Es geht immer besser.

Ich habe das Glück mich mit Menschen – sowohl privat, als auch beruflich – umgeben zu können, die eine gewisse Mentalität an den Tag legen, die ich genieße. Eine „Es geht immer besser“-Mentalität. Leider ist diese Aussage in Zeiten von Burnout-Gefährdung ziemlich negativ behaftet. Jetzt – wo wir unsere Selbstverwirklichung suchen, jetzt wo Gen Y lieber in den Tag lebt, nicht wirklich was zu Ende bringt und hofft, dass ihr alles in den Schoß fällt, um dann sagen zu können, dass sie nur das macht, was sie liebt, schwindet das Positive aus dieser „Es geht immer besser“-Mentalität.
Das Streben nach der stetigen Verbesserung und somit der harten Arbeit für etwas wird mehr mit etwas Negativem verbunden, weniger mit einer positiven Einstellung. Leistungsdruck und Perfektionismus sind die Schlagworte, die mir da adhoc in den Sinn kommen.

Aber was wenn „Es geht immer besser“ bedeutet, dass man sich dessen bewusst ist, dass man nicht über alles erhaben ist und es akzeptiert? Was wenn es heißt, dass man sich in den Sinn ruft, dass es Menschen gibt, die mehr als man selbst kann, weil sie von anderen Menschen gelernt haben. Weil sie früher angefangen haben. Weil sie eine andere Ausbildung genossen haben und einfach mehr Knowhow in einem anderen Bereich haben? Was wenn es bedeutet, dass wir offen dafür bleiben, dass wir das Wissen anderer Leute für uns selbst nutzen können und unser Wissen und Können auch für andere Menschen wertvoll sein können? „Es geht immer besser“ bedeutet nicht seine eigene Leistung schlecht zu reden. Die eigene Zielführung muss nicht falsch sein – aber vielleicht gibt es eben auch jene Wege, die schneller und einfacher zum Ziel führen, als der eigene. Dein Weg funktioniert – der deines Nachbaren funktioniert auch. Keiner ist falsch, aber du kannst dir die Abkürzungen deines Nachbaren zu Nutze machen, wenn du durch seinen Weg 2-3 rote Ampeln einsparst.

Um zum Punkt zu kommen – ich habe mich vor Kurzem mit Julien Kinnart getroffen, um ein paar Fotos zu schießen. Bis Dato habe ich noch nie eine Fotosession gehabt bei der wir so wenig Bilder geschossen haben, aber mit so vielen guten Ergebnissen. Julien fotografiert analog. Was heißt das für die Tagesplanung? Was bedeutet es für dich vor der Kamera? Wenn ihr zusammen unterwegs seid und euch auf eine analoge Fotosession vorbereitet gibt es folgende Punkte zu beachten:

1. Konzentration und Zeit

Analog fotografieren bedeutet für beide Seiten ein erhöhtes Maß an Konzentration. Man legt nicht „einfach so“ los und verknippst mal eben 100 Bilder zum warm werden, sondern vielleicht nur 1-2 Bilder. Der Fotograf muss sich ganz genau überlegen, was er möchte. Ein BH-Träger, der rausguckt, ein offener Hosenstall, ein störendes Objekt im Sichtfeld. Auf diese Dinge sollte man vermehrt achten – natürlich sollte man das bei digitalen Fotos auch tun, aber da kann man sich einfach umdrehen und woanders Bilder machen, während es bei analogen Bildern eben doch begrenzter ist.

2. Kommunikation

Beide Seiten müssen vermehrt miteinander kommunizieren. Wenn etwas nicht gut aussieht, dann muss das sofort geändert werden und nicht erst 10 Auslösungen später. Außerdem ist es sinnvoll zu sagen, wann man als Fotograf auslöst – ich, wenn ich als „Modell“ vor der Kamera stehe, muss mich darauf einstellen, wann der Fotograf auslöst. Bei einer digitalen Kamera ist das nicht so schlimm, wenn man beim auslösen aus Versehen blinzelt. Bei der analogen Kamera ist das eine Verschwendung. Außer man hat Glück und die geschlossenen Augen sehen gut aus – aber ihr wisst, was ich meine?

Beide Punkte laufen im Endeffekt darauf hinaus, dass man eben nicht so viel Spielraum hat wie bei einer digitalen Fotokamera. Dass man begrenzte Ressourcen hat und nicht einfach mal ein Foto macht, um das Licht zu testen, sondern eben nur ein paar wenige Auslösungen hat.

Bestimmt gibt es noch zahlreiche, weitere Punkte, die man beachten sollte. Ich persönlich habe allerdings noch nicht viele Erfahrungen mit analoger Fotografie sammeln können und würde mich über euren Input freuen. :]
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Die Yogaqueen

Und weil sie nicht nur fotografieren kann, sondern sich auch vor der Kamera gut halten kann. Weil sie auch noch die Yoga-Queen unter uns ist. Normalerweise habe ich bei einer Fotosession immer nur ein oder zwei Bilder, die ich wirklich schön finde und die ich dann auch zeigen möchte. Am Anfang gefallen einem noch so viele, dann lässt die Euphorie nach und man findet die Mäkel. Da ist unscharf, da ist unscharf, da sieht die Hand komisch aus, da geht dies nicht, da geht das nicht. Dieses mal waren aber wirklich viele verschiedene Bilder dabei, die mir gut gefallen haben und bei denen ich mich gefreut habe, als ich mich durch mein Bildarchiv gewühlt habe. Momentan bearbeite ich meine Bilder entgegen alle dem, was ich normalerweise tue. Ich ziehe den Kontrast runter, obwohl es mir widerstrebt, ich wehre mich dagegen die Helligkeit zu hoch zu regeln, die ich instinktiv immer höher gedreht habe. Weil man auch mal ausbrechen muss aus den gewohnten Rastern. Weil -mal was anderes- dich dazu bringt neues zu lernen und vor allem, weil jeder Mensch eine andere Behandlung braucht. Und jedes Bild eine andere Bearbeitung.

Ich bin mit diesen Bildern dieses mal richtig zufrieden und freue mich darüber wieder jemand neues in mein Portfolio aufnehmen zu können. Diese Fotos sind so simpel entstanden – ein schöner Ort zum fotografieren und ein paar Pastell-Luftballons (Affiliatelink) – fertig. Zu den Bildern werde ich auf meiner Facebookseite vereinzelt etwas schreiben, wenn ich die dort hochlade. Wenn es euch interessiert, dann könnt ihr gerne mal dort vorbeischauen. Und wenn ihr schon dabei seid, dann checkt doch auch einfach mal Julias Webseite.

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Jungle Fever

Der Kontrast rot und grün erinnert mich sonst mehr an die Weihnachtszeit, weswegen ich die Kombination dann doch vermeide. In diesem Fall fand ich den Kontrast aber super, weil man zwei sehr kräftige Farben zusammengebracht hat. So langsam kommt die Sonne raus, die Temperaturen steigen und man wird viel aktiver. Und weil die kalte Jahreszeit nun zu Ende ist und das bedeutet, dass ich meine ToDo-Liste dieses Jahr anfangen will, kommt nun dieser Post. Ich hatte ja eine ToDo Liste 2015 aufgestellt. Mit Freuden kann ich berichten, dass der erste Punkt abgehakt werden kann. Ok, das war ein wenig geschummelt, weil ich ja schon wusste, dass es so sein wird. Kein richtiger Vorsatz also. Aber es ist schön ein Häckchen setzen zu können. *YUHU*  Ende Februar mein drittes Semester erfolgreich abschließen

Eine grandiose Mastherthesis schreiben und Ende diesen Jahres mein Studium erfolgreich abschließen

Dieser Punkt ist in Arbeit. Ich habe mir im März etwas Zeit genommen und habe einfach (fast) nichts getan. Ich habe mich aber nun Anfang April hingesetzt und mein Exposé zur Thesis geschrieben.

Meine Kontakte ausbauen und ab März jede Woche mit mindestens einer neuen Person Fotos machen

Ehrlich gesagt habe ich gedacht – au weia, wie soll ich das bloß umsetzen. Einerseits zeitlich und andererseits ist es immer so anstrengend Termine mit Fremden zu finden, weil doch alle immer zu viel zu tun haben und man Ewigkeiten warten muss, um dann doch noch versetzt zu werden. Glücklicherweise funktioniert das aber ganz gut. Auch wenn meine Ergebnisse alle immer etwas zeitversetzt eintreten, komme ich aber mit diesem Vorsatz gut hin. Ich freue mich schon sehr Ende 2015 eine Rückblende geben zu können und zu schauen mit wem ich alles unterwegs war! :]

Unterwegs: Köln, Düsseldorf, Saarbrücken, Ibiza, Phuket

Die ersten drei Städte habe ich erfolgreich abgeklappert und kam mit tollen Fotos und Erlebnissen zurück nach Hause. In ein paar Tagen geht’s dann zuerst wieder nach Düsseldorf und danach nach Ibiza. Mir ist außerdem aufgefallen, dass Dijon und Paris ja gar nicht auf meiner Liste für dieses Jahr mit draufstanden?

Mindestens einmal im Monat einen schönen, langen Text zusammenfriemeln

Ok – das hier lasse ich gerade wirklich schleifen. Ich schreibe zwar ab und zu etwas zusammen. Aber momentan ist bei mir wirklich Textflaute. Ich hab das Gefühl, dass alles, was mir in den Sinn kommt in die Bildideen, Basteln, Fotografieren und Bildbearbeitung hineinfließt. Da bleibt wenig Hirnschmalz für die Texte übrig. Ich versuche hier dran zu arbeiten :].

Ein Fotobuch selbst erstellen mit meinen liebsten Rezepten und wieder mehr auf meinem Foodblog posten

Oh – die Geschichte mit dem Fotobuch. Ich hab doch letztens selbst welche verlost. Damals bekam ich zur Verlosung noch einen eigenen Gutschein und hatte mein Jahr 2014 als Fotobuch drucken lassen. Wenn das Fotobuch fast nur aus Essen besteht… gilt das dann auch? xD Auf meinem Foodblog ist es weiterhin ziemlich ruhig, aber ab und zu bekomme ich echt Lust etwas zu posten und freue mich, dass ich dort mein Sammelsurium immer weiter ausbauen kann. In letzter Zeit drehe ich sehr gerne Kochvideos – die, wenn auch sehr chaotisch und unprofessionell, mir sehr viel Spaß machen.
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Rewardstyle Partnerprogramm:

Wenn der Tee nicht so schmeckt wie er riecht

Wenn die Bloggerin nicht so ist, wie sie sich darstellt.
Wenn die Fotografin nicht so fotografisch versiert ist, wie du denkst.
Wenn das Model nicht so aussieht, wie auf den Bildern.
Wenn dein Vorbild nicht so perfekt ist, wie du denkst.
Wenn die Realität anders ist als deine Vorstellung.
Wenn die Bilder ganz stark vom Original abweichen.
Wenn die Inszenierung von der Realität abweicht.

Ein Blog stellt Informationen dar – und unter Ihnen gibt es den ein oder anderen Selbstdarsteller, der seine Plattform nutzt, um sich auszuleben. Manche machen ihr Ding, wie sie lustig sind und andere Leben ihr Leben so aus, wie sie es im echten Leben nicht könnten und freuen sich über Lob und Zuneigung. Überall wird nach Authentizität geschrien, aber wie kommt es dann, dass sich BloggerInnen unter Druck gesetzt fühlen? Nächste Designertasche, nächste Reise, perfekter Body, cooles Essen, coole Freunde, tolle Hobbies, geiler Job. Immer um 11 Uhr mit dem Tee und Overkneestrümpfen im weißen Bettlaken posieren.

Aber mal einen Schritt zurück in die Realität. Wenn jemand um 11 Uhr in seinem Bett chillt, wenn jemand nur perfekte Selfies auf Instagram hochlädt, wenn jemand immer nur Cluburlaub All-Inklusive macht, wenn jemand nur mit Leuten rumhängt, die auch Instagram haben – dann ist das alles ein Teil einer Inszenierung, die viele einfach mitmachen und nicht mehr hinterfragen. Was wenn es eine andere Seite gibt – was wenn jemand um 11 noch im Bett chillt oder frühstückt, weil sonst niemand anderes Zeit für ihn hat – weil alle anderen einfach arbeiten sind? Was wenn jemand nur die perfekten Selfies hochlädt, weil er sich für den Pickel auf der Nase schämt? Was wenn jemand zu viel Angst vor Abenteuern hat und deswegen im bekannten Cluburlaub verweilt? Was wenn jemand socially awkward ist und deswegen leichter Freunde über das Internet findet?

Fakt ist, dass jedes Bild, dass man online zeigt, gezeigt werden möchte. Niemand postet seine schlechten Momente, niemand postet Dinge, die einen selbst nur traurig machen, weil jeder das Bedürfnis hat sich gut zu fühlen. Weil es sich gut anfühlt ein hübsches Foto mit Tulpen zu machen – besser als die verranzte Milch zu zeigen. Und trotzdem – obwohl wir ganz genau wissen, dass nicht alles echt ist, was echt erscheint. Und obwohl wir wissen, dass die Models retuschiert werden (und sicherlich der ein oder andere Blogger auch), trotzdem schauen wir immer wieder auf die anderen – die, die schon wieder um Urlaub sind. Die, die so schlank aussehen. Die, die so viel erleben und so wenig dafür tun müssen. Die, die viel schneller mit ihrem Studium durch sind und den tollsten Job ever an Land gezogen haben. Und dabei vergessen wir, dass wir selbst lieber das neue tolle Urlaubsfoto herzeigen, als den Staubsauger, der gerade explodiert ist. Und wir fragen uns wieso es bei allen läuft – nur nicht bei uns. Realität.

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Und passend hierzu wollte ich euch ein Foto zeigen, dass ich gemacht und bearbeitet habe :) Einmal mit Bearbeitung und einmal ohne. Viele Fotografen sind ja der Ansicht, dass man nicht zu viel bearbeiten sollte und wenn dann sollte es nicht so aussehen, als ob bearbeitet wurde. Die meisten Leute finden ein natürliches Foto, ein natürliches Portrait auch viel besser, als eine zugeknalltes Bild. Aber das ist gar nicht schlimm – das was in meinem Kopf ist, muss nicht jedem gefallen. Ein paar Leute (darunter mein Freund) finden, dass die Schmetterlinge in diesem Bild einfach too much sind. Jetzt – einige Wochen nach der ersten Euphorie – sehe ich das auch so. Aber das macht nichts. Different people, different ideas.
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Ich habe Miriam meine RAW-Datei zukommen lassen und habe gespannt darauf gewartet, was sie daraus macht. Ich persönlich stehe auf Fantasy und düster, habe wert darauf gelegt, dass man die Wurzeln des Baumstammes sehen kann. Miriam hingegen bevorzugt helle, warme Farben und das Hochkantformat :]
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Wortlos Trostlos

Gerade noch schreibe ich darüber, was für Tipps ich habe, wenn es mit dem Bloggen nicht so wuppt und zack stecke ich in einem Loch drin und weiß selbst nicht, was ich so schreiben soll. Ich habe sehr viele Bilder in meiner Timeline und wenn ich viele mein, dann meine ich locker genug für 30 Blogposts, aber mir fehlt gerade der Drive dazu etwas zu schreiben.

Würdet ihr es schade finden, wenn ich nur Fotos mit ein paar kurzen Infos dazu poste? Ich finde es schade, dass die Fotos auf meinem Rechner vergammeln oder in mieser-fieser Qualität auf Facebook hochgeladen werden. Ich würde sie gerne posten, habe aber das Gefühl, dass ich den Bildern nicht gerecht werden, wenn ich nichts dazu schreibe. Aber ich habe auch keine Lust immer nur das gleiche zu schreiben – aber es kommt halt nicht immer was Neues. Meine Gehirnzellen lassen mit dem Alter auch langsam nach ;]. Nein – Spaß. Ich habe mich ja selbst hier reingeritten, indem ich gesagt habe, ich will wenig Produktbezogenes und wenig Tagebuchähnliches schreiben. Ich will schöne Texte formulieren und Geschichten erzählen, aber die kommen nicht von allein.

Außerdem wollte ich noch wissen, wie ihr es überhaupt findet, wenn ich hier andere Menschen zeige? Nicht mich? Verwässert dieser Blog auf den ersten Blick, weil man nicht weiß, wer dahintersteht? Aber eigentlich soll der Blog hier ja eben zeigen, wie meine Entwicklung über die Zeit Richtung Peoplefotografie fortschreitet. Ist es komisch, wenn hier andauernd andere Gesichter gezeigt werden? Letztens hat mir ein ehemaliger Kommilitone ein Kompliment zu einem Foto gemacht – wie toll ich da aussehen würde. Nur, dass ich gar nicht auf dem Bild war, sondern jemand anderes, den ich fotografiert habe. Wir kennen uns wohlgemerkt seit über 5 Jahren.

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Auf den Bildern findet ihr Mimi.