Kyoto Guide – Was man in 1,5 Tagen in Kyoto machen kann

Ich habe in Kyoto genau 1,5 Tage Zeit gehabt, um die Dinge, die ich mir auf meine Japan Bucket List gesetzt habe, abzuhaken. Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich das alles schaffen würde – wenn man jedoch nicht trödelt und bereit ist Vieles an einem Tag zu machen und von A nach B zu hetzen, dann funktioniert dies auch. Wer ein wenig mehr Zeit einplant, sollte dies auf jeden Fall tun, allerdings war das für mich nicht drin 🙂 Jedoch: Möglich (!) ist es. Ich werde euch in diesem Blogpost meine Zeiteinteilung, sowie die notwendigen Informationen zusammenschreiben.

Tag 1 (halber Tag) – Ankunft um 16 Uhr – Spaziergang ins Gion Viertel

Da ich zuerst in Osaka noch bummeln wollte, habe ich den Zug nach Kyoto erst zum Nachmittag hin genommen und bin dann noch ins Hotel gegangen, um mich ein wenig frisch zu machen. Danach habe ich mich mit einem Couchsurfer getroffen und wir sind zum Gion Viertel gelaufen. Es handelt sich hierbei um das traditionelle Viertel in Kyoto, dass meist mit Geishas in Verbindung gebracht wird. Zudem gibt es hier Teehäuser, Onsens und viele tolle, kleine Geschäfte. Da wir uns zu Fuß auf den Weg gemacht haben, sind wir erst angekommen, als es dort schon dunkel gewesen ist. Die Atmosphäre war so schön – es ist noch kaum jemand unterwegs gewesen, da hat mich der Regen auch nicht weiter gestört.

Tag 2 (ganzer  Tag)

Arashiyama Bamboo Garden
Zuerst wollte ich zum Arashiyama Bamboo Garden im Nordwesten von Kyoto und habe da gleich mal den Bahnhof verbummelt. Stattdessen bin ich eine Station zu spät ausgestiegen und bin stattdessen beim Hozukyo Bahnhof gelandet, der sich als tolle Entdeckung herausstellte! Dort bin ich eine schnelle Runde gelaufen, bis es dann zu folgender Station ging:

  • Adresse: 1-13 Sagatenryuji Tateishicho, Uky?-ku, Ky?to-shi, Ky?to-fu 616-8375, Japan
  • Bahnstation: Saga-Arashiyama Station
  • Bahn (Start Kyoto Station): JR San-In Line Richtung Sonobe

Der Arashiyama Bamboo Garden stand ganz weit oben auf meiner Buckeltest und vermutlich auch auf der Bucketlist vieler anderer Touristen. Das habe ich hier ganz deutlich gemerkt. So wunderschön es hier auch aussieht, so anstrengend ist der Besuch dieses Ortes. Es sind unglaubliche Menschenmassen, die sich hier durch den Schatten der Bambuspflanzen drängen. Für meinen Geschmack viel zu viel, denn ich bin nach etwa 10 Minuten und ein paar Fotos auch schon wieder abgehauen, weil mir solche Menschenmassen einfach nicht geheuer sind. Vor allem nicht bei 30 Grad im Schatten.

Nara Park – Freilaufende Hirsche überqueren den Zebrastreifen

Als nächstes wollte ich zum Nara Park fahren und somit raus aus Kyoto zu fahren. Dazu musste ich erst einmal zurück zum Hauptbahnhof in Kyoto um dann eine Bahn nach Nara zu nehmen. Dann bin ich vom dortigen Bahnhof aus zum Park gelaufen – wer keine Lust hat zu laufen, kann auch den Bus nehmen und spart somit noch ein wenig Zeit.

  • Adresse: 
  • Bahnstation: JR Bahnhof Nara
  • Bahn (Start Kyoto Station): JR Nara Line Richtung Nara

Wer möchte, kann sich vor Ort ein paar Snacks für die Tiere kaufen und diese damit füttern. Diese kosten 150 Yen Päckchen. Auch hier sind unheimlich viele Touristen unterwegs, aber das Gelände ist so groß, dass sich alles verläuft und man somit nicht so eingeengt ist. Die süßen Hirsche laufen überall rum wie sie lustig sind, aber am lustigsten war es, als sie am Straßenrand gewartet haben, bis die Autos stehenbleiben damit sie die Straße überqueren – so sieht man mal den Übergang von Mensch und Natur. Offensichtlich haben sich die Tiere ihrem Umfeld angepasst. Ihr solltet trotzdem vorsichtig sein, es sind immer noch wilde Tiere und achtet doch bitte drauf keinen Müll zu hinterlassen – das war nämlich so etwas, was mich richtig geärgert hat.

Fushimi Inari Taisha – Durch 1.000 Tore schreiten

Eigentlich habe ich nach dem Nara Park gedacht, dass jetzt Ende sei, denn ich hatte dafür viel mehr Zeit einkalkuliert. Da der Tag aber noch ein paar Stündchen übrig hatte, habe ich es dann doch noch zum Fushimi Schrein geschafft. Auch ein Punkt, der wohl auf ziemlich vielen Bucket List draufsteht!

  • Adresse: Japan, ?612-0882 Ky?to-fu, Ky?to-shi, Fushimi-ku, Fukakusa Yabunouchich?, ??
  • Bahnstation: JR Inari Station
  • Bahn (Start Kyoto Station): JR Nara Line Richtung Kyoto

Sehr praktisch ist, dass die Nara Line (mit der ich im vorigen Schritt ja nach Nara gefahren bin) auf dem Rückweg direkt zur Inari Station fährt. Wenn man aussteigt, dann steht man direkt vor dem Tempel – es wäre also Zeitverschwendung nicht mal schnell hier aus der Bahn rauszuhüpfen und reinzuschauen. Wie bereits vorab angedeutet, ist auch der Fushimi Tempel extrem gut besucht. Sehr viele Touristen sind hier unterwegs und nutzen die wunderschöne Kulisse für Fotos. Viele Touristen, viele Selfiesticks, viele Kameras und somit ein Stau voller Fußgänger. Lasst euch nicht von meinen Fotos täuschen, denn ich hatte wirklich lange gewartet bis der Durchgang mal kurz frei ist, um ein paar Fotos zu schießen. Auf jeden Fall fand ich meinen Besuch trotzdem sehr schön und würde euch empfehlen hierher zu kommen, wenn weniger los ist. Zum Beispiel, wenn ihr ganz früh aufsteht und gleich hierher kommt.

Ich hoffe euch hat dieser Blogpost gefallen und dass er für euch nützlich gewesen ist. Na klar, kann man in Kyoto noch zahlreiche andere Dinge tun, wie der Kaiserpalast zu besuchen oder sich kulinarisch weiterzubilden. Dennoch habe ich aufgrund der kurzen Zeit wirklich viele Abstriche machen müssen. Ich finde jedoch, dass ich aus der kurzen Zeit wirklich viel herausschlagen konnte. Weitere Blogposts über Japan könnt ihr hier in dieser Übersicht finden.

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Englisch

2 thoughts on “Kyoto Guide – Was man in 1,5 Tagen in Kyoto machen kann

    1. glaub ich dir! Ich bin leider voll durchgehackt, aber ich will auf jeden Fall nochmal irgendwann hin und mir mehr Zeit nehmen!!

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