EatWith: Sushi Kochkurs mit Shino-San in Tokyo

(Werbung) Als ich angefangen habe meine Japanreise zu planen, bin ich über eine Ausschreibung von EatWith gestolpert – diese haben Blogger/Innen gesucht, die ihre Plattform im Ausland ausprobieren. Da ich selbst dieses Jahr aufgrund meines Sabbaticals sehr viel unterwegs bin und bekanntlich sehr gerne gut und authentisch essen gehe, bin ich sofort hellhörig geworden und habe EatWith kontaktiert und ihnen meine Reisepläne unterbreitet, um zu schauen, ob wir etwas zustande bringen würden.

Das Konzept hinter EatWith ist genauso simpel, wie es einfach toll ist! Ich finde es doof, wenn sowas wie ein Werbetext klingt, aber sie haben meinen Nerv zu 100% getroffen. Man kann auf der EatWith Plattform ein Essen bei Privatpersonen buchen. Diese sogenannten Hosts gibt es in allen möglichen Ländern – in meinem Fall eben in Tokyo, Japan. Man besucht die Hosts bei ihnen zu Hause und kocht bzw. isst mit ihnen zusammen etwas Leckeres aus der jeweiligen Landesküche. In diesem Fall hätte so ein Abend 7.500 Yen (rund 58 Euro) pro Person gekostet. Mit authentischem, lokalen Essen und freundlichen Menschen kann man mich halt immer locken! Ganz ehrlich – ich habe mich wirklich so sehr über diese Kooperation gefreut, weil sie wie die Faust auf’s Auge passt!

Mein Abend bei Shino-San – Einkaufen und Sushi machen

Nachdem das liebe EatWith Team den Kontakt zwischen mir und Shino-San hergestellt hat und für mich ein Abendessen organisiert hat, bekam ich eine E-Mail von Shino-San. Sie hat mich gefragt, ob ich bestimmte Sachen nicht essen würde, hat mir außerdem noch meine Verbindung von meinem Hotel zu ihr rausgesucht und mir auch etwas zu unserem Programm geschrieben. Als es dann soweit war hat sie mich und Mimi-San, einer anderen Eat With Host aus Japan, am Bahnhof Meguro abgeholt und wir sind noch durch den naheliegenden Supermarkt gelaufen. Ich mag es gerne in die Supermärkte fremder Länder zu gehen, weil die Produkte einfach mal so ganz anders sind und man einiges Entdecken kann.

Als wir dann bei Shiso zu Hause eingetroffen sind, hat sie uns erst einmal ihr Haus gezeigt und dann ging es auch schon mit der Zubereitung los. Es sollte drei verschiedene Arten von Sushi geben:

  • Makis
  • Nigiris
  • Gunkan

Shino hat 4 verschiedene Arten von Makis vorbereitet. Die die typischen, die man sonst eben in Deutschland bekommt, sondern tolle Variationen. Für mich war das die Möglichkeit mal ein paar andere Sorten zu probieren, denn sonst tendiere ich dazu mir nur ganz „langweilig“ Lachssushi zu gönnen. Für die Makis gab es die folgenden Kombinationen zu rollen: Aal, Omelette, Gurke / In Essig eingelegte Makrele, Shisoblätter, Ingwerblüten / Tintenfisch, Natto, Shiso, Kresse und Shiso, Thunfisch als feine Paste, in Öl eingelegter, gehackter Schnittlauch.

Danach ging es mit 4 verschiedenen Sorten von Fisch für die Nigiris weiter – Thunfisch, Lachs, Yellowtail Makrele und noch ein weißer Fisch, dessen Name ich leider vergessen habe – ich glaube es ist Kabeljau gewesen.

Bei den darauf folgenden Gunkan Sushis sind wir dann richtig kreativ geworden. Shino hat uns eine riesige Auswahl an Zutaten zur Verfügung gestellt. Von Garnelen, Fischeiern, Thunfischpaste, Squid über Gurke, Shiso, Avocado bis hin zu Shiso, Kresse, Ingwerblüten und Schnittlauch. Gefehlt hat es an gar nichts. Shino hat den „Reisboden“ bereits vorgeformt, sodass wir nur noch die Algen drumwickeln mussten und die Toppings gewählt haben. Es hat mir am Meisten Spaß gemacht die Gunkan Sushi Teile zu machen, weil die einfach am Hübschesten aussahen und man hier ein bisschen kreativ werden konnte :).

Im Übrigen haben wir das Sushi mit braunem Reis zubereitet, was mir viel besser geschmeckt hat, als mit dem üblichen weißen Reis, den man sonst so verwendet. Außerdem soll brauner Reis auch gesünder sein, als seine weiße Schwester.

Plating is everything – When your food looks beautiful

Während der Zubereitung des Sushis haben wir parallel auch alles angerichtet. Tellerweise Sushi – das ist einfach ein Traum! Mimi-San hat zwei Teller von Masaki Tomabechi mitgebracht – ein Designer, den Sie kennt und dessen Teller Sie in Szene setzen wollte. Ich denke, dass das mit dem Sushi wirklich gut gepasst hat. Auf jeden Fall isst das Auge mit und ich glaube wir haben das ganz gut hinbekommen. Ich hoffe doch dass ich euren Appetit auf Sushi auch anregen konnte.

Zudem ist auch noch Shino-Sans Ehemann Shigero-San nach Hause gekommen und hat noch zwei Salate zubereitet und einen Fischkopf in den Ofen geschoben. Zum einen gab es einen Tofu-Sesamöl Salat und dann noch einen Auberginensalat. Einen halben Fischkopf habe ich dann auch noch gegessen. Für die meisten unter euch wahrscheinlich ziemlich ungewöhnlich, aber es gibt in jedem Fall auch noch andere Teile eines Fisches, die lecker schmecken. Zum Beispiel gibt es richtig viel Fisch in den Bäckchen – bei einem Seeteufel werden diese sogar separat verkauft. Wieso sollte man das bei anderen Fischen also nicht auch essen können? Wäre doch eine Verschwendung, richtig? 🙂 Ich wünschte, dass ich an dem Abend viel mehr Platz in meinem Magen gehabt hätte, damit ich noch mehr Sushi essen kann, aber leider war ich dann doch relativ schnell satt.

Zum Nachtisch gab es noch etwas Süßes

Wow – und dann gab es sogar noch zweifachen Nachtisch für uns. Warme Süßkartoffeln mit hausgemachter Orangenmarmelade, sowie ein weiteres Dessert mit einer Art Jelly mit schwarzem Sesam, einer Karamellsoße und einem süßlich, herbem Pulver als Topping, was ich allerdings nicht so gut zuordnen konnte und Shino auch schwierig erklären konnte, aber es schmeckte leicht geröstet, vielleicht war es eine Art Nusspulver oder ähnliches? Dazu gab es ein Gläschen Sake zur Abrundung.

Ich habe auf jedem Fall einen Haufen Fotos von diesem leckeren Essen machen können – scrollt doch einfach mal durch und ich hoffe ihr seid nicht böse, wenn ich euch den Mund damit wässrig mache :D. Long Story Short, der Abend hätte rund 58€ gekostet, was für ein Abendessen verhältnismäßig teuer ist, allerdings handelt es sich hierbei um eine Kombination eines Kochkurses und es gab sowohl superfrisches Sushi, Salate, Fisch, Nachtisch und Sake, sowie nicht alkoholische Getränke. Es gibt auf EatWith noch weitere Hosts in ganz vielen verschiedenen Ländern und ich glaube, dass das wirklich toll ist, um mit ein paar Locals ins Gespräch zu kommen.

Alle Links noch einmal im Überblick:


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