Nun kommen wir zu den nördlichsten Reisezielen, die ich in Vietnam besucht habe. Um nach Lao Cai zu kommen, sind wir mit dem Nachtzug von Hanoi losgefahren, was bei mir ziemliches Abenteuerfeeling verbreitet hat. Ich kann nur sagen – wenn jemand eher zimperlich ist und nicht gut schläft, der kann sich auf eine schlaflose Nacht gefasst machen, denn wir schliefen zu viert auf 4 Quadratmetern – im wackelnden, lauten, stickigem und nicht allzu sicher wirkendem Nachtzug – hier gibt es halt keine ICEs. Die Toiletten stinken entweder super schlimm oder bestehen lediglich aus einem Loch und zwei Flächen für die Füße – ich persönlich hatte den Spaß meines Lebens, weil ich es einfach megawitzig fand – kann mir aber vorstellen, dass andere damit nicht klar kommen.

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Hier im Nachtzug, bei dem man zwei kleine Aufstellflächen hat, um auf die oberen Betten zu klettern.

Von Lao Cai aus sind wir mit dem Bus nach Sapa gefahren, um dort das Catcat Village, Ta Phin Village und die Silberwasserfälle zu besuchen. Auf dem Weg dorthin kann man die wunderschönen Terrassenfelder Sapas bestaunen – bloß nicht nach unten gucken, wenn ihr da lang fahrt! Da kriegt man richtig Angst abzustürzen!
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Angekommen im Ta Phin Village wird sich der ein oder andere vor den Einheimischen erschrecken, die auf die Touristenbusse zugerannt kommen und eine Person mit 2-3 Leuten gleichzeitig vollquatschen. Die Damen können Vietnamesisch, recht gutes Englisch und sprechen noch ihre eigene Sprache und wollen einen in ihr Haus einladen, um danach zu sagen „Hey, kauf mir was ab – du warst in meinem Haus!“ – Geldgeschenke nehmen Sie nicht an, denn sie wollen für ihre Handarbeit entlohnt werden.IMG_0918Überall liegen Tiere rum 😀
IMG_0927Hier sind wir bei den Silberwasserfällen – es ist warm und gleichzeitig kühl. Das Wasser ist so rein und klar, dass man ganz tief schauen kann und im Hintergrund hört man die traditionelle Musik der Hmong – meist die Melodie zum Bambustanz.IMG_0979IMG_1004IMG_1027Wo wir grade von Hmong sprechen – eine Performance der traditionellen Tänze haben wir uns an dem Tag auch noch angesehen – beim Múa Sap (Bambustanz) konnten man selbst mal über die Bühne hüpfen und hoffen, dass die Beine dabei nicht eingeklemmt werden ;D! IMG_0319IMG_1067IMG_1070
Danach ein kurzer Spaziergang im Ham Rong Mountain Park, bei dem man die 12 Tierkreiszeichen abgebildet hatte. Ich bin im Jahr des Pferdes geboren, habe aber irgendwie verfehlt ein Foto damit zu machen – wahrscheinlich, weil dass Pferd seltsam aussah – stattdessen halt mal mit dem Hühnchen geposed 😀 IMG_1075IMG_1106
Am Ende haben wir – als wir auf die Rückkehr nach Hanoi gewartet haben – an der chinesischen gewartet und ein wenig das Geschehen beobachtet. Solch ein hin und her von Handelswagen 🙂 Da kriegt man doch Lust, oder? Aber anstatt nach China rüberzurennen [und bestenfalls verhaftet zu werden, weil man kein Visum besitzt], haben wir uns dann doch beim Seidentofu + Karamellsoße naschen entspannt und die letzten Minuten im Norden auf uns wirken lassen.
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Wir ihr eine Vietnamreise planen könnt, findet ihr hier. Weitere Posts über Vietnam gibt es hier.


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