Porto Traveldiary

Ich bin im Juni mit meinen ehemaligen Kommilitonen in Porto – Portugal gewesen und wir haben einige coole Tage miteinander verbracht. Ich bin das erste Mal irgendwo hingereist ohne mir wirklich einen Plan zurechtzulegen und mir rauszusuchen, was ich denn alles unbedingt machen möchte. Einfach Mal ganz entspannt eine Zeit lang in den Tag hineinleben. Ich habe euch ja schon mal erzählt, dass ich immer anders reise. Mit Partner immer in schönen Hotels, in einer Gruppe gerne auch mal in einer Ferienwohnung.

Tag 1:

Wir haben uns eine Ferienwohnung im Nordwesten Portos gemietet. Ich bin mit einem Kumpel als erstes angekommen und nachdem wir 25€(!) für das Taxi vom Flughafen dahin bezahlt haben, haben wir uns eingerichtet und sind dann noch in einem Supermarkt in der Nähe einkaufen gegangen. Ein bisschen Obst, Knabbereien und etwas zu trinken. Später sind wir dann mit dem Bus Richtung Hafen im Osten Portos gefahren und haben in der Stadt einen weiteren Kumpel am Hauptbahnhof abgeholt. Bei dem Bahnhof habe ich mich ja auch ganz schön gewundert! Der sieht von außen so riesig aus und drinnen sind nur 2 Gleise.
Vom Bahnhof aus sind wir zu einem Public Viewing Platz gegangen, um dort das Polen & Deutschland Spiel zu schauen. Außerdem sind noch Getränke- und Essensstände da gewesen – ich hatte dann einen HotDog – die gab es da mit Pilzen, Champignons und frittierten Kartoffelsticks (wie Minipommes). Zu Trinken habe ich uns eine Runde Porto Tonico – Weisser Portwein mit Tonic Water – die Verkäuferin sagt das trinkt man so in Porto. Habe ich für gut befunden!

Tag 2:

Der Vorabend ging noch recht lang, weswegen meine Freunde noch bis Mittag geschlafen haben. Da ich schon früher wach war, habe ich die Zeit genutzt und bin raus und habe die Gegend ein wenig erkundet. Ich war kurz ein bisschen Obst & Frühstückskram einkaufen und bin eine Runde spazieren gegangen. Wieder zu Hause habe ich Rührei + Obstsalat für alle gemacht und mich dann auf die Hängematte begeben, um noch ein wenig zu entspannen, bevor alle aufwachen. Solltet ihr irgendwann mal im Leben einen Balkon besitzen, der groß genug ist, solltet ihr euch auf jeden Fall eine Hängematte besorgen! Das ist wirklich grandios!

Nachdem das Frühstück vorbei war sind wir erst mal eine große Runde einkaufen gegangen. Getränke, Fisch, sehr viel Gemüse und Obst, Knabbereien, Fleisch und Cocktailzutaten. Ich habe ja gedacht, dass wir bei dem riesigen Einkaufswagen bei 300€ am Ende rauskommen, aber wir haben nur 100€ bezahlt und wirklich mehr als genug gehabt. Da merkt man dann erst, wie die Lebenshaltungskosten in anderen Ländern abweichen.

Danach sind wir dann durch die Stadt Richtung Strand gelaufen. In Porto gibt es einen Strand („Foz“) im Norden und auch einen im Süden. Wir sind im Norden unterwegs gewesen und unsere Vermieterin hatte uns erklärt, dass „Foz“ das Zusammentreffen von Meeresströmung und dem Fluss, der ins Landesinnere führt, bezeichnet. Im Rucksack hatte ich eine Tupperdose voll mit Honigmelone und meine Kumpels haben Getränke eingepackt. Wir sind vollbepackt über die Felsen geklettert und waren dann recht weit draußen, haben die Sonne bzw. den Sonnenuntergang genießen können und dabei unseren Proviant verdrückt. Das war wirklich ziemlich cool und genau sowas stelle ich mir immer unter „Die Seele baumeln lassen“ vor. Auf dem Rückweg sind wir an der Strandpromenade entlang gelaufen und ich habe meine Freunde dazu genötigt ein wenig Streetfood zu probieren – mit Erfolg! Auch wenn die portugiesische Verkäuferin ubd wir uns eigentlich gar nicht mit Sprache unterhalten konnten, hat das mit Hampeln, Zeigen & Geld hinhalten wirklich gut funktioniert 😀 Das war wirklich süß wie geduldig die Dame mit uns war xD

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Mein Kumpel ist auch so ein Foodnerd wie ich und deswegen haben wir zusammen ein Festmahl zubereitet. Es gab grandiose Guacamole zu leckerem Brot, warmen Tintenfischsalat, Pastete und leckere Cocktails. Aufgeschrieben klingt das echt wenig, aber wir sind pappsatt gewesen! Danach haben wir noch bis tief in die Nacht ein Kartenspiel gespielt und ich habe es verloren!

Tag 3:

Man möge es Faulheit nennen, aber wir haben den ganzen Tag daheim gechillt – mit der Ausrede, dass wir ja auf unsere Freundin warten müssen (die kam erst um 19 Uhr). Ich habe mich dieses Mal um das Abendessen gekümmert und es gab frische Dorade, Makrele und Rinderhüftsteak mit Ofenkartoffeln und Ratatouillegemüse. Nachdem die Vierte im Bunde angekommen ist, haben wir noch allerlei Blödsinn getrieben und ein EM-Spiel geguckt und einen Club rausgesucht, um die Nacht durchzutanzen. Im Internet stand, dass die Party um 12pm losgeht und wir – so cool wie wir sind – sind um halb 2 aufgekreuzt. Man will ja nicht allein im Club rumstehen. Guess What – in Portugal geht es – laut dem Türsteher – erst so gegen 3-4 Uhr los xD Deswegen sind wir dann nochmal Richtung Innenstadt gefahren und wollten in eine Bar. Gelandet sind wir im Nachtleben, welches sich draußen – vorbden Bars abgespielt hat :). Ein Getränk – danach ging es ins Bett. Ich bin einfach zu alt zum Feiern xD

Tag 4: Let’s go to the Beach

Wir wollten uns an dem Tag entweder ein Motorboot mieten oder Surfasrüstung. Haben wir beides nicht gefunden (zumindest nicht zu dem Preis, den wir hätten zahlen können). Deswegen sind wir zum Strand – ich bin nicht ins Wasser gegangen, weil es viel zu kalt war. Ich dachte mir, dass ich mich ein bisschen bräunen könnte. Ergebnis: Vier Vollidioten / Bürohelden, die seit einem Jahr keine Sonne mehr gesehen haben, kriegen nach ein paar Stunden Sonnenbrand des Grauens. Unterschätzt das niiiiiiemals! Auch wenn es kalt ist, kann man sich verbrennen – logisch!

Abends sind wir dann noch in ein Restaurant essen gegangen, weil das mein letzter Abend gewesen ist. Da mir das Lokal sehr gut gefallen hat, werde ich darüber auf jeden Fall noch einen Blogpost verfassen.

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Englisch

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