Geld sparen in Island

Was soll man sagen – Island ist zwar günstiger, als es früher war, aber ganz ehrlich? Islandurlaub ist schweineteuer!!! Selbst bei unserem Urlaub, wo wir keinerlei Eintritt zu irgendwelchen Attraktionen bezahlt haben und nur Orte besucht haben, die komplett kostenfrei waren, haben wir für einen recht kurzen Zeitraum unheimlich tief in die Tasche greifen müssen. In Island essen zu gehen ist kein günstiger Spaß, der Sprit ist deutlich teurer und wenn man – wie ich – ausversehen den Wechselkurs falsch raussucht, dann fällt man spätestens bei der Kreditkartenabrechnung vom Stuhl.

Wo ihr Geld im  Islandurlaub sparen könnt!

Die Kreditkarte: In Island bezahlt man so ziemlich alles mit einer Kreditkarte und Bargeld ist eher ein seltenes Gut. Ich habe während unserem Urlaub kein einziges Mal Bargeld gesehen. Viele Kreditkarten bzw. deren Institute berechnen euch für Transaktionen im Ausland UND mit Fremdwährung eine Extragebühr. Ihr müsst also bei der Auswahl eurer Kreditkarte darauf achten. Einen interessanten Blogpost über die beste Reisekreditkarte findet dazu findet ihr auf Chicchoolee.

Der Mietwagen und der Spritverbrauch: Ich schreibe weiter unten, dass man beim Mietwagen nicht sparen sollte, allerdings kann man bei der Auswahl eines Mietwagens darauf achten wieviel Benzin oder Diesel er verbraucht. Ihr könnt euch zum Beispiel online anschauen, was für Autos zur Verfügung stehen und dann checken, was man tankt und wieviel man verbraucht! Wir haben für Diesel etwa 1,30€ pro Liter bezahlt (zu dem Zeitpunkt hat der Diesel in Deutschland unter einem Euro pro L gekostet), was im Vergleich zu Deutschland unheimlich teuer ist! Das rechnet sich auch, weil wir an die 1.200km gefahren sind. Wenn man also darauf achtet, was man tankt und wieviel das Auto verbraucht, dann kann man einiges an Spritkosten einsparen.

Eintritt & Tourkosten: Es gibt unheimlich viele coole Aktivitäten in Island. Man kann eine Nordlichtour machen, man kann mit dem Boot rausfahren, um Wale zu sehen oder bei der Gletscherlagune (im Sommer) rausfahren, um zwischen den Eisschollen zu treiben. Das alles kostet Geld – und ihr müsst abwägen, ob ihr das bezahlen wollt und wie groß euer Budget ist. Das wir im Winter in Island gewesen sind, waren viele der Touren ohnehin nicht verfügbar und wir haben keine Aktivitäten von Reiseveranstaltern gebucht, sondern alles auf eigene Faust erkundet. Dieser Urlaub ist trotzdem sehr ereignisreich gewesen, daher würde ich euch raten vorher genau zu gucken, was ihr machen wollt und abzuwägen, ob es notwendig ist, so eine Tour zu machen. Ich persönlich empfinde diese als Nice-to-have, aber nicht als Must-Have. Wenn ihr auch die Blaue Lagune in der Nähe von Reykjavik besuchen wollt, dann ist es sinnvoll das Ticket online vorab zu buchen – dann gibt es kein Rumgenerve an der Kasse und geht einfach schneller. Außerdem reicht es, wenn man da das „kleinste“ Ticket für 40€ nimmt. Allerdings muss man dann sein eigenes Handtuch oder ggf. Schlappen mitbringen.

Das Essen: Hier gilt auch wieder – das ist euer Ermessen! Wenn ihr mega Foodies seid und unbedingt isländische Spezialitäten in Restaurants probieren wollt – dann solltet ihr auf keinen Fall daran sparen, sondern euch das Essen auch gönnen! Ich  persönlich würde aber auch nur dann in Restaurants gehen, wenn ich da ein gewisses Maß Authenzität bekomme. Wir waren bei unserem Trip z.B. in einem Burger & Spareribsrestaurant, was ziemlich bescheuert ist, weil man dann sehr viel Geld für etwas ausgibt, was man eben hier auch bekommen kann. Das hätten wir uns echt sparen können. Dafür fand ich das andere Restaurant umso toller. Wenn ihr mehr zu den zwei Restaurants in Reykjavik lesen wollt, dann könnt ihr gerne hier nachlesen. Wer nicht so großen wert drauf legt jeden Tag in einem Restaurant zu essen, der kann sich einen Supermarkt raussuchen und am ersten Tag ein paar Einkäufe erledigen. Wir haben uns Brot und Aufschnitt, Obst und Snacks gekauft und die haben uns dann durch Frühstück und Mittagessenszeit durchgebracht. Wer da noch einen draufsetzen will, der nimmt sich halt Snacks von zu Hause mit, aber man muss es ja auch nicht übertreiben.

Der Flug: Hier scheiden sich ja anscheinend die Geister. Als ich meinem Umfeld erzählt habe, dass ich im Januar nach Island fliege, war die Reaktion größtenteils so: „Hä? Da ist es doch die ganze Zeit dunkel gerade! Schnee, Unwetter, Ohje!“. Ja – das mag schon sein, aber die Isländer leben ja auch im Winter in Island? Zum Vergleich – ein Flug kostet im Juli zwischen 420 – 600 Euro, während ich für Januar lediglich 250 Euro pro Kopf bezahlt habe. Es stimmt – wir haben nur von 10:30-16:00 Sonne gehabt. Aber bei den weiten Strecken, die wir mit dem Auto zurücklegen mussten, um an unser Ziel zu kommen – da war das eh egal. Wir mussten sowieso 5 Stunden zur Gletscherlagune fahren. Da kann es mir doch egal sein, ob es während der Fahrt dunkel ist, oder nicht? Die Befürchtung was Schneestürme oder verschüttete Straßen angeht kann ich schon eher nachvollziehen. Daher sollte man sich bei der Auswahl seiner Reiseziele vorbereiten. Wir haben z.B. gesagt, dass wir nur auf der Ringroad 1 – also komplett außen herum – fahren werden und nicht ins Landesinnere bzw. in die höher liegenden Regionen fahren, da es dort schon mal kritisch werden kann, während die Hauptstraße immer komplett leergeräumt war. Überhaupt – für diese Witterungsverhältnisse waren die Straßen TipTop in Ordnung und im besseren Zustand als so manche Straßen in deutschen Vororten. Da wird einiges an Arbeit getrieben!

Wo ihr kein Geld im Islandurlaub sparen solltet!

Der Mietwagen und der Vierradantrieb

Wir haben für unseren Mietwagen 276 € für 4 Tage bezahlt. Es handelte sich hierbei um einen Skoda Octavia mit 4-Radantrieb und einer Versicherung bis 1 Mio. EUR. Es gab noch eine günstigere Variante für etwa 170€ für einen Kleinwagen mit normalem 2-Radantrieb. Aber wisst ihr was? Mit einem 2-Radantrieb in der Pampa von Island – das macht keinen Spaß. Einerseits habt ihr weniger Platz und andererseits hat man ständig Angst irgendwo stecken zu bleiben oder stheen zu bleiben, weil der Tank nicht von einer Haltestelle zur anderen gereicht hat und müsst abgeschleppt werden und die Stunden Warterei und den Stress + Zusatzkosten werdet ihr euch nicht geben wollen.

Soa – das sind erstmal die Punkte, die mir zu dem Thema „Geld Sparen in Island“ eingefallen sind. Habt ihr noch weitere Tipps, dann lasst mal hören?!

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Englisch

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