderen wollen nur mit natürlichem Licht fotografieren. Ich persönlich bin nicht so der Blitzer – was ist mit euch?
  5. Zuverlässigkeit ist kein Allgemeingut: Es gibt leider mehr Menschen, die unzuverlässig und unverschämt sind. Mehr als man glaubt. Wer meint mit reiner Menschenliebe voranzukommen fehlt. Selbst im eigenen Bekanntenkreis kann es zu Ärger kommen, wenn man sich vorher nicht absichert. Damit meine ich: Ich hasse es wie die Pest, wenn man meine Zeit verschwendet. Damit meine ich vor allem Wartezeiten. Unpünktlichkeit und Lügen. Ich habe mal eine halbe Stunde im Kalten gestanden – erst nachdem die Person 20 Minuten zu spät war, hat sie sich  gemeldet, dass es noch dauern wird. Weiterhin wurde mir mal aus „Krankheit“ abgesagt und die Person hat sich 5 Minuten später im Fitnessstudio getaggt. Vor allem aber ist es ätzend, wenn jemand nicht organisiert ist. Dich anschreibt, weil sie was will und dann erwartet, dass du die ganze Arbeit machst, weil sie absolut keine Ahnung hat, was sie will [Location, Kleidungsstil, Zeitpunkt, Konzept]. Diese Punkte sind aber gut – sie lassen dich besser wählen und man kann ordentlich aussieben.
  6. Es gibt Menschen, die nicht damit klarkommen, wenn du ihnen höflich (!) absagst: Lieber nicht zu Herzen nehmen. Mit solchen Menschen will man auch gar nicht zusammenarbeiten – auch wenn einem die Bilder gefallen!

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Mehrwert – Wenigwert

In einem älteren Post bin ich auf das Thema der Reziprozität eingegangen. Heute wollte ich das um das schöne Wörtchen „Mehrwert“ ergänzen. Vor einiger Zeit ist jemand an mich herangetreten und gefragt, ob ich Fotos für ihren Blog mache. Ich fotografiere nur, wenn ich einen Mehrwert daraus ziehe. Mehr dazu später.

  • Sie wollte, dass ich für sie 1-2x pro Woche „professionelle“ [/Zitat] Outfitfotos schieße. #kostenfrei
  • Sie dachte sich, dass ich an ihr üben könne.
  • Sie wollte mich mit ihrem Blogportal beeindrucken. Aus dem ist Sie mittlerweile ausgetreten.
  • Sie sagt, sie findet meine Bilder toll, aber bevor sie was von mir wollte, hab ich noch nie einen Mucks von ihr zu meinen Bildern gehört.

zu 1: Was sind Outfitfotos? Ganzkörperaufnahmen, in denen die Kleidung relativ einfach zu erkennen ist und ein paar Nahaufnahmen der Details. Outfitfotos haben für mich absolut und überhaupt keinen Mehrwert. Ich fahre also irgendwohin, um etwas zu machen, was mir gar nichts bringt und das 2x die Woche, macht also mehrere Stunden vergeudeter Lebenszeit. Da das für mich mehr Aufwand, als Nutzen (=Freude) bedeutet, muss das Gleichgewicht in Form einer Vergütung wieder hergestellt werden. Nun meine Frage: Wie kann man sich von Fremden „professionelle“ Bilder wünschen und im gleichen Zug dann sagen, dass einem das im Grunde genommen keinen Cent wert ist? Da stellt sich mir die Frage: Hab ich denn nichts besseres zu tun neben meinem Job, meinem Studium und meiner Selbstständigkeit, als 2x die Woche für Fremde, Fotos zu schießen für die weder eine konzipierte Idee vorliegt, noch ein finanzieller oder künstlerischer Mehrwert für mich entsteht und oder mir nicht einmal Spaß macht? Die Tatsache gefragt zu werden erfreut mich, aber wie kann man denn so kackendreist in der ersten E-Mail denn schon erwarten, dass jemand für nichts (!) 2x die Woche wie ein Idiot antanzt?

Zu 2: Das ist meiner Meinung nach eine ziemlich freche Einstellung. Wenn jemand etwas von mir will, dann soll er es nicht hinter so einer Ausrede verstecken und so tun, als würde es mir zu Gute kommen, obwohl er eigentlich nur eine Gefälligkeit einfordert. Mir ist es lieber, wenn jemand mich ehrlich um einen Gefallen bittet, als wenn jemand dann anfängt die (Pseudo-)Vorteile aufzuzählen, die ich haben würde, wenn ich denn zusagen würde. Ist wie diese zahlreichen Bloganfragen á la „Ey, wir haben hier einen coolen Text, veröffentliche den doch – ist sicher toll für deine Leser, weil der Content so interessant ist“.

Zu 3: Ich halte nichts davon, wenn man versucht mich zu beeindrucken, indem man einen  Ballon mit heißer Luft befüllt. Wer mir imponieren will, der kann das über Engagement tun, nicht über inhaltsloses Gerede. Es hat sich ja herausgestellt, dass Sie trotz Lobhudelei ggü. diesem Blogportal nun selbst ausgetreten ist. Dann kann es doch gar nicht so großartig gewesen sein, oder?

Zu 4: Sie behauptet sie würde meine Bilder so toll finden – wie kommt das dann, dass ich vorher noch nie etwas von ihr gehört habe? Ich für meinen Teil lade regelmäßig Fotos hoch und registriere jedes Like, jeden Kommentar und Namen. Ich habe bis dato null Reaktion auf meine Fotos seitens besagter Person verzeichnet. Erst als sie etwas von mir wollte, hat sie sich gemeldet. Da kommt man sich dann doch leicht verarscht vor?

Wer Lust auf freie Projekte mit mir hat, über den freue ich mich. Überzeuge mich mit coolen Ideen und Engagement. Mit selbst Gebasteltem, mit Zeichnungen, mit Inhalt. Stelle dich und die Idee deines Bildes vor, was du verwirklichen willst. So sieht man wenigstens, dass du dir Gedanken gemacht hast und dein Gegenüber wertschätzt und nicht einfach nur einen Idioten suchst, der dir für lau ein paar Bilder liefert. Auf „Ey – lass doch mal Bilder machen, aber ich hab gar kein Bock mir selber Gedanken zu machen – mach du mal“ hat ja wohl niemand Lust. Ich will Mehrwert. Engagement ist Mehrwert.

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