Von Wutanfällen in Lernfortschritt

Ich bin in der Regel ein Mensch, der lieber selbst etwas macht. Selbst etwas lernt und keine Lust darauf hat, dass ihm andere Leute reinreden und einem versuchen etwas beizubringen, obwohl man gar nicht gefragt hat. Ich kann es nicht leiden, wenn jemand raushängen lässt, dass er mehr weiß und einen in eine Lehrer-Schüler Beziehung reindrängen will. Ich hab mich schon immer selbst drum gekümmert, wenn ich etwas lernen wollte – wenn es mal eben nicht autodidakt geht, dann frage ich – ansonsten will ich gar keine schlauen Ratschläge haben.

Ist mir egal, wenn es jemand besser kann als ich – ich erkenne es an, wenn jemand mehr kann als ich, aber ich will nicht, dass mir jemand, der es besser weiß mir den Spaß nimmt meine eigenen Fehler zu machen. Ich bin dankbar für die Hilfsbereitschaft, aber ich hab kein Bock auf Bevormundung. Ich will die Steine auf meinem Weg selbst weg kicken und dabei auf die Schnauze fliegen und brauche niemanden, der mir die Schwierigkeiten und Trümmer aus dem Weg räumt, denn nur dann kann ich mich hinterher rühmen, dass ich es aus eigener Kraft geschafft habe. Ich will keine Stepping Stones. Ich will nächstes Jahr zurückblicken und sehen wie schlecht die Dinge sind, die ich „damals“ gemacht hab und wie viel besser ich dann bin.

Trotzdem habe ich mich die letzten Jahre nie darum gekümmert meine Domain, Datenbanken, FTP Pipapo einzurichten. Ich hab aus Teenagerzeiten noch halbwegs Ahnung von dem Thema gehabt, aber da ich mich nicht darum sorgen musste und mein Freund mich auf seinem Server aufgenommen hat, ist dieses Wissen irgendwo in den Hintergrund geraten – Nie damit beschäftigt, also keine Ahnung.

Nun, es stand nun an, dass Summer ihren Blog von Blogspot auf WordPress umziehen wollte (selbstgehostet) und nachdem ich mich durch das Internet gewühlt habe, haben wir es auch gewuppt. Zwischen Wutanfall und Serviceanruf, sowie Erfolgserlebnis und Ablenkungsmanövern ist also der Umzug von Statten gegangen und ich bin ziemlich stolz drauf das gemacht zu haben ohne das ich mich auf jemand anderen verlassen musste. Did that. Learned it.
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8 thoughts on “Von Wutanfällen in Lernfortschritt

  1. Es ist immer ein tolles Gefühl was alleine geschafft zu haben 🙂

    Und noch Glückwunsch zum neuen Job! Jede Veränderung und alles Neue ist aufregend – egal wenn es nur ein Abteilungswechsel ist. Wobei es bei dir ja schon mehr ist! 🙂

  2. Respekt! Wirklich. Da ich ja meinen Umzug abgegeben habe, habe ich wirklich gesehen was ich alles nicht könnte… und ich hätte wirklich nicht die Nerven (gut, auch einfach nicht die nötige Zeit) dazu gehabt mich da selbst wieder so richtig einzulesen usw. Meine Kenntnisse in der Richtung waren wirklich total veraltet und ich sooo froh, dass ich das abgeben konnte…

  3. Ich bin eigentlich auch viel lieber selbstständig und unabhängig. In letzter Zeit musste ich persönlich allerdings leider viel zu oft klein bei geben und um Hilfe bitten, wenn ich eigentlich Zähne zusammen beißen hätte können und die Sache selbst in die Hand nehmen sollen.
    Die Bilder sind fabelhaft!

    Allerbeste Grüße!

    mtrjschk.blogspot.com

    1. oh das ist ja gar nicht schlimm um Hilfe zu fragen – ich find das gut, wenn man sich eingesteht „hier – das schaffe ich nicht alleine“ und dann halt nicht zu stolz ist jemand anderes zu fragen 😀 Mir geht’s eher darum, dass man zuerst seine Grenzen austesten soll „hierher und nicht weiter“ und dann halt um Hilfe fragt und nicht es sich zu leicht macht und direkt von anfang an fragt 🙂

      Und dass jemand anderes einen so bevormundet – das find ich auch doof 😀

  4. Wow, dein Blog ist wirklich beeindruckend! Tolle Bilder und sehr schöne Texte 🙂
    Ich hab auch vor irgendwann den Sprung von blogspot auf WordPress zu machen, allerdings fehlt mir dazu momentan einfach die Zeit und auch die gewisse Kenntnis dazu.

    Love,
    Christina ?
    cinapeh.blogspot.de

  5. Total cool, dass du das mit dem Umzug für Summer geschafft hast, großen Respekt 😀
    Die Bilder sehen übrigens wirklich toll aus, das erste finde ich am schönsten!

    LG

  6. Ich kenne dieses Gefühl…immer von anderen abhängig zu sein. Ist ja auch nichts schlimmes, solange man dann auch auf eigenen Beinen stehen kann, wenn es darauf ankommt. Super Post! Hab dich erst jetzt entdeckt und werde sicher öfters vorbeischauen 🙂

    Lots of love http://ma-luna.blogspot.ch

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