Weniger ist mehr

Wenn man Fotos machen will – sei es vor oder hinter der Kamera. Wenn man netzwerkt und mit fremden Menschen in Kontakt tritt, dann wird man zwangsweise mit anderen Ansichten konfrontiert. Aus der Perspektive einer Person, die einen Fotografen sucht, die einen ablichtet: Es kommen einem mehr als oft genug Menschen entgegen, die eine andere Vorstellung von sexy haben als man selbst. Möglichst viel Haut, Brüste, Arsch und irgendwie in einer komischen Pose – unter vielen talentierten Menschen, sind noch mehr untalentierte T*ttenknipser. Mit so jemandem will ich erst gar nicht zusammenarbeiten, weil ich kein Vertrauen zu jemandem aufbauen kann, der in seinem Portfolio Frauen zeigt, die nicht von ihrer besten Seite dargestellt werden. Als Person, die jemanden sucht, den sie ablichten könnte, sind mir auch schon Frauen begegnet, die zu der vorher genannten Spezies von “Fotograf” passen würden. Ein “Modell”, dass sich mit Oben-Ohne Bildern im Maisfeld bei mir “bewirbt”, weckt nicht unbedingt mein Interesse. Dann doch lieber das schüchterne Mädchen von Nebenan.

Klar – wir alle lieben Nacktheit –  ich liebe ultrakurze Shorts und kurze Röckchen. Schulterfrei, Rückenfrei, lange Beine – alles ganz toll anzusehen, aber nicht immer ist nackt auch sexy. Die Grenze von sexy zu billig ist schmal und ich bin noch nicht erfahren genug, um mich an Aktfotografie zu probieren. Ich glaube jemand, der es schafft Nacktheit wunderschön darzustellen und es schafft diese nicht billig aussehen zu lassen ist ein ganz Großer.

Aber vollständig bedeckt, kann auch ganz sexy aussehen, oder? Weniger Haut, mehr sexy. Für mehr subtil und weniger Atombusen-springt-dir-ins-Gesicht.
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Auf den Bildern seht ihr Summer.

That hasn’t happened for the longest time

Das beste, wenn man Fotos macht, sind irgendwie dann doch die Outtakes. Die Zeit, die man miteinander verbringt. Na klar – das Ergebnis ist auch wichtig, aber die Erlebnisse während der Zeit, die man gemeinsam durch Spontanität herzaubert sind die Dinge, die sich in Erinnerungen verwandeln und die wir mit Bildern im Endeffekt verbinden. Die Geschichten, die wir uns erzählen oder die wir selbst kreieren, das Gelächter, dass man durch Unsinn verursacht und die Scheiße, die man baut, über die man sich hinterher kaputtlachen kann.
[quote]That hasn’t happened for the longest time[/quote]
Ich hatte hier ja schon angedeutet, dass es mir ganz stark an etwas gefehlt hat – vor allem in den letzten Monaten. Kein Ausgleich, keine Zeit für Ausgleich – alles, was momentan passiert sauge ich in mir auf. Der Sommer ist die Zeit, die für mich schon immer Erlebnisse bedeutet haben. Festivals, der Sommer, den ich in Berlin gelebt habe, ein Weinchen mit Käse und Wurst am Mainufer genießen, Urlaube, Badesee, nachts durch die Straßen rennen und sich ins Gras schmeißen und bis zum Morgengrauen quatschen.
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Jetzt ist alles anders als früher – wir fangen nicht um 14 Uhr an zu chillen, nachdem die Hausaufgaben erledigt sind. Wir gehen nicht nach der Vorlesung noch einen heben. Nein – wir können erst Afterworken oder wir warten sehnsüchtig auf’s Wochenende, wir sparen unseren gesamten Enthusiasmus für’s Wochenende auf, um dann zu explodieren uns auf dem Boden rumzurollen und vor dem Regen davonzulaufen, uns unterzustellen und zu kreischen, wie kleine Mädchen, wenn der Blitz sich lautstark entläd. Dann – fuck it – wieso verstecken wir uns vor dem warmen Sommerregen und lassen nicht doch ein paar Tropfen die Haut entlangperlen. Am Wochenende kann man doch auch mal zerzaust aussehen – wen interessiert’s?
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Immer wieder danke für die Fotos an Digital Passion.

Sommerregen ist der beste Regen

Nein – eigentlich hasse ich den Regen. Außer, wenn man bei 30 Grad in Vietnam Bock auf einen Tanz im Regen hat. Regen ist blöd – vor allem als Brillenträger, der dann Brillenscheibenwischer bräuchte. Wenn man es aber positiv sehen möchte oder einen anderen Blickwinkel einnehmen möchte, dann kann man hervorheben, dass Wasser reflektiert. Whoooopie – Wasser reflektiert. Während eine Schar von mindestens 6 Kameras [inkl. 2 Videokameras] sich unter einem Dach unterstellt, turnt Summer fröhlich im Nassen rum. WuhiWihu. Die Fotos werde ich nicht hier in Form einen Blogpostes zeigen. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch auf meiner Portfolioseite durchklickt oder mich auf Facebook besucht. ^_^ _MG_0590nachher

Weg vom Konsum

Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass ich keine Lust mehr habe so zu bloggen, wie ich es bisher getan habe. Das hat sich sowohl in der Anzahl der Blogposts gezeigt, wie auch in der Tatsache, dass ich zunehmend das Gefühl habe keine Blogs mehr lesen zu wollen, die so stark produktbasiert sind. Solche Blogs sind wichtig und haben selbstverständlich ihre Daseinsberechtigung – Ich persönlich kann mich aber nicht für (z.B.) Kosmetik so stark begeistern, dass ich alle News über neue LE’s lesen möchte. Ich nutze Beautyblogs verstärkt als Nachschlagewerk – wenn ich was wissen will, gehe ich dort auf die Suche – aber auch nur bei den bereits etablierten, großen Beautyblogs. Außerdem habe ich festgestellt, dass mich z.B. Swatches oder die reine Vorstellung eines Produktes auch nicht wirklich interessiert. Viel mehr klicke ich solche Blogposts an, in denen es dann zur “Anwendung” geht. Ein schönes Schminktutorial, ein kreativer Look, ein Haartutorial. Bei Modeblogs lese ich mittlerweile auch nur noch solche Blogs, die auch etwas schönes zum Lesen bieten. Schöne Bilder schaue ich mir gerne und oft an, aber wie lange hält mich ein schönes Bild auf einem Blog? Vielleicht ein paar Sekunden – hängen bleibe ich dann auf Blogs mit Witz, Texten, ein wenig Alltag, aber nicht zuviel – schließlich interessiert es mich absolut nicht, ob jemand heute die Toilette geputzt hat oder einkaufen war. Aber so ein Juwel in der großen Blogwelt zu finden ist auch nicht einfach, wenn man zu faul ist zu suchen.
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Mich langweilt es, wenn man in der Erstellung eines Blogposts so abhängig davon ist, was für ein Produkt darin gezeigt wird. Ich kann mich nicht mehr hinsetzen und ellenlange Texte über irgendeinen Lidschatten oder ein Oberteil schreiben, weil es mich überhaupt nicht bockt. Entweder finde ich es gut oder ich finde es nicht gut. Aber was heißt schon “Weg vom Konsum” – es ist ja nicht so, als würde ich aufhören zu kaufen oder Blogs zu lesen, die ihre neuen Produkte zeigen – nur die Auswahl schränkt sich auf solche ein, die auch Dinge zu erzählen haben, die mehr aussagen, als nur die reine Produktbeschreibung. Die, die es schaffen einen an sich zu binden und einen mit ihren Texten begeistern können.
Und es macht ja auch Spaß zu schreiben – wenn die Gedanken im Kopf langsam Sätze formen und man aus der Grütze vielleicht doch etwas zu Papier bringt. Ich persönlich möchte mich von solch produktabhängigen Blogposts abwenden und Geschichten erzählen, Erlebnisse zeigen, vielleicht auch nur rumspinnen – nicht hochpoetisch, dass würde mich nur in eine schrecklich chaotische, undurchdachte Frustphase reinstürzen. Vielleicht eher so einen Mix aus Alltag, Meckereien, Schmunzelmomenten und glücklichen Hochgefühlen.

Sieben Tage Regen

Nein, eigentlich will ich mich gar nicht über das Wetter beschweren – da finde ich in den letzten paar  Wochen gar nicht mal so übel. Ein stetiger Wechsel zwischen sehr heißem, angenehm sonnigen und abkühlendem Sommerregenwetter – finde ich ideal. Für Mensch und Natur also nichts zu meckern. Nein – viel mehr kam ich  mir die letzten Tage wie in einem schlechten Slapstickfilm vor – so schlecht, dass ich – während ich mich geärgert habe – gleichzeitig auch darüber gelacht habe, weil es so lächerlich war.

Ich gehe mit meinen Sachen vielleicht nicht so vorbildlich um, wie es vielleicht der Fall sein sollte. Taschen werden zu Hause in die Ecke gepfeffert, Technik steht manchmal in der Sonne, mein Auto hab ich seit dem Kauf kein einziges mal gewaschen, ausgesaugt, den Reifendruck geprüft oder den Ölstand nachgesehen. Aber wenn ich Kleidung, Taschen oder sonstiges habe, dann habe ich sie normalerweise ewig – Schuhe, die man täglich trägt. Lieblingsshirts, die immer gehen und Taschen, die täglich verwendet werden. Momentan geht aber alles, alles einfach kaputt.  Mein Gott, habe ich einen riesen Verschleiß. Letztens habe ich erst eine 2 Jahre alte Tasche weggeschmissen, weil die Henkel abrissen. Dann auch noch 2 paar Schuhe, weil sie Löcher in der Sohle hatten und jetzt löst sich die obere Schicht meiner Kunstledertasche von Hallhuber auch so langsam ab.

Vor Kurzem ist mir eine Hose am Popo (siehe Foto) aufgeplatzt – die habe ich aber auch schon ewig und habe sie sehr oft getragen, weil – naja die war einfach geil. Schade drum, aber ist ok. Was passiert als nächstes? Meine neue Zarajeans, die ich erst Ende Mai gekauft habe und seither erst 2x in der Wäsche hatte ist mir auch am Hintern aufgerissen (Will mir das Universum damit etwas sagen? Bombenarsch sprengt alle Hosen?). Problem: Ich hab 50€ für das Teil gezahlt – wie kann es also sein, dass nach knapp 2 Monaten bzw. 2 Wäschen die Hose schon kaputt ist? Ich hatte keinen Kassenbon mehr, aber bin trotzdem mit der Hose zum nächsten Zara marschiert – auf gut Glück. Die Verkäuferin bat mich zu Hause mal zu schauen, ob ich mit Karte bezahlt habe und nachschauen könnte, an welchem Datum ich die Hose gekauft habe, damit sie die Hose zuordnen könnte.

Ich bin also raus und will während dem Laufen meine Hose in meinen Eastpakrucksack stopfen. Zack, Zack – Reisverschluss abgerissen und noch was neues kaputt gemacht. Wie in nem schlechten Film halt. Aber gut – es ist nicht das erste mal, dass ich bei meinem Eastpak den Reißverschluss zerstört habe – wusstet ihr, dass Eastpak eine Garantie von 30 Jahren verspricht? Aber welche Sau hebt einen Kassenbon 30 Jahre auf – richtig: niemand tut das. Und niemand kontrolliert das. Ich habe vor Jahren schonmal den Reißverschluss kaputt gemacht. Damals sind wir einfach in ein Geschäft gegangen, welches Eastpakrücksäcke vertreibt und dort wurde er angenommen und nach 3 Wochen kam er repariert zurück – ohne weitere Kosten für mich. Find ich prima – das ist ein Statement oder? 30 Jahre Garantie heißt soviel wie “Unsere Produkte sind so prima, dass wir euch auch so lange Garantie geben können” – großes Lob, würde ich mal sagen. Naja: Ende der Geschichte: Ich bin nochmal hin mit einem Ausdruck von meinem Kontoauszug und der nette Storemanager hat mir das Geld für die Hose ausgezahlt – ohne Kassenbeleg.

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Lange Rede, kurzer Sinn – ich mach dauernd Sachen kaputt und meine Freunde lachen mich mittlerweile aus, weil meine Hosen dauernd am Popo platzen.