Betriebsblindheit – auch beim Schreiben

20 Apr
20.04.2013

Mit Betriebsblindheit wird umgangssprachlich, aber auch in der Betriebswirtschaftslehre eine routinemäßige Arbeitsweise bezeichnet, an der keine Selbstkritik geübt und keine Veränderungsmöglichkeit gesehen wird. – Wikipedia

Faszinierend, wie aus einem anderen Blogpost heraus, der Stoff für den nächsten Blogpost gewonnen wird. Mit unter ein Grund, wieso ich kritische, begründete und lange Kommentare unheimlich schätze – gerade, weil ich weiß, dass ich daraus einiges an Wertschöpfung gewinnen kann – ob dies nun beabsichtigt war oder auch nicht. Eines meiner Ziele dieses Jahr, war mehr textlastige Blogposts zu verfassen. Mir fehlen meist jedoch die Worte, wenn ich “fachliches” vorstellen soll. Zum Beispiel Produkte jegliche Art. Ich kann sie beschreiben, ich kann sie testen und bewerten. Man hat halt konkrete Dinge, die man erfassen kann. Größe, Farbe, Funktionalität etc. – Ist auch viel Arbeit – kaum anzuzweifeln, aber irgendwie ist diese dann irgendwann auch relativ routiniert getan, weil man anhand von Schema X erfassen kann, was wichtig ist – man hat eine gewisse Struktur. Allerdings denke ich mir dann manchmal “mehr fällt mir jetzt halt nicht dazu ein”. Und dann hab ich erst ein, zwei Sätze rausgequetscht – also lasse ich es dann doch sein.

Anders geht es mir dann bei Themen, die mich in irgendeiner Art und Weise betreffen oder aufregen. Getriggert durch Aussagen, Tätigkeiten oder Happenings in meinem Umfeld. Meistens findet ihr dann solche Meckereien unter dem Tag “Ranting“. Solche Beiträge sind gefüllt mit Frust, Chaos, Ärger und Dingen, die man sonst mal los werden will. Meistens gewürzt mit Unordnung, Brainfarts und vor allem Betriebsblindheit. Man ist irgendwie angepisst und schreibt und schreibt. Meistens sind die Rohfassungen dann aber so chilibefüllt, dass ich sie gar nicht veröffentlichen kann. Dann sitze ich da und kürze raus, schreibe neu, formuliere um, kippe Quark rein, damit die Schärfe abmildert und nicht irgendwer, irgendwie was falsch versteht, sich angegriffen fühlt, der sich nicht angegriffen fühlen soll oder im Umkehrschluss – nur die richtigen Personen angesprochen werden sollen. Bestimmt bis zu 10 Mal. Da denke ich mir, dass ein solcher Blogpost doch mittlerweile genug durchdacht sein könnte. Das ist de facto aber nicht der Fall – zumindest ist das bei mir so. Habe ich erst vor ganz kurzer Zeit gemerkt. Gerade bei diesem Blogpost hier *click on the link*. Gepostet im Bewusstsein, DASS definitiv Leute angepisst sein werden, die dem beschriebenem Bild entsprechen bzw. bei denen ich ins Schwarze getroffen habe – war aber auch die Absicht. Aber nun war der Blogpost dann doch so, dass NICHT beschriebene Personen sich wohl beim Lesen auch unwohl gefühlt haben – etwas mit dem ich persönlich nicht gerechnet habe. Und damit komme ich zum eigentlichen Thema:

Wie blind bist du dir selbst und deinen Aussagen gegenüber? Hälst du dir denn tatsächlich den Spiegel vor das Gesicht oder teilst du nur aus und bist mit deinem Kopf doch selber nur im Sumpf? Wie kannst du überhaupt dein Diktat korrigieren, wenn du schon zehn mal drüber gelesen hast und nun wirklich keinen Fehler mehr findest? Und: Ist es überhaupt nötig, solange daran zu feilen, bis alles so stumpf ist, dass man gar nicht mehr aneckt?

Wenn man etwas Chaotisches zusammenschreibt, ist es umso wichtiger die oben beschriebene Struktur reinzubringen. Gerade WEIL sich der Leser dann an einem roten Faden entlanghangeln kann, ohne dabei durch Stolperfallen – wie Missverständnissen – auf die Nase zu legen. Für mich ist es also eine ganz wichtige Erkenntnis, dass mein Geschreibsel [welches nie und nimmer mein komplettes Meinungsbild widerspiegelt] IMMER unvollständig sein wird – gerade weil das Chaos und die Vielfalt an diversen Variablen im Kopf schriftlich ganz, ganz schwierig widerzugeben ist. Ich finde dieses Bewusstsein sollte gestreut werden. Ist ja nichts verwerfliches daran, wenn man den Satz noch nicht bis zum Schluss gedacht hat. Vielleicht kann jemand anderes ja besser formulieren oder hat einen besseren Vorschlag.

Um damit auf den nächsten Punkt über zu gehen. Wenn wir als Blogger dieses Bewusstsein widergeben können, wenn man Reflexionsfähigkeit fortfolgend lebt und den Lesern dies auch vermitteln kann, dann behaupte ich jetzt einfach mal, dass man seine Konfliktfähigkeit (gerade online!) und auch die der Interessierten in einem Dialog qualitativ deutlich verbessern kann. Und WENN es denn mal soweit ist, dass ein solches Bewusstsein erlernt wird, bedeutet dies im Umkehrschluss für mich, dass man aus dem Schatten der ewigen Diskussion über “Hater/Hasskommentare/Neider etc.pp” austreten kann, weil man in einem wertigen Dialog seinen Unmut ausdrücken kann. Wenn sich der Blogger nicht nur darauf ausruht, dass irgendwelche gelangweilten Tussis nur rumnerven wollen, sondern er sich selbst mal überlegt, wie er sich darstellt und sich sagt: Mein Gott, dann hau ich jetzt mal auf den Tisch und bekomme vielleicht auf die Nase – und das ist total okay so. Und wenn der anonyme [beleidigende] Kommentator sich mal fragt, wieso er nicht in der Lage ist mit geradem Rücken, offen und begründet etwas scheiße zu finden. Anmerkung: Ich hab absolut kein Problem mit “Anonym” – Anonym find ich gut und sinnvoll, wenn man sich nicht traut und sich selbst schützen will. Aber jeder sollte den Anspruch an sich selbst haben, etwas begründet, mit Gegenvorschlag und ausformuliert scheiße zu finden – sei es nur “passt nicht zu meiner Lebensweise”. Apropos: Im Internet ist sowieso niemand anonym – seid doch bitte nicht so naiv zu glauben, dass ihr – nur weil kein Bloglink hinterlegt wird – anonym seid. Da ist es doch anonymer, wenn ich auf der Straße dem Würstchenhändler erzähle, wie doof ich jemanden finde.

Für mein Fazit bedeutet es, dass ich weiterhin meckern werde – ich werde weiterhin versuchen explizit auszuformulieren und zu argumentieren, aber ich werde meine Blogposts nicht bis auf’s Kleinste weichkochen, damit sich jedes kleine Mädchen zu Hause darüber freuen kann, dass ich ein Wattebällchen in ein Kanonenrohr gefüllt habe. Dann doch lieber einen Gummiball, der immer noch Power hat, aber dennoch keine Siedlungen zerstört.
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Die Schuhe sind Vans-ähnlich, ne? Bei Primark gefunden icon smile Betriebsblindheit   auch beim Schreiben

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Walking with a friend in the dark is better than walking alone in the light.

19 Apr
19.04.2013

Momentan beantworte ich Kommentare nur hier auf dem Blog, meiner Facebookseite, Twitter oder Instagram.

Anfang des Jahres war ich mit Mimi ein paar Bilder schießen und wir haben auch ein paar Schnappschüsse zusammen gemacht. Und eigentlich ist jetzt auch erst Februar, aber ich tippe einen Blogpost vor, damit hier nicht völliger Stillstand herrscht. Die Bilder hier hatte ich noch nicht gepostet. Das sind quasi die Doppelbilder – wir zwei zusammen, so wie ganz, ganz früher icon smile Walking with a friend in the dark is better than walking alone in the light.
2013 01 04 TF 148 Walking with a friend in the dark is better than walking alone in the light.
Kleid: Calvin Klein | Schuhe: Sacha
2013 01 04 TF 226 Walking with a friend in the dark is better than walking alone in the light.
Shorts, Bluse: Primark | Shirt: H&M | Schuhe: Sacha
2013 01 04 TF 285 Walking with a friend in the dark is better than walking alone in the light.
Body: Bershka | Rock: Von Mimi gemopst xD | Schuhe: Converse
samoth004 Walking with a friend in the dark is better than walking alone in the light.
Beanie: H&M | Bluse: Zara | Leggins: Primark | Schal: Seidenfabrik Hoi An

Sind wir Pro oder Anti-Acta?

16 Apr
16.04.2013

Momentan beantworte ich Kommentare nur hier auf dem Blog, meiner Facebookseite, Twitter oder Instagram.
Neulich konnte ich auf der Facebookseite von Ina eine recht interessante Diskussion / Entwicklung beobachten. Diese wurde dadurch ausgelöst, dass eine Bloggerin Bilder von Ina und noch von diversen anderen Bloggern gestohlen und auf ihrem Blog veröffentlicht hat. Wie sich jeder von uns denken kann und natürlich auch jeder nachfühlen kann, hat Ina sich selbstverständlich geärgert – ich würde wahrscheinlich genauso reagieren. Vorab noch – ich hab sie natürlich über diesen Blogpost informiert – weil ich die Diskussion wirklich erstaunlich fand. Aus den – öffentlich zugänglichen Kommentaren – gehen Dinge hervor bei denen ich teilweise die Nase rümpfen musste. Da wird der Dieb als krank beschimpft, da fragt jemand anderes nach der Blogadresse [Gott sei dank ist Ina kein Mensch, der sinnlos hetzen würde!] und am Ende wird die Lösung des Verklagens an den Tisch gebracht.

Wenn jemand mein geistiges Eigentum stiehlt, dann ist es mein gutes Recht dagegen vorzugehen und Schadensersatz zu verlangen [ggf. auch nur als "Warnschuss"]. Das ist korrekt. Ich finde es aber wichtig hierbei zu differenzieren – Es wurde folgendes Beispiel benannt: Großes Unternehmen klaut komplette Inneneinrichtung für eigenen Katalog. Ui, da würd ich aber auch klagen, bis sich die Balken biegen – die haben schließlich kein Geld mit meiner Arbeit zu verdienen [zumindest ohne, dass ich was davon habe!] – in diesem konkreten Fall ging es allerdings um eine (meines Wissens) 13-Jährige, die sich meiner Einschätzung nach, wahrscheinlich überhaupt nichts dabei gedacht hat und sich wahrscheinlich in die Hose macht, wenn sie dafür ermahnt wird. Ich weiß natürlich, dass Ina kein solcher Mensch ist und sie zuerst diese entsprechende Person kontaktieren würde, aber für mich waren die Kommentare erschreckend.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie die Internetgemeinde vor ein paar Monaten noch verrückt gespielt hat und ich von allen Seiten mit Stoppt ACTA-Petitionen bombadiert worden bin. Wie für die Freiheit im Internet geworben wurde, um damit Innovationen und Ideenreichtum voranzutreiben. Wie es damals noch für jeden total schrecklich war, dass man verklagt werden könnte. Desweiteren wie eine Welle durch die Blogwelt ging, als einige größere Blogs von einer Berliner Agentur verklagt worden sind, weil sie bestimmte Bilder verwendet haben [obwohl sie die Rechte dafür hatten!].

Und jetzt, wo der Hype abgebrochen ist. Jetzt wo Acta DOCH abgelehnt worden ist, da wird kopflos damit argumentiert, dass man sich wehren soll, indem man eine Minderjährige verklagt – to make a point. Es wird genau DAMIT argumentiert, womit ACTA vor einiger Zeit selbst noch geworben hat. Der allgemeine O-Ton in den über 30 Kommentaren war (ok, es gab auch Ausnahmen!) dass man irgendwas gegen diese Diebe tun müsse. EINE Person erwähnte sofort (!) rechtliche Schritte und NIEMAND hat sich dazu geäußert, dass ein solches Vorgehen dann doch irgendwie fragwürdig wäre. Dazu sei gesagt, dass vorher keine Aussage dazu getätigt worden ist, ob entsprechende Person schon kontaktiert worden ist. Es bestünde ja auch die Möglichkeit, dass diese Person die Bilder einfach entfernt und sich entschuldigt, wenn man sie kontaktiert. Insgesamt finde ich es natürlich verständlich, dass man seine Lieblingsblogger unterstützen und ihnen Rückendeckung geben will, wenn sie sich ärgern – es gab in der Diskussion auch einfach nur neutrale “Facts”, Leute, die ihre Erfahrungen geteilt haben, aber dann gab es auch solche, die irgendwie der Raserei verfallen sind.

Versteht mich nicht falsch – ich finde es geht gar nicht, wenn einem geistiges Eigentum entwendet wird. Andererseits sollte man auch nicht mit Gewehren nach Spatzen schießen. Diebstahl gehört bestraft, aber dafür zu propagieren, dass man gegen Kleinvieh klagt… Ich finde man sollte sich ins Gedächtsnis rufen, dass es Leute gibt, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen Bilder ins Internet zu stellen und darauf zu warten, dass sie jemand klaut, um diese dann zu verklagen und bei denen schüttelt man eben so den Kopf, wie über die Leute, die Bilder entwenden – wer Interesse hat: es gibt darüber eine ZDF-Sendung/Folge.

Und – weil ich soviel gefaselt hab: Here is a picture of me.
IMG 8917 Sind wir Pro oder Anti Acta?

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Hose: Cheap Monday, Hoodie: Bershka, Top: H&M, Ankleboots: Sacha

Geschenkidee für eine liebe Person

15 Apr
15.04.2013

Momentan beantworte ich Kommentare nur hier auf dem Blog, meiner Facebookseite, Twitter oder Instagram.
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Wie man beim Essen sagt, dass das Auge mitisst, so genießt das Auge ebenfalls mit, wenn man etwas verschenkt, oder? Ich habe diese Idee mal in einem japanischen oder taiwanesischen Serie gesehen und kann mich leider nicht mehr an den Titel erinnern. Aber es ging darum, dass es ein Paar gibt und die Frau stirbt bald und der Mann hat ihr ein Döschen geschenkt, in dem lauter Tabletten waren, die man aber öffnen konnte und darin waren ganz viele liebe Nachrichten, die sie gesund machen sollten. Ultrakitschig, oder? Aber irgendwie auch ganz niedlich icon smile Geschenkidee für eine liebe Person Also, wenn ihr zum Beispiel mal für längere Zeit wegfahrt oder so, dann könnte man seinen lieben ja kleine Zettelchen schreiben, damit man sich weniger vermisst icon smile Geschenkidee für eine liebe Person Ganz leicht zu machen, kostet eigentlich nur die Verpackung, ein bisschen Papier und Tinte. Und alles, was einem so auf dem Herzen liegt, was man jemandem noch mitteilen möchte.

Der K(r)ampf mit den falschen Wimpern

13 Apr
13.04.2013

Momentan beantworte ich Kommentare nur hier auf dem Blog, meiner Facebookseite, Twitter oder Instagram.

Ich hatte irgendwann mal ein paar falsche Wimpern verwendet – eigentlich nur für Fotos – zum Spaß. Aber ganz ehrlich? Die sind SO anstrengend – Ich hab echt nicht die Feinmotorik dafür. Ich habe Respekt vor den Frauen, die sich entweder tagtäglich falsche Wimpern anbringen oder die damit einen ganzen Tag / Abend durchhalten. Ich find falsche Wimpern echt cool – Es gibt ja zig lustige Sachen (aus Papier mit Schmetterlingen oder mit Federn etc) – aber selbst krieg ich das nicht gescheit hin. Irgendein Beautyguru hier, der es drauf hat und mir mal an die Wimpern will? *_*

Angefangen beim Wimpernkleber – man muss ja erstmal irgendwoher einen Wimpernkleber herkriegen, wenn der nicht sowieso in der Verpackung inbegriffen ist. Vor zwei Jahren habe ich im Kaufhof einen Wimpernkleber von Misslyn gekauft. Nach dem ersten benutzen, habe ich den direkt weggeschmissen. Ich habe den Kleber damals – wie in diversen Tutorials beschrieben – auf die Wimpern aufgebracht, kurz gewartet, damit er antrocknen kann und wollte mir die Wimpern dann aufkleben. Witziger Gag dabei: Als Ich mit dem Zeug auch nur in die Nähe der Augen gekommen bin, haben die angefangen wie Irre zu tränen und die Farbe vom Kleber bzw. die restliche Schminke sind mir das Gesicht runterlaufen, sodass Ich die ein Waschbär ausgesehen habe. Danach hab Ich mir den supergünstigen Drogeriewimpernkleber von “Wimper’s” (Oder wie die heißen???) gekauft für nur einen Bruchteil des Preises und der hat überhaupt nicht gebrannt (Finde Ich immer noch super!). Anyway… ich hab irgendwann mal paar Bildchen gemacht, aber nur in FB veröffentlicht – fragt mich nicht wieso, ich habe keine Ahnung. Ich dachte, die könnten doch noch mal gepostet werden.
IMG 7262 Der K(r)ampf mit den falschen Wimpern
wimpern Der K(r)ampf mit den falschen Wimpern

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