Das Jahr 2017 sollte ganz groß für uns werden. Nachdem in 2016 schon eine berufliche Wende kam, sollte 2017 mein Sabbatjahr anstehen, in dem ich viel reise, fotografiere und erlebe. Als das Jahr 2017 eher schlecht als recht für mich startete (Lebensmittelvergiftung am 2.1.) hatte ich nicht gedacht, dass ich eine Woche später verlobt sein würde und 8 Monate später verheiratet sein würde! Im Folgenden könnt ihr meinen Jahresrückblick lesen – ich bin total glücklich darüber und auch wenn ich versuche aus jedem Tag, jedem Jahr etwas Besonderes zu machen, so war 2017 einfach ein ganz einschneidendes Jahr für mich und unsere zukünftige Familie.


Januar: Reisetechnisch startet das Jahr schonmal ganz toll und zwar auf Koh Samui in Thailand. Nachdem wir die Hochzeit meines Cousins besucht haben sind wir noch auf Koh Samui geblieben – weiterhin haben wir Koh Phangan und Bangkok besucht. Der Urlaub war zu Anfang ziemlich schiefgelaufen, dennoch endete er wunderschön und ich kam als verlobte Frau zurück nach Deutschland. Wenn ich den Post jetzt so tippe, kommt es mir so vor, als sei der Antrag wirklich Ewigkeiten her – kaum zu glauben, dass das Anfang diesen Jahres war. Die Zeit vergeht einfach so wahnsinnig schnell. Wen es noch interessiert, wie der Antrag verlief, der kann das hier nachlesen. Ein paar Wochen später ging es für mich nach Hamburg, denn ich sollte Summers Verlobung fotografieren. Irgendwie ist das schon ein ziemlich cooles Gefühl bei so einer intimen Situation dabei sein zu dürfen und den Moment teilen zu dürfen. Ansonsten war ich im Januar damit beschäftigt organisatorische Dinge für mein Sabbatjahr zu erledigen und so viel wie möglich Aufträge anzunehmen, um mehr für die folgenden Monate zu sparen.

Februar: Endspurt! Der Februar war ziemlich stressig, weil ich auf der Arbeit einen neuen Kollegen eingearbeitet habe und auch meine Übergabe ordentlich vorbereiten wollte – neben dem üblichen Tagesgeschäft, was sich sonst so abgespielt hat. Wir sind ein Wochenende in Frankreich gewesen, um unsere Familie zu besuchen – ansonsten hat sich aber nicht sehr viel im Februar abgespielt.

März: Endlich hat mein Sabbatical angefangen! Ich muss zugeben, dass ich am Anfang erst einmal einen Dämpfer bekommen habe. Ich habe nämlich angenommen, dass ich mit einer Freundin nach Irland oder Schottland fliegen würde und wir dort einen Roadtrip unternehmen. Leider kam es nicht dazu und ich hatte für März keinen Alternativplan, sodass ich hier größtenteils zu Hause geblieben bin. Die viele Freizeit habe ich dazu genutzt, um die folgenden Monate zu planen, zu bloggen und all das zu machen, was ich mir vorgenommen hatte. Wenn man aber mal alle Zeit der Welt hat, merkt man erst, wie schnell To Do Listen abgearbeitet sind. Ende März bin ich dann zu Miu nach Konstanz gefahren, um sie zu besuchen!

April: Anfang April bin ich nach Köln gefahren, denn eine enge Freundin hat ihren Junggesellenabschied gefeiert. Wir sind dort Minigolfen gegangen, ich habe ein JGA Shooting durchgeführt und wir waren im The Ash Steak essen. Zum Ende des Monats bin ich dann eine andere Freundin in Mailand besuchen gegangen. Da sie zu dem Zeitpunkt dort beruflich gewesen ist, habe ich die Möglichkeit gehabt bei ihr zu übernachten. Unter der Woche bin ich in der Stadt unterwegs gewesen und am Wochenende habe ich mit ihr Ausflüge nach Verona und zum Gardasee gemacht.

Mai: Die ganze Zeit bin ich ja alleine unterwegs gewesen, was für mich auch in Ordnung ist, aber es ist doch viel schöner, wenn man mit seinem Partner verreist. Wir haben im Mai eine Islandrundreise geplant. Denn nachdem wir letztes Jahr nur ein paar Tage in Reykjavik gewesen sind, wollten wir dieses Mal unbedingt die gesamte Insel umrunden. Diese turbulente Zeit ist einfach der Wahnsinn gewesen. Nicht nur haben wir gefühlt hunderte Dinge gesehen und besucht, die einfach atemberaubend gewesen sind, ich habe auch noch meinen Geburtstag auf einem Berg in einem Fluss gefeiert (Reykjadalur Hot Springs) – zum anderen hat auch Summer mich gefragt, ob ich ihre Trauzeugin sein möchte. Es war in Island einfach so krass, was wir alles mitgemacht haben. Wegen einem starken Sturm sind die Straßen gesperrt worden und deswegen mussten wir im Auto vor einem Wasserfall schlafen. Dann sind wir an einem anderen Tag noch in einen Schneesturm geraten, bei dem man wirklich gar nichts mehr sehen konnte. Ohne Mist – ich bin da wirklich ängstlich gewesen, weil wir aus den Bergen runter gefahren sind und ich es schon habe sehen kommen, dass wir abrutschen und den Berg runterrollen. Ich habe so viele Eindrücke in Island sammeln können, weswegen ich auch ein E-Book dazu geschrieben habe und es nun seit einiger Zeit in Island anbiete! Das (für mich) Krasse war ja, dass ich aus meiner Islandreise heraus meine Neuseeland- und Japanreise gebucht habe. Quasi drei Wochen vorher – normalerweise bin ich die Type Mensch, die alles so früh wie möglich geklärt haben möchte.

Juni: Im Juni habe ich mich dann auf die Socken gemacht und bin wahnsinnige 25 Stunden (!) nach Neuseeland geflogen! Ich habe so dermaßen Glück gehabt, weil zu der Zeit ja Winter in Neuseeland gewesen ist und irgendwie möchte wohl niemand im Winter nach NZ fliegen, sodass ich im Flugzeug 3 Sitze für mich alleine bekommen habe. Dementsprechend war der Flug nicht sehr anstrengend, weil ich mich quer gelegt habe und fast die ganze Zeit geschlafen habe. Ich habe mich in Neuseeland mit einem Freund getroffen und bin auch bei ihm zu Hause untergekommen. Die ersten paar Tage sind wir mit seinen Unifreunden auf einen Roadtrip gefahren – danach hab ich mich alleine durchgeschlagen und habe einige Ausflüge in der Gegend unternommen. Ich glaube jeden Tag bin ich um die 15-20 Kilometer gelaufen – ganz gemütlich, mit vielen Pausen, denn so super sportlich bin ich dann auch nicht. Ich habe aber gemerkt, dass es nach und nach viel besser geworden ist. Meine Kondition ist deutlich besser geworden – leider ist das mittlerweile wieder ad acta gelegt, weil ich einfach eine faule Socke bin ;).

Juli: Da ich es als Verschwendung empfunden habe, so weit zu fliegen, um dann direkt wieder nach Hause zu fliegen, habe ich noch einen Umweg nach Japan gemacht. Mir war es eigentlich egal, welche Flüge ich nehme, weil ich einfach irgendwas in Südostasien machen wollte. Im Endeffekt habe ich mir Japan ausgesucht, weil meine Schwester zur Halbzeit nach Japan kommen wollte, sodass wir uns dann in Tokyo getroffen haben, um diese riesige Stadt zu erkunden. Vorher habe ich mir ein Japan-Rail Ticket gekauft und bin durch das Land gereist. Ich kann es kaum glauben, dass ich in einer so kurzen Zeit so viele Städte angucken konnte und ganz ehrlich – zwischendrin war ich wirklich fertig mit den Nerven. Ich hatte durch die Flüge von Neuseeland und Australien einfach einen Knicks bekommen. Die Abwehrkräfte haben nachgelassen und ich lag mit Grippe im Gasthaus und hustete die ganze Nacht durch, sodass ich kaum schlafen konnte. Was ziemlich blöd ist, wenn man mit 12 Kilo Rucksack auf dem Rücken durch die Gegend tingelt und dann einen doch ziemlich engen Zeitplan hat, wo nicht vorgesehen ist einfach mal nur rumzuliegen. Fukuoka ist dann doch ein bisschen zu kurz gekommen – da habe ich mir nur vorgenommen, dass ich pro Tag wenigstens ein richtig cooles Restaurant besuche. Die Zeit in Japan ist einfach der Wahnsinn gewesen – so viele Eindrücke, die auf einen reinprasseln und die Angst irgendetwas zu verpassen, was man unbedingt erleben muss. Ich muss sagen, dass ich unbedingt noch einmal nach Japan zurück kommen möchte – nächstes Mal mit meinem Mann!

Nachdem ich dann zurück nach Deutschland gekommen bin, habe ich ich erst einmal auf meinen Mann und meine Familie gefreut, bevor es dann nach ein paar Tagen schon gleich weiter nach Warschau ging. Ein paar Tage habe ich dort mit Miu verbracht. Ich finde solche Städtetrips wirklich richtig gut, wenn man einfach gar nichts plant und nur drauf losmarschiert. Früher war ich total durchgeplant und habe schon Marschrouten auf der Karte vormarkiert, bei denen man möglichst viel läuft und möglichst viel sieht. Mittlerweile ist mir das egal, weil ich mir denke, dass ich im Urlaub bin und keine Lust habe mich zu stressen. Wenn ich etwas verpasse, dann ist das meines Erachtens nicht so schlimm – man kann schließlich jederzeit noch einmal zurückkommen (vor allem, wenn es in Europa ist).

August: Im August bin ich nicht verreist, weil ich erst einmal wieder Geld verdienen musste. Ich habe ja einen Großteil der Hochzeitssaison im Ausland verbracht, sodass ich im August ein bisschen was nachzuholen hatte. Zudem habe ich auch unter der Woche einige freie Shootings eingeplant, sodass ich den Monat, fotografisch gesehen, gut beschäftigt gewesen bin. Außerdem hat die Aufregung so langsam angefangen, da unsere Hochzeit ja bevorsteht. Großartige Vorbereitungen gab es nicht, da die standesamtliche Hochzeit ziemlich unkompliziert abgelaufen ist. Trotzdem gibt es ein paar Kleinigkeiten, die man eben erledigen muss (…wir waren zum Beispiel total spät dran richtige Einladungen zu verteilen. Trottel!). Außerdem haben wir glaube ich eine Woche vorher spontan noch ein paar Blumen für die Deko bestellt. Ansonsten haben wir angefangen unser Bad zu renovieren (ich weiß gar nicht wieso wir auf die Idee gekommen sind das eine Woche vor der Hochzeit zu machen).

September: Unser Monat. Unser Monat hat angefangen und es ist einfach so spannend . Das Thema Hochzeit wollte ich für die Standesamtliche wirklich nicht groß aufbauschen, aber es ist dann doch ziemlich emotional geworden. Seitdem freue ich mich immer wieder, wenn ich auf die Hand meines Mannes schaue und seinen Ehering sehe (Das ist einfach immer noch so ungewohnt). Eigentlich hat sich nicht wirklich viel geändert, aber es gibt so Kleinigkeiten, die nun einfach auffallen. Wir waren letztens zum Beispiel auf der Hochzeit von Freunden. Dort gab es das obligatorische Brautstrausswerfen am späten Abend, bei dem sich alle unverheirateten Frauen aufstellen müssen, um den Brautstrauss zu fangen. Nun – das ist das erste Mal, bei dem ich nicht mehr in dieser Gruppe stehe und irgendwie war die Situation ganz witzig. Nach der Hochzeit sind wir direkt in die Sonne abgehauen und haben uns eine Woche auf Mallorca entspannt. Wir hatten ein Ferienhaus im Osten der Insel und sind von dort auf mit unserem Mietwagen losgefahren, um die Gegend zu erkunden.

Oktober: Im Oktober hat mein Mann Geburtstag gehabt und wir haben einen super Koreaner in der Nähe von Frankfurt ausprobiert (Blogpost folgt!). Nach dem schönen Geburtstag, ging es für mich und eine Freundin nach  Griechenland – witzigerweise tippe ich den Post gerade auch auf der Couch eines Hotels in Athen. Wir waren auf Kos und haben die letzten Sonnenstrahlen genossen, im Meer gebadet und unsere Mägen vollgeschlagen. Ganz stolz war ich im Übrigen darüber, dass wir unsere Hinterteile trotzdem hochbekommen haben, um ein wenig Bewegung in den Urlaub zu kriegen. Wir sind häufiger Mal spazieren gegangen und dann am Strand entlanggelaufen, teilweise auch mehrere Kilometer lang!

November:  Für November habe ich spontan ein paar Flüge nach AthenToulouse, Pisa und Glasgow gebucht (Blogposts folgen). Ein paar Tage – Europa abklappern. Eigentlich hatte ich auch noch Pisa gebucht, allerdings hatte ich mich ein paar Tage vorher  eine Muskelzerrung geholt. Da ich sowieso schon einmal in Pisa gewesen bin, hab ich die Reise einfach gecancelt. Selbiges galt für Glasgow – die Wettervorhersage war richtig grottig und ich hatte absolut keine Lust bei so einem Wetter dort hin zu fliegen. In Athen hingegen war es richtig warm (20 Grad, perfekt!) – ich kann es jedem nur empfehlen im November nach Athen zu fliegen, denn 20 Grad sind für so einen Trip wirklich klasse! Ansonsten kann ich euch nur noch von einem Ausflug zur Burg Eltz berichten – wir haben uns nämlich vorgenommen viel mehr in Deutschland zu unternehmen! Man neigt immer dazu so weit weg zu wollen, obwohl vor unserer Nase wirklich so viele schöne Sachen zu sehen und zu erleben sind!

Dezember: Niemals hätte ich gedacht, dass ich in diesem Jahr ein zweites Mal nach Thailand fliegen würde.  Allerdings hat sich relativ kurzfristig eine Pressereise mit Thai Airways nach Phuket ergeben. Da ich bisher noch nicht in Phuket gewesen bin, habe ich mich darauf gefreut die Insel auch zu erkunden. Jetzt kann ich nur sagen, dass die Pressereise klasse gewesen ist. Unsere Gruppe hat richtig gut harmoniert und das Programm bot den richtigen Mix zwischen Wellness – und Aktivitäten an. Ein Blogpost über die Yaowawitschule ist zudem bereits online gegangen.

Freunde – ich hoffe ihr habt ein schönes Weihnachtsfest gefeiert und ich hoffe ihr rutscht gut ins neue Jahr! Nehmt euch ganz viel vor, macht die Hälfte davon tatsächlich oder doch mehr, ich wünsche euch alles Gute dieser Welt!