Neuseeland Traveldiary

Was lange währt… irgendwann habe ich es mir in den Kopf gesetzt nach Neuseeland zu fliegen. Das Land der Kiwis – seitdem ich in Island Urlaub gemacht habe, habe ich auch ein Auge auf Irland, Schottland, Kanada und Neuseeland geworfen. Die Natur, die Ruhe, die Freiheit. Plötzlich war Wandern nichts mehr nur für „alte“ Leute. Zu diesem Gedanken kommt hinzu, dass ich mir ja auch ein bisschen meine Nerdträume dieses Jahr erfüllen wollte, in dem ich das Land erkunde, in dem der größte Teil der Hobbit und LotR Filme gedreht worden ist. Im Folgenden findet ihr mein Traveldiary für Neuseeland.

Tag -1 (12.6.): Manch einer fragt sich, wieso denn Tag -1? Weil man einfach Ewigkeiten braucht, um von Deutschland nach Neuseeland zu kommen. Ich bin Montag um 22 Uhr aus Frankfurt abgeflogen und habe wirklich Glück gehabt, denn der freundliche Emiratesmitarbeiter hat mir auf beiden Flügen eine ganze Reihe klargemacht. Beide Flüge (FRA – Dubai und Dubai-Auckland) sind nämlich nicht allzu voll gewesen und so konnte ich mich auf 3 Sitzen quer hinlegen und schlafen. Das ist auch der erste Flug auf dem ich kaum Filme geschaut habe, weil ich tatsächlich größtenteils geschlafen habe! Nach etwa 6 Stunden Flug bin ich in Dubai angekommen und habe mich eigentlich auf die Marhabalounge gefreut, weil ich dachte ich hätte mit meiner American Express dort Zugang. Scheint so, als würde die deutsche AMEX Gold nicht darauf zutreffen. Also habe ich mir einen Burgerladen gesucht und etwas gegessen. Nach 3 Stunden ging es dann in den Flug nach Auckland. Über 15 Stunden Flug! Der Wahnsinn – so lange saß ich noch nie in einem Flieger. Ich bin auch froh, dass ich mit Emirates und nicht mit Qatar Airways geflogen bin angesichts der derzeitigen Situation.

Tag 1 (14.06.): Ankunft 9:50 Uhr Ortszeit, 10 Stunden Zeitverschiebung. Ich fahre mit dem Skybus zur Symondsstreet und mein Kumpel holt mich ab. Wir bringen meine Sachen zu seiner Wohnung und sind danach durch die Stadt gelaufen. Er hat mir die wichtigsten Ecken Aucklands  gezeigt und danach sind wir noch für das Abendessen einkaufen gegangen.

Tag 2 (15.06.): Wir sind für einen 4 Tägigen Roadtrip mit den Freunden meines Kumpels verabredet und laufen früh morgens zum Treffpunkt. Wow – ich merke, dass ich in auf einer Vulkaninseln unterwegs bin – die Straßen gehen auf und ab und ich bin wirklich nicht mit ausgeprägter Kondition gesegnet. Ich war direkt zu Anfang schon kaputt – ahahah :D. Unser erster Halt war Hamilton Gardens – ein Park, der für jeden frei zugänglich ist und der sich gut für einen entspannten Spaziergang eignet. Für einen Spaziergang wirklich nett, allerdings vermutlich nicht das, was sich ein Neuseelandtourist so erhofft. Danach ging es weiter nach Taupo, einer Stadt, die direkt am Lake Taupo liegt und einfach den Flair eines Ferienortes besitzt. Alles ist weitläufig, niedrig gebaut, viel Ausgehmöglichkeiten wie Pubs oder auch Bars und Restaurants.

Wir sind kurz am See entlanggelaufen und sind dann zu den heißen Quellen „Taupo DeBretts Hot Springs“ gefahren, um dort quasi auf den Roadtrip anzustoßen und im heißen Wasser unter freiem Himmel zu entspannen! Es ist wirklich cool gewesen neue Leute zu treffen und ich bin einfach positiv überrascht gewesen wie schnell wir eine Connection gefunden haben, denn oft passiert mir das nicht, dass ich bei fremden Menschen direkt den gleichen Humor entdecke! Abends sind wir zum Mulligans Pub gegangen, haben uns dort jeweils noch ein Bier gegönnt und sind dann schlafen gegangen. Im Übrigen habe ich zum ersten Mal in einem Hostel geschlafen – die Erfahrung zu machen klingt für viele vielleicht ziemlich klein, aber für mich war dies ganz neu und aufregend.

Tag 3 (16.06.): Am nächsten Morgen haben wir noch gemeinsam Frühstück gemacht und sind dann zu den Huka Wasserfällen gefahren – Leute, ich liebe Wasserfälle wirklich abgöttisch. Ich finde sie so wunderschön, atemberaubend und beeindruckend. Die Kraft und die Wassermassen zu beobachten hat eine total beruhigende Wirkung auf mich. Geht es anderen auch so? Ich könnte wirklich stundenlang vor einem Wasserfall stehen und ihn auf mich wirken lassen. Da wir aber in einer Gruppe unterwegs waren und soviel wie möglich sehen wollten, mussten wir weiter. Wir sind dann über einen einstündigen Wanderweg zu den Spa Park Hot Pools gelaufen – es handelt sich hierbei um eine frei zugängliche, heiße Quelle, die in den Waikato Fluss mündet. Solltet ihr also mal hierher kommen könnt ihr eure Badesachen mit einpacken! Bevor wir uns auf den Weg nach Rotorua machten, ging es noch schnell zu einer Schleuse am Waikato Fluss namens Aratiatia Dam. Danach ging es weiter nach Rotorua – das ist ja so ein Ding, wenn man mit anderen verreist – irgendwie motiviert man sich gegenseitig noch Dinge zu unternehmen, auch wenn man müde ist, was ich wirklich gut fand, denn alleine hätte ich bestimmt gefaulenzt. Stattdessen haben wir uns noch den Kuirau Park angeschaut und sind abends in die Hennesys Irish Bar gegangen. Im Übrigen habe ich bei einem Spiel dann auch ein Bier gewonnen (Stolz wie Oskar)! Danach hat sich die Gruppe gesplittet, denn ein paar wollten schon schlafen gehen. Ich bin mit in die Lava Bar – einem kleinen Club – gegangen und wir haben dort noch einige Stunden verbracht!

Tag 4 (17.06.): Für den nächsten Tag ist ein Besuch beim SKYSWING Rotorua – Skyline Rotorua für uns geplant gewesen. Eine Art Park, bei dem man mit der Gondel hochfahren und entweder Seilbahn fahren, eine Mountain Bike Strecke oder andere coole Sachen unternehmen kann. Wir haben uns für die Lugebahn entschieden – eine Art Mischung aus Seifenkistenrennen und Rodeln. Danach ging es dann zu den Hamurana Springs & Redwood Grove- wow diese Farben sind einfach nur der Wahnsinn!

Tag 5 (18.06.): Leider sind die vier Tage so schnell vorbeigewesen wie sie angefangen haben, aber die Zeit war wirklich intensiv und toll. Zum Ende hin sind wir in Tauranga unterwegs gewesen. Vorwiegend um auf den Mount Maunganui hinaufzusteigen und von der Spitze runterzuschauen. Wandern ist einfach nur anstrengend, aber ich finde es lohnt sich für so einen wundervollen Ausblick!

Tag 6 (19.06.): Nach diesem Wahnsinnsroadtrip ging es für die anderen wieder los mit Uni und Arbeit, während ich nun alleine loszog, um die Gegend zu erkunden. Heute bin ich in Auckland unterwegs – ich habe mir das Auckland War Memorial, sowie Auckland Domain samt Wintergarten angeschaut und bin zum Windowshoppen nach New Market gelaufen. Dann bin ich noch einkaufen gegangen, um für die nächsten Tage essen vorzubereiten.

Tag 7 (20.06.): Heute ist ein sehr langer Tag gewesen – ich bin nämlich mit der Fähre auf die Waiheke Insel gefahren und bin dort rumgelaufen. Ursprünglich wollte ich zum Nationalpark laufen, allerdings konnte ich einfach nach 3 Stunden nicht mehr und habe stattdessen Pause am Strand gemacht und habe mir den Sonnenuntergang angeguckt bevor ich mich auf den Heimweg gemacht habe.

Tag 8 (21.06.): Für heute habe ich mir den Mount Eden vorgeknöpft – nach der vielen Bewegung, die ich vorher gehabt habe, ist der heutige Tag ziemlich entspannt gewesen. Im Süden von Auckland befindet sich der Mount Eden, es dauert nicht lange dort hinauf zu steigen, aber bei gutem Wetter hat man einer wundervolle Sicht auf die Stadt.

Tag 9 (22.06.): Ein kurzer Tag stand mir bevor, denn heute habe ich mir den Albert Park und das Auckland Art Museum angeschaut. Das hat in etwa einen halben Tag in Anspruch genommen – wobei ich sagen musst, dass das nur so lange gedauert hat, weil ich überall zu Fuß unterwegs gewesen bin.

Tag 10 (23.06.): Das Wochenende naht und ich bin zum Takapuna Beach rausgefahren – die Busverbindungen hier sind ziemlich weitreichend und kosten auch nicht allzu viel. Leider war es sehr bewölkt und regnerisch, weswegen ein Strandaufenthalt eher nicht drin war, aber ich denke, wenn das Wetter schön ist, dann kann man hier auch tolle Nachmittage verbringen. Abends sind wir dann zu Father Teds – einem Irish Pub und zur Habana Bar – einem Club – gegangen.

Tag 11 (24.06.): Hehe – ich musste heute erst einmal ausschlafen, denn die vorige Nacht ist dann doch recht lang geworden. Abends ging es dann in die Fox Bar – einer Sportsbar in der Nähe des Hafens. Ich habe heute ein Rugbyspiel zwischen den Lions und den All Blacks gucken können – um auch mal so eine richtige Kiwiexperience mitnehmen zu können. Danach haben wir uns noch etwas beim Mexikaner geholt.

Tag 13 (26.06.): Für Montag habe ich mir eine ganz tolle Tour gebucht! Da ging es für mich nämlich nach Hobbiton – dem Filmset für die „Herr der Ringe“ und „Hobbit“ Filme – bzw. dem Auenland. Da bin ich wirklich so unglaublich glücklich gewesen, als ich in Mitten der ganzen Hobbitbauten stand! Nach Hobbiton sind wir zu den Waitomo Caves bzw. den Glühwürmchenhöhlen in Waitomo gefahren, von denen ich aber leider eher enttäuscht gewesen bin.

Tag 14 (27.06.): An diesem Tag bin ich spazieren gegangen und ich glaube ich bin quasi im chinesischen Viertel Aucklands gelandet. Lauter chinesische Restaurants, Supermärkte, Karaokeshops und Massagesalons.

Tag 15 (28.06.): Da heute für mich der letzte Tag ist und ich ein wenig gestresst gewesen bin, wollte ich eigentlich nichts mehr großartig machen. Ich habe gepackt und mich auf den Flug nach Japan vorbereitet! 🙂

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