Die Sonne ist die Universalarznei aus der Himmelsapotheke

„Die Sonne ist die Universalarznei aus der Himmelsapotheke.” – August von Kotzebue

Was für ein schönes Zitat – und es ist doch so wahr. Denn man fühlt sich doch deutlich besser, wenn die Sonne scheint, oder? Man geht nicht mit gesenktem Blick und Kopf durch die Straßen, man kommt morgens schneller aus den Federn raus und vor allem muss man nicht die Hälfte seines Kleiderschrankes tragen, um sich halbwegs warm zu fühlen. Man schüttelt die Winterdepression ab und erfreut sich daran viel draußen zu sein und alle Aktivitäten, die im Winter nicht möglich waren, nachzuholen. Ich persönlich bin dem Winter diesen April entflohen, weil ich mir dachte, dass es ja wohl nicht sein kann, dass es im April IMMER noch schneit?! Nagut – eigentlich war das dann eher Zufall – mein Gedanke war eher, dass ich auch dem ekligen Heuschnupfenwetter entfliehen will. Also habe ich meine sieben Sachen gepackt und bin ab in den Süden geflogen. Mit dabei der ständige Gedanke, dass ich mich unbedingt sonnen und bräunen will – gleichzeitig aber auch die Angst einen furchtbaren Sonnenbrand zu bekommen, weil die Sonne in Vietnam unglaublich aggressiv sein kann.

Nichtsdestotrotz ist Projekt “Braun werden” bei mir absolut in die Hose gegangen – einerseits weil ich sowieso SEHR viel Zeit brauche, um ein wenig Farbe zu bekommen und wir diese Zeit einfach nicht hatten. Andererseits waren wir sehr viel drinnen unterwegs – meist im Reisebus/Zug/Flugzeug oder in Geschäften und Sehenswürdigkeiten oder in Gebieten, die eher bewölkt als sonnig waren! Außerdem habe ich die grandiose Fehleinschätzung erbracht, dass ich unbedingt Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 benutzen müsse. Ich kann quasi 50x soviel Zeit in der Sonne verbringen, ohne einen Sonnenbrand zu kriegen, wie es meine Haut normalerweise aushalten würde.

Eines Besseres belehrt und wartend auf den Sommer in Deutschland habe ich mich jetzt also für einen niedrigeren LSF 30 entschieden, als ich mir ein Produkt bei MUTISUN ausgesucht habe – natürlich gibt es niedrigere LSF, aber ich bin ein Sonnenbrand-Angsthase :). Ich bin zwar nicht empfindlich und habe bisher selten Sonnenbrand gehabt (k.A. , ob das durch Vorsorge oder Veranlagung kommt) – trotzdem gehöre ich immer noch zu den “Hellhäutigeren” und da ich keine Lust auf eine rote Rübe habe, creme ich mich ganz brav mit Sonnencreme ein. Ich denke, dass ich mich von Zeit zu Zeit einfach “runterarbeiten” werde – wenn ich merke, dass LSF 30 immer noch zuviel ist, dann gehe ich halt noch eine Stufe runter.
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Um jetzt also auf die MUTISUN Sonnencreme zurück zu kommen – ich erfreue mich ja der Tatsache, dass ich einen Garten und Balkon zur Verfügung habe – was gleichzeitig bedeutet: Wenn ich frei habe und die Sonne scheint [Kommt jetzt öfter mal vor, seitdem ich Teilzeit arbeite], dann liege ich den ganzen Tag auf dem Balkon mit meinen Unisachen und genieße die Sonnenstrahlen. Ganz am Anfang creme ich mich noch gar nicht ein – doch wenn mein Körper nach etwa 20 Minuten durch die Sonne schon komplett aufgewärmt wird, dann ist es an der Zeit den Sonnenschutz aufzutragen. Für mich ein simpler Grund: Wenn mir superwarm ist und die Creme dann ein wenig kühlt, dann ist das ein tolles Gefühl! Bei MUTISUN könnt ihr eure individuelle Sonnenpflege / Sonnentyp-Analyse durchlaufen, um die persönlichen Bedürfnisse eurer Haut abzudecken und passenden UV-Schutz, Hautpflege und Verträglichkeit zu gewährleisten.
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MutiPro

  • Die Sonnencreme ist sehr schnell eingezogen und bildet daher keine eklige, klebrige Subtanz, wenn man von der Hitze schwitzt. Das ist besonders für den Auftrag im Gesicht angenehm.
  • Die Pumpflasche ist klasse, denn das gibt keine Sauerei, wenn man die Creme verwendet. Bei den drei Tagen Sonne im Jahr in Deutschland ist es besonders wichtig, dass man die Creme ordentlich verstauen kann, ohne, dass sie vertrocknet. Da man allein durch die Verpackung die Flasche nicht einfach offen stehen lassen kann, ist dies automatisch gewährleistet. Es kann höchstens sein, dass beim Eingang des Pumpverschlusses die Creme antrocknet. Daher: Immer schön saubermachen!

MutiContra

  • Ich mag Pflegeprodukte, die gut riechen. MUTISUN ist eher geruchsneutral bzw. hat nur einen ganz faden Geruch – das mag einerseits ein Pro-Punkt sein, weil keine sinnloses Parfüms, die die Haut austrocknen in dem Produkt drin sind – aber ich persönlich mag es lieber, wenn eine Creme auch nach Creme riecht.
  • Preistechnisch liegt MUTISUN deutlich über den Drogeriesonnencremes, die man sich mal schnell holt. Einerseits durch individuell erstellbare Cremes und andererseits durch die Qualität des Produktes begründet – sehe ich den Preis mit ambivalenten Gefühlen. Für den Schutz der Haut sollte kein Preis zu hoch sein.

Fazit: Mir gefällt es sehr gut, dass man kein Ekelgefühl nach dem Auftrag verspürt, weil die Creme zu dick ist. Stattdessen zieht sie angenehm und schnell ein. Den (Nicht-)Geruch kann ich wegstecken, weil – so wichtig ist das auch wieder nicht. Jeder muss im Endeffekt aber selbst wissen, wieviel ihm sein Schutz wert ist.
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Übrigens war das links beim Standardoutfit für Vietnam. Ein Tubetop, damit die Schultern frei sind und braun werden können – Träger wurden dann immer weggesteckt und ganz, ganz kurze Shorts, damit die Beinchen auch braun werden.

Dieses Produkt wurde mir von MUTISUN zur Verfügung gestellt.

Kleid mit Blumendruck & Overknees

Letztens habe ich schon ein paar Bilder gepostet, die Apfel von mir gemacht hatte. Heute habe ich ein anderes Outfit parat. Undzwar trage ich ein ASOS-Kleid mit Blumenprint / Blumendruck, dass ich geschenkt bekommen habe. Im Endeffekt finde ich, dass man dazu nicht viel kombinieren sollte, weil das Muster schon sehr unruhig ist. Aber dann dachte ich mir – ach scheiß drauf, ich hab schon lange meine Overknees + Wedges nicht mehr getragen – let’s try them on! Auch auf die Gefahr in bitchy auszusehen (Ist mir übrigens passiert, als ich die mal anhatte, hat irgendein Weib mir das hinterhergerufen – as if it was her business) – who cares. Die Schuhe (von Bullboxer) habe ich mir mal mit einem Gutschein gekauft, den ich durch irgendeine Aktion gewonnen hatte. Übrigens sind die Bilder bei mir im Wohnzimmer entstanden, if anyone is interested. Ich wollte schon länger mal eine kleine Roumtour machen, aber ich bin bisher einfach noch nicht dazu gekommen, alles mal so blitzblank ordentlich aufzuräumen :D.
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[Travel] Vietnam – Da Nang

Nachdem wir zu einer unchristlichen Zeit (3am) aufgestanden sind, um von Saigon nach Da Nang zu fliegen, konnte man sich erstmal des vietnamesischen Chaos bewusst werden. Denn während die internationalen Flüge samt Check-In und Sicherheitskontolle super organisiert waren, sah man das ECHTE Chaos bei den Inlandsflügen. Bspw. Wurde unser Gepäck nach ewigem Hin-und Her des panischen Flughafenmitarbeiters zwar eingecheckt, jedoch nur um auf dem Laufband gegen die Banden zu knallen und dann vom Band zu fallen, sich aufzubauschen und für einen riesen Stau zu sorgen. Nagut, dafür kostet ein Inlandsflug auch nur an die 20€. Danach kommt natürlich die Sicherheitskontrolle, bei der zwar nur drei Kontrollen existent waren, aber neun Schlangen davor standen – darunter Mönche, Bauern bis hin zu den modernsten Businessladies oder irgendwelchen Hipstern. Kontrast und Vielfalt sind gegeben – jedoch wird eine Gemeinsamkeit geteilt: Vietnamesen können sich nicht gescheit anstellen.

Sehenswürdigkeiten

Linh-Ung Bai But Pagode: Direkt nach dem Ankommen waren wir kurz frühstücken, um Energie zu tanken und sind danach in einen Reisebus gestiegen, um zur o.g. Pagode auf der Son Tra Halbinsel zu fahren und dort einer 67m hohen Buddhastatue einen Besuch abzustatten. Faszinierend hierbei ist der Andrang von Nicht-Touristen, die moderner nicht sein könnten mit ihren Smartphones und Highheels. Wie die Menschen dann ihre Handys wegstecken und die Schuhe ausziehen und ohne zu zögern auf die Knie gehen, um zu beten – ein Kontrast der berührender nicht sein kann. Ich selbst fühle mich bei diesem Anblick komisch – bin ich doch überhaupt nicht gläubig erzogen worden.
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2013danang03Hoa Hai Village – Steinmetz: Supercool zum Durchschlendern. Überall stehen riesengroße Skulpturen von Fischen, Löwen, Drachen. Buddha, Ông Dia oder diverse Möbelstücke aus Stein. Im Hinterhof wird an weiteren Kunststücken gearbeitet und drinnen werden kleinere Versionen oder Schmuck verkauft. Wer sich für ein Kunstwerk entscheidet, kann es sich auch nach Hause schicken lassen. Allerdings dürfte das das Budget der meisten sprengen, denn ein kleiner Armreif kostet schon an die 30€, wieviel kostet dann wohl eine Statue? Obwohl, wenn jemand den Platz für so ein Teil hat, wird er sich wahrscheinlich keine großen Gedanken um den Preis machen, oder?
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Five Marble Mountains: Dann haben wir noch einen der fünf Marble Mountains bestiegen, die in Da Nang sind. Ein Berg steht dafür jeweils für ein Element, wobei ich leider nicht weiß auf welchem wir genau waren (Fünf Elemente = Feuer, Wasser, Erde, Luft & Metall). Ich kann nur sagen, dass es unglaublich anstrengend geworden ist, weil so langsam die Mittagszeit anstand und es hitzetechnisch immer unerträglicher wurde – zumal wir ja auch Treppen gestiegen sind. Man beachte: Die Treppenstufen sind immer unterschiedlich hoch, breit und tief. Es kann also gut sein, dass der Fuß nicht auf die Stufe passt und man dann quer hochsteigen muss. Eine Treppenstufe war auch mal kniehoch – achso und am Treppengeländer festhalten ist ein Witz – denn wenn riesige Wurzeln den Treppenrand bewuchern, dann kommt man einfach nicht ans Geländer. Wer nicht schwindelfrei ist, hat hier ein wenig zu kämpfen – aber es lohnt sich, denn die Dinge, die man zu sehen bekommt: Superpretty & Worth it!

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My Khe Beach: Insgesamt hatte ich im ganzen Urlaub leider nur eine Stunde Strandzeit – und zwar nördlich vom Furama Resort am My Khe Strand. Ich muss unbedingt Strandurlaub nachholen! Die kleinen Nussschalen sind btw Fischerboote und Rettungsboote. Der Sand ist so puderfein und richtig, richtig weich gewesen – Traumhaft!

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Random:

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Oben: Eine Frau, die gerade auf Austern- & Quallenjagd richtig viel Beute gemacht hat, sitzt am Straßenrand, um die Austern aus ihren Schalen zu holen. Frischer geht’s nicht! Ich persönlich habe noch nie Qualle probiert – wie die wohl schmeckt? Und Austern mag ich lieber, wenn sie schon gar sind. Und hier getreu dem Motto: Wenn es jemand anderes essen kann, dann kann es ja nicht von Natur aus eklig sein. Eklig ist nur die eigene Kopfsache.

Unten: Oh – so warmes Wasser – aber ich kann nicht rein, weil alles voller Austernschalen ist :D Also steige ich lieber auf das Fischerboot :D
2013danang10Und das hier ist ja mein Favorit :) Einmal Coffee to go, bitte? Sehr geil – wusstet ihr eigentlich, dass Vietnam nach Brasilien der zweitgrößte Kaffeeproduzent/lieferant der Welt ist? Und seit neustem auch Platz 1 bei der Reisproduktion. Im nächsten Blogpost geht es um the wonderful ancient City Hoi An.

Streifenjacke & Braune Shorts

Ich weiß nicht, ob ihr euch noch daran erinnert: Vor einigen Wochen / Monaten waren Apfel & Thuy zu Besuch und wir hatten ein paar Fotos gemacht, nachdem mich Apfel geschminkt hatte etc. Ich hatte die Bilder noch nicht gepostet, weil das Wasserzeichen auf den Bildern nicht gestimmt – es fehlt ein O – hatte – aber Apfel hat mir neulich das GO gegeben, deswegen dachte ich mir, dass ich einfach SO nochmal auf ihr Instagram verweise – die gute hatte mal einen Blog – den einige unter euch sicherlich kennen, aber nun postet sie nur noch über Instagram ihre gekochten Köstlichkeiten etc. Auf jeden Fall sind ein paar schöne Bilder dabei rausgekommen und ich muss wieder mit Schrecken feststellen, dass man den Farbübergang meiner Haare doch ziemlich deutlich sieht. OMG – ich bin so INSTYLE – meine Haare sind total Ombre. Not – die sind einfach nur irgendwann mal gefärbt worden und sind dann rausgewachsen. Sieht aber, wenn man sich Locken macht sogar ganz cool aus – Achtung ich muss aufpassen, dass ich nicht anfange vor Eigenlob zu stinken ;D Nunja – ich war insgesamt überrascht bzglst. der Bilder – sie sind ziemlich hell, nicht wahr? Wir haben überhaupt nicht extra belichtet – das Tageslicht hat quasi schon gereicht und Apfel meinte, dass sie sogar – beim Bearbeiten – die Helligkeit ein bisschen runterdrehen musste o_o.
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Leider sind die Schuhe nicht mit auf dem Bild, aber ich hatte welche von Bullboxer getragen :D

[Travel] Vietnam – Saigon – Ho Chi Minh City

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Ich hab mir überlegt, dass ich nach meinen Urlauben einfach so etwas wie meinen persönlichen Tourguide schreibe. Das ist einerseits die Möglichkeit für mich meinen Urlaub zu rekapitulieren und andererseits für euch die Möglichkeit vielleicht ein paar Anregungen für euren eigenen Urlaub zu finden. An sich kann ich nicht garantieren, ALLES widerspiegeln zu können, weil ich – wie gesagt – nur mein Urlaubstagebuch/-guide whatever veröffentliche, aber zahlreiche Ergänzungen und andere Reiseblogs findet ihr sicherlich ganz einfach so über’s Internet. Trotzdem freue ich mich natürlich über Fragen oder Wünsche. Meine Reise fing im Süden an – genauer genommen mit der Landung in Saigon. Insgesamt hatte ich 4 Tage in Saigoncity, wobei davon effektiv 1,5 Tage für Powersightseeing genutzt worden sind und der Rest sich aus Entspannung und Shopping zusammengesetzt hatte.

Sightseeing

Insgesamt haben wir uns eher im Zentrum Saigons bewegt. Unser Hotel lag in der Nähe der Hai Bà Trung und Bà Lê Chân Straße. Von dort aus kann man entweder zu Fuß oder via Taxi zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten kommen. Wir waren in einem 2 Sterne Hotel für etwa 10-15€ die Nacht untergebracht. Klimaanlage, sauberes Zimmer & Bad und funktionierendes Wlan. Einziges Manko: Unglaublicher Straßenlärm, da die Fensterseite direkt an der Straße war – wobei man sich an all das Gehupe eigentlich schnell gewöhnt.
saigon002Links: Tan Dinh Kirche – Diese habe ich nicht von innen gesehen, sondern lediglich im Vorbeilaufen fotografiert. Ich fand sie so herrlich pink – omgwhatthehellpinkchurch.
Rechts: Die Oper in Saigon – leider haben wir keine Karten mehr für das anlaufende Stück bekommen (wundert mich) – aber nunja, es hat nicht sein sollen.
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Hierbei handelt es sich um die alte Post. Wer möchte, kann dort seine Postkarten verschicken oder vielleicht auch erstmal welche kaufen. Außerdem kann man sich bei der Post (wenn man den lokalen Telefonshops nicht traut) Prepaidsimkarten kaufen – denn mit einer vietnamesischen Simkarte in Deutschland anzurufen oder zu surfen ist viel billiger, als mit seiner regulären Karte zu telefonieren bzw. zu surfen. Der Preis dürfte jetzt nicht unbedingt das Budget sprengen. Ich habe nur 50.000 (~2€) bezahlt und hatte dieses auch direkt als Guthaben auf der Karte. Wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist, ist das auf jeden Fall zu empfehlen, damit man sich erreichen kann, falls man sich mal verliert.
saigon004Hier stehen wir in einem superschön gepflegtem Garten direkt vor dem Notre Dame in Saigon. Da merkt man doch, dass die Franzosen das Land besetzt haben, oder? ;) Überhaupt sind Blumen und Pflanzenvielfalt in Saigon Innenstadt so florierend wie es in keiner europäischen Stadt ist. Den ganzen Tag ist jemand damit beschäftigt die Pflanzen zu hegen und zu pflegen.
saigon005Hier könnt ihr den Wiedervereinigungspalast sehen – einmal von draußen, einmal ein Konferenzsaal. Wir haben uns dafür entschieden nur den Wiedervereinigungspalast zu besuchen und dafür das Kriegsmuseum bewusst auszulassen. Einerseits, weil die Freundin den Anblick nicht erträgt, andererseits, weil ich den Anblick nur mit meinen Eltern ertragen will. In Vietnam wird heute noch viel Propaganda betrieben, allen voran im Kriegsmuseum, in dem es vor Bildern von Opfern und Familien nur so wimmelt – und selbstverständlich hat das auch seine Berechtigung. Allerdings muss man darauf vorbereitet sein und man sollte nicht erwarten mit rosa Blümchen konfrontiert zu werden. Auch wenn wir uns gegen einen Besuch im Kriegsmuseum entschieden haben, lässt es sich – v.a. beim Besuch des Wiedervereinigungsgebäudes und der Fine Arts Gallery (dazu später mehr) – nicht vermeiden mit Krieg und Propaganda konfrontiert zu werden. Dabei spreche ich einerseits von Militärhubschraubern an den entsprechenden Sehenswürdigkeiten [so wie man es auch in Deutschland kennt], andererseits aber auch vom Verkauf von Soldatenspielzeug oder Propagandaplakaten / Postern bei jedem Straßenhändler um die Ecke oder einem Vergnügungspark für Kinder mit einem Kinderkarussell, dass aus Bomberflugzeugen und Panzern besteht.
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Die nächste “Sehenswürdigkeit” ist eigentlich nicht wirklich eine Sehenswürdigkeit, sondern lediglich das Rathaus in Saigon. Gleichzeitig können Leute, die einen Goldesel besitzen hier einkaufen gehen. Von Burberry, Chanel bis hin zu Ralph Lauren oder Prada-Boutiquen – hier fehlt absolut gar nichts. Außer vielleicht die Kunden – denn niemand kauft hier ein – wer soll auch das Geld dafür haben, in einem Land, indem fast alle Menschen arm sind? Man könnte meinen, dass hier Touristen einkaufen kommen – die Europäer werden aber nicht hier einkaufen, denn Markenkleidung aus dem Westen ist hier doppelt so teuer im Vgl. zu den westlichen Boutiquen. Die Chinesen, die Japaner? Die kommen auch nicht nach Vietnam um Haute Couture zu kaufen – die fliegen gleich nach Europa. Wozu also diese Boutiquen, die keinen Umsatz machen? Unsere Theorie: Awareness – denn wenn in 20 Jahren die Wirtschaft boomt und sich die Leute den Luxus leisten können, dann gehen sie zu den Namen, die sie “kennen”. Und man kennt einfach Sachen, die vor Ort präsent sind, oder?
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Als letzte Sehenswürdigkeit haben wir uns in den 49. Stock des Bitexco Financial Tower begeben. Einfach mal so, um die Stadt von oben zu sehen. Der Eintritt hat 200.000 (~6€) pro Person gekostet und man hat ein Getränk mit inklusive bekommen. Die Nutzung von den Ferngläsern ist kostenlos. Ich persönlich finde es gut die Stadt einmal (!) von oben zu sehen und sich einen Überblick zu schaffen. Allerdings werde ich kein zweites Mal hochfahren – denn megaspektakulär ist es dann doch nicht gewesen. Links oben könnt ihr übrigens den Ben Thanh Markt von oben sehen. Mehr dazu später.

Shopping

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Links: Saigonsquare – Hier habe ich unheimlich gerne geshoppt. Saigonsquare ist ein klimatisierter Markt – was unglaublich angenehm ist, wenn ihr einkaufen geht und vielleicht auch Sachen anprobieren wollt. Hier habe ich 2 Kleider und eine Hose gekauft. Ich schätze mal 200.000 Dong (6€) für ein Kleid ist ein angemessener Richtwert für die Kleider dort. Ich versichere euch aber, dass sie euch erstmal einen Preis von 500.000 oder höher nennen werden.
Rechts: Boutique Sông ist eine Boutique einer in Saigon lebenden Französin. Viele schöne Kleidungsstücke aus Leinen oder Cashmere. Hier wird nicht gehandelt und hier herrschen auch eher westliche Preise. Es gibt noch eine Homeboutique des gleichen Labels – ebenfalls hübsche Sachen für die Wohnung.
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THE Ben Thanh Market – Essen, Kleidung, Technikkram – eigentlich alles, was man sucht, findet man auch. Es ist extrem eng, es ist extrem heiß und die Menschen sind sehr, sehr schnell. Vor allem wenn es dann losgeht mit dem Verhandeln. You gotta keep up with their pace. Hier und da auch die ein oder andere Fälschung, hier und da behauptet man es gibt Jade oder Seide zu kaufen. Lasst euch nicht bescheißen – handelt einfach so gut ihr könnt – auch wenn es euch unverschämt vorkommt. You either buy nothing or you get a fair price. Mal abgesehen davon, dass es den Menschen auch eine Freude macht zu handeln – es ist wie ein Spiel – und wenn man es nicht mitspielt, dann langweilt es die Verkäufer.
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Wir waren irgendwann im L’Usine (151/1 Dong Khoi St., 1st Floor ) frühstücken – von dem kleinen Café aus, kann man direkt in eine Boutique gehen, die irgendwie an Urban Outfitters erinnert, aber dessen Preise diesen weitaus übersteigen. Also in Vietnam kann man sich durchaus auch mal arm shoppen, wenn man möchte. Die o.g. Kleider gingen alle in die 10 Mio. Dong [~ 300-400€] Höhe, von daher habe ich meine Finger davon gelassen. An sich finde ich es ok, viel für ein TRAUMKLEID auszugeben, aber soweit ging meine Urlaubskasse dann doch nicht ;) Wobei ich ja sagen muss, dass da traumhafte Teile dabei waren *_*
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Jup – kurz vor meinem Urlaub hatte ich nach asiatischen Kosmetika gefragt. Unter den genannten Marken waren TolyMoly (Gekauft im Diamond Plaza) und Etude House (Der Store war in der Hai Bà Trung Straße – bin mir aber sicher, dass es mehrere gab). Es gab auch noch mehrere O.P.I. Stores – 6€ für einen Lack. Also wer Lust hat ;D.

Sonstiges

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Streetfood! Das coolste ever! Nachts hungrig und was kochen? Als ob – es ist ja immer jemand mit was zu Essen direkt vor der Türe! Wie steht ihr dazu? Seid ihr da eher ängstlich (Hygiene etc.?) oder probiert ihr es einfach aus und schaut dann mal was passiert? Ich persönlich bin gegen alles geimpft, was so empfohlen wird. Das schlimmste was passieren kann, ist, dass man sich also den Magen verdirbt und eine Nacht lang die Toilette umarmt. Ich persönlich würde nicht überall, alles essen. Z.B. muss ich keinen Fisch oder Fleisch am Straßenrand kaufen (außer vielleicht Fisch früh morgens, wenn er noch ganz frisch ist), aber Obst jeglicher Art und Gebäck finde ich in Ordnung. Obst ist einfach Natur Pur. Die Keime sind vielleicht an der Schale, aber die schält man ja sowieso ab und schmeißt sie weg! Gebäck (z.B. Bánh Tieu) kann man sich direkt vor Ort frittieren lassen – Über 100°C wird die Keime schon wegbrennen! Oder mein Dauernbrenner: Eine frische Babykokosnuß: Zack mit dem Hackebeil aufgeschlagen, Strohhalm rein und schlürfen. Danach aufgeknackt und das Fruchtfleisch genascht. Oder Zuckerrohrsaft: Einmal durch die Presse und frisch genießen!
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Hierbei handelt es sich um ein Bild von Nguyen Van Bom (1939-2008) – Agent Orange Oil on Canvas – Hängt in der Fine Arts Gallery in Saigon. Ich habe vorhin schon erwähnt, dass ich das Kriegsmuseum – auch aufgrund solcher Bilder – gemieden habe. Trotzdessen kann man sich schlecht davon losreißen und lässt es dann entsprechend auf sich wirken. Ich weiß nicht, inwiefern euch solche Bilder treffen – wo wir doch tagtäglich von den Medien mit Informationen und Katastrophenmeldungen bombadiert werden und diese so kurzweilig sind, dass wir sie so schnell wie möglich verarbeiten und wieder vergessen. Ich persönlich habe einfach keinen Draht zu DEN Terrorakten in Amerika oder DEN Krankheiten in XYZ. Ich finde sie beängstigend und erschreckend – auch fühle ich vielleicht kurz mit. Aber inwiefern beschäftigt man sich schon weiter mit solchen Themen? Das mag egoistisch klingen, aber ich habe eine viel stärkere Verbindung zu den Ereignissen, die sich in meinem Heimatland abspielten, als mit den Ereignissen, die sich anderweitig abspielten. Ich weiß nicht, ob mich das mehr zu einem Egoisten und weniger zu einem empathiefähigem Menschen macht. Doch wenn ich mit dem Krieg in Vietnam konfrontiert werde, dann sehe ich das Leid, dass meine Eltern und meine Familie direkt miterlebt haben. Das Leid und die Angst, die sie bei der Flucht in ein völlig fremdes Land erlitten haben. Ich weiß, dass hier einige viele Asiaten und besonders Vietnamesen mitlesen – daher würde mich wirklich sehr stark interessieren, wie eure Familienhistorien in diese Zeit zurückreichen und wie ihr euch damit verbunden fühlt – auch wenn unsere – in der westlichen Welt – lebende Generation nicht mehr von der Geschichte betroffen ist, können wir doch trotzdem davon berührt sein,oder?
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Auf diesen Bildern konnte ich den Verkehr in Vietnam / Saigon eigentlich gar nicht so wirklich einfangen – Ich war immer zu langsam und die Kamera hatte keine Zeit zu belichten etc. etc. Aber ihr kennt doch bestimmt die ganzen Bilder mit den 5-Köpfigen Familien auf dem Moped oder dem einen Mopedfahrer, der 20 Hühner transportiert. Augen zu und durch gilt hier – wer die Straße überquert hat vielleicht zuerst Angst – but you will adapt to their pace. Diese Menschen bremsen nicht, wenn du auf die Straße gehst, sie weichen aus und fahren an dir vorbei. Diese Menschen ärgern sich nicht, wenn man sie anhupt, denn jeder weiß, dass ein Hupen nur heißt “Hey, hier bin ich!” und nicht “Hey, du Blödmann!”. Wer sich beim Autofahren in Deutschland noch künstlich aufregt, der denkt sich, dass er hier wahnsinnig wird – aber dem ist nicht so – man ist einfach viel zu entspannt.
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Gönnt euch eine Massage! Wer das nicht sowieso schon regelmäßig macht, der kann sich mal ordentlich in Vietnam massieren lassen. Für etwa 15€ für 2 Stunden inkl. Dampfbad (Und das ist für dortige Verhältnisse schon eher “teurer” – Wer es noch günstiger will, wird auch mal bei jemandem zu Hause massiert). Bei mir haben die Gelenke ordentlich geknackst! Achso und eine halbe Stunde Fußmassage habe ich mir für 2€ auch noch gegönnt. Maniküre & Pediküre ebenfalls jeweils 2€ – und das mit O.P.I. Lacken ;).