Minimalistin sein #02 – Weniger Datenmüll

Ich habe irgendwann letztes Jahr ja mal erwähnt, dass ich mich sehr unwohl fühle, wenn ich zu viele Dinge besitze. Damals habe ich meinen Kosmetikbestand durchwühlt und geguckt, was ich denn so alles besitze. Ich habe zwar nicht so viel Kosmetik, wie zum Beispiel eine Beautybloggerin, aber für meinen Geschmack habe ich trotzdem zuviel Zeug. Sorry, wofür brauche ich denn bitte 44 Lippenstifte? Ich hab letztens 2 große Pakete gepackt und sie zwei meiner Leserinnen  zugeschickt in der Hoffnung, dass sie sich darüber freuen. Ich glaube, wenn jemand daran Freude hat und was damit anzufangen weiß, dann ist das auch in Ordnung, aber ich – als jemand, der besitzt, aber kaum nutzt, macht das einfach keinen Sinn. Haben um des Habens Willens ist etwas, was ich persönlich einfach vermeiden will.

Neben dem Materiellen hat es mich in letzter Zeit auch zunehmend gestört, was ich alles an Post und E-Mails bekommen habe. Zudem hat es mich genervt, dass viele Dinge bei mir (durch zwei Blogs Talkasia + Foodblog) parallel laufen und sich dementsprechend häufen. Das kam dann bei mehreren E-Mailadressen an und ist einfach im Datenorbit untergegangen. Deswegen habe ich mich vor ein paar Wochen für einen Rundumschlag entschieden und habe groß aufgeräumt. Im Folgenden zähle ich euch auf, was ich gemacht habe und vielleicht hat der ein oder andere das gleiche Problem wie ich und kann das hier als Tipp sehen selbst mal seinen Müll loszuwerden.


Alles kündigen, was nicht sinnvoll erscheint!

Der erste Schritt weniger beladen zu sein war für mich in mein Portemonnaie zu gucken und alles auszusortieren, was ich nicht nutze:

  • Bahncard 25 [Hab ich in den letzten 5 Jahren 2x benutzt] – Super einfach online gekündigt – und zwar hier!
  • Payback – Die Paybackkarte bringt mir eh nichts, weil ich sie kaum nutze, daher hab ich die auch online gekündigt – eine ganz gute Anleitung findet ihr in diesem Forum.
  • Comdirect Tagesgeldkonto – Ich habe vor Ewigkeiten dieses Sparkonto angelegt zu Zeiten, als es dort die besten Zinskonditionen gab. Das ist schon lange Geschichte und ich nutze dieses Konto auch schon lange nicht mehr. Hier ist eine schriftliche Kündigung notwendig. Googlet am Besten „XYZ Konto Kündigen Vorlage“ – da gibt es hinreichend Beispiele, die ihr euch in ein Worddokument kopieren könnt.
  • Kreditkarte Amazon – Diese Kreditkarte habe ich vor einem Urlaub in 2012 beantragt. Eine Kreditkarte ist für mich nur für’s Reisen sinnvoll, sonst nutze ich sie überhaupt nicht. Für das Reisen finde ich diese Kreditkarte sehr ungünstig, da man  Gebühren auf Auslandsabhebungen bezahlen muss, wenn man nicht vorher Guthaben auflädt. Außerdem kostet die Karte 20€ im Jahr. Daher habe ich sie auch schriftlich gekündigt. 

Realistisch sein und sich verabschieden!

Es war ein großer Schritt für mich zu entscheiden meinen ganzen Foodblog zu löschen. Aber mal ehrlich – er stand 2015 fast still. Ich habe den Foodblog ursprünglich gegründet, weil ich diesen persönlichen Blog hier nicht täglich mit Foodthemen zumüllen wollte. Damals habe ich auch noch die Geduld gehabt so häufig Themen zu sammel und umzusetzen. Aber die Interessen verlagern sich und es lohnt sich nicht einen Foodblog zu haben, der nur 1x im Monat Inhalte liefert. Daher habe ich mit letztem guten Zureden von Andrea entschieden einen Cut zu machen. Ich habe Hunderte Blogposts gelöscht und meine Lieblingsposts hier auf diesen Blog migriert, allen Kooperationspartnern Bescheid gegeben und dann auch meine E-Mailadresse gelöscht.


Weniger Datenmüll – weniger Nutzeraccounts!

Wenn ich morgens das erste Mal auf mein Handy schaue, dann sehe ich 20 ungelesene E-Mails und ich weiß jetzt schon, dass davon keine einzige Mail Relevanz hat. Vielleicht ist im Einzelfall ist mal was dabei. Aber für gewöhnlich handelt es sich um Werbemails, Newsletter, Pressemitteilungen – normalerweise kommen über Nacht halt keine sinnvollen E-Mails rein. Was mach ich also? Ich lösche fast immer 20 von 20 E-Mails. Ich weiß, ich hab mich bei vielen Dingen angemeldet. Außerdem hier und da registriert, Onlineshop A, B und C. Alles, was man halt so über die Jahre hinweg sammelt. Gucke ich aber nie rein, wandert immer gleich in den Papierkorb.

Ich hab die E-Mails mal zur Abwechslung nicht gelöscht, sondern mich während der Bahnfahrt damit beschäftigt alle Newsletter, die für mich irrelevant sind, abzumelden. Wahrscheinlich werde ich oft genug wieder auf welchen Landen, weil ich irgendwo ein Häkchen gesetzt habe oder irgendwer meine Kontaktdaten verkauft, aber irgendwo muss man ja anfangen, oder? Was mich aber wirklich so dermaßen ärgert, ist der Newsletter von Deezer – den habe ich mittlerweile schon 5x abbestellt – über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten und trotzdem bekomme ich noch regelmäßige Newsletter von denen, die ich gar nicht haben will. Was soll das?

  • Aus diesen Newslettern hab ich mich rauslöschen lassen: Urlaubsguru, Rossmann-Blogger-Newsletter, DM, H&M, Edited, Booking, Spotify, 500px, Ryanair, Burgerme, Monnier Frères. Weg damit.
  • Ich besitze einen Tumblraccount, den ich nicht benutze. Weg damit.
  • Ich war insgesamt bei 6 Facebookseiten als Admin eingetragen, obwohl die Seiten nicht wirklich von mir betrieben werden. Ständig hab ich Updates bekommen, die mich nicht mal wirklich betreffen. Weg damit.
  • Ich habe XYZ Fotos und Videos auf meinem Rechner – von Fotosessions – die ich niemals bearbeitet habe. Ich habe angefangen Fotos zu löschen, die einfach schlichweg schlicht sind oder doppelt und dreifach vorkommen.
  • Bei jeder Fotosession versuche ich so wenig wir möglich Bilder zu schießen, denn ich verwende im Endeffekt eh nur 1-2. Die restlichen Bilder gammeln auf m einem Laufwerk herum.

Weniger Menschen in deinem Umfeld!

Viele sagen ja, dass sie ihre Bekanntschaften aussortieren, weil Sie ihnen z.B. nicht gut tun oder so, aber ich finde das (in meinem Fall) zu überzogen. Trotzdem will ich aussortieren. Z.B. folge ich so vielen Seiten auf Facebook, dass ich gar nicht mehr sehe, was meine richtigen Freunde so machen.

  • Facebooklikes aussortieren
  • Twitterabos & Instagram aussortieren. Z.B. folge ich Leuten auf Twitter &Instagram, weil wir uns kennen – aber die posten seit einem Jahr nicht. Kann weg – die Leute erreiche ich auch anders, wenn ich will.
  • Ich habe Kontakte im  Handy eingespeichert, von denen ich nicht mehr weiß, wer das  überhaupt ist. Weg damit.

Das war es jetzt erstmal mit meinem zweiten Teil über Minimalismus und meinen Weg. Habt ihr vielleicht noch Ideen, was man sonst noch tun könnte? 🙂 Mein Credo ist ja – as simple as possible.


Gefällt dir dieser Post? Speicher ihn dir auf Pinterest ab!
 

One thought on “Minimalistin sein #02 – Weniger Datenmüll

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

css.php