Wildwasserraften auf dem Kymijoki River

Im Rahmen der Tour de Relax sind wir zum Raften zum Kymijoki River gefahren. In diesem Beitrag berichte ich über meinen Ausflug und mein erstes Mal Wildwasser Rafting, die in Kooperation mit VisitFinland stattgefunden hat. Zuerst stelle ich euch wieder ein paar Hard Facts über den Kymijoki River und Erämys, die uns den Ausflug möglich gemacht haben, zusammen:

Kymijoki River – Wildwasser Rafting in Finnland

  • Ein Fluss in Südfinnland, Nähe Kotka
  • 203 km lang
  • #kymitheriver

Aktivitäten mit Erämys

Unser Tagesausflug zum Kymijoki River

Wir sind an einem Nachmittag zu Erämys gefahren. Kaakko135 und Erämys haben für uns einen Nachmittag organisiert, der wirklich super war. Zum einen war ich sogar etwas peinlich berührt, dass wir so umsorgt worden sind – einfach, weil ich das nicht gewohnt bin und es auch nicht erwartet habe. Ich habe zum Beispiel gefragt, ob ich filmen darf, wenn wir raften. Uns wurde geantwortet, dass „wenn wir nicht einverstanden wären, wären wir nicht hier!“. Es hat sich herausgestellt, dass die anderen 10 anwesenden Personen nur wegen uns gekommen sind. Darunter einige Blogger (z.B. Ellikki), Mitarbeiter der Agentur und auch Mitarbeiter von Erämys.

Als Erstes sind wir gemeinsam mit den anderen auf dem Kymijoki Fluss raften gegangen. Wir sind auf einem Schlauchboot gewesen und mein Freund und ich durften vorne sitzen – mit der Warnung, dass wir hinterher vermutlich klatschnass sind – was sich im Endeffekt auch bewahrheitet hat. Ich habe während unserer Fahrt ein Video mit der GoPro gedreht – in diesem Beitrag könnt ihr schon ein Fotos sehen und das Video habe ich euch hier verlinkt. Zuerst habe ich schon ein wenig Angst vor dem Raften gehabt, aber als wir dann unterwegs gewesen sind und auf die Strudel hinzu gepaddelt sind war es einfach nur aufregend und hat unheimlich viel Spaß gemacht. Zudem fühlte es sich mitten auf dem Strudel gar nicht so wild an, wie es auf dem Video im Endeffekt ausgesehen hat. Insgesamt sind wir durch 3 Strudel gepaddelt – den Rest der Strecke haben wir einen Motorantrieb genutzt. Und auf dem Rückweg sind wir mit einem Transporter abgeholt worden. Es fällt mir schwer hier viele Worte zu finden, um zu beschreiben, wie ich den Tag empfunden habe. Ich möchte nicht inflationär damit umgehen, indem ich ständig sage, wie begeistert ich von irgendetwas bin, aber ich hoffe, dass man das herauslesen kann, indem ich umfangreich darüber berichte, was ich so alles erlebt habe.

Nachdem wir vom Raften zurückgekommen sind, haben sich alle anderen Gäste verabschiedet. In unserer Abwesenheit wurde ein Lachsfilet für uns geräuchert. Ich habe es euch ja schon in einem anderen Blogpost über die Ramossa Lodge erzählt, wiederhole es aber gerne noch einmal. Der Lachs wurde an einem Brett befestigt, reichlich gesalzen und dann neben die Glut gestellt. Wenn ich wieder daran denke, dann grummelt es in meinem Bauch, weil ich das schon ziemlich geil / lecker fand :D. Ehrlich gesagt war die Portion dann aber viel zu groß – wie soll man denn zu zweit ein ganzes Lachsfilet aufessen? Ich esse normalerweise alles auf, was man mir vorsetzt, weil ich nicht will, dass das dann weggeschmissen wird, aber bei der Portion hab ich es bei bestem Willen nicht geschafft – auch wenn das Abendessen wirklich, wirklich lecker war!

Abenteuer, leckeres Essen und dann ist der Tag immer noch nicht vorbei? Der Besitzer von Erämys hat die Sauna für uns schon angeheizt – er hat uns Handtücher bereit gelegt, hat das Tor zum Gelände geschlossen und ist dann nach Hause gefahren. Wenn wir fertig sauniert haben, dann sollen wir einfach die Türe zu machen und nach Hause fahren. Der Ofen erlischt dann schon von alleine. Die Sauna befindet sich direkt an einem Steg, 10 Meter vom kühlen Nass entfernt. Wir haben an diesem Nachmittag / Abend rund 20°C Lufttemperatur gehabt, das Wasser ist schon wärmer gewesen als zwei Tage zuvor Lodge – zumindest bilde ich mir das ein. Die Finnen mit denen wir gesprochen haben, sagten, dass es dazu gehöre direkt nach der heißen Sauna ins kalte Wasser zu springen. Als Nackedei, wohlgemerkt. Wieder ein Punkt von der Bucket List gestrichen. Skinny Dipping. Das hört sich so nüchtern an, wenn ich es schreibe, aber wir haben geschrien und gelacht, weil – scheiße – das Wasser ist echt kalt gewesen! Für mich ist das etwas ganz Besonderes gewesen – wenn man älter wird, dann werden die „ersten Male“ weniger, man wird außerdem vernünftiger ängstlicher, probiert weniger aus, redet sich raus und dann? Was wenn ich mit 40 aufwache und es bereue, dass ich bestimmte Dinge nie ausprobiert habe, wenn ich nichts zu erzählen habe, wenn ich es dann für zu spät und mich für zu alt halte? Das ist so eine meiner größten Ängste – irgendwann aufzuwachen und zu bereuen. Etwas versäumt zu haben, was ich eigentlich schon immer machen wollte, aber es immer rausgezögert habe. Und genau deswegen freue ich mich so, dass ich was Kindisch / Lustig / Unvernünftiges gemacht habe – einfach um des Machens-Willens, den Spaß, die Geschichte.

Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal an:

Mein oben  genanntes Video könnt ihr euch hier anschauen:

Weitere Posts über Finnland findet ihr hier.

Kymijoki River – Wildwasser Rafting in Finnland

Rafting Kimiyoki River (1) Rafting Kimiyoki River (2) Rafting Kimiyoki River (3) Rafting Kimiyoki River (4) Rafting Kimiyoki River (5) Rafting Kimiyoki River (6)


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Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Englisch

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