I love my job – Part 10 – Die Entfristung

06 Mai
06.05.2014

Da es sich um erfreuliche Nachrichten handelt, ist es mal ausnahmweise kein passwortgeschützter Blogpost zu diesem Thema! :)

3 Jahre Ausbildung und Studium.
2 Jahre befristetes Arbeitsverhältnis.
5 Jahre, um mit meiner Arbeitsfamilie zusammenzuwachsen.


Ich bin ein Mensch mit 5-Jahres-Plan und ich bekomme Bauchschmerzen, wenn ich nicht weiß, was mir die Zukunft bringt. In der 12. Klasse wusste ich, was die nächsten 5 Jahre passieren würde. Die 5 Jahre neigen sich Juli dem Ende zu. Deswegen habe ich seit Anfang diesen Jahres Bauchschmerzen, weil ich nicht wusste, was als nächstes anstehen würde.

Wenn ich entfristet werde, dann bin ich glücklich und alles ist okay. Wenn ich nicht entfristet werden, dann ist eigentlich auch alles okay, weil dann bewerbe ich mich einfach auf neue Jobs und ich bin mir sicher, dass ich mit meiner Qualifikationen einen bekommen werde. Da ist das Selbstbewusstsein, dass ich vor mir hertrage und jeder Person, die es hören möchte, predige. Das ist dass, was ich jedem unsicheren Absolventen sage. Sei ein bisschen arrogant – bilde dir ein bisschen was auf deinen Abschluss ein. Du hast schließlich 3-5 Jahre deines Lebens darin investiert – du kannst bestimmt irgendwas ganz schön gut!

In meinem Kopf hingegen stelle ich mir schon den worst case vor. Ich. Arbeitslos. Kann meine Rechnungen nicht bezahlen. Muss mein Hab und Gut verkaufen, um nicht auf der Straße zu landen. Seit Anfang des Jahres raffe ich jeden Euro, den ich spare zusammen und schiebe soviel ich nur kann auf mein Sparkonto, damit ich, sollte es schlecht laufen wenigstens weich(er) falle. Diese extreme Sparerei hat mich sehr geizig und vor allem reizbar gemacht. Versteht mich nicht falsch – ich habe vorher auch ein wenig gespart, aber jetzt saß ich da und habe täglich rumgerechnet, wie ich denn haushalten könnte. Ich fühlte mich dadurch sehr befangen. Rational gesehen wusste ich, dass das wirklich Schmarzmalerei ist – ich mache meinen Job gut. Und man bezahlt ja auch nicht umsonst in die Sozialversicherungen ein. Trotzdem – jetzt bin ich ganz offiziell entfristet worden und wirklich ohne Ende glücklich darüber. Ich freue mich wie ein Honigkuchenpferd =). Natürlich auch für meine Kollegin A. *Eine Runde Freude verteilt* ^_^

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Blogger sind doch Schmarotzer

04 Mai
04.05.2014

Ich bin kein friedlicher Mensch. Wenn mir jemand auf den Senkel geht, dann hau ich auf die Kacke drauf und sag was. Aber ich bin verhältnismäßig friedlich geworden. Weil mir alles egal geworden ist, was unwichtig ist und weil ich kein Bock hatte mich mit Dingen zu beschäftigen, die mich stressen, wenn ich irgendwas anderes mit meiner Zeit anstellen könnte. Leider bin ich nicht so Zen, wie ich dachte, dass jedes Augenrollen einfach so im Nichts verpufft. Nein – bei mir fließt jedes Augenrollen, Seufzen und Facepalmen in ein Fass. Dort sammeln sich die Tröpfchen bis das Fass überläuft. Wenn es sich um blogrelated Zeug handelt, tippe ich gerne einen Blogpost runter, um meinen Gedanken eine Stimme zu verleihen.  Man beachte beim lesen dieses Blogposts, dass ich mich Übertreibungen bediene, um damit einen Punkt festzumachen. Wer diese wörtlich nimmt und sich daran aufhängen möchte, anstatt die Aussage dahinter verstehen zu wollen, der möge einen Germanistikkurs belegen.

Blogger sind doch eh Schmarotzer.
Die wollen alles kostenlos.


Meine Freundin betreibt einen Onlineshop mit Schmuck. Sie bekommt oft E-Mails von Bloggern, die bei ihr anfragen, ob sie ihren Schmuck “testen” dürfen. Oft sind darunter Leute, in deren Blogname schon “Test” steht, bei denen man mit einem Blick auf dem Blog sehen kann, dass sie alles zusammenraffen, was sie so abgreifen können. Zumindest habe ich den Eindruck, dass o.g. Meinungsbild bei Bloglesern und manchen Unternehmen besteht.

Willst du ein Ramschladen werden? – Summer Lee


Ich erinnere mich an einen alten Blogpost von Summer. Es geht im Endeffekt um die Situation der Blogger, die sich eine bestimmte Bekanntheit erarbeitet haben und somit die Aufmerksamkeit von Unternehmen auf sich gezogen haben. Ich habe bisher 3 Anfragen bekommen, um über Onlinecasinos einen Blogpost zu verfassen – damit hätte ich insgesamt 450€ reicher sein können – und das ohne verhandelt zu haben. Einmal ging es sogar um einen Beitrag zu einem Adultportal für 250€. Für die Berufsblogger ist dieser Preis weiterhin in der Kategorie “Hat sich wieder unter Wert verkauft” – aber ich bin kein Berufsblogger und 700€ sind für mich mehrere Monate Essen. Oder die Kitchen Aid, die ich haben will, seit ich 20 bin.

…aber wenn man gleich zu Anfang jede Kooperation annimmt, weil man vielleicht 10% Rabatt auf Küchenartikel bekommt oder ein paar Duftkerzen geschenkt bekommt etc., dann bestimmt das oft den weiteren Weg eines Blogs. – SummerLee


Mittlerweile geht es weit über “10% Rabatt” und “Duftkerzen” hinaus. Die Blogger befinden sich in einem Entwicklungsprozess. Wir sind arroganter geworden. Die Großen beschweren sich über Milchmädchenblogger, die sich für Produkte verkaufen. Die Milchmädchenblogger plappern dem nach und lassen sich nicht mehr nur von Duftkerzen begeistern. Nein, die Produkte werden teurer und die Mädels wollen Cash – weil wir uns ja nicht unter Wert verkaufen sollen. Die Frage ist und bleibt: Will ich wirklich über jede Scheiße schreiben, nur weil ich dafür nen Hunderter in die Hand gedrückt bekomme? Wo sind die Grenzen? Verhungert der Autor schon, als das er sich für einen Link zum Adultportal / Onlinecasino prostituieren muss?  Wir haben Leser – auch Minderjährige, die unsere Blogs verfolgen. Ich habe erst neulich auf dem Blogger Bazaar in Frankfurt wieder erlebt, wie Blogger tatsächlich Fans haben, die ihnen nacheifern. Na klar – das hier sind jetzt Extrembeispiele – aber ihr versteht was ich meine? Wenn man einem bestimmten Blogger schon sehr lange folgt und wirklich gerne liest, dann weiß man ja, was man so an Content erwarten kann. Wenn die Blogposts gut platzierte und ausgearbeitete Werbung beinhalten, dann lese ich mir dieses Blogposts auch sehr gerne durch. Aber wenn dann plötzlich Inhalte in den Blog einfließen, die irgendwie aus der Luft gegriffen sind, dann bekommt diese ganze Sponsoringgeschichte einen unschönen Beigeschmack.

Kostenlose Werbung schalte ich nur für Shops, die mich begeistern. – Irgendwer in der BloggerLounge

Kostenlos für tolle Sachen zu werben ist sehr ehrenwert. Die Aussage bedeutet für mich aber im Umkehrschluss, dass man über Mist nur gegen Geld schreibt/testet?

“Wenn ich ein Teil der Marktkommunikation eines Unternehmens wäre, dann würde ich mich fragen, ob ich mein Produkt oder meinen Service auf einem Blog bewerben lassen möchte, der im übertragene Sinne eben den Eindruck eines Ramschladens macht.” – Summer Lee

Versteht mich nicht falsch – ich gehe Kooperationen ein. Ich freue mich, wenn ich ein verlockendes Angebot bekomme von einem Shop, der mir gut gefällt. Und ich freue mich, wenn ich hier und da mal doch mehr Geld zur Verfügung bekomme, als ich es eigentlich auf der Grundlage meiner Gehaltes geplant habe. Ich finde es auch in Ordnung Onlineshops anzuschreiben, sofern man eine interessante, für den Onlineshop Nutzen bringende, Idee vorzuweisen hat. Nicht: “Ey jo – gib mir was zum testen”, sondern “Ey jo, ich hab xyz geplant, willste mitmachen?”.

Mir geht es hier auch nicht darum, ob ein Fashionblogger etwas über Beauty, Interior oder Sonstiges schreiben möchte. Es gibt nicht umsonst den Begriff “Lifestyle”, der im Grunde genommen so weit gefasst ist, dass es völlig egal ist, worüber man schreibt und jedem soll das selbst überlassen sein. Lifestyle ist auch Motorrad fahren, Lifestyle ist auch das neue Soundsystem vom Technikblog nebenan. Alles ist Lifestyle – aber man muss nicht alles opportunistisch ausschlachten – Schweinchen. Ich verwende den Begriff “Ramschladen” aus Summers Zitat äquivalent mit den 1€-Shops, die man hier und da in der Innenstadt findet und komme somit zu meinem Schlusswort, welches ich als einen der Gründe dafür sehe, dass Blogger keinen guten Ruf bei einigen Unternehmen genießen / nicht ernst genommen werden:

Was denkt ihr über die Qualität in einem 1€ Laden?

Selbstverständlich ist das hier doch noch nicht der Schluss, denn um eine Verallgemeinerung über alle Blogger zu vermeiden, möchte ich noch Beispiele posten, die meiner Meinung nach gelungene, gesponsorte Blogposts darstellen, die auch für den Leser einen Mehrwert bieten. Kennt ihr noch gute Beispiele??

Disgusted Face:
disgusted face

PS: Diskussion erwünscht – gern anonym, aber bitte Meinungen immer schön begründen! :)

April 2014

02 Mai
02.05.2014

Gekauft: Als kleine Treats für die letzten paar sparsamen Monate, habe ich mir ein bisschen was bei Amazon bestellt. Dazu hab ich ein kurzes Video gedreht. Ich würde mich freuen, wenn ihr mal reinschaut.

Gewünscht: Ich hab ein paar Sportsachen auf meine Wunschliste gesetzt, die ich mir dann demnächst bestellen werde. Außerdem würde ich mir gerne mal wieder das 50mm 1.8 zulegen. Ich hatte es ja schon einmal, aber habe es kaputt gemacht, als ich es samt Kamera habe fallen lassen.

Gesehen: Das Ende von How I met your Mother! Oh mein Gott – habt ihr es schon gesehen? Schreibt mir eure Meinung, aber am Besten ohne Spoiler, weil bestimmt noch nicht alles das Finale gesehen haben! Aaaaaaber ich muss sagen, dass ich nach dem Finale das Gefühl hatte 9 Jahre meines Lebens verschwendet habe die Serie zu schauen! Ich fand das Finale ganz, ganz schrecklich!!!

Gegessen:
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Bilder des Monats:
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Princess Room – Upgrade

30 Apr
30.04.2014

“Du bist voll männlich” – sagte mein Kumpel zu mir, als wir im Burgerladen unseres Vertrauens einen Burger nach dem anderen – belegt mit Bacon, Ei, Champignons und Gorgonzola verschlungen haben. Mein Kumpel kennt mich nur, wie ich dumme Witze mache, Menschen Tiernamen gebe und nur über Essen rede. Er war noch nie in der rose Höhl(l)e, die ich meinen Princess Room nenne. Das Ergebnis meiner – nicht-so-mädchenhaften Teenagerzeit, in der ich lieber in verdreckten Turnschuhen und zerrissenen Jeans Unsinn auf Konzerten und Festivals getrieben habe, als mich mit rosa Glitzermist auseinanderzusetzen. Irgendwie niemals das Tussi-Dasein ausgelebt, schlummerte dieses Geheimnis in mir, bis es mit 22 Jahren explodierte und mir ein rosa etwas mit weißen Möbeln hinterließ – um den nicht verplanten Raum in unserer Wohnung für mich zu gewinnen, musste ich meinen Freund erst einmal bestechen. Als das nicht geklappt hat, habe ich ihn mit Essen abgelenkt und den Raum schnell tapeziert, um dann zu sagen: Ätsch – zu spät [Ok - lief eigentlich nicht so ab - ich lasse das trotzdem mal so stehen und lache über meinen eigenen, schlechten Witz]. Ich habe ja schonmal eine Roomtour fotografiert – ist auch ich gar nicht mal so lange her. Seitdem hat sich ein bisschen was in meinem kleinen Zimmer verändert. Da ich irgendwie Stauraum schaffen wollte, aber nicht wusste, wo ich noch einen Schrank hinstellen soll, habe ich mir noch eine Kommode gekauft und meinen anderen Schrank oben drauf gestellt. Beide in weiß und somit passt auch optisch alles prima zusammen. Oben kann ich jetzt meine schönen Sachen hinstellen, wie z.B. Parfüm, Taschen, Schminkpinsel etc. und den unteren Schrank benutze ich als Stauraum für Kosmetika, meine Bastelsachen und ein paar Gadgets (Kamerazubehör und Lockenstab etc). Da ich mir bei Wie Einfach! etwas aussuchen durfte und mich für diese hübschen Teelichter entschieden habe, passt es ganz gut, dass der untere Schrank etwas hervorsteht und somit Fläche für Dekoration bietet. Mit weißer Außenfläche passend zum Rest und mit einer goldenen Beschichtung im Inneren spenden diese Teelichter ein sehr weiches, ruhiges Licht. Ich habe aus meinem Kerzenfundus ein paar Duftkerzen rausgekramt, um auch noch die olfaktorische Komponente gemütlich zu gestalten.

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Ein weiteres Upgrade für klein kleines Zimmerchen habe ich letzten Samstag bekommen. Diese Kleiderstange kostet eigentlich nur läppische 5€, aber ich war jedes mal zu faul sie mir kaufen zu gehen und deswegen hat sich dieser “To-Do”-Punkt auf meiner Liste Ewigkeiten in die Länge gezogen, obwohl das ganz schön unnötig war. Auf jeden Fall haben die Organisatoren des Blogger Bazaars in Frankfurt keine Verwendung mehr für die Kleiderstangen gehabt und diese somit verschenkt. Da habe ich nicht nein gesagt und mich darüber gefreut. Da ich mit der S-Bahn in Frankfurt war, musste ich entsprechend auch irgendwie zurück. Die Kleiderstange war montiert und ist unten verschraubt. Ohne Werkzeug ging sie also nicht auseinander. Was glaubt ihr eigentlich, wie oft man sich blöde Sprüche anhören kann, wenn man mit so einem Teil durch die Gegend läuft? xD Noch nie jemanden mit einer Kleiderstange spazieren gehen gesehen oder was? xD Momentan habe ich noch einen Ganzkörperspiegel im Auge – eine Auktion, die nur bei 1€ steht und der Spiegel steht in Mainz zur Abholung bereit – das ist nur 45 Minuten mit dem Auto von hier und würde den Raum soweit “fertigstellen” :D. Wenn ich noch eine Ecke frei hätte, würde ich mich noch auf die Suche nach einem gemütlichen Sessel machen, aber für’s Erste bleibt es erst einmal bei diesen Herzstücken des Tussidaseins. Wie wart ihr früher als Teenager oder wie seid ihr jetzt? Würdet ihr mich in meiner Höh(l)le besuchen kommen oder denkt ihr euch – “Kruzifix – geh bloß weg mit deinem Rosa!”

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An dieser Stelle herzlichen Dank an Wie-Einfach für die Teelichthalter, damit ich mein Tussizimmer noch ein wenig gemütlicher gestalten konnte.

I don’t know what to do, still I know I’ve got to try

28 Apr
28.04.2014

Ich mag mein Profil nicht.
Kannst du mich bitte nur von vorne fotografieren?

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Früher habe ich mein Profil gehasst. Asiaten mit ihren platten Nasen und irgendwie sieht dein Gesicht von der Seite aus wie ein Halbmond. Ich fand Bilder von der Seite ganz grauenhaft und habe sie vermieden. Am liebsten Halbschräg von vorne. Mittlerweile hat sich das komplett geändert – ich mein ja nur. Martin hat’s halt auch einfach drauf einen schön abzulichten – auch das Profil =). Vielen Dank noch einmal für die Bilder! Den Federkopfschmuck habe ich letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen und endlich kam er dann auch mal zum Einsatz. Wer auch so einen will, muss nur mal bei Ebay nach Federkopfschmuck suchen.
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Derweil kann ich nur noch einmal erwähnen, dass es super wäre, wenn ihr Martin ein Like dalasst… es kommen in Zukunft sicherlich noch viele tolle Bilder!

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